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Kolumbien

Chávez ruft zu Kriegsvorbereitungen auf

Venezuelas Präsident Chávez hat die Streitkräfte aufgefordert, „für den Krieg bereit“ zu sein und die Bevölkerung auf die „Verteidigung des Vaterlandes“ vorzubereiten. Damit vertiefte er das angespannte Verhältnis zu Kolumbien.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. November 2009 00:16

Kolumbien isoliert

Edith Werner (EdithWerner)

Besorgnis erregend ist, wie isoliert Kolumbien trotz - oder wegen? - seiner vernünftigen Politik innerhalb Lateinamerikas ist. Correa von Ecuador, die Kirchners aus Argentinien, die sich schon seit langem wirtschaftlich und ideologisch an Chavez anlehnen, tuten in das gleiche Horn. Auch Brasiliens Lula, der sich sonst gelegentlich von Chavez absetzt, distanziert sich hierin nicht deutlich. Das hat der intersüdamerikanische Gipfel in Chile anlässlich der US-Stationierungspläne gezeigt. Der Anti-US-Affekt sitzt tief, auch wenn man um Obamas Aufmerksamkeit buhlt und seine Kinder am liebsten nach Harvard zum Studieren schickt. In seinem Kampf gegen die FARC, in dem er bisher wohl der erfolgreichste war, steht Uribe allein. Kritisch ist allerdings anzumerken, dass auch Uribe sich für unersetzbar hält und eine dritte Amtszeit anstrebt.
Edith Werner, Buneos Aires

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14. November 2009 03:36

Wenn Kommunisten Latein sprechen wird es ernst!

Harry LeRoy (Cimon)

Bierernst wohlgemerkt, derart sogar, dass man fast die alten Römer persönlich mit Zehn Legionen – um das Gebot Caesars zu erfüllen: „Auf welcher Seite wolltet ihr denn als Sieger stehen? Habt ihr denn nicht bedacht, daß auch nach meiner Vernichtung das römische Volk zehn Legionen haben würde, die nicht bloß euch widerstehen, sondern selbst den Himmel einreißen können? Durch ihren Ruhm und ihre Tapferkeit...“ – hinschicken möchte, damit der venezolanische Luftikus und seine Getreuen auch deren berühmten Satz: „Ein Heil bleibt dem Besiegten allein, kein Heil mehr zu hoffen“ aufsagen können; und im Gegensatz zum „Neuengländer, geht nach Hause!“ (was sie jetzt schon gut gelernt haben und an Hauswände schreiben können) fortan „Römer, geht nach Hause!“ probieren können; ein kleiner Hinweis: romanus eunt domus geht zwar in die richtige Richtung, aber grammatisch liegt da noch viel im Argen. Indes: Wieso stellt sich der venezolanische Luftikus so an? Er muß sich doch nur dem Konsens von Washington unterwerfen: Also unumschränkter, weltweiter Markt, keine Massenvernichtungswaffen bauen und keinen Terrorismus finanzieren; und schon ist er wieder bei allen Liebkind, so wie der libysche Tyrann, jener Schrecken des Menschengeschlechtes...

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12. November 2009 21:41

so deutlich ...

Sabine Mersmann (Sabine2772)

... hat Chavez bisher noch nie gezeigt, wie durchgeknallt er ist. Doch loswerden können Venezuelaner ihn nur, wenn er tatsächlich ernst macht.

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10. November 2009 18:26

@soenke peters,

Uwe Bussenius (uwebus)

Sie: „Ich habe gute Freunde und Geschäftspartner in Kolumbien und weiß, dass Sie hier nur billige Lügen- und Hasspropaganda gegen die USA abgeben.“ Und ich habe Familie in Argentinien und weiß, daß es dort immer schlimmer wird mit der Verelendung, der Gewalt, der Ausbeutung breiter Schichten. Seit Menem/Cavallo, den Dollaranbetern und Erfindern der (gescheiterten!) Convertibilidad 1 US$= 1 Peso geht es bergab, nicht nur in Argentinien, sondern auch in Uruguay, Bolivien, Peru, Paraguay und großen Teilen Brasiliens. Die Länder werden ausgeplündert, ihre eigenen Produkte unterbezahlt, Importe jedoch zu horrenden Kosten abgerechnet. Die Auslandsverschuldung ist nicht mehr in den Griff zu bekommen, was sich hier bei uns erst schleichend bemerkbar macht, ist im Süden des amerikanischen Kontinents schon zur alles begrabenden Lawine geworden. Sie haben Geschäftspartner in Kolumbien, also die Creme der dortigen Gesellschaft, ich habe Familie in Argentinien, die von ihrer Hände Arbeit leben muß, das sind zwei unterschiedliche Welten.

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10. November 2009 12:18

Venezuela

Christian Roigk (Dubai1)

Peter Wolf und Soenke Peters haben mir mit ihren Kommentaren aus der Seele gesprochen. Ich habe 3 Jahre in Kolumbien gelebt und kenne auch Venezuela recht gut; beides sind wunderschoene Laender mit herzlichsten Menschen. Es waere ein Jammer, wenn so ein Mini Hitler wie Chavez beide Voelker in einen Krieg verwickeln wuerde, den Venezuela ziemlich sicher auch noch vrlieren koennte.
Kolumbien reagiert ausserordentlich besonnen und tut gut daran sich nicht in suedamerikanische Rhetorikgefechte einzulassen, sondern die UN anzurufen ( die ja dafuer auch da ist ).
Dass die Amerikaner in der Vergangenheit mit der United Fruit Company Schaden in Lateinamerika angerichtet haben, ist nun wirklich ein alter Hut. Was die Vergangenheit betrifft, haben fast alle grossen Nationen Dreck am Stecken, wir mit den Nazis, die Franzosen mit Algerien, die Englaender mit den Buren, also was soll das Bemuehen einiger Kommentatoren mit wirren CIA Intrigen in diesem Zusammenhang ? Chavez ist ein wirrer Faschist und die Geschichte lehrt, dass ihm kristallklar gemacht werden muss, dass er ein fuer Venezuela und besonders ein fuer sich selbst persoenliches Risiko eingeht, wenn er mit Kolumbien Krieg fuehren will.

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09. November 2009 22:07

CHAVEZ

DIETER WOLF (optima.wolf)

Chavez hat einen Vogel. Er muss von seinen gewaltigen innenpolitischen Problemen
ablenken: wir haben Nahrungsmittelprobleme, keinen Strom, kein Wasser.
Die Bevoelkerung ist schlicht und einfach sauer: 10 Jahre Revolution OHNE jegliche Besserung. Am Wochenende 64 Morde nur in Caracas,Aufklaerunsrate: 4 (vier )%.
Die venezol. Militaers sind ausgezeichnet beim Whisky Trinken und ihre Frauen pruegeln- fuer Krieg eignen die sich nicht.die Kolumb. Militaers sind dagegen
vorbereitet.
wenn ich dann diesen Unsinn hoere, die USA wollen den Ven das Oel wegnehmen,
brauchen sie doch gar nicht; wie sagte Alan Garcia, "Du verkaufst ihnen jedoch jede Menge, warum sollen sie dann kommen und es Dir wegnehmen, wo Du es doch freiwilig gibst.
Ich lebe in Caracas, bin alle 15 Tage in Kolumbien. Die Kolumbianer sind GLUECKLICH, dass die Amerikaner da sind, Uribe hat eine Akzeptanz , von der
Angela Merkel nur traeumen kann.
Chavez ist aehnlich wie Bucaram - er singt auch. Nehmen Sie ihn nicht ernst.
Wir leiden, irgendwann wird die Aera Chavez zu Ende sein. Sicherlich steht ihm auch eine freundliche Zelle in der Haftanstalt des Int. Gerichts in Den Haag zu.

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09. November 2009 19:43

@ Uwe Bussenius (uwebus)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sie schreiben von der (Zitat) "Habgier der Yankees" und dass diese rohstoffmäßig am Ende wären und deshalb Kriege führten.
Sorry, ich lebe hier in Kanada, eines der rohstoffreichsten Länder der Welt direkt qan der Grenze zu den USA, und von einer kriegerischen Bedrohung durch "south of the border" war hier seit 1813 nichts mehr zu spüren.
Mit anderen Worten: Ich bin es leid, die goebbelsschen Propaganda-Hassgebilde gegen den großen Satan USA aus Deutschland und anderswo zu hören!
Sie, Herr Bussenius, hätten also mehrer Jahre in Südamerika verbracht und wüssten deshalb alles das, was Sie hier auftischen? ... Ich habe gute Freunde und Geschäftspartner in Kolumbien und weiß, dass Sie hier nur billige Lügen- und Hasspropaganda gegen die USA abgeben.
Gestern waren es die Juden, heute sind es die US-Amerikaner ... offensichtlich braucht so mancher Deutsche ein grundsätzliches Feindbild, an dem er sich orientieren kann!

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09. November 2009 18:27

@Harald Wenig,

Uwe Bussenius (uwebus)

@Harald Wenig,
Sie: „Sonst zettelt er (Chavez) womoeglich tatsaechlich noch einen Krieg an....“ Kriege zetteln immer die an, die anderen etwas wegnehmen wollen. Südamerika ist reich an Rohstoffen, die USA hingegen sind mehr oder weniger ausgeplündert. Um ihrem Konsumwahn weiterhin frönen zu können, müssen nun neue Rohstoffquellen erschlossen werden, wenn nötig die fremder Völker. Irak ist ein Opfer, es hat Öl so wie Venezuela auch, andere Länder wie Bolivien, Peru. Chile etc. sitzen auf anderen Reichtümern wie Erdgas, Erze, all dies lockt den Yankee an, der sich das Zeugs unter den Nagel zu reißen versucht. Klappt dies nicht mittels der Korruption lokaler Machthaber, fördern die USA subversive Kräfte in diesen Ländern, klappt auch das nicht, wird das Militär in Marsch gesetzt. Ich habe mehrere Jahre in Südamerika verbracht und erlebt, wie mittels der Korruption lokale Machthaber gewonnen werden, die nationalen Reichtümer der Kontrolle und Ausbeutung US-amerikanischer oder internationaler Kapitalgesellschaften zu unterwerfen. Die Bevölkerung dieser Länder jedoch bleibt immer außen vor, verelendet mehr und mehr. Chavez, Morales, Lula und andere sind keine Despoten, sondern Folge der Habgier der Yankees und anderer Kapitalisten.

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09. November 2009 17:44

@ Herold Binsack (Devin08)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Binsack, Sie schwelgen wie üblich in Ihren antiamerikanischen Ressentiments und berufen sich auf Geschehnisse z.B. zu Zeiten des >Kalten Krieges<, die jede Aktualität verloren haben und verleugnen die Realität. Tatsache ist, dass die absolut frei & demokratisch gewählte (und wieder gewählte) Regierung Kolumbiens das Land gegen >Paras< und >Contras< mit der Problematik milliardenschwerer und entsprechend bewaffneter Drogenkartelle immer mehr unter Kontrolle gebracht hat und auf dem Weg zur endgültigen Stabilisierung Kolumbiens ist. Die Kolumbianer können wieder atmen und sehen eine Zukunft. Ohne die USA hätte der friedliche Teil der Bevölkerung diesen Zustand und die Hoffnung auf endgültigen Frieden aber nie erreichen können. Chávez torpediert diesen Prozess nun aus rein innenpolitischen Gründen, da er mit ungezügeltem Antiamerikanismus und den USA als Feindbild Stimmung im eigenen Land macht. Eine Stimmungsmache, die dem Antisemitismus der Nazis gleichkommt: Die USA und ihr >Finanzkartell< ersetzen hier lediglich das >internationale Finanzjudentum< in der Wortwahl.
... Dass Sie sich da einreihen und der FARC nach dem Munde quatschen und den Tot 100tausender in Kolumbien letztendlich gutheißen, ist erschütternd.

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09. November 2009 17:25

Wieder ein Groessenwahnsinniger

Harald Wenig (wenigfr)

Das noerdliche Suedamerika steht tatsaechlich vor einer Kriegsgefahr. Anstatt die Milliarden Euros, die Chaves durch den Erdoelexport erzielt, der eigenen Bevoelkerung zukommen zu lassen, kauft er Panzer, U-Boote, Kanonen und Kampfjets. Und verbruedert sich mit so sympathischen Laendern wie dem Iran, Nord-Korea, Kuba und Lybien. Das Land ist arm, das Wasser wird rationiert und in einigen Regionen droht Hungersnot, aber Chaves gefaellt sich , den Traum des Grosskolumbiens (Equador, Kolumbien, Venezuela) zu traeumen, mit ihm als Fuehrer und Wiedergeburt Simon Bolivars. Sein Vorbild ist Hitler, der ja auch Oesterreich und das Sudetenland "Heim ins Reich" brachte. Kolumbien ist kein Musterland der Demokratie, aber meint es ernst mit mehr Freiheit und Demokratie. Und deshalb muessen fuer diesen groessenwahnsinnigen Caudillo die Yankee- und Gringo-Angst und Vorurteile herhalten, um seine Bevoelkerung zu drangsalieren. Es ist Zeit, dass dieser Moechte-Gern-Grosskolumbianische-Fuehrer dahin gebracht wird, wo er hingehoert: Auf den Misthaufen der Geschichte. Sonst zettelt er womoeglich tatsaechlich noch einen Krieg an....

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09. November 2009 16:31

Der Bürgerkrieg in Kolumbien und die Kriegsgefahr

Herold Binsack (Devin08)

Kolumbien, neben Mexiko das sog. klassische Hinterland der USA, steht im Bürgerkrieg mit seinem eigenen Volk, genau genommen von Anfang an, wenigstens aber seit jenen Tagen, als die Großgrundbesitzer den Kleinbauern, es muss so die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert gewesen sein, in einem blutigen Streich, Land abnahmen, gefolgt durch jenes, durch die United Fruit Company provoziertes Massaker, das durch eines Marquéz‘ „100 Jahre Einsamkeit“ so traurige Berühmtheit erlangt, und welches nicht nur die Paramilitärs gebar, sondern zugleich auch die Guerilleros, die beide seitdem dort nicht mehr wegzudenken sind. Und auch welche Rolle der CIA seit dem dort gespielt hat, ist mit Tim Weiners „CIA“ für niemanden mehr ein Geheimnis. Hingegen aber darf ein wenig überraschen, dass dort offenbar jene Fruit Company – jetzt bescheidener Chiquita – immer noch der eigentliche Statthalter der USA, neben der CIA, zu sein scheint (Wiki). Wenn nun, ausgerechnet die USA jenes Obama, der doch da mal auszog, um solche illegitime Mächte zu beenden, mit diesem Kolumbien nun weitere Militärverträge abschließt,dann sollte man auch eines Chávez‘ Warnung vor gewissen Kriegsvorbereitungen nicht unterschätzen,denn gegen wen richten sich diese Verträge wohl?

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09. November 2009 15:19

Alles beim Alten

Peter Shaw (Bob_Andrews)

Unabhängig davon, dass dieser Chavez eine äusserst zweifelhafte Persönlichkeit ist - warum schweigt sich hierzulande die Presse über die nach wie vor praktizierte Vasallenpolitik der USA überall in der Welt und im Besonderen in Südamerika aus? Ein Agreement, um den Heiligenschein des Messias Obama nicht zu verdunkeln? Was konkret hat sich denn bis jetzt unter seiner Führung verändert - abgesehen von der Art der Berichterstattung über seine Person?

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