
".......und sie das Privileg hätten, sich mittels Schweizer Bankkonto über demokratische Gesetze stellen zu können. Diese Art von DDR-Denken sollte man scharf bekämpfen,...." @ Herr Rabe, da haben Sie endlich mal was Vernünftiges gesagt und es wäre fast untergegangen. Da gibt es nämlich noch den Altfall SED oder PDS oder LINKE. Deren immenses Vermögen ist immer noch nicht aufgefunden worden und nährt (vermutlich von Österreich aus) die Ewiggestrigen. Bei diesen Lumpen sollten wir mal anfangen. Danach könnten Sie irgendwie befreiter Quark treten.

Sie haben recht, die angesprochenen Worthülsen sind absichtlich drastisch gewählt, da ich persönlich allergisch auf deutsche Einmischungsversuche in unsere Innenpolitik reagiere. Es geht D schlicht und einfach nichts an, wie wir unsere Steuer- und Finanzpolitik gestalten. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass unsere Gesetze nicht nur für deutsche "Steuerflüchtlinge" sondern auch für jeden Schweizer Bürger gelten. Wir wollen auf "unserem Boden" das so haben, capito? Wir mischen und ja auch nicht in die holländische Drogenpolitik ein, wenn sich Schweizer (und deutsche) Jugendliche in Amsterdam volldröhnen, und wir mischen uns nicht ein, wenn sich Schweizer Konsumenten mit Billigware in Süddeutschland eindecken. Beides ist für unser Land auch schädlich, aber es handelt sich um legale Vorkommnisse in souveränen Staaten.

Herr Rabe – Sie sind noch naiver als gedacht! Seit wann zahlt der Staat alle Steuereinnahmen an die Bürger zurück? Ich jedenfalls kenne etliche Posten im Staatshaushalt, von denen der Bürger weniger als nichts hat: z. B. die zig Milliarden, welche von Politikern kontrollierte Landesbanken mit Spekulationen versenkt haben; die überzogenen Diäten und Pensionen von Sesselfurzern in den diversen Parlamenten oder die „Verteidigung“ der BRD am Hindukusch – um nur einige wenige zu nennen. Darüber hinaus empfehle ich u. a. auch die Lektüre der vom Bundesrechnungshof erstellten Liste von Steuergeldverschwendungen. Glauben Sie denn tatsächlich, dass ein paar Steuermillionen mehr den Rentnern oder anderen Bürgern zugute kämen? Hat nicht gerade der von Ihnen zum guten Samariter verklärte Staat die Rentenkasse ausgeraubt, indem er seinerzeit die aus der Wiedervereinigung sich ergebenden neuen (DDR-) Rentenlasten den im wesentlichen aus Mitgliederbeiträgen finanzierten Rentenkassen aufbürdete. Wenn er jetzt einen Teil dieser Milliarden zurückgeben muss, um diese vor dem Kollaps zu bewahren, so sehe ich – im Unterschied zu Ihnen – darin noch lange keine gute Tat. Analoges gilt übrigens auch für die Arbeitslosenkasse.

Herr Teuber, es geht doch darum grade das zu ERHALTEN, was uns von der DDR unterscheidet, nämlich die Demokratie. Wenn in einem DEMOKRATISCHEN Rechtstaat bestimmte Gesetze erlassen werden (z.B. Steuergesetze), dann muss der Staat dafür sorgen, daß alle Bürger GLEICH vor dem Gesetz sind. Das ist der wesentliche Unterschied zur DDR, dort gab es Bürger mit Privilegien, welche über dem Gesetz standen. Es scheinen sich einige hier im Forum solche DDR-Zustände zu wünschen und glauben, es stünden ihnen Privilegien zu. Dieses Publikum glaubt, daß demokratisch erlassene Gesetze für sie nicht gelten (also genau wie bei den DDR-Bonzen) und sie das Privileg hätten, sich mittels Schweizer Bankkonto über demokratische Gesetze stellen zu können. Diese Art von DDR-Denken sollte man scharf bekämpfen, demokratische Gesetze müssen für ALLE(!!) gelten. Deswegen muss der Finanzminister jedem Versuch entschlossen Einhalt gebieten demokratische Gesetze zu unterlaufen, also Straftaten verhindern.

Doch, ich verstehe Sie sehr gut. Natürlich will Ihre Welt die 'unwissenden Mitmenschen simpel und einfach möglichst in Ruhe lassen'. Bitte verstehen Sie dieses Zitat nicht als Polemik: so ist es aus leicht nachvollziehbaren Motiven in der Tat. Der Mensch ist ein soziales Wesen mit einem individuellen Bewußtsein. Die evolutionäre Schwierigkeit besteht nach wie vor darin, diese beiden 'Aggregatzustände' miteinander zu versöhnen.- Im übrigen zeichnet sich Ihr Beitrag leider nicht durch 'jahrhundertealte, gelebte Toleranz' aus, indem Sie Worthülsen wie 'allwissenden Eifer', 'Triumphalismus der DDR', gar 'Pamphlete der RAF' benutzen, um auf billige Weise beim Forumspublikum Diskurshoheit zu erlangen.

Wer sich über die deutschen Steuern beklagt der muss sich natürlich auch Gedanken über die Ausgaben machen welche damit bezahlt werden. Bekanntermaßen behält der Staat keinen einzigen Euro, er zahlt alles(!) in Form von Gehältern, Pensionen, Sozialhilfe, Zuschüsse, Zinsen, Kndergeld etc. etc. wieder an Bürger zurück. Schauen wir uns also mal den Bundeshaushalt an: Was ist der mit Abstand größte Posten ? Genau, der Bundeszuschuss zur Rentenkasse. Glauben Sie ernsthaft deutsche Rentner fänden es eine gute Idee wenn man deren Rente kürzt und dafür in Zukunft noch lascher mit potentiellen Steuerhinterziehern umgeht, welche ihre Millionen in der Schweiz parken ?

und andere Anhänger von Sozialismus und Linkspartei einfach sich weigern,zu sehen oder aufgrund ihrer ideologische Verblendung nicht sehen ist : Diesmal wird es nach dem sicheren Scheitern eines erneuten sozialistischen Deutschland eben KEIN reiches -weil "kapitalistisches"- Westdeutschland mehr geben,welches das von dieser Ideologie in Grund und Boden gewirtschaftetes anderes Land dann aufnimmt und mit unglaublichen,noch nie dagewesenen Finanzmitteln (welche bei weitem die jetzt genannten Summen für die "Rettungsschirme" überschreitet!) wieder aufpäppelt. Herr Rabe & co. - Sie tun so,als wäre der Weg,den Sie und andere vorschlagen -es eben noch einmal mit dem SOzialismus zu probieren - insofern kein Problem -weil ja (wie 1990) irgendwo ein Staat existiert,der die gescheiterte sozialistische Republik auffängt . Täuschen Sie sich bitte nicht ! Österreich wird uns dann nicht "wiedervereinigen" !

Sie haben Ihre Lektionen aus der deutschen Geschichte gut gelernt! Was wir nicht alleine geschafft haben - anderen Staaten unseren Willen mit Panzern etc. aufzuzwingen – das schaffen wir heute mit der politischen und ökonomischen Macht der EU im Rücken auf „friedliche“ Weise! Ein „bisschen“ erpressen und drohen ist doch nur angebracht bei einem so störrischen Nachbarn wie die Schweiz, wenn diese partout nicht kapieren will, dass die Welt am deutschen Steuerwesen zu genesen habe. Da kann ich nur hoffen, dass die auf diese Weise dann zurückgeholten Steuermillionen Sie auch wirklich beglücken – glauben Sie doch bestimmt auch an das Politikermärchen, dass diese dann auch Ihnen zugute kommen.

Hier prallen Welten aufeinander. Während Ihre Welt mit missionarischem Eifer den Menschen aus Ihrer Sicht Gutes tun will (altbekannte deutsche Tugend), lässt unsere Welt die "unwissenden Mitmenschen" simpel und einfach möglichst in Ruhe - auch wenn wir zu wissen glauben, was für die Menschheit gut ist. Das ist jahrhundertealte, gelebte Toleranz, auch wenn Sie dies nie verstehen werden. Zugegeben, dies ist vielleicht etwas übertrieben, aber irgendwie erinnert mich dieser allwissende Eifer an den Triumphialismus der DDR, die unsäglichen Pamphlete der RAF etc. etc. .... alle wussten, dass wieder mal ein in ihrem Sinne neues Zeitalter (Zeitenwende!!) bevorstand - und anschliessend kam doch alles anders....

Es ist sinnlos, dagegen anzuschreiben. Die hier von einigen (Namen geschenkt) vertretenen Positionen offenbaren ein Maß an eingeschränkter Wahrnehmung, welches weder Fakten noch Argumenten zugänglich ist und eine Diskussion unmöglich macht. Gleiches gilt leider auch für großeTeile der Politik und Gesellschaft. Soviel jedoch auch noch einmal in diesem Thread: Die Weltgesellschaft befindet sich - das kann man auch als Zeitgenosse erkennen - in einer Zeitenwende. Der Evolutionsdrive hat mit immer höherer Geschwindigkeit nahezu alle Teilsysteme des Globus erfaßt. Für ein geordnetes Überleben der Population müssen jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Daß dies auf der Basis von zu zyklischen Instabilitäten neigenden, individualistischen Entscheidungsfindungen nicht möglich ist, offenbart sich soeben einmal mehr, diesmal im Zusammenbruch der Finanzmärkte. Der Wettbewerb der Individuen und gesellschaftlichen Systeme hatte eine evolutionäre Bedeutung; in der Globalisierung stößt er an seine Grenzen, weil die Welt, in der wir leben, begrenzt ist. Daraus resultieren Einschränkungen für das materielle Wachstum, die nur in einem zivilisatorischen Reifeprozeß, nicht aber in einem 'Rattenrennen' kompensiert werden können.

"Bei geschlossenen EU Grenzen fahren die Deutschen eben über den Brenner..." Aber klar doch, Herr Rabe! Den Mont Blanc nicht zu vergessen. Fragt sich nur, wie oft und wie lange. Fragen Sie da mal lieber die Österreicher über die heute schon existierenden Probleme innerhalb der EU. Aber träumen Sie ruhig ihren Kollaps weiter. Es täte Ihnen und so manchem anderen gut, wirklich zu lesen, was ich zuvor geschrieben habe. Alles schon mal dagewesen. Und alles schon wieder vergessen. Nur die Schweizer haben's nicht vergessen - außer den Sozis. Aber die sind (und bleiben) in der Minderzahl.

In einer Demokratie wird sich jenes System durchsetzen, von dem eine Mehrheit der Menschen denkt, dass es geeignet ist, ihren persönlichen Lebenstraum zu verwirklichen. Momentan hat das neoliberal-kapitalistische System viele Lebensträume zerstört. Grade in den USA werden viele Menschen, die von ihnen prognostizierte Wiederaufstehung des Kapitalismus wohl nicht mehr erleben, deren Traum von einem Ruhestand in Wohlstand hat sich grade verflüchtigt. Bis deren Aktien wieder etwas wert sind, wird es für die zu lange dauern, bis dahin sind sie leider gestorben. Den Rentnern im 'sozialistischen' Deutschland (50% Staatsquote!) geht es da z.B. wesentlich besser. Deren Real-Rente mag zwar auch etwas sinken, aber es bleibt auf jeden Fall genug übrig, um davon anständig zu leben, das können viele US-Rentner mit ihrer Kapitalmarkt-Rente nicht hoffen. Die Deutschen haben sich zu diesem 'sozialistischen' System entschlossen und fahren momentan sehr gut damit. Es ist deswegen auch nur konsequent, dass man Staaten wie die Schweiz, welche hier die erzwungene Solidarität untergraben, in Schranken weist. Wem das nicht gefällt dem steht es frei auszuwandern...

Die Schweiz kann ihren Wohlstand nur ausfrecht erhalten, wenn sie weiterhin intensiven Handel mit der EU betreibt. Wie abhängig die Schweiz vom Rest der Welt ist können sie z.B. am Aktienkurs der UBS oder anderer Schweizer Unternehmen und Banken sehen. Wenn da an der Wallstreet jemand hustet wird auch die ganze Schweiz krank. Wenn die EU in Zukunft die Schweiz (auf Grund der inkompatiblen Steuerpolitik) als ganz normales EU Ausland betrachtet (also wie jedes andere Land der Welt) dann wird die Schweiz auch in dem neuen Status noch größtes Interesse an Handel mit der EU haben und nicht seine Grenzen für die Durchreise schließen. Denn sonst könnten die Schweizer Nachbarn auf die Idee kommen das ebenfalls zu tun was für die Schweiz dann den entgültigen wirtschaftlichen Kollabs bedeuten würde. Bei geschlossenen EU Grenzen fahren Deutschen eben über den Brenner nach Italien, Schweizer aber wären dann alle wieder nur Käsebauern....(vergleichen sie mal die prozentuale Abhängigkeit der EU von der Schweiz und umgekehrt...)

Die aktuelle Finanzkrise ist nicht mehr und nicht weniger als eine ernsthafte Krise, die im Sinne eines reinigenden Gewitters das kapitalistische System durchrüttelt. Solche Krisen gab es und wird es immer geben, und genau darin liegt die Stärke von dynamischen Systemen. Nach jeder Krise hat sich der Kapitalismus refomiert. Daraus zu schliessen, dass Ihr statischer Sozialismus überlegen ist, ist leider reines Wunschdenken. Auch wenn Sie momentan Oberwasser zu haben glauben, wird diese dröge Spiesser-Ideologie schon bald wieder auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Diejenigen Länder, die eine liberale Politik beibehalten, werden gestärkt aus dieser (Jahrhundert-?) Krise hervorgehen. Diejenigen Länder, die aus populistischen Motiven alles überregulieren, werden einmal mehr die Verlierer sein. Wievielmal wollt Ihr mit Eurem Sozialismus eigentlich noch scheitern?

"Wenn die EU den priviligierten Status der Schweiz abschafft, dürfte das ebenfalls Auswirkungen auf Schweizer Arbeitsplätze haben." @ Herr Rabe, ja wenn....! Nur wird die EU nicht so blöde sein, dies zu tun. Weil dann nämlich die Nord-Süd-Verbindung nur mit ganz erheblichen Kosten aufrecht zu erhalten wäre. Die Durchfahrtzölle steigen dann bis knapp unter die Kosten einer umfassenden Luftrücke, die auch noch den Luftraum umgehen müßte. Fieberträume eines linken Besessenen. Seien Sie aber sicher: Noch immer hat die Schweiz als Insel zwei Weltkriege ohne jede "Privilegien" überdauert und ging als Gewinner daraus hervor. Die innere Freiheit garantierte Eigentum (eines jeden; auch von außerhalb) und Arbeit. Selbst die Weltwirtschaftskrise 29 konnte abgefedert werden. Um ein Land, dessen Währung noch heute problemlos auf Goldstandard umgestellt werden könnte, ist mir da nicht bange. Solange Menschen wie Sie keine Mauer drumherum bauen können und Menschen wie Wild abschießen, solange wird dieses Land der letzte Fluchtpunkt für Kapital und top ausgebildete Menschen sein. Auch Sozialisten wie Hitler und Stalin konnten das nicht verindern. Freiheit ist ein Magnet für Kapital und Menschen. Den Strom für den Magneten liefern die Sozialisten.