
Sie geben an das der "Spiegel" Quelle Ihres Wissens ist. Wenn Sie die Artikel zum Thema Kernenergie betrachten, so koennen Sie beruhigt die Aussagen des Spiegels um 180 Grad umdrehen, dann kommen Sie der Realitaet sehr nahe.
Es ist korrekt das ein Teil der Spaltstoffe die in der Wiederaufbereitung von abgebrannten Kernbrennstoff abgetrennt werden, hoch radioaktiv sind. Dies wird niemend bestreiten.
Man koennte die Waerme dieser Spaltstoffe als Waermequelle nutzen. Ein Teil der Spaltstoffe ist sehr wertvoll. In Japan wird daran geforscht daraus wertvolle Rohstoffe wie Rhodium zu gewinnen. Man koennte diesen Abfall fuer viel Geld deaktivieren. Das wuerde jedoch keinen Juenger der Oekoreligion von seinem Glauben abbringen.
Am preiswertesten ist es jedoch bis heute dies als hochradioaktiven Muell zu deponieren.
Die Kernenergie hat nuechtern betrachtet mit das geringste Problem mit Abfaellen, ist natuerlich nicht Muellfrei.
Vandale

Kruemmel hat das Schicksal in Schleswig Holstein zu stehen. Die Atomaufsicht Schleswig Holstein steht der politischen Wahlkampfprofilierung Gabriels wesentlich aufgeschlossener gegenueber als z.B. die Behoerden Bayerns und Baden Wuerttembergs.
Der Anlass war beliebig. Es haette auch der Stuhl des Pfoertners zusammenbrechen koennen, oder ein Mitarbeiter einen Unfall erleiden koennen. Die Medien unterstuetzen die Kampagne des nicht gerade serioesen Ministers bedingungslos.
Vandale

im Umfeld von Kraftwerken ist ebenso häufig zitiert wie schlicht und einfach Murks.
Leukämie bei Kindern ist - Gott sei Dank - ein extrem seltenes Krankheitsbild.
Wenn nun im Rahmen einer "Studie" gezielt nach entsprechenden Krankheitsbildern gefahndet (und dieses dann auch gefunden, weil z. B. "umgewidmet" wird), reicht im Extremfall ein zusätzlicher Fall aus, um eine signifikante statistische Erhöhung auszulösen.
Nur sind dies Fälle, die in anderen Gegenden aufgrund fehlender Untersuchungen gar nicht auffallen und somit nicht gezählt werden...

Ende 2007 wurde eine Studie veröffentlicht, nach der innerhalb von 23 Jahren im Umkreis aller 16 deutschen AKW-Standorte 20 Kinder mehr an Leukämie erkrankt seien als statistisch zu erwarten wäre, also etwa ein zusätzlicher Fall pro Jahr. Eine so geringe Zahl ist wohl eher als statistisches Grundrauschen zu betrachten: pro Jahr sterben 200.000 bis 220.000 Bundesbürger an Krebs. Einige zehntausend dieser Krebsfälle sind auf Tabakkonsum zurückzuführen, ca. 3000 (sic!) auf Passivrauchen, viele weitere auf ungesunde Ernährung oder Alkoholmißbrauch. Wie viele rauchende Eltern qualmen ihre Kinder hemmungslos zu und nehmen keinerlei Rücksicht auf deren Gesundheit, auch nicht auf ihre Mitmenschen in Kneipen und Restaurants und früher am Arbeitsplatz? Hier schert sich kaum jemand um die gesundheitlichen Folgen; es hat Jahrzehnte gedauert, bis (immer noch halbherzige) Rauchverbote erlassen worden sind. Auch andere Verhaltensweisen sind um viele Größenordnungen gefährlicher, z. B. Autofahren (ca. 4500 Tote pro Jahr, darunter 500 Kinder). Die „wahren Killer“ (Prof. Walter Krämer und Gerald Mackenthun in ihrem erhellenden Buch „Die Panikmacher“) werden verdrängt; statt dessen folgt eine Hysterie über eingebildete Gefahren.

Die Kinderkrebsstudie die den vermeintlichen Zusammenhang zwischen Leukaemie und der Naehe zu Kernkraftwerken nahelegen soll gibt es seit den 70er Jahren in vielen Varianten. Sie beruht statistisch auf einer seltenen Krankheit. Die Studie weist Schwaechen auf. Es ist aehnlich als wenn in 4 Wochen 2 Hamburger im Lotto gewonnen haben. Dann koennte man sage die Haelfte aller Lottogewinne geht nach Hamburg. Nach den vielen Varianten der Studie wissen die Autoren sehr genau wo sie die Krebsfaelle finden. Es gibt ein Cluster in Kruemmel. Der fruehere Leiter des Bfs sagte zu den Autoren dieser Studien.. wenn sie sich selbst beluegen wollen..
Das BfS als Behoerde hat sich von der Studie distanziert.
Laden sie sich die Studie doch mal aus dem Netz herunter
Vandale

Hallo Herrr Trummler,
ich vermisse Ihren Kommentar zu den neuesten Entwicklungen der Abweichungen im KKW Krümmel. Sie wissen doch genau was da los ist, oder?

Eigentlich wollte ich auf folgende Argumentation des o.g. "Experten" garnicht mehr reagieren, der da schreibt:
"Herr Sonnabend, es ist korrekt das bei der Wiederaufbereitung von Kernkrennstoff -PUREX Prozess - Salpetersaeure und TBP zum Einsatz kommen. Das hoert sich natuerlich recht chemisch an und ist es auch.Seitens Oeko- organisationen wie Greenpeace wird das natuerlich gerne verbreitet um einen Schauer und eine anschliessende Spendenbereitschaft hervorzurufen Rein chemisch betrachtet wird der groesste Teil der Salpetersaeureproduktion fuer Amoniumnitrat genutzt die zur Duengung der Felder verwandt wird."
Es erschien mir völlig sinnlos, solche aberwitzige Argumentation zu diskutieren.
Aber heute schreibt der SPON folgenden Artikel "Atomsuppe wird zu Kugeln verglast" (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,635200,00.html)
bezüglich obiger Problematik:
"Es ist eine der giftigsten Altlasten der deutschen Atomindustrie: 60.000 Liter einer strahlenden Brühe, die in der Wiederaufbarbeitungsanlage Karlsruhe entstanden sind. Jetzt soll die strahlende Suppe zu Kügelchen verglast werden ...."
Da kann jeder objektive Leser für sich selbst nachvollziehen, wie es um den Sachverstand zumindest dieses Herrn bestellt ist.

"Es gibt Studien in Deutschland und Großbritannien, die für Kinder ein erhöhtes
Leukämierisiko gefunden haben, die in Gegenden lebten, wo Kernkraftwerke geplant, aber niemals gebaut wurden. Dieses Risiko war in Art und Stärke ähnlich wie in der Nähe existierender Kernkraftwerke." So schreibt das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Kernkraftwerke benötigen immer große Flüsse und bestimmte geologische Gegebenheiten. Nicht unwahrscheinlich, daß diese die Ursache für das im Beobachtungszeitraum vermehrte Auftreten von Leukämie verantwortlich ist. - TF

Lange Zeit bemühte ich mich, als Physik-Studierter, um emotionsfreie faktenbasierte Debatten. Das fällt mir schwer, seitdem ich vor knapp zwei Jahren in Grohnde bei Freunden ein paar Urlaubstage verbrachte - mit permanentem Blick auf das KKW und mit dem Wissen um die etwa in dieser Zeit veröffentlichte Kinderkrebs-Studie des BfS. Ihr zufolge gibt es einen „Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zu einem KKW und dem Risiko, dass ein Kind vor seinem fünften Geburtstag an Krebs und besonders an Leukämie erkrankt.“ Und weiter: „Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand kann die Beobachtung nicht durch die von den KKW ausgehenden Exposition mit ionisierenden Stahlen erklärt werden.“. Wir wissen also nicht, WARUM, aber DASS es so ist, dass „29 der insgesamt von 1980-2003 in Deutschland aufgetretenen 13.373 Krebserkrankungen dem Wohnen innerhalb der 5-km-Zone um ein Kernkraftwerk zuzuschreiben“ sind und „20 der 5.893 Leukämieerkrankungen bei Kindern...“. Das klingt als wäre es statistisch nicht relevant – Eltern, deren Kind zu den knapp 50 Erkrankten gehören (29 Krebs, 20 Leukämie) werden darüber anders denken.
Jeder sollte sich fragen, ob er mit einem KKW in Sichtweite in seiner Wohngegend einverstanden ist.

Für die Risikobewertung der Kernernergie sind zunächst die physikalischen sowie anderen physischen Realitäten zu betrachten.
So darf eine seriöse Risikoabwägung zwischen Atomenergie und Klimawandel nicht nur die Gefahren der Stromerzeugung aus Kernkraft, also nur den Kraftwerksbetrieb, betrachten. Bei der Kernenergie sind dies außerdem noch die Aspekte: Wiederaufbereitung, Endlagerung, terroristische Anschläge bzw. (para-)militärische Angriffe, begrenzte Uran-Vorkommen bzw. die Abhängigkeit von Uran-Importen.
Auch ein Vergleich von Deutschland mit dünn besiedelten Standorten wie in China oder Tschernobyl ist unzulässig.
Ein GAU in einem Kernkraftwerk zusammen mit der Freisetzung großer Mengen an radioaktiven Material kommt schlagartig. Hier werden innerhalb weniger Stunden und Tage ganze Landstriche unbewohnbar. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland müssten von einem Tag auf den anderen Millionen von Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen, auch Industrieanlagen etc. wären verloren.
Dabei gibt es ökologische Alternativen. Z.B. Solaranlagen in benachbarten europäischen Sonnenstaaten. Die erzeugte Energie könnte in für Brennstoffzellen geeigneten Energieträgern gespeichert und zum Endkunden transportiert werden.

Sie verkuenden Erkenntnisse zu Plutonium und Alpha Strahlen die mein Vater in 40 Jahren als Wissenschaftler auf diesem Gebiet nie erlangt hat, die auch sonst in dem Metier nicht bekannt sind.
Warum veroeffentlichen Sie diese nicht in einer Fachzeitschrift. Vielleicht wird man Sie fuer einen Nobelpreis nominieren.
Vandale

Früher, dass waren noch Zeiten. Da konnte nicht einfach jeder per PV, BHKW oder WKA sich zum Stromproduzenten aufschwingen. Und wenn dann doch ein paar Spinner Strom einspeisen wollten, dann wurden eben nur 1ct./KWh gezahlt.
'Entsorgen' können Sie doch sicherlich auch zu geringeren Kosten, Sie haben doch bestimmt noch ein paar Qm im Garten frei, oder? Wer ist denn eigentlich ihr Sponsor?

@thiotrix es freut mich für sie das sie sich erst Sorgen machen wenn sich im Nuklearen bereich Störungen ereignen. Keine Todesfälle..das möchte ich bezweifeln.Der radioaktiv verursachte Tot ist oft ein langsamer (erhöhte Krebsrate).Ein größere Störfall, wie auch immer verursacht,bleibt kein lokales Ereignis wie eine Explosion in einer Biogasanlage.
Das wir den Tot in anderen Bereichen eher akzeptieren macht Kernkraftwerke nicht sicherer.
Ich bin der Meinung das menschliches handeln dort an Grenzen Stößt wo die Folgen im Falle des versagens zu groß werden oder wir sie garnicht einschätzen oder kontrolliern können.
In Deutschland wurde dehalb entschieden
A-Die Bundeswehr wird nicht mit Atomwaffen ausgerüstet.
B-Aufgrund der Risiken der Kernenergie wird von uns dieser Weg nicht weiter beschritten.
C-läßt sich vortsetzen...zb Unkalkulierbarkeit des Krieges läßt sich u.a. in Afgahnistan beobachten ups..sry wir haben uns einwickeln lassen..
klaus keller hanau
PS siehe auch ihr text in der TAZ-onlineausgabe-neineAntwort ist die gleiche.

Herr Trummler, Plutonium ist ein besonders tückisches Gift weil der Tod nicht sofort eintritt, man die Vergiftung also erst gar nicht bemerkt. Bei anderen Giften ist die Sache viel 'digitaler'. Entweder man stirbt oder man überlebt. Wenn man überlebt, dann war die Dosis klein genug. Glück gehabt ! Bei Plutonium ist das anders. Hier geht es nicht um eine chemische sondern um eine radioaktive Vergiftung. Da gibt es keine untere Schwelle ab der man sicher überlebt. Da Plutonium, wie sie richtig schreiben, sehr energiereich ist, ist auch die potentielle Schädigung für Zellen in Nachbarschaft eines Plutonium-Alphastrahlers wesentlich größer als z.B. bei Natururan. Wenn sie also auch nur winzige Mengen von Plutonium über den Nahrungskreislauf aufnehmen so werden sich diese als Schwermetall irgendwo bei ihnen im Körper einlagern und genau an dieser Stelle Knochen- Leber- Bauchspeichel- Darm etc. etc. Krebs verursachen. Wenn Sie Glück haben vielleicht erst in 30 Jahren. Vielleicht liegen diese 30 Jahre deutlich über ihrer Lebenserwartung von der sie persönlich ausgehen. Die Lebenserwartung meiner Kinder ist größer, da wären auch 30 Jahre nicht zu akzeptieren...

Herr Trummler, sie sagen, daß ein KKW unproblematisch versicherbar ist. Prima ! Dann sind wir uns also einig, daß man demnächst folgenden Wortlaut mit ins Gesetz aufnimmt: "Beim Umgang mit radioaktiven Stoffen ist eine Haftpflichtversicherung mit unbegrenzter Schadensdeckung abzuschließen".
Sind wir uns da einig ? Dieser kleine Satz sollte, wenn sie Recht haben, ja keinerlei Probleme oder besondere zusätzliche Kosten verursachen. Denn schließlich sollte eine Versicherung für Ereignisse die gar nicht auftreten können auf dem privaten Markt extrem günstig sein...

Solarstrom wird gem. EEG mit 43c/KWh verguetet, Wind Anfangseinspeiseverguetung 9.2 +0.5c entsprechend 9.7c/KWh. Der Strom ist als Zufallsstrom weitgehend wertlos. Vor der "gruenen" Zeit haben die Versorger die Einspeisung von Zufallsstrom meist abgelehnt. Den Wert kann man auf z.B. 1c/KWh schaetzen.
In meinen Artikeln habe ich die Kosten fuer die Entsorgung von abgebranntem Kenrbrennstoff mit 350 Euro/Kg gerechnet (analog EDF, USA 280$/Kg), entsprechend 0.1c/KWh. Mit allerlei Schikanen kann man diese Kosten natuerlich beliebig in die Hoehe treiben. Die Kosten den Atommuell wieder zu nutzen (Wiederaufbereitung) liegen bei 620$/Kg (Ru). Wenn man dies mit den Entsorgungskosten chemotoxischem Abfalls vergleicht, werden hier bereits ungerechtfertigt sehr unterschiedliche Masstaebe angelegt.
Wie bereits in einem unterem Artikel erwaehnt ist ein Atomunfall unproblematisch versicherbar. Als Aktionaer einer Versicherung wuerde ich mich freuen wenn diese z.B. Atomkraftwerke in Taiwan, Suedkorea, Frankreich, Finnland oder Schweiz versichern wuerde. Eine unkalkulierbare Oekopanik mit Evakuierungen, unterpfluegen der Felder usw. ist nicht versicherbar. Dann wuerde ich lieber die Aktie verkaufen.
Vandale

zu dem emotionalen Thema der Nachkriegszeit. Wäre schön, wenn er zunehmend auch in der FAZ weitere Themen aufspießte mitsamt derer, die fast ausnahmslos emotional darauf reagieren. Bereits an der Zahl der Kommentare ist unschwer zu erkennen, daß Emotion vorherrscht und natürlich nur allzuleicht mißbraucht werden kann, was vielleicht sogar manch ein Politiker zu verhindern versucht, wie er von sich selbst behaupten mag.

Sie biegen Ihre Behauptungen so hin, wie es Ihnen gerade passt. Bei den Subventionen wäre ich sehr vorsichtig. Mit diesem Argument haben Sie doch ein echtes Eigentor geschossen. Dann rechnen Sie bitte auch alle Kosten (Haftpflichtversicherung, Endlagerung etc.) mit ein. Jede Windkraftanlage ist Haftpflichtversichert.

Nahezu alle „Störfälle“, über die so ausführlich wie hysterieerzeugend in allen deutschen Medien berichtet wird, haben sich im nichtnuklearen Teil der Kernkraftwerke ereignet! Auch der Transformatorbrand vor zwei Jahren, der schon fast als letzten Schritt vor dem Super-Gau dargestellt worden war, betraf nicht den Kernreaktor. Auch die jüngsten Probleme lagen in den Transformatoren – und in jedem Fall erfolgte die Abschaltung der Anlage planmäßig. 40 Jahre großtechnische Nutzung der Kernenergie in Deutschland haben bisher keine Todesfälle verursacht – im Gegensatz z. B. zur erst seit wenigen Jahren massiv ausgebauten Biogasgewinnung: hier hatte es in 2005 eine Unfall mit 4 Toten und einem Schwerverletzten gegeben.
Zur Gefährdung durch Radioaktivität gab es einen sehr informativen Artikel im „Spiegel“ Nr. 47-vom 19. November 2007: „Legenden vom bösen Atom“ (kann sich jeder kostenlos runterladen!)– dieser Aufsatz müßte Pflichtlektüre für alle Anti-Atom-Fanatiker werden, dazu noch das wundervolle Buch „Die Panikmacher“ von W. Krämer und G. Mackenthun. Leute, macht euch erst einmal die wirklichen Risiken des Alltagslebens und die wahren Killer klar und kommt zurück auf den Boden der Tatsachen!

Eine brillante historische und auf die Gegenwart bezogene Analyse! Sie ist außerordentlich hilfreich, Ordnung und Zuordnung der eigenen, individuellen Position in dieser Sache zu überdenken. Die Irrationalität auf allen Ebenen, die einen bei dieser Betrachtung geradezu anspringt läßt sich auf so vieles übertragen, was in diesem Staat geschieht. Gut, daß wir solche Denker noch haben.

Ihr an mich gewandter Kommentar erinnert mich an meine Kindheit. Ich musste eines Tages mehrere Anlaeufe unternehmen um einen platten Fahrradreifen - meines Bruders - zu flicken. Mein kleiner Bruder machte aehnliche Bemerkungen.
Grundsaetzlich sollte sollte man sich freuen wenn Anlagen, die dem Staat und damit der Gesellschaft reichliche Steuereinnahmen bescheren, zuverlaessig laufen.
Wie wuerden Sie auf den Stillstand mit anschliessenden mehrfachen Reperaturversuchen eines Windrades reagieren - wobei man nicht ausser Acht lassen darf das Windraeder Dauersubventionsempfaenger zu Lasten der Gesellschaft sind?
Vandale

Meinungsänderung durch Erfahrung oder Einsicht könnte auch lernen sein.
200 Kernkraftwerke in Planung wie schön, 200 neue Möglichkeiten eines GAU so sie totz aller Kostenrisiken gebaut werden. Ich hoffe das Uran geht vorher zur Neige oder wird einfach zu teuer inklusive CO2-Bilanz durch den Abbau. Was machen die Lagerungskosten für den Atommüll. Ich bitte um Vorkasse für 10.000 Jahre, die Unternehmen könnten vorher Pleite gehen.
Richtungsänderung durch die SPD und die Grünen, Sie schlagen den Parteien Suizid vor nur weil Sie sich nicht vorstellen können das Energie auch anders hergestellt werden kann? Die Idee Endlos und Grenzenlos Energie herstellen zu können wird auch mit 400 Kernkraftwerken nicht gelingen, das ist Ihr Realitätsverlußt.
Unrealistisch ist vermutlich Kohle und Kernkraftwerke gleichzeitig abzustellen. Mir persönlich sind die Risiken von Kohlekraftwerken besonders in Verbindung mit deren Fernwärmenutzung aber tragbarer(auch mit einheimischer Braunkohle). klaus keller hanau

...wir sind es hier gewohnt, dass bei Herrn Rabe Vermutungen durch dreifache Wiederholung zur Gewissheit werden. Wir wissen ja, wer es gesagt hat; also nicht unnötig aufregen.

Der Reaktor im KKW Krümmel schon wieder per Schnellabschaltung runtergefahren. Ergebnis,: Telefon/Handynetz tot, PV-Anlage auf Null, Ampelausfälle etc.. War das etwa auch wieder die böse Aufsichtsbehörde? Läuft ja echt super zuverlässig diese Zufallsstromerzeugung im KKW.

Sicherlich Greenpeace, BUND, Spiegel moegen Plutonium zum Ultragift erklaeren und schauerliche Geschichten verbreiten. Der Spiegel schrieb einmal das man mit wenigen Kg Pu die Erdbevoelkerung ausrotten koenne (Durch diverse oberirdische Atombombenversuche enthielt die Erdatmosphaere in Anfang der 60er 1-2to Pu!). Dies beruhte auf einem theoretischen Gedankenmodell das ein paar systematische Schwaechen aufwies.
In der Realitaet wurden die ersten Plutoniumbomben von Hand gegossen und geschliffen. In Karlsruhe und Hanau hatte man in den 70ern und 80ern den Plutoniumbrennstoff fuer den Versuchsreaktor (Schneller Brueter) KNK2 teils manuell hantiert. Einer der "Taeter" ist mittlerweile in den 70ern und weiterhin munter.
In der Tat ist Plutonium als Schwermetall giftig. Es ist je nach Isotopenzusammensetzung ziemlich radioaktiv. Es gibt jedoch wesentlich giftigere und radioaktivere Stoffe.
Die Chancen dieses sehr energiereichen Stoffes ueberwiegen die Problematik bei weitem.
Vandale

Wir schreiben das 21. Jahrhundert und wir haben bis heute keine Lösung für die Probleme gefunden, dass Hummeln fliegen können, wurde bis heute nicht wissenschaftlich geklärt, aber das interessiert die Hummel nicht sie fliegt... entgegen allen bekannten aeronautischen Gesetzmäßigkeiten! Wenn dieses Phänomen geklärt wurde, wird man sicher auch die A-Probleme lösen können, fragt sich nur ob im 25. oder im 30. Jahrhundert nach dem Super-Knall (also der Kettenreaktion, die weltweit alle Atommailer zum bersten bringt... oder ist das unmöglich?
Sie schrieben:
Haupttotschlagargument (ich liebe die deutsche Sprache! Schon wieder wurde mal eben ein neues Wort erschaffen. Das macht uns so schnell keiner nach) der Kernenergiegegner ist, die angebliche Unmöglichkeit den strahlenden Abfall über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende sicher zu lagern. Ich vergleiche das immer mit den Menschen des 18. Jahrhunderts, die überzeugt davon waren, daß nichts was schwerer ist als Luft fliegen kann. Selbstverständlich wird es in 50 oder 100 Jahren neue Technologien geben, die entweder eine sichere Entsorgung, jahrtausendlange, sichere Lagerung oder sichere Wiederaufbereitung ermöglichen.

Nun, ich schreibe dies in meiner knappen Freizeit. Die Aufmachung ist natuerlich nicht professionell. Ich kann nicht mit den Medien, oder irgendwelchen reichlich finanzierten Oekolobbies in Konkurrenz treten. Belanglose Texte gibt es viele im www. Deshalb schreibe ich etwas anspruchsvoller und setze Zahlenverstaendnis, technisches Verstaendnis vorraus. Dadurch ist die Zielgruppe extrem begrenzt. Massenwirksamer waere es oekologisch korrekt eine Solarzelle auf einer Wiese und daneben Hiroshima Opfer, gewuerzt mit belanglosem Text zu praesentieren. Was ich erreicht habe, ist das Teile der Seiten sekundaer einer groesseren Zielgruppe zugaenglich gemacht werden. Mein persoenlicher Lobbyismus ist mein staatsbuergerliches Engagement. Es ist fuer mich nicht erstrebenswert wenn einst Touristen im Elektro Peugeot die Deutschen in ihren oekologisch korrekten Hoehlen vor einem Strohfeuer fotografieren. Ich wuensche das es hoffentlich in 10-15 Jahren noch ein paar industrielle Arbeitsplaetze in D gibt, wenn ich nach D zurueckkehre. Ich wuensche das hoffentlich meine Soehne zumindet fuer ein paar Jahre einen industriellen Arbeitsplatz in Deutschland finden, bevor sie dann irgendwo auf dieser Welt ihr Leben leben.
Vandale

Sie haben völlig recht. Hier ging es aber darum, dass Herr Rabe behauptet hat, dass quasi immer, wenn die Allgemeinheit so geschädigt werden könnte, dass mein Vermögen zur Schadendeckung nicht ausreichen könnte, eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben sei, nur entgegenkommenderweise bei KKWs nicht. Nur dazu habe ich ein Gegenbeispiel genannt, nämlich ein Auto, das ich nur auf meinem Privatgelände bewege; da ist keine Versicherung vorgeschrieben. Fahrradfahrer wären ein ähnliches Beispiel. Hier ist denkbar, dass ein Fahrradfahrer durch einen Schlenker einen vollbestzten Bus zum Ausweichen zwingt, so dass er eine Böschung hinabstürzt. Den denkbaren Schaden kann wohl die Mehrheit der Bürger nicht aus ihrem Privatvermögen ausgleichen. Mir ging es nur darum, dass einige mit unterschiedlicher Elle messen.

Die Stillstaende des KKW Kruemmel sind in erster Linie den Schleswig-Holsteiner Aufsichtsbehoerden geschuldet. Das aehnelt der Argumentation eines Herren Gabriel der viele Jahre als Landesminister fuer das ehemalige Salzbergwerk Asse zustaendig war und heute als Bundesumweltminister die Zustaende medienwirksam skandalisiert.
Vandale

Die Spaltung von 1Kg Uran setzt die Energie von 2700to Kohle frei, egal welcher Reaktortyp zum Einsatz kommt. Dieses Kg Spaltprodukte enthaelt nichtradioaktive und radioaktive Isotope. Spaltprodukte haben Halbwertszeiten zwischen Sekunden und Mrd. Jahren. Man koennte einen Teil derselben nutzen. In Japan wird daran geforscht wertvolle Seltene Erden daraus zu gewinnen. Man kann den radioaktiven Abfall auch als Waermequelle nutzen oder diesen durch Spallation in nichtradioaktive Elemente verwandeln. Der guenstigste Weg ist es bislang diese zu deponieren. Auch ein vollstaendiges Verschwinden des Atommuells wuerde keinen Juenger der Oekoreligion von seinem Glauben abbringen.
Wesentliche Fortschritte in der Kernenergietechnik sind kurzfristig:
Steigerung der Abbraende der Brennstaebe auf ueber 60MWd/Kg
Ersatz der Diffusionsanreicherung durch die Zentrifugentechnik
Leistungssteigerungen (Tuning) bestehender KKW
Die Reaktorkonzepte der Zukunft sind meines Erachtens der Schnelle Brueter und der MSR Reaktor, vielleicht auch der SCWFR. Diese Konzepte koennen durch die hohe Leistungsdichte in grossen Einheiten kuenftig noch preiswertere Energie liefern.
Schreiben Sie mir eine Mail...
Vandale

Genauso kann ich argumentieren, daß die Stromerzeugung dess KKW Krümmel Zufallsstrom ist. Dieses KKW hat kaum geplante Stillstände. Die Erzeugung ist also absolut dem Zufall überlassen. Trotzdem gehen in Norddeutschland die Lichter nicht aus. Wenn es nach Ihnen geht, sollte der Verbrauch wohl auch zwei Wochen vorher schriftlich beantragt werden.

Dazu gehört nun aber auch das Entsorgungsproblem und mögliche Risiken der Atomenergie herunter zu spielen. Der Artikel spricht Probleme der Kernenergie an und lässt sie ungeklärt fallen.
Neben der Energiedebatte wird hier aber auch eine Entwicklung der Parteipolitik angesprochen. Der SPD wird eine Kehrtwende in ihrer Haltung zur Atomenergie vorgeworfen, nachdem die Atomgegner einen immer größeren Zulauf erhielten. Hier stellt sich aber für mich die Frage, was ist eine Partei, wenn sie nicht die Stimmung ihrer Wähler und Mitgleider repräsentiert.
Ein schönes Beispiel sind gerade die Grünen, bei denen die Basis einen Richtungswechsel der Parteispitze einfordern kann. Was ist daran schlecht? Was ist mit dem mündigen Bürger, der für den Author eher lästig erscheint. Der Bürger, mit seinen irrationalen Bedenken, mit seiner Realitätsverweigerung. Wo sind sie denn die Lösungen für die Entsorgung? Unter die Erde damit! Das ist Realitätsverlust!
Gerade der Kontakt zwischen Parteispitze und Basis geht oft genug verloren. Dieses Problem wurde mir eben wieder bewusst, als ich mir Reden von Dutschke anhörte, der auch diese Distanz der Parteien kritisiert.
Gruß Donau

wer damals an Bord der Titanik ging, dem wurde von der versammelten Welt-Ingenieurskunst bestätigt, daß er auf einem "unsinkbaren" Schiff ist. Das war keine Propaganda sondern die ehrliche Meinung der damaligen Ingenieure und Wissenschaftler. Die Titanik war damals wirklich das sicherste Schiff der Erde ! Es war gegen alle damals bekannten und denkbaren Katastrophenszenarien gewappnet. Man hatte sämtliche bekannten Schiffskatastrophen ausgewertet bevor man die Titanik konstruierte, die Sicherheitsmechnanissmen waren auf dem neusten Stand und mehrfach ausgelegt. Es war nach menschlichem Ermessen schlicht unmöglich, daß dieses Schiff untergehen würde....Wer damals jemanden vor dem Betreten der Titanik gewarnt hätte wäre verspottet worden ob seiner Ängste und Technikfeindlichkeit....

Sie haben den Sinn einer Haftpflichtversicherung nicht verstanden!
Kurt Michler schrieb:
Wenn die Ölwanne des PKW auf dem privaten Grundstück defekt ist und das auslaufende Öl das Grundwasser verseucht, schädige ich auch die Allgemeinheit.
Trotzdem verlangt niemand eine Haftpflichtversicherung.
Meine Antwort:
Die Haftung nach dem Umwelthaftungsgesetz geht aber voll auf Sie über und wenn sie keine Direktversicherung mit Schmalspurleistungen für Ihr Fahrzeug haben, deckt die Kraftfahrthaftpflichtversicherung einen solchen Schaden soweit er ursächlich vom Kraftfahrzeug stammt...
Um die persönliche Haftung abwenden zu können (in finanzieller Hinsicht) ist eine Haftpflicht (Privat, Kfz, Öltank, Betrieb...) erforderlich. Dass einige Zeitgenossen keine haben, liegt an der Unaufgeklärtheit vieler Stierköpfe...

Leider gibt es die Internetseite www.gen-4.org zur Weiterentwicklung von Kernkraftwerken noch nicht einmal in deutscher Sprache.
Aber eventuell behebt die FAZ dieses Informationsdefizit auch für die deutsprachige Leserschaft.
Ein Glückwunsch an die FAZ zu diesem Artikel!!!

@ Tummler
Sie werben hier für Ihre lobbyistische Webseite (eines vorab: schaffen Sie sich erstmal ein vernünftiges Impressum an): Diese habe ich überflogen - der von Ihnen so arg verdammte Lobbyismus der die Energieversorgung betreffenden Einträge der Wikipedia sollte Ihnen Lehre sein, sich dort an der Diskussion zu beteiligen - so funktioniert ein Wiki - stattdessen lästern sie auf unerträgliche Art und Weise, voreingenommen und alternativlos. Warum soll eine neutrale, gemäßigte Einstellung zur Atomkraft nicht moglich sein? Wer betreibt denn hier Lobbyismus? Man kann nur hoffen, daß die FAZ-Leser sich Meinungen mit dem eigenen Kopf bilden...
An die FAZ-Redaktion:
Ich kann einem der Vorkommentatoren nur zustimmen - schreiben Sie beim Bewertungssystem zu "belanglos" gleich mal links/anarchistisch/etc., und bei "lesenswert" rechts/konservativ/etc. dazu. Bei Artikeln wie diesem wird so die Bewertung in der Tat übersichtlicher.

Fakt ist dabei: Die AKW-Betreiber vereinnahmen den Gewinn zu 100% und der Steuerzahler übernimmt die über die Haftungssumme hinausgehenden Schadenersatzforderungen soweit es Überlebende in der Bevölkerung und Justiz geben sollte nach dem Super-Gau, der nur eine Frage der Zeit ist, denn die Statistik sagt dass bald ein deutsches dazu neigen wird... Ob wir danach überhaupt noch verstrahle Pilze und Wildfleisch zu uns nehmen können, kann ich Ihnen nicht beantworten... ein bitteres Szenario auf das uns die Kernkraft zusteuert...
Sie schrieben:
Herr Michler, wieso benötigt man für ein KFZ eine gesetzliche Haftpflicht aber nicht für ein Fahrrad ? Weil die Gefahr durch ein KFZ deutlich größer ist als durch ein Fahrad. Deswegen hat der Gesetzgeber auch für das Betreiben eines KKW längst eine Versicherungspflicht eingeführt, man ist sich also durchaus bewusst, daß durch den Betrieb eines KKW schwere Schäden entstehen können. Aber weil die Schäden so gigantisch sind, daß keine private Versicherung diese versichern will hat der Staat einfach die Schadensumme begrenzt, den Rest müsste im Schadenfall die Allgemein tragen. Das ist im Grunde Sozialismus, die Gesellschaft trägt den Schaden und nicht der private Betreiber.

Haupttotschlagargument (ich liebe die deutsche Sprache! Schon wieder wurde mal eben ein neues Wort erschaffen. Das macht uns so schnell keiner nach) der Kernenergiegegner ist, die angebliche Unmöglichkeit den strahlenden Abfall über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende sicher zu lagern. Ich vergleiche das immer mit den Menschen des 18. Jahrhunderts, die überzeugt davon waren, daß nichts was schwerer ist als Luft fliegen kann. Selbstverständlich wird es in 50 oder 100 Jahren neue Technologien geben, die entweder eine sichere Entsorgung, jahrtausendlange, sichere Lagerung oder sichere Wiederaufbereitung ermöglichen.

...sollte man hier noch erwähnen, daß die meisten Menschen bei dem Begriff "Atomernergie" sofort an das Desaster von 1986 in Tschernobyl denken. Für mich, ich war damals neun Jahre alt, war das damals sehr abstrakt und auch irgendwie nicht (be)greifbar. Daher versuche ich mich auch mit meinem sozialen Umfeld so emotionslos wie möglich über dieses Thema auszutauschen, was leider nicht immer möglich ist. Ich kann dem Kommentator "Vandale" nur zustimmen wenn er immer auf die Relation Wirtschaftlichkeit/Versorgungssicherheit/technische Sicherheit hinweist. Mir persönlich ist ein 40 Jahre altes deutsches AKW um einiges lieber als ein neues tchechisches oder ukrainisches. Nichts desto weniger vermisse ich in den Medien und hier gerade in der FAZ eine einigermaßen emotionslose Berichterstattung auch einmal über die technischen Neuerungen in diesem Gebiet. Wieso wird hier nichts über die Kraftwerke der vierten Generation berichtet? Bei diesen ist ein Unglück wie in Tschernobyl physikalisch unmöglich und der "Abfall" hat eine Halbwertzeit von ca. 15 Jahren (Hr. Trummler bitte korrigieren sie mich, sollte ich falsch sein). Aber das paßt anscheinend nicht in den Mainstream...

Nur weil man im Ausland sich für die Kernkraft entscheidet heißt das noch lange nicht, daß diese Entscheidung aus moralischer Sicht im Sinne künftiger Generationen in Ordnung ist. Zur Römerzeit war Sklaverei weithin verbreitet, da haben "alle" Sklaven gehalten. Hätten Sie damals die Sklavenhaltung also befürwortet, weil es ja "alle" machen ?? Die hochgiftigen Atomabfälle werden die nächsten 20-30 tausend(!) Jahre für jeden Menschen ein tödliches Risiko darstellen. Ist es moralisch zu verantworten, daß 2-3 Generationen (dann ist das Uran verbraucht) von Menschen für eine bequeme Energieversorgung den nächsten 100 Generationen solch tödliche Hinterlassenschaften übergeben ? Nur weil es "alle" machen ?

Tatsache ist, dass der Absturz einer Verkehrsmaschine auf einen Atom-Meiler ein nicht zu beherrschendes Szenario darstellt.
Tatsache ist, dass es keine sicheren Endlager gibt.
Tatsache ist, das wir der Nachkommenschaft eklatante Strahlungshinterlassenschaften aufbürden
Tatsache ist, dass die Menschen mit Strom uneffizient umgehen
Tatsache ist, dass uns die Stromwirtschaft Glauben machen will Atom-Energie wäre sicher und würde den steigenden Strombedarf mit geringfügigen akzeptablen Risiken erträglich machen
Tatsache ist, dass in der unmittelbaren Umgebung von Atomkraftwerken es zu signifikanten Häufungen von "Krebserkrankungen" und "Missbildungsfällen" kommt
Tatsache ist, dass das Ökosystem bei einem schwerwiegenden Unfall im so sicherern Atomkraftwerk kippen könnte
Tatsache ist, dass wir (die Masse) nciht wissen, welche Gefahren in ominösen Atomkraftwerken lauern...
usw.
Fragen?

es ist erstaunlich, wie sehr der artikel von baring die gemüter erhitzt. innerhalb weniger stunden laufen an dieser stelle mehr als 40 kommentare auf ... und alle zeigen, wie weit man in deutschland nach mehr als 30 jahren anti-akk-indoktrination von einer wirklich sachlichen auseinandersetzung entfernt ist. ein erheblicher teil der bevölkerung ist - ob wissentlich oder unwissentlich - längst gläubiger der öko-religion geworden. alles, was nicht mit dem schein-siegel "ökologisch" versehen werden kann, erregt missfallen und misstrauen. das wäre an sich als eine typisch deutsche skurilität abzutun - wenn es denn nicht so ernst wäre. denn es geht um die künftige energiegewinnung für unser land, für die privathaushalte und - was scheinbar vergessen wird - für die industrie, die vom "öko"-strom allein nicht versorgt werden wird. doch statt einer neuen und möglichst emotionslosen beurteilung (sofern dies nach all den verlautbarungen vor allem des institutionalisierten linksdenkens noch möglich ist) das wort zu reden, verharrt man in den gräben der bisherigen schlachten.
fazit: alle sind doof, bauen neue kraftwerke, um den energiebedarf der zukunft zu sichern ... gottlob kommt der strom in deutschland auch künftig aus der steckdose ...

es scheint die zeit der kritischen Artikel in der Faz zu sein. Ein wirklich guter Artikel, der es endlich einmal wag das Ideologiediktat der letzten 40 Jahre, anhand der Energie objektiv zu hinterfragen, ohne eine einseitige Position einzunehmen.
Er schlaegt ein bissche in die gleiche Kerbe wie der Artikel " Hilfe Herr Minister wir schrumpfen", der sich auch mit einem grundelegenden Denkverbot beschaeftigt.

Es ist eine Tatsache, dass Deutschland nicht über nennenswerte Bodenschätze oder fossile Energieträger verfügt. Ebenso ist die geographische Lage nicht geeignet für eine grosstechnische Erzeugung von Solarenergie, welche als Einzige Energieform die benötigte Massenproduktion zulässt.
Das sind die Fakten. Somit ist es also unerheblich ob Deutschland Öl, Gas, Uran oder Strom aus Entwicklungsländern einführt (denn dort liegen Bodenschätze nun mal hauptsächlich), es bleibt bei einer massgeblichen energiepolitischen Abhängigkeit vom Ausland. Das lässt sich nicht ändern, auch nicht durch die Kernenergie, Windräder, Solarzellen auf den Dächern oder Biosprit.
Wer etwas anderes behauptet hat keine Ahnung oder lügt.
Es bleibt sich also mehr oder weniger gleich, welche Energie wir importieren. Die Kernkraft hat nur einen entscheidenden Nachteil: Sie hat kein validiertes Entsorgungskonzept für den von ihr produzierten radioaktiven Abfall, der nachweisslich akut gesundheitsschädlich und umweltgefärhdend ist. Solange diese Frage nicht positiv beantwortet werden kann, muss die Kernenergie als zweitbeste Lösung zur Energieversorgung angesehen werden.
Darüberhinaus ist die Kernenergie ebenfalls auf begrenzte Bodenschätze angewiesen.

Treppenwitze der Kernenergie-Geschichte ist für mich: >>Der grauenhafte Reaktorunfall von Tschernobyl im April 1986[. Dieser] führte in Deutschland vorübergehend zu einer beispiellosen Emotionalisierung<< Nun sollen die besten Reaktoren der Welt abgeschaltet werden, um notwendigen Strom aus der Ukraine und Belrutien, aus eben den Reaktoren vom Typ-Tschernobyl gewonnen, zu beziehen...----
>>So werden erneuerbare Energien pauschal mit "Ökoenergie" gleichgesetzt.<

Der Autor schreibt;>>Zum Glück bin ich nicht der einzige der sich diese Fragen stellt.<< Stimmt! Aber einer der ganz wenigen, die eine Plattform zur Verbreitung erhalten, in einer der größten Zeitungen Mitteleuropas. DAS ist heute schon sehr ungewöhnlich und ich spreche dem Autor und dem verantwortlichen Redakteur höchste Anerkennung aus!
Sachlich, ja fast emotionslos, wie der Autor es von den Diskussiostreibern fordert, stellt er hier rein mathematische, wissenschaftliche Tatsachen in die Öffentlichkeit (>>...dass erneuerbare Energien wie die Photovoltaik, die Geothermie oder Biogas rund zehnmal höhere CO2-Emissionen verursachen als die Kernenergie?<<)
Persönlich freue ich mich über diese eingeschlagene Richtung der FAZ und hoffe, dass trotz aller Widrigkeiten der Kurs beibehalten wird. Denn wenn uns die Geschichte der Kernkraft etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass der 'gemeine Kernkraft-Gegner' alles andere als zimperlich mit den Befürwortern umgeht. Straftaten gegen Sachen, die persönliche Unversehrtheit oder gar das Leben waren in dieser Geschichte keine Seltenheit.
Objektiver Journalismus, der Wahrheiten auch ausspricht. Respekt.
Weiter so !

...im Gegensatz zu den Ideologen der Greenpeace- / Öko-Lobby.
Das Problem mit Asse zeigt, wie man vor 30,40,50 Jahren mit der Umwelt umging. Aber selbst Gabriel's gefärbte Behörde gibt an, daß trotz der dort gemachten Fehler keinerlei Gefahr für die Bevölkerung bestand und besteht.
Heute ist eine sichere Endlagerung technisch keinerlei Problem mehr.
Der Kosten-/Nutzen-Vorteil der Kernenergie gegenüber jeder Wind-/Solarschwäche-Anlage (Pufferung durch Gaskraftwerke und Netz-Upgrades nicht vergessen) ist so groß, daß ohne ideologisch getriebene politische Vetternwirtschaft nicht mal eine Diskussion darüber stattfinden würde.
Der CO2-Aufwand ist völlig belanglos, weil der ihm angedichtete "Klima-Treibhauseffekt" zwar in jedem Schulbuch steht und überall zitiert wird, aber in der Wirklichkeit gar nicht existiert (Gerlich/Tscheuschner/Thieme/Wood).
Kernenergie ist eine Realität. Mit uns oder ohne uns. Diese Technologie so sicher wie möglich zu machen und sie bestmöglich zu nutzen, sollte das Ziel sein. Öko-Bremser? - Nein, Danke!

vorweg: atomenergie ist eine wichtige komponente im energiemix.
ABER: warum lässt man zu, dass sich die großen 4 stromkonzerne auf kosten der bevölkerung bereichern? die kosten für die lagerung und entsorgung des abfalls werden diese konzerne nicht tragen. sondern der staat und die bürger. entweder man beteiligt die konzerne also an den kosten - oder man verstaatlicht die kraftwerke. für eine risikotechnologie wäre das auch wahrscheinlich die bessere lösung.

Vom Verfasser des Artikels war kaum zu erwarten, dass er die hässlichen Seiten der Atomenergienutzung darstellt. Vielmehr unterstellt er den Atomkraftgegnern Realitätsverlust. Als langjährigem FAZ-Leser fällt mir auf, wie unausgewogen dieses Thema in der FAZ behandelt wird, entweder durch einseitige Kommentare oder durch den Abdruck entsprechender umfangreicher Beiträge wie eben diesem. Es würde der FAZ gut zu Gesichte stehen, im Sinne eines objektiven Journalismus nicht nur eine egoistische deutsche Sichtweise darzulegen, sondern endlich auch einmal über die hässlichen Seiten der Atomkraft zu berichten, z.B. über den bei der Urangewinnung extremen Wasserverbrauch, Landschaftszerstörung oder vielfältige eklatante Menschenrechtsverletzungen, insbesondere in Afrika, nicht geklärte Endlagerung, Verseuchung der Meere bei der Wiederaubereitung u.v.m. Die mit dem Thema befassten FAZ-Journalisten täten im Interesse ihrer Leserschaft gut daran, sich umfassend über das Thema informieren zu lassen. Ihre Journalisten-Kollegen vom Greenpeace-Magazin oder bei Amnesty wären hierzu sicherlich gerne bereit. Die Darstellung dieser sehr realen hässlichen Seite wäre für den vom Verfasser erhofften Energiedialog jedenfalls unverzichtbar.

Plutonium ist wesentlich tödlicher als jedes andere Gift auf der Erde. Die letale Dosis selbst des stärksten bekannten Nervengiftes liegt um das 100fache höher als die winzige Menge Plutonium welche schon ausreicht im menschlichen Körper mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Krebs auszulösen. Menschliche Körperzellen entarten beim Dauerbeschuss durch energiereiche Alphastrahler in wenigen Jahren, der Krebs führt dann oft zu einem besonders langsamen und qualvollen Tod. Die dafür notwendigen Mengen an Plutonium sind so winzig, daß sie bei jeder Kontrolle übersehen würden, weil herkömmliche Messgeräte gar nicht empfindlich genug sind diese festzustellen (die tödliche Wirkung von Alphstrahlern entfaltet sich nur bei unmittelbarer Nähe zur Zelle, wenn das Plutonium in den Körper gelangt ist). Deshalb ist eine industrielle Verarbeitung von Plutonium auch so gefährlich. Schon das winzigste Leck, z.b. durch eine alternden Dichtung, könnte dieses Supergift in tödlichen Mengen freisetzen, man würde aber glauben es sei nichts passiert weil die Messgeräte es gar nicht feststellen können. Zudem ist es chemisch sehr aggressiv, belastet also Dichtungen ganz besonders stark.

Shanghai erscheint als Stadt der Zukunft. Die Magnetschwebebahn - ein technisches Grossprojekt wie der Schnelle Brueter - verbindet den Flughafen mit der Stadt. Eigentlich sollte man meinen das diese eher Koeln mit Berlin verbinden sollte. Die Zeitungen sind stolz darauf das China dieses Jahr die USA als groessten Automobilmarkt der Welt abloesen werden.
Die industrielle Entwicklung erfordert grosse Mengen an Energie. Wie man weiss werden in China Kohlekraftwerke am Fliessband gebaut. Da man in China nicht alleine auf Kohle bauen moechte, wurde die Entwicklung der umweltfreundlichen Kernenergie beschleunigt. An einer Meeresbucht kann man sehen wie an einem einzigen Standort in den kommenden Jahren 11 umweltfreundliche Kernkraftwerke, 2/3 der Deutschen Kapazitaet, entstehen werden. Nach den neuesten Schaetzungen wird China Frankreich bereits vor 2020 hinsichtlich der Kernkraftkapazitaet aus der Nr. 2 Position verdraengen. Zahlreiche Fachleute aus allen Herren Laendern sind dabei China die erforderliche Technologie zu vermitteln. Zulieferbetriebe lernen 300 to Teile zu schmieden.
Wir waren in allen Zukunftstechnologien fuehrend!!!!
Shanghai ist das vollkommene Kontrastprogramm zur Industriemuedigkeit Deutschlands.
Vandal

Herr Michler, wieso benötigt man für ein KFZ eine gesetzliche Haftpflicht aber nicht für ein Fahrrad ? Weil die Gefahr durch ein KFZ deutlich größer ist als durch ein Fahrad. Deswegen hat der Gesetzgeber auch für das Betreiben eines KKW längst eine Versicherungspflicht eingeführt, man ist sich also durchaus bewusst, daß durch den Betrieb eines KKW schwere Schäden entstehen können. Aber weil die Schäden so gigantisch sind, daß keine private Versicherung diese versichern will hat der Staat einfach die Schadensumme begrenzt, den Rest müsste im Schadenfall die Allgemein tragen. Das ist im Grunde Sozialismus, die Gesellschaft trägt den Schaden und nicht der private Betreiber.

Herr Sonnabend, es ist korrekt das bei der Wiederaufbereitung von Kernkrennstoff -PUREX Prozess - Salpetersaeure und TBP zum Einsatz kommen. Das hoert sich natuerlich recht chemisch an und ist es auch. Seitens Oekoorganisationen wie Greenpeace wird das natuerlich gerne verbreitet um einen Schauer und eine anschliessende Spendenbereitschaft hervorzurufen. Rein chemisch betrachtet wird der groesste Teil der Salpetersaeureproduktion fuer Amoniumnitrat genutzt die zur Duengung der Felder verwandt wird.
Plutonium ist giftig und radioaktiv. Es ist die kritischste Komponente des Atommuells auch wenn es einige giftigere chemische Stoffe gibt. Eine Entsorgung desselben ist kritisch. In der Wiederaufbereitung ist diese jedoch sehr begehrt. Plutonium ist ein wertvoller Brennstoff in umweltfreundlichen Kernkraftwerken. Die Moeglichkeit aus begrenzt nutzbarem Uran 238 Plutonium zu erbrueten schenkt der Menschheit eine umweltfreundliche, preiswerte Energiequelle fuer den naechsten Millionen von Jahren.
Vandale

Sie schreiben - warscheinlich aus Medienberichten abgeschrieben - das das EEG die Bevoelkerung je Haushalt lediglich 1.5 Euro/Monat kostet.
Gem. BDEW betrug die Einspeiseverguetung fuer den als Zufallsstrom weitgehend wertlosen Oekostrom 2008 8.7Mrd Euro. (Hinzu kommen weitere Subventionen) Mein nichtoekologischer Taschenrechner errechnet daraus etwa 14 Euro, abzueglich des Industrieanteils etwa 7 Euro/Monat/Haushalt fuer den wertlosen, umweltschaedlichen Oekostrom.
In der Oekoreligion werden die Fakten schon aus Prinzip umgedreht. Aus der Maus Atommuell wird ein Elephant, aus Solarenergie (die Sonne erneuert sich nicht) erneuerbare Energie. Aus wertlosem Zufallsstrom (Solar/Wind) wird gem. Herr Asbeck wertvoller Spitzenlaststrom.
Wenn sie Informationen aus oekologischen Medien entnehmen koennen sie diese vertrauensvoll in ihr Gegenteil verkehren und sind auf der sicheren Seite.
Vandale

Dieses würde ich gerne darin dokumentiert sehen, dass die potentiellen Betreiber vollständige Gesamtkostenrechnungen, plausible und nachweislich dauerhafte Entsorgungskonzepte sowie belastbare Aussagen zu den bestehenden Risiken bereitstellen. Davon ist nichts zu sehen, die Atomstromer arbeiten nach wie vor mit hoher Intranspararenz, nicht nachprüfbaren Aussagen und einem enormen Anteil an versteckten Subventionen.

Wenn die Ölwanne des PKW auf dem privaten Grundstück defekt ist und das auslaufende Öl das Grundwasser verseucht, schädige ich auch die Allgemeinheit. Trotzdem verlangt niemand eine Haftpflichtversicherung.

Ich muß immer wieder köstlich lachen, wenn ich Kommentare von Atomkraftgegnern wie hier im Forum lese. Sie alle bestätigen genau das, was im Artikel gesagt wird: Realitätsverlust. Dass Sie sich auf Wissenschaft berufen, macht die Sache umso lachhafter. Was ist denn Kernenergie? Das ist jene Energie, die - vereinfacht gesagt - das Atom in seinem Kern zusammenhält. Diese Energie ist elementarer Bestandteil unseres Universums, und befindet sich in jeder Materie: Tisch, Stuhl, Sie, ich, alles. Wer gegen Kernenergie ist, sollte sich am besten gleich selbst vapurisieren. Oder so ähnlich. Die AKW Technologie, die heute genutzt wird, stammt aus den 50er Jahren. Ähnlich wie beim Verbrennungsmotor hat die Industrie einen Weg gefunden, der funktioniert, und Geld verdient. Die Folgen sind der Industrie egal. Das ist das Problem. Nichts desto trotz kann, darf und muss man vielleicht sogar davon ausgehen, dass es auch Wege geben könnte, diese Energie zu nutzen, mit weniger oder sogar gar keinem Schaden. Dass wir, das Land der Denker, jedoch komplett aus der Technik (und damit auch aus der Forschung) aussteigen, weil diverse Ökos elementare Grundlagen der Physik nicht verstehen, und ihr infantiles Weltbild zur großen Weisheit erheben, ist Unfug!

Also, ich würde "Salpetersäure" und "Tributylphosphat" nicht als unbedenkliche Abfallprodukte der Brennstabwiederaufbereitung bezeichnen, abgesehen vom Plutonium, das ja ebenfalls hoch giftig ist.
Sie sollten sich um eine ausgeglichenere Argumentation bemühen, dann wären Ihre Argumente glaubwürdiger.
Bei der vergeblichen Suche nach Ihrer Webseite fand ich folgende Blog-Beiträge von Ihnen:
"In der FAZ wird auch weniger Oekoschwindel (das man mit Sonnenenergie irgendwann rentabel Strom produzieren kann, oder das Windenergie nutzbare Energie sei) veroeffentlicht. " 04.06.2009 - 19:45
So so, Windstrom ist keine nutzbare Energie und Sonnenenergie (also auch thermische) wird nie rentabel, alles Ökoschwindel??
und noch eine Argumentation auf Baring-Niveau:
"Wenn man dies von der Umweltseite betrachtet,wenn man z.B. CO2 fuer relevant betrachtet, ist der Bauaufwand bereits erbracht, der Abbruch faellt ohnehin irgendwann an und so ein (AK)Kraftwerk kann mit einem Minimum an Emissionen betrieben werden und ist damit allen Alternativen ueberlegen." 11.11.2008 8:10
Also der AKW-Bauaufwand ist schon erbracht (neue gibts ja nicht) und muß ebenso wie der Abriss und die Urangewinnung nicht berücksichtigt werden ?!

Es ist verständlich, dass lange Mitstreiter der Pro-Atom Bewegung an ihren alten Ideen festhalten, hier jedoch ein paar leicht nachvollziehbare Tatsachen: Atomkraft rechnet sich nicht: Kapitalkosten in Dollar je Kilowatt Leistung bei Atomkraftwerken: 2000 Kohlekraft: 1200, moderne Erdgaskraftwerke: 500. Zahlen laut IEA. Hier sind technologische und politische Risiken nicht einkalkuliert. Stillegung eines Atomkraftwerkes: Kosten etwa in Höhe der Errichtungskosten. Um auch nur 10 % der fossilen Energie bis Mitte dieses Jahrhunderts atomar zu erzeugen, müssten mehr als 1000 Atomkraftwerke zugebaut werden -illusorisch und viel zu teuer.
Und nicht zuletzt: Uran ist auch endlich. Momentane Reichweite: 60 - 70 Jahre, etwa solange wie Erdgas. Was ein Verdoppelung der Kapazität bedeuten würde, ist damit klar.
Kein Energiekonzern wird aus freien Stücken Atomkraftwerke bauen. Es handelt sich um eine überholte, teure Technologie.

Wenn ich mit meinem Auto bei mir auf meinem privaten Grundstück einen Unfall verursache, so schädige ich damit nicht meinem Nachbarn. Wenn aber mein privates KKW auf meinem Grundstück Radioaktivität in die Luft abgibt, so schädige ich meinen Nachbarn. Das ist der Grund wieso mein Nachbar einen Anspruch darauf hat, daß ich durch eine Versicherung sicherstelle, daß ich den kompletten(!) Schaden den mein KKW verursachen könnte auch bezahlen kann.

auch dem letzten Bürger bewußt wird, daß CO2 nicht schuld an der Klimaerwärmung ist, hat die Kernenergie ein gutes Argument weniger. :-) Mal sehen was mit den Giftmülldeponien der Solarhersteller passiert.
Es ist schlichtweg grausig, wie ideologisch technische Zusammenhänge diskutiert werden, von Menschen, die noch nicht einmal physikalische Grundkenntnisse der Mittelstufe beherrschen. Betrachten wir die gesamte Ökö-, Atom- und Klimadiskussion aus einer ausreichenden Distanz. Ein gewisser Unterhaltungswert ist dem Ganzen nicht abzustreiten. Nur so ist der hahnebüchene Schwachsinn halbswegs erträglich.

Baring beschreibt seit Jahren alles, was von SPD und Grünen kommt, als weltfremde Verklärtheit, die überholte Träumereien aufwärme. Was Union und FDP äußern, stellt er hingegen als rational, weltoffen und zukunftsweisend dar. Das ist mir zu einfach. Der SPD eine Meinungsänderung vorzuwerfen, ist ohnehin lächerlich.
Gleichwohl ist es töricht von Deutschland, aus der Atomenergie auszusteigen und dabei zu glauben, etwas Gutes zu tun. Dadurch, daß Deutschland nicht mitmacht, verschwindet die Technik nicht vom Erdball. Wer die Atomkraft für unverantwortlich gefährlich hält (dafür spricht manches), muß fordern, daß Deutschland technisch und in der Forschung am Ball bleibt. Nur dadurch kann dazu beigetragen werden, daß die Atomkraft mit größtmöglicher Sicherheit betrieben wird.
Darüber hinaus wirft Baring auch die Stromerzeugung und Energie durch fossile Brennstoffe durcheinander.
Nichts von alledem spricht zudem gegen die erneuerbaren Energien. Deren Ausbau muß Ziel deutscher und europäischer Energiepolitik sein. Dann wird sie ökonomisch und ökologisch konkurrenzfähig - und das ohne ein Müllproblem.

Herr Trummler, wenn sie Recht haben und die Gefahr eines großen Kernkraftunfalls bei 0% liegt, dann dürften die entsprechenden Versicherungsprämien ja äußerst günstig sein. Eine private, marktwirtschaftlich agierende Versicherung bemisst die Höhe von Versicherungsprämien nämlich aus dem Erwartungswert des Schadenereignisses (also dem Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und potentieller Schadenhöhe). Warum also nicht einfach von JEDEM Kernkraftbetreiber fordern, daß er eine Versicherung für den Fall eines GAU abschließen muss. Wenn Kernkraft wirklich so sicher ist wie sie behaupten, wäre die sehr günstig, weil die Eintrittswahrscheinlichkeit gleich Null wäre und damit auch der Erwartungswert Null wäre. Wissen Sie aber wie es wirklich ist ? Die großen Versicherungen dieser Welt, wie z.B. die Allianz oder die Münchner Rück, beschäftigen Spezialisten die nichts anderes machen als den ganzen Tag sich mit der Wahrscheinlichkeit und dem Schaden von potentiellen Groß Unfällen zu beschäftigen und daraus Versicherungsprämien zu berechnen. Momentan finden sie auf der Welt KEINE(!) Versicherung welche ihnen eine KKW vollständig (also Schadenssumme ungedeckelt) versichert. Überlegen Sie mal warum.....

Der Realitätsverlust besteht darin, daß Baring wie viele andere die Folgen eines schweren Unfalls ausblendet. Kein Mensch kann dies völlig ausschließen - man stelle sich aber die menschlichen und materiellen Schäden vor, wenn Mitteleuropa verstrahlt wird. Es ist die Frage, ob wir dieses Risiko eingehen. Oder ob wir nichr andere Energiequellen entwickeln sollten, deren Maximalrisiko nicht so groß ist. Baring nimmt diese Bedenken nicht ernst, er nimmt sie nicht einmal wahr. Sein Artikel wirkt nicht nur wie ein Werbetext der Industrie, sondern auch sehr von oben herab. Ein Beitrag zur Diskussion ist das kaum, nicht einmal zur längst vergangenen.

Wenn schon angeblich die Rohstoffe geplündert werden, was soll man denn sonst benutzen? Die Herrschaften sind ja nicht in der Lage ihre bekannten Technologie weiterzugeben, so wie es auch in der Medizin passiert...
Krebs des Menschen ist schon längst heilbar, aber die Industrie würde ja sonst kein Geld mehr verdienen, warum dann Technologien freigeben wenn man Geld verdienen kann?
Es spielt aber, mal davon abgesehen, keine Rolle ob ein Atommeiler in Frankreich oder in Deutschland hochgeht...
Also warum nicht die Möglichkeit nutzen?
Die Welt wird so oder so untergehen, egal ob man nun Atomenergie benutzt oder nicht...

treten Sie uns doch den Beweis an,daß die Atomkraft völlig ungefährlich ist und ziehen Sie direkt nach Tschernobyl! Schließlich sind Sie hier schon mehrfach mit der wohl mehr als realitätsfernen Behauptung aufgetreten,daß selbst ein KKW-Gau kaum mehr Gefahr in sich berge als wenn jemand aus einem Reifen meine Autos Luft ab liese.

Bei dieser Debatte sollte es m.E. mindestens (auch) um Verantwortung gehen. Die wird aber soweit ich erkennen kann völlig ausgeblendet.
1. Allein wegen der Ungeheuerlichkeit der Auswirkungen eines GAU auf Menschen ist Atomernergie, und sei das Restrisiko noch so verschwindend klein -- es bleibt ein Risiko wie das Wort "Rest" schon sagt, unverantwortbar.
2. Wegen des ungelösten Müllproblems, der über Jahrtausende strahlt, ist diese Technologie ebenso unverantwortbar. Die Last einfach zu ignorieren und künftigen Generationen aufzuhlasen ist unmoralisch.
3. Müssten alle Kosten inkl. der der Endlagerung über mehrer Tausend Jahre von den Atomkraftbetreibern bezahlt werden, und nicht vom Steuerzahler, wäre Atomstrom unbezahlbar teuer.

Wer schreibt :
" Warum wird von Sozialdemokraten und Grünen gleichzeitig verschwiegen, dass erneuerbare Energien wie die Photovoltaik, die Geothermie oder Biogas rund zehnmal höhere CO2-Emissionen verursachen als die Kernenergie?"
Wenn man den CO2-Ausstoß beim Betrieb eines AKW's mit dem Carbon-Footprint der o.g. erneuerbaren Energien vergleicht, mag dies eventuell stimmen. Aber man kann doch nicht Äpfel mit Dörrpflaumen vergleichen.
Eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien (Wuppertal, Oxford etc.) haben nachweisen können, dass der CO2-Footprint von AKW's inclusive Werkauf- und abbau, Endlagerung sowie Urangewinnung zzgl. Rückbau der Bergwerke bzw. Landschaften in Wirklichkeit um 10er Potenzen größer ist.
und wer argumentiert:
" Warum klagt man über hohe Strompreise, während man gleichzeitig durch garantierte - das heißt nicht durch den Markt festgelegte - Einspeisevergütungen die Strompreise immer weiter in die Höhe treibt?"
leidet unter Realitätsverlust.
Tatsache ist, dass das EE-Gesetz einen durchschnittlichen Familenhaushalt (4500 KWh) pro Monat zur Zeit mit 1,50 Euro belastet. Allein die "windfall profits" von geschenkten CO2-Zertifikaten betragen ein Mehrfaches dieser Summe.

Ein grosses KKW hinterlaesst jaehrlich 25 - 30 to abgebrannter hochradioaktiver Brennstaebe und 50m3 leichtradioaktiven Muell. Die gleiche Energie erzeugt mit Kohle, etwa 4 Mio to., hinterlassen rund 400.000to giftiger Asche und Filterstaeube die als Bergversatz abgelagert werden. Die Herstellung von Duennschichtsolarzellen - Galliumarsenid, Cadmiumtellurid, verursacht je KWh eine etwa 10.000 - fache Menge an Giftstoffen die in ehemaligen Salzbergwerken zusammen mit den Trafos von Windmuehlen und anderem Giftmuell ohne mediales Aufsehen abgelagert werden.
Die an sich bereits hervorragende Giftbilanz der Kernenergie verbessert sich weiter wenn man die abgebrannten Brennstaebe wiederaufbereitet. Hierbei wird die Muellmenge auf 1/20 des Ausgangswertes reduziert. Weil dann der Oekologie ein Problem verloren gegangen waere, wurde die Wiederaufbereitung durch Trittin verboten.
Aufgrund der hohen Energiedichte hat die Kernenergie nuechtern gesehen, neben der Wasserkraft und Erdgas den geringsten Giftmuellanfall. Den kompletten Artikel findet man - Trummler anklicken - Homepage
Vandale

ein guter Artikel - es wird Zeit, über die Energieversorgung der Zukunft vorurteilsfrei neu zu diskutieren (leicht gesagt - gar nicht so leicht getan, wie man an einigen emotionalisierten Kommentaren merkt).
Und über das eigenartige deutsche Umwelt-Sendungsbewußtsein, das meint, es habe die Welt durch den Atomausstieg gerettet, selbst wenn wenige Kilometern hinter unseren Grenzen die neuen Atomkraftwerke aus dem Boden sprießen, habe ich mich schon lange gewundert. Ob tschechische Windböen wirklich wissen, daß sie - falls radioaktiv verseucht - nicht nach Deutschland hereinwehen dürfen? Oder gibt es da Abwehrschirme, von denen man uns nur noch nichts erzählt hat?
Im übrigen ist es falsch, vor einer potentiell gefährlichen Technologie zu kapitulieren, in dem man sie ignoriert. Der Weg zu mehr Sicherheit geht durch die Erforschung und Verbesserung der Technologie hindurch, nicht mit Scheuklappen und Hoffen auf Wunder von ihr weg.
Rein praktisch läuft dieses Land nicht nur Gefahr, den Anschluß zu verlieren - irgendwann sind wir soweit, daß wir bei den letzten noch laufenden KKWs in Ermangelung eigener Kernkraft-Ingenieure genau den GAU erleben, der durch den Atomausstieg vermieden werden sollte!

Herrn Baring ist zuzustimmen, es ist eine faire Bewertung der einzelnen Energieformen erforderlich. Wie in vorgegangenen Kommentaren ausgeführt und auch für jedermann nachvollziehbar ist das Atommüllproblem keineswegs gelöst. Der Zustand des faktischen Endlagers in Asse trägt nicht wirklich dazu bei Vertrauen zu schaffen. Wenn dann die Atomenergie-Produzenten, die erheblich an der Produktion verdienen, die Beschäftigung mit Asse mit dem Argument verweigern, sie hätten das doch in Karlsruhe abgegeben und jetzt die Bundesregierung dafür verantwortlich, dann zeigt das, wer am Ende die Zeche bezahlt. Bei der ganzen Diskussion um die Kernernergie wird der Punkt Folgekosten einfach ausgeblendet. Bislang ist auch völlig unklar, wie hoch die Kosten eines Abrisses sind und wo dieser Schrott dann gelagert wird. Wer das zur Sprache bringt wird dann, höchst sachlich, als Anhänger einer sogenannten Ökoreligion bezeichnet. Das ist so hilfreich, wie die Befürworter als Atom-Jünger zu titulieren. Lassen sie uns sach-bezogene Gespräche führen. Wenn in Kenntnis aller Tatsachen Atomenergie an erster Stelle steht, gut. Doch den Beweis bleibt diese Energieform derzeit schuldig.

Der Autor des Beitrags hat sich viel Mühe gegeben, jedoch lässt sich die Gefährlichkeit der AKWs zum einen und des anfallenden sog. Atommülls zum anderen nicht so einfach wegdiskutieren. Ob Atomkraft ein gangbarer Weg ist, lässt sich auch nicht mit Geschichte klären, sondern nur mit naturwissenschaftlichen Fakten. Feynman hat einmal gesagt: "You can't fool nature". Beherzigen sie diesen Satz! Es wird doch immer wieder an anderer Stelle angeführt (beispielsweise in der Fliegerei, siehe Airbusabsturz, siehe den Gerichtsmord in Dresden, siehe Terrorismus, siehe "normale" Verkehrsunfälle), dass es keine "absolute Sicherheit" gibt. Man kann Sicherheit erhöhen, man kann sie auch drastisch erhöhen, doch die Realität ist zu komplex, die Menschen im Detail zu unberechenbar, politische und wirtschaftliche Verhältnisse und Seilschaften zu verdeckt und unberechenbar (siehe Endlager Salzbergwerk Asse), als dass sich langfristig solch ein hohes Niveau erreichen und verlässlich halten liesse, dass niemals ein AKW in Deutschland einen GAU erleidet. Und dann haben wir noch immer nicht den tausende von Jahren strahlenden Müll unter Kontrolle. AKWs ablehnen, heisst die Realität ernst nehmen, nicht sie zu verkennen. Es MUSS auch anders gehen.

Lieber Herr Professor,
es tut mir leid ihnen wiedersprechen zu müssen wenn sie sagen das die junge Generation wieder bereit sei die Atomenergie in Betracht zu ziehen ... also in meinem Bekanntenkreis (Menschen in ihren 20ern) sind wir uns relativ einig das Atomkraft auf dauer mehr Probleme schafft als es löst.
Durch das Internet kann man sich heute sehr viel besser über ein Thema informieren und weis daher über Gefahren sehr viel konkreter bescheid als die letzte Generation. Außerdem kann auf Grund der fortgeschrittenen Forschung schon in der Schule ein außreichender Blick auf die Atomproblematik geworfen werden wo sich deutlich abzeichnet das auf dauer die Atomkraft durch die Entsorgung problematischer wird als jede andere Energieerzeugugsmethode.
Ich finde, Herr Professor, der größte Realitätsverlust ist der Ihre wenn sie trotz den unmengen Müll die nicht ordentlich entsorgt werden können und die bei einem GAU ganze Landstriche verseuchen können für einen Ausstieg aus dem Ausstieg plädieren.
Was sie uns in ihrem Artikel leider auch verschweigen ist das zwar 200 neubauten geplant sind, diese aber lediglich eine Kompensiation alter Werke die auf grund von Anfälligkeit und Alter vom Netz gehen müssen darstellen.

Es schimmert ein Muster durch, daß sich auch heute überall zu den unterschiedlichsten Themenkomplexen erkennen lässt.
Dumpfbackige Wichtigtuer aus der politischen Staatsverwaltung haben von Tuten und Blasen keinen Schimmer und schwätzen dummes Zeug, während die Experten in den jeweiligen Gebieten durch schon früh zu einer realistischen Einschätzung der Situation kommen. Dafür werden sie dann von den Dummschwätzern mal diffamiert, mal in den Himmel gejubelt, je nach Partei- und eigenem Machtinteresse.

Sie nennen die beiden wichtigsten Gegenargumente gegen Atomkraft. Fehlt noch der Hinweis darauf, dass auch Atomkraftwerke rohstoffabhaengig ist. Und die Ursprungslaender des noetigen Uran sind nicht die stabilsten. Folgt hier also die von Herrn Prof. Baring geforderte sachliche, zielorientierte Diskussion? Nein. Kommentare der ContraSeite werden auf FAZ.net ungeachtet ihrer inhaltlichen Qualitaet heruntergewertet. Sollten sich die Macher von FAZ.net dazu entschliessen, die braune Kommentarbewertungsseite mit "vermeintlich links" statt "belanglos" und die gruene mit "konservativ & contraoekoreligion" zu beschriften, es wuerde so manchem das Klicken vereinfachen. Gerne wuerde ich hier Pro-KernEnergie-Argumente lesen, die nicht nur getarnte Contra-RegenerativeEnergien-Argumente sind. Welche das sein koennten? Ich weiss es nicht, aber deshalb lese ich FAZ.net und nicht TAZ; ich bin an neuen (und fremden) Argumenten interessiert. Die angesprochene Wiederaufbereitung scheint interessant. Wie sind dort die Risiken einzuschaetzen, Herr Trummler?

Bekanntlich wußten und wissen wir Deutsche schon immer alles besser und wir wundern uns auch schon immer, warum die restliche Welt auf der Hand liegende Tatsachen nicht erkennt. Dies geht von großen Themen wie Atomenergie und erneuerbare Energien, den sog. Klimawandel, der Gentechnik, bis zur Mülltrennung der deutschen Truppe in Afghanistan. Wir waren, sind und bleiben ein Volk, das immer einem schwarz-weiß Denken verhaftet ist und bei jedem Thema von einem Extrem ins nächste fällt. Im III. Reich waren alle Menschen von "nichtdeutschem Blute" minderwertig, jetzt werden sie uns als die besseren Menschen vorgeführt. Früher waren wir das Land der bestausgebildeten Ingenieure und Wissenschaftler, jetzt hat sich unsere Gesellschaft in einen technik- und innovationsfeindlichen Wahn gestürzt, vor dem einen nur noch grausen könnte. Letzter kleiner Höhepunkt war, das "Klimagift" CO2 unter der Erde zu vergraben, um die "Klimakatastrophe" aufzuhalten. Die Schildbürger, die ja bekanntlich das Sonnenlicht mit Eimern in ihr neues Rathaus ohne Fenster tragen wollten, grüßen aus dem Mittelalter!

Die Leistung eines Leichtwasserkernkraftwerk kann aufgrund des negativen Dampfblasenkoeffizienten nicht ueber die Nennleistung steigern, sprich explodieren. Bei einer Zerstoerung des Reaktorbehaelters kommt die Kernspaltung unverzueglich zum Stillstand. Der technisch groesste Unfall ist ein Zusammenschmelzen eines Reaktorkerns aufgrund der Nachwaerme. Die Folgen eines derartigen Unfalls sind technisch gering und leicht versicherbar.
Nicht versicherbar ist hingegen eine Oekopanik wie sie in Deutschland jederzeit eintreten kann. Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl wurden von profilierungssuechtigen Politikern die Radioaktivitaetsgrenzwerte auf 1/10 bis 1/100 der internationalen Empfehlungen festgelegt. Felder wurden untergepfluegt u.v.m. Als der Trafo eines KKW (Kruemmel) spektakulaer brannte - was nichts mit Kernenergie zu tun hat - wurden unverzueglich die wildesten Forderungen erhoben. Das Risiko eines Stoerfalls ist weniger technisch als in einer Oekopanik mit nutzlosen Evakuierungen und Anweisungen zu sehen. Dieses Risiko ist nicht versicherbar.
Vandale
PS: Die Betreiber haften mit ihrem gesamtem Kapital

Ich kenne keine Partei, die für den Bau ___neuer____ Kernkraftwerke eintritt. Warum findet sich keine Partei? Leben wir in einer fundamentalistischen Ökogesellschafft? Eine PRO-Partei ist meines Erachtens dringend geboten, weil Kernkraft preiswert, umweltfreundlich und sicher ist. Die Grundlast deckt keine andere Technologie besser ab. Ich erinnere mich noch wehmütig an die niedrigen Strompreise 5 Cent pro Kw, die ich im ansonsten hochpreisigen Frankreich zahlen durfte. Die Industrie bräuchte ebenfalls niedrigere Strompreise. Auch exportieren werden wir erfolgreicher ein komplexes KKW als schlichtes Getreide. Deswegen müssen wir selbst eines bauen. Das schafft Arbeitsplätze.

Wenn die gesamte Welt in einer Richtung fährt, nur wir mal wieder nicht, wäre es möglich, dass wir die Situation nicht kapiert haben?

Die KKW-Betreiber "parken" ihr KKW aber nicht auf der Strasse, sondern auf eigenem Grund und Boden. Dann muss auch der Autobesitzer keine Haftpflichtversicherung abschliessen. Sie schlagen ja Gleichbehandlung vor.
Und wer das Wort "Supergau" benutzt, weiss offenbar nicht, wofür GAU steht...

Auf einer Festveranstaltung des Atomforums einzig nur den manchmal wirren Meinungswandel innerhalb der SPD über die Atomenergie zu behandeln und die grandiosen Probleme mit dem Atommüll, einschließlich der jüngst veröffentlichten Skandale mit der Asse, auch mit nur einem einzigen Wort zu behandeln, das zeugt von fast gar nicht vorhandenem Realitätssinn.
Statt das Problem mit der Unschädlichmachung des Atommülls für Hunderttausende von Jahren auch nur ansatzweise zu behandeln, führt Prof. Baring die CO2-Emissionen als das große Problem der Energiewirtschaft an. Ich habe schon lange nicht mehr so Realitätsfernes gelesen...

Jeder Autofahrer der einen Schaden verursacht muss diesen auch bezahlen. Damit sichergestellt ist, daß der Autofahrer auch zahlungsfähig ist, ist er gesetzlich verpflichtet den potentiellen Schaden durch eine Haftpflichversicherung abzusichern. Dabei ist es unerheblich ob das Schadensrisiko extrem gering oder hoch ist. Selbst wenn der Autofahrer sein Auto gar nie bewegt und es einfach nur auf der Straße abstellt, das Risiko für den Eintritt eines Schadenfalles also 0% ist, selbst dann MUSS er eine Versicherung abschließen die jeden beliebig hohen Schaden abdeckt. Die Versicherung muss der Autofahrer auf dem freien Markt erwerben. Für den Fall, daß ihm das nicht gelingt, z.B. weil keine Versicherung ihn aufnehmen will (was in seltenen Fällen von 'Mehrfachtätern' auch vorkommt) dann darf er das KFZ nicht betreiben. Die selbe Regel muss endlich auch für KKWs gelten. KKW Betreiber müssen dazu verpflichtet werden eine voll deckende Haftpflicht für den sehr unwahrscheinlichen Fall abzuschließen, daß ein KKW einen Supergau hat. Private Versicherungen müssten mit versicherungsmathematischen Methoden ausrechnen welche Kosten sich aus geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und theoretisch maximaler Schadenshöhe ergeben. Marktwirtschaft !!

Die Atomeuphorie der 50er und 60er Jahre kam technisch gesehen etwa 20 Jahre zu frueh. Die Moeglichkeiten preiswert und umweltfreundlich Energie zu gewinnen, vom Atomauto bis zum Atomschiff wurden seinerzeit ueberschaetzt wie sie heute gnadenlos unterschaetzt werden. Die Kernenergie hat das Potential Strom preiswert, umweltfreundlich und in nahezu beliebigen Mengen zu liefern.
Die Ablehnung der Kernenergie beruht im Grunde auf einer Ablehnung der Industriegesellgeseschaft. Der schnelle Weg in den Wohlstand nach dem WKII ist einem grossem Teil der Gesellschaft unheimlich. Die christlichen Kirchen haben sich weitestgehend aus dem Leben der Menschen zurueckgezogen. Die Antwort darauf ist die Oekoreligion. Die Menschen suchen die Spiritualitaet in Biofutter und der Anbetung technisch nutzloser Windmuehlen und Solarzellen.
Die vorgegebenen Gruende wie "ungeloestes Atommuellproblem" wurden selbst geschaffen durch das Verbot der Wiederaufbereitung (hierbei wird der Atommuell auf 1/20 reduziert) oder die nicht gebaute Atommuelldeponie in Gorleben.
Weitere Artikel hierzu unter Oekoreligion Trummler anklicken - Homepage
Vandale

Für diesen Artikel möchte ich Herrn Baring - und der FAZ - ausdrücklich danken. Ein solcher Beitrag ist notwendig, seit langem überfällig und hoffentlich der Beginn einer weniger ideologisch und emotional geführten öffentlichen Auseinandersetzung über den sinnvollen Umgang mit Kernenergie in Deutschland. Angesichts mancher eher irrational wirkender politischer Entwicklungen der letzten Zeit wäre es vielleicht eine gewisse politische Reifeprüfung nach 60 Jahren Demokratie, zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung...