Ein Schatten seiner selbst: SPD-Chef Beck

Wahl zum Bundespräsidenten

Gesine Schwan gegen Horst Köhler

Das Hin und Her hat ein Ende: Nach Informationen der F.A.Z. hat die SPD-Führung sich entschieden. Nicht Bundespräsident Köhler soll die Unterstützung der SPD-Delegierten in der Bundesversammlung erhalten, sondern offenbar die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Gesine Schwan. Von Günter Bannas, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Mai 2008 13:45

Die Würde des Amtes

Rudolf Müller (RudolfMueller50)

Dem Amt des Präsidenten unserer Republik wohnt eine ganz besondere Würde inne. Sie hindert den gegenwärtigen Inhaber dieses Amtes und seine Vorgänger zwar nicht daran,sich mehr oder minder kompetent zu allen möglichen Fragen zu äußern,macht es jedoch allem Anschein nach vollkommen unmöglich,dass ein Inhaber dieses Amtes in eine offene Abstimmung geht. Horst Köhler, der nie müde wurde , anderen eine größere Risikobereitschaft anzuraten und der in seinem bisherigen Berufsleben dies nie selbst praktizierte ,bietet sich am 23.05.2009 die wahrscheinlich letzte Chance seiner Theorie eine entsprechende Praxis folgen zu lassen.Ermutigen wir ihn dazu.

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21. Mai 2008 10:06

Mir schwant Proporzdenken....

Ingo Roessler (iroessler)

...getrieben von der Schwaeche der SPD und vom nicht voellig unredlichen Gedanken dem Osten Deutschlands eine weitere sichtbare Repraesentanz zu geben, wird einmal wieder das Amt und das Ansehen des Bundespraesidenten beschaedigt. Das Volk (Demos) sieht den Herrschenden (Kratein) hilf- aber nicht teilnahmslos zu. Horst Koehler hat sich zweifelsohne nicht immer beliebt gemacht bei der Regierung und genau das ist es, was sich das Volk an der Spitze des Landes wuenscht - Sachverstand und politische Vision, die sich nicht am Proporz der Parteien orientieren muss. Herr Bundespraesident, bitte machen Sie weiter!

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21. Mai 2008 09:43

Dazu nur drei Worte :

Thomas Fernholz (OBIWANKENOBI)

WAS SOLL DAS ???

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21. Mai 2008 08:35

@Herr Titze

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Bringen Sie da nicht etwas durcheinander? Die Landtagswahl in Bayern findet im Herbst 2008 statt und die Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2009. Dass beabsichtigt wäre, die Wahl des Bundespräsidenten vorzuziehen, wäre mir neu ;-). Aber vielleicht habe ich Sie da auch nur missverstanden.

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21. Mai 2008 07:49

Sozialdemokratischer Ehrgeiz - an der falschen Stelle!

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Ob es sich bei Horst Koehler um den perfekten Amtsinhaber als Bundespraesident handelt, mag dahingestellt bleiben. Die Nominierung von Frau Schwan ist jedenfalls ein sozialdemokratisches Armutszeugnis, denn damit soll lediglich kaschiert werden, dass man der Union die Genugtuung der Wiederwahl Koehlers missgoennt - eine durch und durch kleinkarierte Haltung.

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21. Mai 2008 06:29

Mein Gott

heinz peter (pitiplatsch)

wäre es so schlimm wenn ne Frau den Köhler ablösen würde ? Er hat mich genausowenig begeister wie alle anderen Abzocker in Berlin, also was solls, schlimmer kanns nicht werden.

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21. Mai 2008 01:11

@ Titze

Owe Jessen (owe.jessen)

Das ist natürlich Blödsinn, der Termin für die Bundespräsidentenwahl ist festgelegt auf den 23. Mai (Jahrestag des Inkrafttreten des Grundgesetz), von daher kann der Termin gar nicht vor die bayrische Landtagswahl gezogen werden.

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21. Mai 2008 00:11

Eine repräsentative Figur?

Marco Zeino (Zeini)

Das Amt des Bundespräsidenten ist fast rein repräsentativer Natur. Ich finde die Frau Schwan ehrlich gesagt nicht sonderlich repräsentativ. Und das ist zumindest beim Amt des Bundespräsidenten auch eine Mitvoraussetzung. Köhler macht seinen Job recht ordentlich, so dass ich der Meinung bin, man müsste ihn jetzt nicht unbedingt durch Frau Schwan ersetzen. Ein Gewinn wäre sie nicht zwingend und die Frauenquote muss nach einer Bundeskanzlerin Merkel auch nicht mehr als zwingendes Argument herhalten.

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20. Mai 2008 22:31

Zwei Frauen für Deutschland

Konstantin Schneider (bundesboy)

Seit bald drei Jahren nun schon ist Deutschland ein wirklich frauenbewegtes Land, denn als mit der Niederlage der SPD bei den Landtagswahlen in NRW und den vorgezogenen Wahlen im Bund die Startrampe für die heutige Kanzlerin Angela Merkel gebaut wurde, konnte Bundespräsident Horst Köhler nichts anderes tun, als sich der Staatsraison zu beugen. Er tat dies, obwohl Verfassungsrechtler bis zuletzt den von der SPD eingeschlagenen Weg für bedenklich gehalten hatten. Das jetzt sogar Köhler von einer Frau ersetzt werden könnte, sollte uns Anlass zum Nachdenken darüber sein, warum Frauen in dieser Welt immer besser wegkommen. Die SPD wäre deshalb nicht ganz bei Trost, wenn sie auf eine eigene Kandidatin verzichten würde, auch wenn sich Köhler mit seinem Ausspruch, dass die heutigen Finanzmärkte ein Monster seien, den Sozialdemokraten recht eindrücklich für eine zweite Amtszeit empfohlen hat. Doch schon wegen der Häme, den die Leitartikler deswegen dem Bundespräsidenten gegenüber an den Tag legten, ist es erforderlich, dass sich die Sozialdemokraten auf eine eigene Kandidatin besinnen. Nur so haben sie nämlich noch eine Chance, den Scheintod in den selbst gegrabenen Gräbern zu beenden. Nur Mut, dann wirds wieder spannend!

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20. Mai 2008 22:22

Nicht schon wieder die!

Andreas Winkler (fonzie)

Wer für dieses Amt schon einmal angetreten ist und verloren hat, der sollte es lassen! Lasst doch wenigstens diesem Amt den Anschein, als diene es nicht primär persönlichen Eitelkeiten. Als habe es eine gewisse Würde (und das hat es in meinen Augen auch!). Und als könne man wenigstens hier auf dieses oberflächliche Wahlkampfgedöns verzichten. Die Personalnot der SPD kann einem eigentlich nur noch leid tun. Beck als Chef. Beck als KK. Oder einer von zwei feigen Ministern, die beide noch keine einzige Wahl gewonnen haben und die Agenda-Verteidigung lieber Münte überließen ... Apropos Münte, wie wäres denn mit dem? Der hat Format und ist auf seine Art sogar sympathisch. Ist halt keine Frau, aber mein Gott ... niemand ist perfekt.

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20. Mai 2008 21:43

Wahl des Bundespräsidenten

Alfons Schröer (Delphi1)

Herr Köhler ist ein netter Herr, hat auch manches mal angenehm überrascht aber muss man ihn deshalb gleich wiederwählen? Erinnert sei an an all die Kritik die er für seine Beliebigkeit geerntet hat. In letzter Zeit hat er sich zudem geradezu peinlich bei den Sozis angebiedert. Wie auch immer Beck und die SPD entscheiden werden Kritik ist ihnen sicher! P.S. z.B waren Heinemann, Scheel oder auch Herzog jeweils nur eine Wahlperiode Bundespräsident, deshalb schlechte Bundespräsidenten?

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20. Mai 2008 21:42

Mehr Demokratie wagen

Dominique Arndt (Oceanborn)

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Willy Brandt mit diesem Satz gemeint hat, was die SPD im Moment durchzieht. Selbstverständlich ist es das legitime Recht einer jeden Partei einen eigenen Kandidaten aufzustellen und genauso klar war auch, dass die SPD irgendwann auf Bundesebene mit den SED Nachfolgern zusammenarbeitet, nachdem diese im Westen durch die WASG hoffähig gemacht wurde. Aber dass man wirklich so weit gehen würde einen eigenen Kandidaten aufzustellen, der nur mit den Stimmen der Rechtsextremen gewählt werden könnte (und daran wird die bayrische Landtagswahl nichts ändern), das ist ein wirklich böser Fehltritt, mit dem die SPD ihr Ansehen noch weiter in den Keller zieht. Was sich dabei zeigt sind aber vor allem zwei Dinge: 1.) Ohne starke Führung (Brandt, Schmidt, Schröder) ist die SPD auf Bundesebene nicht regierungsfähig, problematischerweise beginnt sie jedoch dann diese in Lagerkämpfen zu demontieren. So werden die vernünftigsten Ideen sabotiert. 2.) Wenn es darum geht einen Kandidaten zu finden, der eigentlich sowieso nicht gewinnen kann, dann wird es eine Frau. Bei beiden Punkten stellt sich die Frage, warum sich immer wieder jemand findet, der sich das antut...

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20. Mai 2008 21:28

Die SPD stimmt sich bereits mit den Kommunisten ab.

norbert doerre (ndoerre)

Allen anderen den Kopf schüttelnden Kommentatoren kann ich nur in der Sache zustimmen, doch sollten wir einer Partei wie der SPD doch ein wenig mehr taktisches Handeln zutrauen. Ein Großteil ihrer Mitglieder hat ihre zum Kommunismus tendierende sozialistische Ideologie stets bewahrt. Viele neue von der deutschen Schulbildung infizierte, ähnlich denkende junge Mitglieder sind hinzugekommen, die die SPD mangels einer alternativen Platform als ihr sozialistisches Zuhause betrachten. Die Linken in der SPD beherrschen in der Zwischenzeit die alte sterbende Tante bis in die Vorstände hinein; darum auch der Wandel zum Sozialismus im Parteitagsbeschluß, nachdem zuvor Herr Müntefehring durch Frau Nahles zum Hinterausgang verwiesen wurde. Die Linken in der SPD haben ein Ziel vor Augen, den Staatssozialismus. Einige von ihnen waren bereits konsequent und sind der Linkspartei beigetreten, wo sie sich größeren persönlichen Erfolg versprechen. Doch entscheidend ist, daß sich in der Zwischenzeit die Partei Ulbrichts und Honneckers im Bundestag etablieren konnte, vorbei an allen Institutionen und Gesetzen. Sie wird durch die zerrissene SPD Wähler und Mitglieder gewinnen und zusammen mit der Schwesterpartei die nächste Bundesregierung stellen.

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20. Mai 2008 21:03

Gesine Schwan neue Bundespräsidentin

Chi Tamago (tamago)

mit Hilfe der SED/PDS/Linken/Kommunisten? Ich denke, mit Beck hat die SPD bisher erlebt und wir es weiter erleben, was ein GAU ist.

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20. Mai 2008 20:59

Ich sehe es positiv,

Werner Kühn (IusGentium)

denn wenn Köhler gewinnt, wird das eine Ohrfeige für Beck. Da wird sich die SPD die Frage stellen, ob sie doch nicht mit einem neuen Vorsitzenden besser gestellt wäre. Abwarten.

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