RTL muss Strafe zahlen

Bohlens Sprüche

Dieter Bohlens Sprüche in der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ sind von der derberen Sorte. Dafür muss der Sender RTL jetzt 100.000 Euro Bußgeld zahlen, nach einem Beschluss der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten. Von Michael Hanfeld

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Juli 2008 23:38

werbung in eigener sache

jörg bausch (A_K_O_A)

wenn dsds und ex modern talking blondie dieter bohlen regelmaessig ausserhalb ihres tellerrandes erwaehnt werden, ist dies bestimmt eine gute eigenwerbung. wer sagt denn, dass die betroffenen nicht selbst hinter der sache stehen? dann wird das bussgeld locker aus eigener tasche bezahlt und vom "skandaltraechtigen" boom der erwaehnten sendung ein mehrfacher profit erzielt. wen hatte dieter bohlen zuerst gerufen, als er und seine lebenspartnerin halbnackt in der wohnung gefesselt und ausgeraubt wurden? die polizei, oder die medien? c'est la vie

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Juli 2008 22:47

Demütigung hat nichts mit sachlicher und notwendiger Kritik zu tun.

O. Morrissey (Morrissey)

Es geht nicht darum, dass man ungeeigneten Kandidaten dieses sagt, sondern WIE man es ihnen sagt. Die RTL Kritik ist keine Lektion, für die jeder dankbar ist, sondern eine Demütigung. Man kann Kritik gut, verständlich und deutlich rüber bringen, ohne dass jemand gedemütigt und lächerlich gemacht wird. Dann hat die Person sogar zwei Dinge fürs Leben gelernt: 1. dass Scheitern dazu gehört und zu akzeptieren ist, und 2. dass deswegen die Welt nicht untergeht, wenn der andere fair bleibt. Auch wird gerade Kritik ernster aufgenommen und besser reflektiert, wenn diese eben sachlich und fair vorgetragen wird anstelle wenn man der Lächerlichkeit Preis gegeben wird. Die Kommentare von Doe und Frieling kann ich von daher nicht nachvollziehen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Juli 2008 17:49

Und das Erziehungsziel "Leistungsbereitschaft und -einsatz?

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Und was sollen die "Kiddies" lernen, wenn diese unbegabten unengagierten Typen im Fernsehen nicht mehr in die Realität durch Herrn Bohlen zurückgeholt werden? Ausserdem, was muss man eigentlich von sogenannten "erziehenden" Eltern halten, die Kinder unter 12 diesen Mist anschauen lassen? Vielleicht sollten die Eltern lieber mal ein "Bussgeld" zahlen? Armes Deutschland....

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Juli 2008 14:43

Erziehungsziele wie Toleranz und Respekt

Thomas Frieling (TFrieling)

Nachdem ich einige Folgen gesehen hatte, in denen sich junge Leute vor die Jury begaben und hofften, sich mit ihrer Darbietung als Unterhaltungskünstler zu empfehlen, war mir eines klar: Vor dem Vorsingen wurde den meist jugendlichen Sängern sicher eine Menge Respekt und Toleranz entgegengebracht. Für ihre Weiterentwicklung war es aber höchste Zeit für die Begegnung mit Herrn Bohlen, der ihnen offenbar als Erster mal ganz respektlos sagte, was Realität ist und was Traum. Sie werden ihm noch dankbar dafür sein. - TF

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche