Edelmetalle

Gold - von Rekordpreis zu Rekordpreis

Spezial Gold wird immer teurer. Der Preis läuft weiter nach oben. Am Montag erreicht der Preis an der Terminbörse mit 1133,20 Dollar je Feinunze nominal wieder einen neuen Rekord.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. November 2009 10:16

Preisinflation

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Vor der Euroumstellung kosteten viele Waren soviel in DMark wie sie heute in Euro kosten. Wer behauptet, daß das keine Inflation sei, hat entweder Scheuklappen oder ist von der Regierung beauftragt. Jetzt werden weltweit die Gelddruckmaschinen angeworfen, was dazu führt wird, daß das "virtuelle" Geld in den reellen Kreislauf eingeschleusst wird. Dann wird auch niemand mehr von Deflation reden. Das ist eine Lehre der Geschichte. Wie sollten denn die bis über die Halskrause verschuldeten Staaten sonst sich aus ihrem Schuldturm befreien ?Gerade heute liest man, daß die Enegiekonzerne trotz verlängerten Atomlaufzeiten ihre Preise unisonso anheben werden.

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16. November 2009 19:12

Ein, die Sachlage, sehr gut beschreibender Artikel.

Konrad Fit (Einstein-1)

Noch lesenswerter, sind die Kommentare!
Ein, die Druckmaschienen entlastender, gigantischer Konjunkturaufschwung,
erscheint undenkbar.
Wir bezahlen unsere Einkäufe mit Währung. Banknoten, Scheidemünzen, und
elektronischer Währung. Würden wir mit Gold- und Silbermünzen bezahlen,
bezahlten wir mit Geld.
Und da sich Geld nicht beliebig vermehren kann, kommt es, immer wieder mal,
zu einer Währungsreform, jedoch niemals zu einer Geldreform.
Es sind nicht mehr die Dienstmädchen, welche den Goldpreis steigen lassen,
sondern Finanzmanager und Investoren.
.
Papier- und Elecktronikwährungen, sind den Gesetzen des Marktes unterworfen,
und tendieren, wertmässig, gegen Null, jemehr sich davon im Umlauf befindet.

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16. November 2009 15:32

@Pumuckel wieso sollte es sich ändern ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Völlig richtig, Geld ist nur "Papier", das inzwischen nichtmal einen Brennwert hat, denn das meiste Geld ist nur Buchgeld. Aber ist das bei Gold anders ? Welchen realen Nutzen hat denn Gold ? Davon werden Sie auch nicht satt (es gibt übrigens auch wesentlich mehr Buch-gold, also Rechte auf Gold, als es physisches Gold gibt, trotzdem wird Buch-Gold überall auf der Welt akzeptiert). Wieso sollte das Vertrauen in Geld schlagartig zusammenbrechen ? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, momentan ist das Vertrauen sogar stärker denn je, wir haben nämlich eine (historisch niedrige) Preissteigerungsrate nahe der Nullgrenze. Dies liegt vor allem daran, daß die Eigentümer der großen Geldberge in ihrer Anzahl relativ wenige natürliche Personen sind, bezogen auf die Weltbevölkerung. Diese können es nicht schaffen mit ihren Geldmengen die Produktionskapazitäten der Welt für Konsumgüter so auszulasten, daß eine Inflation, also eine Über-Nachfrage, entstehen könnte. Solange die "Geld-reichtümer" so so ungleich verteilt sind wie im Moment, wird es keine Inflation geben, denn die "Reichen" werden dieses Geld-Kapital im Virtuellen belassen und nicht per Konsum die Preise für Brot steigen lassen (soviel Brot verträgt keiner..;-)

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16. November 2009 15:12

@Brötchenindex

Thomas Junggeburt (Thommy65)

Selbst wenn man den Tausch von Geld gegen Brötchen als repräsentativ für die Inflation bezeichnen möchte, ergeben sich doch zwei Beobachtungen:
Erstens wird die Qualität von Brötchen in den meisten Läden immer grausiger (Bäcker trifft man dort übrigens auch immer seltener an), was heißen soll, die Industrialisierung der Lebensmittelbranche wirkt sich natürlich kostensenkend aus, aber eben zu Lasten der Qualität.
Zweitens schreibt auch der unvergleichliche Herr Rabe, dass er im Tausch gegen einen GeldSCHEIN seines Ermessens nahrhafte Brötchen erhalten habe. Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre wohl der Tausch von Münzen gegen Brötchen der typische Vorgang gewesen. Trotz zwischenzeitlicher Euro-Einführung zücken trotzdem die meisten selbst beim Bäcker die Scheine - demnächst vielleicht aus dem Rucksack statt aus der Geldbörse.
Wer bereits einen Computer, zwei Flachbildfernseher und drei Mobiltelefone besitzt wird jedenfalls beim Blick auf seine Öl- oder Gasrechnungen der letzten zehn Jahre feststellen, dass sich die Beträge erheblich erhöht haben, Euro-Einführung noch gar nicht mitgerechnet. Ebenfalls sehr aufschlussreich sind die Veränderungen von Gebühren auf Ämtern, die Preise für öffentliche Verkehrsmittel u.ä.

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16. November 2009 14:30

Blindheit der Goldinvestoren

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Niemand ist so blind wie jene, die nicht sehen WOLLEN. Allenthalben werden heute versteckte Blasen vermutet, egal ob im Geld-, Aktien- oder im Immobilienmarkt. Dabei steht eine ungeheure, stetig wachsende Goldblase klar und deutlich vor aller Augen.
Offenbar haben alle schon wieder die letzte Goldblase vergessen, wo der Goldpreis 800 Dollar erreichte (eine Summe, die inflationsberichtigt die heutigen 1133 Dollar weit übersteigt), dann aber schnell auf 300 Dollar absackte.

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16. November 2009 14:14

@ heidelpaul, Paul Rabe

Reinhard Wolf (Pumuckel42)

Geld ist lediglich bedrucktes Papier, das keinen eigenen Wert besitzt und seine Wertigkeit aus dem Vertrauen bezieht, das von den Marktteilnehmern in das Geld gesetzt wird. Sie schreiben ganz richtig: "heute morgen" und der "Durchschnittsdeutsche". Kurz: Im Moment glaubt der Bäcker, dass er von dem eingetauschten Geld Mehl kaufen kann um morgen dem Durchschnittsdeutschen wieder Brötchen verkaufen zu können, deren Preisstabilität im Moment sehr stark von der Agrarsubventionspolitik abhängt. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen in Deutschland von Transferleistungen (Die 80.000.000 Deutschen erhalten 750.000.000.000 Euro p.a. - Quelle: Die Welt vom 15.7.2009). Ihr "Durchschnittsdeutscher" bekommt also jährlich knapp 9.500,- Euro vom Vater Staat. (Kleiner Exkurs: Dieser Durchschnittswert entspricht ziemlich genau dem Hartz-IV-Regelsatz für einen Alleinstehenden. Ein Hartz-IVl-ler wird also noch nicht einmal überdurchschnittlich begünstigt, sondern nur gegenüber allen anderen Transferempfängern in seinen Rechten stark eingeschränkt). Aber zurück zum Thema: Fallen diese Leistungen aus, dann beginnt sowohl beim Bäcker, als auch beim Brötchenkäufer eine Vertrauenskrise in den Tauschwert des Brötchens und damit auch in den Geldwert!

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16. November 2009 12:36

@Pumuckel Geld ist sehr wohl etwas wert

Paul Rabe (heidelpaul)

Herr Pumuckel, ich habe heute morgen von meinem Bäcker im Tausch für einen Geldschein diverse sehr gut schmeckende und durchaus nahrhafte Backwaren ausgehändigt bekommen. Der Preis für die Backwaren ist übrigens in den letzten Jahren kaum gestiegen. Der Durchschnittsdeutsche benötigt in Deutschland nur noch 12% seines Einkommens für Lebensmittel, das ist wirklich nicht viel, bzw. das Geld hat einen echten Wert.

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16. November 2009 11:50

Falsch: Nicht der Goldpreis steigt, sondern der Geldwert sinkt!

Reinhard Wolf (Pumuckel42)

Gold ist Gold und Gold bleibt Gold und mit dieser in sich ruhenden Eigenschaft ist es die Basisgröße, die man im Meer der Finanzderivate mit "Normalnull" (NN), ähnlich der Bezugsfläche für Meeresspiegelhöhen, beschreiben könnte. Das Geld wird weiterhin nach und nach zerfallen und nur noch über einen sehr kurzen Zeitraum eine verfügbare Tauschgröße darstellen. Das macht sogar Sinn: Geld hat ja schließlich keinen Wert an sich (hatte es noch nie), sondern dient als als beliebig teilbares Transaktionsinstrument (Tauschmittel) um den schnellstmöglichen Warenumsatz zu ermöglichen und schnellstmöglich bedeutet auch: Kauf heute, sonst bekommst Du morgen nichts mehr dafür! Die Wirtschaft freut es! Das Dumme: Rationale, auf Langfristigkeit ausgerichtete nachhaltige Projekte werden dadurch immer unmöglicher und das sich immer schneller drehende Wirtschaftkarussell treibt den Irrsinn der maßlosen Überproduktion auf Kosten der Rohstoffe und der zukünftigen Lebensbedingungen als weiter in die Höhe, bis wir in absolut sinnentleerten Artefakten ertrinken und Geld gar nichts mehr wert ist. Was soll Geld, das nichts kostet (USA: Leitzins = 0%) und den Karussellschubsern (Banken) mittlerweile nahezu unbegrenzt zur Verfügung steht, auch wert sein?

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