Bisher kein symbolisches Bild: Generalsekretärin Andrea Nahles drängt Parteichef Gabriel in den Hintergrund

Gegen die Empfehlung im Leitantrag der Parteiführung fordert der SPD-Parteitag die Wiedereinführung der Vermögensteuer. Die Rente mit 67 blieb dagegen unangetastet. Die SPD versucht mit Gabriel, Steinmeier und Andrea Nahles sieben Wochen nach der Bundestagswahl ihre Reihen zu schließen.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. November 2009 18:26
Klientel  
Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Die Bundestagsabgeordneten der SPD haben im Vergleich mit den Abgeordneten der anderen Parteien (abgesehen von denen der Grünen Partei, die nur eine Abspaltung der SPD darstellt) die wenigsten Kinder. Und unter der Wählerschaft der SPD dürfte es sich ebenso verhalten, während die Wähler der CDU/CSU deutlich mehr Kinder haben. Kein Wunder, dass die SPD-Abgeordneten ihre materiell privilegierte Lebensweise und die ihrer Wähler schützen möchte. Die Lasten sollen die anderen tragen. So geht das nicht.

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15. November 2009 13:34
:-) Danke Herr Gemüt!  
Jürgen Häussner (jh_bln)

Die eigene Armee deutlich niedermetzeln zu lassen und zu dezimieren, durch unzeitgemäße und schlechte Strategien und ungeschickte taktische Manöver, ist eine Sache.
Das Ergebnis dieser Dezimierung dann als "sehr gute strategische Leistung" und gute Positionierung zu verkaufen zeugt von hohen ironischen Fähigkeiten.
Danke Herr Gemüt!
:-)

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15. November 2009 12:30
Kernkompetenz  
Ulf Groth (heidegeist)

Die SPD macht wieder das, was sie am besten kann. Opposition! Endlich wieder arbeiten, ohne sich an der Realität messen zu lassen zu müssen.
Obwohl die SPD in den vergangenen 11 Jahren nie wirklich aufgehört hat keine Oppositionsarbeit zu leisten. Da hat man dies allerdings als Flügelkämpfe bezeichnet.
Also Glück auf SPD und weiter so, dann können sich die Genossen auch in den nächsten Jahren auf ihre Kernkompentenz konzentrieren.

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15. November 2009 10:43
Gegenmacht ??  
Walter Wasilewski (wwasilewski)

Was soll die Wiedereinführung der Vermögenssteuer bewirken? Ich vermute einmal, man hofft damit wieder mehr Zustimmung bei den Genossen und den Wählern zu gewinnen.
Häppchenweise Leckerli zu verteilen oder “anzufüttern “bringt keinen Wandel.
Das scheibchenweise zu früheren Programmzusagen zurückzukehren macht noch keinen Sommer. Die Partei ist gespalten- in verschiedene Flügel -die sich nicht auf eine von großer Mehrheit getragene Linie einigen können. Man möchte Arbeitnehmerpartei sein, das aber ist vielen zu wenig, zumindest Mittelstandpartei sollte es schon sein.
Arme Schlucker bekommen nach Ende der Legislaturperiode keine lukrativen Angebote. Zukunft hat die SPD nur als Arbeitnehmerpartei-die anderen Sparten sind bereits gut belegt. Trotz Parteitag und Neuwahlen kann keiner genau sagen wohin die Reise geht. Walter Wasilewski

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15. November 2009 10:22
überbezahlt und unterbelichtet  
Jürgen Wenz (satyrffm)

Denn wenn sie wüssten was sie tun, kämen echte sozialdemokratische Konzepte dabei rüber. Aber an die eigenen Pfründe, Pensionen, Diäten, Vergünstigungen, da geht man nicht ran. Nicht mal als eindeutiges Zeichen für einen echten Wandel hin zu einem gerechteren System. Da wird lieber der Splitter "Vermögen" und zu kurze "Lebensarbeitszeit" bei den anderen entdeckt. Den Balken "Überversorgung" und "Selbsterhalt um jeden Preis" bemekrken die nicht.

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15. November 2009 09:57
@ Marius Kaiser  
Bernd Rittmeyer (bernauheim)

Ist Ihr Kommentar Satire oder verstehe ich da etwas ganz falsch?

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15. November 2009 09:47
Rente ab 67????  
Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Die Rente ab 67 bedeutet vor allem, dass Menschen, die vier Kinder groß gezogen haben, auf eine Stufe gestellt haben, die keine Kinder haben bzw. hatten oder das eine Alibi-Kind. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, denn es sind eben nicht alle Lebensformen gleich und gleichermaßen anerkennenswert.

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15. November 2009 09:31
Wo wären wir eigentlich, wenn wir die Sozialdemokraten nicht hätten?  
Anna Sophie von Anderten (ASvAnderten)

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach und auch offensichtlich.

Bei einer Gesamtstaatlichen Verschuldung von voraussichtlich 2 1/2 Billionen Euro, mit den entsprechenden Folgen für das Gemeinwesen.

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15. November 2009 09:24
Auf einem guten und richtigen Weg!  
Emilia de la Cruche (edl.cruche)

Wir sollten uns aber nichts vormachen. Den nach dem voraussehbaren Ende der aktuellen schwarz-gelben Koalition zu erwartende finanzielle "Schlamasel", wird die SPD dann wieder richten/ausbaden müssen :).

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15. November 2009 09:06
SPD, so wird das nix  
Anton Etges (etikus)

Rente mit 67 heißt letztendlich, von Rentenzahlen und Rentenzahlungen losgelöst, die Alten, die in Beschäftigung stehen, müssen 2 Jahre länger arbeiten, was an sich nicht schlimm ist, aber das daraus resultierende Ergebnis ist katastrophal, und diese Katastrophe heißt nämlich, daß unsere jungen Leute nicht in Arbeit kommen und unsere jungen Leute länger arbeitslos sind und bleiben - aber gerade unsere jungen Leute brauchen Arbeit, unsere jungen Leute brauchen eine Zukunft.
Und wenn wir nun die Rentenzahlen und Rentenzahlungen betrachten, dann müssen wir feststellen, daß unser derzeitiges Rentensystem keine Zukunft hat: Das Rentensystem muß also geändert werden!
Zum Beispiel in die Einheitsrente. Selbstverständlich nach einer Übergangszeit einer ganzen Generation. Diese Einheitsrente muß so hoch sein, daß jeder Mensch davon vernünftig leben kann.
Und jeder Mensch kann in seinem Arbeitsleben bestimmen, ob er sein verdientes Geld lieber versäuft, man verzeihe mir bitte den Ausdruck, oder ob er im Alter besser leben will, und dann muß er halt eben eine private Altersvorsorge treffen.
Und in diese Altersvorsorge gehören auch unsere Beamten. Und somit die Abschaffung der Pensionen.

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15. November 2009 09:02
Ob es die SPD noch bemerkt?  
Martin Schmidt (bluelemmon)

Sehr geehrte Sozialdemokratische Partei Deutschlands,
Es ist schön, zu sehen und zu hören/lesen, was die Leute der Basis zur Vergangenheit zu sagen haben
Nur verklauseliert wird hier angesprochen, was jedoch für jeden Betrachter fühlbar ist, die Katastrophe begann mit Gerhard Schröder.
Niemand scheint sich sagen zu trauen, daß Eines natürlich gar nicht geht und das ist Frank Walter Steinmeier.
Liebe SPD, bemerkt es doch, der Hauptgrund für das Ergebnis am 27. September ist FRANK WALTER STEINMEIER! Die Menschen, das Wahlvolk, haben ein gutes Gespür!
Es ist unerklärlich, das Delegierte diesem Mann noch Beifall zollen!
Ich könnte mich ja freuen, daß Wowereit und Beck, dem Steinmeier mit Ihren Reden und Interviews noch unter die Arme greifen und noch mehr Wähler vergraulen.
Trotzdem macht es mir Angst, wie sich eine solch historische Partei, wie die SPD, sich selbst beerdigt.
Sehr geehrter Herr Gabriel, sehr geehrte Frau Nahles sie sollten etwas tun.

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15. November 2009 08:45
Omnia tempus habent  
Marius Kaiser (Kaiser.M)

Die Sozialdemokraten werden als Regulator, insbesondere in Sachen Reformen für Deutschland, dringend gebraucht.

Ich denke da nur an den Zustand Deutschlands nach der Ablösung der letzten schwarz-gelben Regierung 1998. Ja, vom "Wirtschaften" verstehen sie etwas, die Sozialdemokraten.

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15. November 2009 07:36
Ich will ...  
Jörn Henschel (Tenjin)

auch so vieles ...

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15. November 2009 03:20
hasta la vista SPD  
Pandora0611 Nemesis (Pandora0611)

Das Gruselkabinett stellt sich vor! Und das mit ihren Rezepten von Vorgestern,<br />Leute, wir leben nicht mehr im 18. Jahrhundert.<br />Die SPD ist so überflüssig wie ein Kropf. <br />Aber sie kann nur als 'Sondermüll' entsorgt werden :P

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15. November 2009 00:11
Hurrah, hurrah, die SPD ist wieder da  
Konstantin Schneider (bundesboy)

Eine Partei, die so schnell in den Erneuerungsmodus umschalten kann, die ist weder mausetot noch chancenlos. Die SPD hat sich mit Gabriel, Steinmeier und Nahles eine tolle Führungsspitze gewählt. Auf die Versuche der Meinungsmacher, diese Bandbreite als ein Problem hinzustellen, sollten die Sozialdemokraten gelassen reagieren. Es ist gut, dass die Gier nach Macht, wie sie noch Müntefering verkörperte, der Opposition schliesslich immer für Mist hielt, in der SPD kein Zuhause mehr findet. Schröder, der noch am Zaun des Kanzleramtes rüttelte und der unter den Meinungsbildnern schon lange keinen guten Stand mehr hat, kann genauso der Geschichte überliefert werden. Eine SPD mit dezenter Ironie angesichts des Versagens von Schwarz-Gelb, die wünschen sich die Wähler und deshalb hat Merkel demnächst nicht mehr viel zu lachen.

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