Regierungserklärung

Merkels Wette

In ihrer Regierungserklärung kündigt die Bundeskanzlerin eine schonungslose Analyse der Lage des Landes an. Aber ihr Krisenrezept gleicht einer Wette auf mehr Wirtschaftswachstum, ohne zu wissen, woher das Wachstum kommen soll. Von Holger Steltzner

Lesermeinungen zum Beitrag

11. November 2009 10:33

Merkels Geheimnis bitte lüften - Ordnungsübergang

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Langsam müßte doch jedermann ahnen oder für sehr wahrscheinlich halten, dass Angela Merkels in ihre Experimentieranordnung einen geheimen 'Lösungsalgorithmus' eingeplant hat, den sie in einem späteren Stadium des Großexperiments öffentlich machen wird. Es ist dies ein Ordnungsübergang, d.h. der Übergang von der Macht- und Konfliktordnung des kapitalstockmaximierenden Wachstums zur effizienteren Ordnung des beschäftigungs- und humankapital-maximierenden Wachstums des BIP. Statt über den Posten 'Abschreibungen und Kapitalerträge' steigt das BIP über den Posten Lohn- und Leistungseinkommen. Wer kann gegen eine solche Revolution der Experimentieranordnung NEIN sagen? Bekanntlich denkt Angela Merkel vom Ende her. Und das heißt heute und in den Folgejahren, also ab dem Jahr 2 nach dem Ausbruch der Finanz- und Wachstumskrise in den Industriestaaten, den Übergang in die evolutonsprozess-logisch folgende Weltordnung des KREATIVEN vorzubereiten. 'Freiheit in Verantwortung' ist nur so zu erreichen. Davon redet Angela Merkel immer nur verhüllt - und Kurt Biedenkopf in seinen Veröffentlichungen unverhüllt. Langsam müßte es doch jeder merken, welch' atemberaubendes, glückverheißendes Spiel unsere Bundeskanzlerin spielt.

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11. November 2009 00:57

Trojanische Pferde

Dennis Winter (cuibono)

Wenn diese Entwicklung so weiter geht, und danach sieht es erwartungsgemäß aus, dann wird es in einigen Jahren höchste Zeit für eine Wiedervereinigung.
Bloß: M I T W E M ?

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10. November 2009 23:31

Die Kaufkraft der Mittelschicht

gisbert heimes (gisbert4)

ist genauso ein Phantom wie das Wirtschaftswachstum. Weder das eine noch das andere folgt automatisch aus Steuersenkungen und Abgabenentlastungen. Es sind alles nur mehr oder weniger verzweifelte Beschwörungen und Hoffnungen, daß 'irgendwie' die Karre wieder flott wird. Realistischer ist da (leider) die Rechnung, daß eine Umverteilung hin zum Prekariat und den unteren Schichten die Binnennachfrage eher stärkt. Zugegeben keine schöne Vorstellung, aber die Sparquote steigt und steigt. Beim sparfähigen Mittelstand. Indem er sichere Staatstitel kauft. Irgendwie verrückt, das Ganze, nicht?

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10. November 2009 22:54

schulden der kinder?

lothar brunke (chinamed)

Die Schulden sind nicht von unseren Kindern zu begleichen, sondern von unseren Rentnern infolge der Inflationierung der Rente. Das erfolgt auch nicht erst in Jahrzehnten, sondern in wenigen Jahren. Die Kinder werden höhere Löhne für ihre Arbeit durchsetzen können. Die Renten sind sicher, nur ihre Kaufkraft nicht mehr gewährleistet.

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