Ehemalige Staatsmänner als Gratulanten: Kanzlerin Merkel mti dem Russen Gorbatschow und dem Polen Walesa

9. November

Der Tag der Deutschen

Der 9. November ist zum gar nicht mehr so heimlichen Nationalfeiertag der Deutschen geworden. Belastet mit dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte ist er seit zwanzig Jahren nicht mehr nur ein Datum der nationalen Schande, sondern auch ein Datum des nationalen Glücks. Von Berthold Kohler

Lesermeinungen zum Beitrag

09. November 2009 21:27

Na, na, Herr Marcel Meier ...

Hans Jürgen Knufinke (hjknufinke)

... bei aller Sympathie für Ihre Abneigung gegen den Sozialismus, dessen unveränderte oder eher gewachsene Stärke einen in der Tat zur Verzweiflung bringen kann. Ich denke, der Satz "Der Ostbürger wird vollverpflegt und fährt auf neuen Straßen" beschreibt die Situation denn doch entschieden zu verkürzt und wir ihr daher nicht gerecht.
Ich sehe es so: Der Fall der Mauer war ein durch und durch erfreuliches Ereignis, ohne Wenn und Aber.
Dass unser Land in der Folgezeit mit so manchem vorher unbekannten Problem konfrontiert wurde und wird, war bei realistischer Betrachtung wohl zu erwarten gewesen. Desgleichen war es nicht überraschend, dass von politischer Seite manch Fehler gemacht und manch überzogene Erwartung geweckt wurde. Aber wenn man sich einmal besonnen fragt, ob man in Kenntnis unserer heutigen Scherereien seinerzeit auf den Untergang des DDR-Terrorregimes lieber verzichtet hätte, kann die Güterabwägung eigentlich nur sehr eindeutig für die Wiedervereinigung ausfallen. (Bin übrigens Wessi)

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09. November 2009 20:16

Also meiner ist es nicht!

Marcel Meier (MarcelMeier)

Ausser Schulden und den Sozialismus hat der Mauerfall nichts gebracht. Aus der Sicht eines Westbürgers.
Der Ostbürger wird vollverpflegt und fährt auf neuen Straßen.

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09. November 2009 19:23

Der 9. November ist unser wirklicher Nationalfeiertag!!

Christian Beck (MadBeck)

20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Freude und der Stolz auf die Wiedervereinigung größer denn je.
Das sieht man heute mehr als man es seit der Wiedervereinigung je sehen konnte, während der 3. November nur ein Abklatsch des 9. Novembers und ein "unwichtiger" freier Tag ist.
Natürlich darf man die Schrecken der Progrome an den Juden und sonstige Verbrechen der Nazis niemals vergessen und muss sie immer als wichtige Lehre der Geschichte erhalten.
Trotzdem sollte man diese Ereignisse überwinden und endlich den Mut der Ostdeutschen und den Wunsch auf Einheit aller Deutschen würdigen!!!
Das würde Zukunft verheißen.
Der 9. November ist unser tatsächlicher Nationalfeiertag!!!

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09. November 2009 18:49

Ersatzfeiertag? --- ... NACH dem 41. Jahrestag?

Heinz Lindemann (HeinzSH)

--- Der 3. Oktober, für den es gute Argumente gab, nimmt sich dagegen aus wie ein Nationalfeiertag aus der Retorte. Das Urteil über ihn war gefällt, als der Bundeskanzler Schröder den Feiertag auf den jeweils ersten Sonntag im Oktober verschieben wollte... ---
Zitat Ende...
Genau, damit war das Urteil über SCHRÖDER (Hannover) gefällt!...
Dann wäre irgendwann wieder ein "DDR-Geburtstag am 7. Oktober" gewesen, zur Freude von (NUR) äußerlich "attraktiven" Damen der SED-Linken...
Und der 9. Oktober als Einheitstag 1990? - Genauso "genial", denn dann hätte die DDR auf dem Totenbett noch den 41. Geburtstag mit Fackelzug feiern können...
Es ist schon gut so, daß es der 3. Oktober wurde, ein Tag der reinen Freude und Dankbarkeit, nicht so sehr mit Einkehr und Nachdenklichkeit beladen, wie es der 9. 11. nun einmal ist...
PS.:Hör ich Krenz von heute mit geschlossenen Augen, dann erscheint Gabriel vor mir (nein, gewiss KEIN Erzengel!)...

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09. November 2009 18:35

Geburtsfehler

Norbert Czech (nczech)

Meine ursprüngliche Freude über die Wiedervereinigung, die wir Kohl, Gorbatschow und Bush sen. zu verdanken haben, ist inzwischen in Wut umgeschlagen: Mit jeder Landtags- und Bundestagswahl, in der die Kommunisten (in freien Wahlen!) bis zu 30 % der Stimmen bekommen - was bedeutet, daß trotz Rekord- Rentenniveau, nagelneuer Infrastruktur und Sozialleistungen, die dem Arbeitsunwilligsten einen höheren Lebensstandard sichern, als vormals der DDR- Durchschnitt war, die alten Versager und Peiniger zurückgewünscht werden. Mein Vorwurf an Kohl: Die SED hätte - wie das braune Vorläufermodell 1945 - ohne Wenn und Aber verboten, das Parteivermögen zwecks Wiedergutmachung konfisziert und den Kadern Bewährung in den demokratischen Parteien nahegelegt werden müssen. Wer konnte sich 1989/90 vorstellen, daß die Hauptstadt und das sie umgebende Land jemals wieder in einheitssozialistische Hand geraten würden?

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