
Thomas Thiel bringt es gut auf den Punkt. Das Wollen war spürbar, aber alles in allem zu sehr bemüht. Gut gemeint, ist nicht gut gemacht. Das Anliegen des Films, neben dem Zweck der Unterhaltung als sonntäglicher Tatort, ging in seiner Überpointiertheit in Form der Hozhammermethode unter. Der Film wollte mehr überreden, denn zu überzeugen. Letztlich zeugt die Vorgehensweise davon, dass die Macher des Tatorts uns Konsumenten für unfähig halten, selbstständig, aufgrund subtiler, diskreter Hinweise, zu den "richtigen" Schlüssen zu kommen. Das ist allerdings auch eine Erkenntnis, die uns zusätzlich nachdenklich machen sollte.

Hätte ein guter Tatort werden können, wenn der Regisseur auf die alberne und übertriebene Schreierei der Polizisten verzichtet hätte. Überhaupt wurde gern auf Lautstärke gesetzt.
Dadurch leidet der Film. Gute Dialoge ? Fehlanzeige.
Qualität sieht anders aus.