Nämlich die Unfähigkeit gutes Recht zu schaffen. Das Steuerrecht ist das absolut beste Beispiel wie man ständig, mal mit roter, grüner, schwarzer oder gelber Brille versucht irgendwie die Gesellschaft zu lenken aber lediglich in sie hineinpfuscht. Die Politiker sollten begreifen, daß Steuerpolitik grundsätzlich der Finanzierung des Staatswesen zu dienen hat und als Lenkungsinstrument für Verhalten von Bürgern und Wirtschaft ungeeignet ist. Gleichzeitig wird jedem, der diesem Treiben ein Ende setzen will, sofort der Gar ausgemacht, wie Kirchhoff, F. Merz etc., fürchten doch Generationen von Politikern bei einem Systemwechsel um Jahrzehnte politischer Errungenschaften gebracht zu werden. Wenn Recht aber zunehmend als Unrecht empfunden wird, wird die Loyalität der Bürger zum Staat schwinden.
Wenn Herr Fischer sich mit der Erbschaftssteuer "herumschlägt", dann ist er höchstselbst schuld. Es wäre in der Tat besser, sich mit seinem florierenden Unternehmen und seinen Dübeln zu befassen. Aber dazu muß man ja nicht unbedingt in einer Neidgesellschaft leben. Was bitteschön, sind schon heute 200 km? Es wäre eine Kleinigkeit (im Verhältnis zum bejammertem Problem), Wohnsitz und Firmensitz mitsamt zukünftigen Erben und Entwicklungslabor (z.B. nach CH/A) zu verlegen und das Ganze dann in eine Familienstiftung umzuwandeln. Aber dazu braucht es kühlen Kopf und Stillschweigen. Hat man beides und ist genügend pragmatisch, dann verschwindet das Gespenst in Jahresfrist auf Nimmerwiedersehen, bzw. bleibt verlassen in Deutschland zurück. Es ist immer wieder erstaunlich, daß sich Mittelständler so schwer tun, sich wenige tausend Meter von der hergebrachten Scholle zu entfernen. Die Angst, als "Verräter" gescholten zu werden, überwiegt die Sorge um Unternehmen und Nachfolger. Es steht also eher zu befürchten, daß es Herrn Fischer mal so geht, wie dem König der Schrauben. Und der bleibt (vorläufig) immer noch tapfer und erträgt die Drangsal. Ob soviel eingefrohrener Tatenlosigkeit hält sich mein Mitleid in engen Grenzen.
Deutschland ist innerhalb Europas der große Verlierer, nicht etwa deshalb, weil sich die Welt um uns herum so negativ verändert hat, sondern weil unser Vaterland sich von "dieser Republik" in ein Absurdistan verwandelt hat, nachdem zunächst Rot/Grün und dann auch noch Rot/Schwarz unserer Wertegemeinschaft endgültig die Werte genommen hat. Politiker ohne jede Bodenhaftung mit Alimentierung von der Wiege bis zur Bahre schweben als Traumtänzer über einem Chaos, das sie durch Unfähigkeit geschaffen haben und immer noch weiter vervollkommnen, ohne zu wissen, warum. In jedem anderen Land der Welt hätten diese Leute eine Halbwertzeit von vielleicht sechs Monaten. In Japan oder Italien würden sie verprügelt. Nahezu der gesamte total überheizte Staat mit seiner nur zum Selbsterhalt agierenden Verwaltung ist so überflüssig wie ein Kropf. Was würde geschehen, wenn wir als Steuerbürger ganz einfach eine Konzertierte Aktion starteten und ab einem Stichtag keine Steuern mehr zahlten? Es würde den Beamten den gesunden Büroschlaf rauben; denn ihre Zwangsalimentation wäre gefährdet. Warum dürfen nicht auch die vielen überflüssigen Leute aus der Verwaltung Hartz4 und eine Pause von der Ruhe genießen dürfen? Wir wollen keinen ZK-Merkelsozialismus.
Die Erbschaftsteuer wird in den nächsten 20 Jahren nicht sinken, geschweige denn abgeschafft, sondern steigen (müssen). Ordnungspolitiker haben schon vor 25 Jahren die Wb.feindlichkeit geringer Erbschaftsteuern angemahnt und angesichts der Bevölkerungsstruktur ist erst recht jedes Hoffen auf ihr "Verschwinden" eine reine Illusion. ESt runter, ErbSt rauf - die einzige Chance, einen leistungsfähigen "Standort" Deutschland aufrechtzuerhalten. Die jammernde "Mittelschicht" hat sich durch (Fast-)Kinderlosigkeit nahezu selbst abgewickelt: Ist man wirklich so naiv zu glauben, die nachwachsenden Leistungsträger würden zur Finanzierung der (K)Ein-Kind-Rentner 70-80% Belastung aus Steuern und Soz.Abg. hinnehmen ? Deutschland steht vor einem Dilemma: Entweder es schüttet der Bevölkerung reinen Wein ein und erklärt, daß der "Mehrwert" der demograph. Katastrophe, der durch das Fehlen von Mit-Erben entsteht, zum Teil in die Staatskasse fließen muß oder es erlebt einen Exodus seiner tatsächlichen Leistungsträger. Meine Herren, auch die Mittelschicht hat sich in "Salonsozialismus" geübt und ideologisch weggeduckt, wenn es eng wurde - 2020 ist Zahltag und dann entscheidet sich, ob wir die "Rentner- und Migrantengesellschaft" finanzieren können.
'Wo die Not am größten, ist die Rettung am nähesten' heißt es unter klassisch Gebildeten. Im Rahmen des anstehenden Exodus aus dem Wachstumszwang-Regime vom Typ Kapitalstockmaximierung und Ressourcenverschwendung und beim Umbruch in eine nachhaltige Weltkultur wird es auch eine Steuersystemrevolution geben. Sie wird auf Leistungssteuern wie Lohn-, Einkommen- Mehrwert- und Erbschaftssteuern verzichten und durch Produktionsfaktorsteuern (= Lohnsummen, Energie-, Ressourcen- und Kapitalstock-Steuern) ersetzen. Die sind gerechter, weil sie durch den Wegfall des Investitions- und Kapitalstockmaximierungs-Zwangs die leistungsfreien und risikofreien Zinseinkommen via Fall der Zinsen nahe Null (=Zinspromille) fast auf null setzen werden. Es geht hier um über 150 Milliarden € p.a., die an die Leistenden umverteilt werden - 4 % von rd. 2 Billionen € Herr Fischer und die Mittelständler sollten sich mit ihren Nöten nicht an die Profiteure der jetzigen Wachstumszwangzwang-Tyrannei, z.B. an die Banken, an Parteien wie SPD, CDU, CSU, FDP wenden, sondern an die revolutionären Gesprächspartner wenden, die Welt- und Steuersystem-Revolutionäre. Sie sind bei den KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt, organisiert.
Welches Ausland ziehen Sie denn als Vergleich heran? Kuba? Nordkorea?Venezuela?....da kann man nur den Kopf schütteln...
ist die Erbschaftssteuer paradoxer Weise "...eine Steuer, die deutlich weniger als 1 Prozent des gesamten Steueraufkommens der Republik ausmacht..." (Zitat). Um die im Jahr anfallenden 500 Mrd. EUR Erbschaften in dieser Republik nicht belasten zu müssen, wird im Gegenzug das schwindende Einkommen der arbeitenden Mittelschicht derzeit mit deutlich über 50% Steuern und Abgaben belastet, Tendenz steigend. Wirtschaftlich bedeutende Länder wie die U.S.A. belasten steuerlich Vermögen und Erbschaften relativ mehr und entlasten die Einkommen. Da ist das U.S.-Steuersystem gesamtwirtschaftlich sinnvoller und gerechter.
Lieber OBIWAN, weil die steuergeld-süchtigen, mit-beiden-Händen-verschwende-Politiker ES KÖNNEN ! Gemessen am Rechtempfinden eines auch nur durchschnittlich entwickelten Homo Sapiens ist das besteuern von Werten, die mit versteuertem Geld erschaffen wurden, legalisierter Diebstahl. Übelstes, herrschaftliches Staats-Raubrittertum! Enteignung von Staatswegen. Rechtlich in Sack und Pack gebracht und mit der Garantie versehen, das die Deutschen noch nie ihre Politfürsten gestürzt haben...
Die Vorkommentatoren haben zwar recht, wenn sie die Untauglichkeit der Erbschaftsteuer zur Deckung der Verwaltungskosten kritisieren- nur darum geht es nicht. Wie alle Neidsteuern dient die Erbschaftsteuer einem politischen, nicht fiskalischen Zweck, nämlich der Ergebnisgleichheit durch Umverteilung (so z.B. auch die "Reichensteuer"). Alle sollen möglichst gleich wenig haben und zwar unabhängig davon, ob für die Volkswirtschaft hierdurch ein Mehrwert geschaffen wird. Wenn das wenigstens einmal einer der Vereinigten Linken offen aussprechen würde. Ich selbst halte es mit Herrn Kerkelings Motto "Ich bin dann mal weg"...
Und sowas nennt sich dann Entbürokratisierung. Wie jedes Jahr wird "versucht" das Steuersystem zu entbürokratisieren, Ergebnis ist jedoch ein immer weitläufigeres Produkt an Steuerirrsinn. Schön, dass die Faz endlich jemand kompetenten und auch betroffenen zu diesem Thema in einem Artikel aufnimmt. In den Plänen zur Erbschaftssteuerreform stehen ja auch Sachen, wie, dass man die Anzahl der Belegschaft über 15 Jahre mind. konstant halten sol. Und wie auch Herr Fischer richtig sagt, wenn es dem Unternehmen schlecht geht und man einen Anteil verkaufen muss, dann wird auch noch nachträglich Erbschaftssteuer belastet. Natürlich kann man auch sagen, die Erbschaftssteuer würde anderenfalls in voller Höhe auftreten (die Bemessungsgrundlage ist hier noch ein anderes Thema). Aber die Reform wurde ja extra angedacht, um Betriebsvermögen "vorteilhafter" zu besteuern. Man muss sehen, dass man sich hier im WETTBEWERB mit angrenzenden Länden befindet (Österreich, Schweiz). Bei der Erbschaftssteuer geht es in vielen Fällen um die Existenz der Unternehmen und bevor diese schließen müssen, werden viele Unternehmen ins Ausland verlagert.
Der Artikel zeigt mal wieder eindeutig die Gier und mangelnde unternehmerische Weitsicht unseres Staates. Ich frage mich wie lange wir uns eine solche Regierung noch leisten können? Die Bürger und Unternehmer werden mehr und mehr zur Kasse gebeten - kontinuierliche Optimierungen und Einsparungen sind im Rahmen der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit an der Tagesordnung. Dies lässt der Staat hingegen aus meiner Sicht zunehmend vermissen - Es fehlt zudem sicherlich das richtige Augenmass sowie das Verständnis. Warum kann man die "sagenumwobene" Erbschaftssteuer nicht einfach abschaffen und zu den Akten legen? Andere Staaten machen es schliesslich vor - Wenn man dann noch lesen kann, dass die Einnahmen mit aller Wahrscheinlichkeit nicht einmal denn dafür notwendigen Verwaltungsapparat covern muss man sich echt an den Kopf greifen. In der freien Wirtschaft würde ein solches "Geschäftsmodel" mit Sichheit nicht lange überleben.
..wird so ein, von unseren Volksvertretern verzapfter Blödsinn nicht ein bisschen höher aufgehängt. Ich verstehe die Erbschaftssteuern sowieso nicht. Wieso wird ein Wert noch einmal besteuert, der von schon versteuertem Geld geschaffen worden ist ?
Im Ausland würde der gute Mann weitaus mehr Steuern bezahlen als in D. Es gibt keinen Grund zu jammern.
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