Jetzt hat das Drama um die IKB ein Ende erreicht - für den Steuerzahler ein teures Ende

IKB

Ein beispielloser Bankenskandal

Spezial Die IKB ist verkauft. Ein vorläufiger Schlussstrich ist gezogen, eine private Bank mit Milliarden Steuergeld gerettet worden. War es das wert? Bei allem Verständnis für die Mitarbeiter: Nein! Von Holger Appel

Lesermeinungen zum Beitrag

22. August 2008 17:08

Strafe ? Für wen ?

Andreas Noreikat (derherold)

Wer soll denn wen anklagen ? Die IKB-ler werden sich abgesichert haben und die KfW-Vorständ wird man "aus politischen Gründen" kaum anfassen wollen. Außerdem, seit wann müssen denn Politiker für irgendetwas haften ? Seit Anfang der 80iger rollen wir hinsichtlich Demographie und Einwanderungspolitik auf eine "unterhaltsame" Krise zu aber der zuständige Bundeskanzler ist allgemein beliebter Welt-Ökonom. Die "im Osten" für das "Betreiben einer totalitären Diktatur nach Anweisungen einer Besatzungsmacht mit wirtschaftlichem Niedergang" verantwortlich waren, wären wahrscheinlich länger ins Gefängnis gegangen, wenn sie Versicherungs-Betrug begangen hätten. Das Originelle ist, daß man bei den "subprimes" als Auslöser der Finanzkrise ein dejá-vu hat. Kann sich hier noch jemand an Citron und Orange-County Mitte der 90iger erinnern ?

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22. August 2008 14:02

Derweil lesen die verantwortlichen: Winfried Reinke und Stefan Ortseifen...

Thomas Mirbach (lurkius)

ihre FAZ auf Mallorca und freuen sich auf die nachmittägliche Golfrunde! Eine hübsche Abfindung plus 6stellige Jahrespension machts möglich! Herr Braun (der Nebenbuhler von Reinke) ist offenbar sogar noch auf der payroll der IKB!

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22. August 2008 12:33

Meine These zum Grund der Rettung: es hätte noch schlimmer kommen können!

Daniel Schmieder (shareware)

Warum hat der Staat diese immensen Beträge aufgewendet, warum hat man die privaten Banken nicht stärker in die Verantwortung genommen? Meine These: die IKB hat sich in beträchtlichem Umfang auch über Inhaberschuldverschreibungen (ISV) finanziert - in der Bilanz 03/07 gibt es verbriefte Verbindlichkeiten (ua ISV) von EUR 28 Mrd! Eine der Besonderheiten an ISV ist, daß diese nicht vom Einlagensicherungsfonds der Banken gedeckt sind. Wenn also die IKB in die Insolvenz gegangen wäre, wären die Gläubiger dieser ISV mehr oder weniger komplett ausgefallen. Unter diesem Blickwinkel stellt sich dann die Frage: wer war vor einem Jahr Gläubiger dieser ISV? Wenn das in erheblichem Maße zB Banken in öffentlicher Hand oder institutionelle Anleger (zB Krankenkasse, BfA) waren, dann fiele nicht mehr so schwer, sich zu erklären, warum sich der Staat aufgerufen fühlte, diesen GAU zu vermeiden. Denn sonst hätte zB die Krankenkasse soundso oder die Sparkasse soundso durch die IKB-Insolvenz einen Schaden von ... Mio EUR oder ... Mrd EUR erlitten. Und auch hier hätte der Staat eingreifen müssen. Das würde man als Bürger nur gerne erfahren! Das würde dann aber natürlich noch mehr zu Rufen nach mehr Aufsicht führen - und zwar völlig zu Recht!!!

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22. August 2008 11:30

IKB

Karl-Heinz Haarke (99MisterMind)

Ich finde, wir Leser, wir Bürger und (dummen) Steuerzahler sind nicht fähig, die "Politik" in die Pflicht zu nehmen und unsere Bundestagsabgeordneten interessieren sich ebenfalls nicht dafür oder sind machtlos. Was sind schon die paar Milliarden, für die wir doch alle letztendlich einzustehen haben (Sozialisierung der Verluste). Hier teile ich besonders viele der mitgeteilten Lesermeinungen und fordere, die Verantwortlichen öffentlich zu feuern und zwar die richtig Ahnungs-losen "ganz oben in der IKB! ad ovo!"

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22. August 2008 10:56

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diesen Witz nur lachen

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Erst drehen amerikanische Banker ihren eher dümmlichen deutschen Kollegen faule Hypotheken an, dann werden bei den deutschen Banken die sich ergebenden Probleme mit Steuergeld saniert und damit die Sache rund wird verschenkt man zu guten Schluß die deutsche Bank an die amerikanischen Kollegen. So verstehen Banker Marktwirtschaft: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren. Und das beste an der Geschichte ist, daß unsere unfähigen Politiker die ganze Sache noch fördern. Wie sagte doch Frau Merkel: Sie schafft eine "neue" soziale Marktwirtschaft und ich füge hinzu a la DDR.

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22. August 2008 10:51

Und - wer hat's erfunden ?

Markus Teuber (arathorn)

Ein gewisser Herr Steinbrück - seines Zeichens SPD - Finanzminister hat das Desaster weder erkannt noch verhindert ! Obwohl der Herr (und sein Ministerium) doch die Fachkompetenz und letztendliche Weisungsbefugnis für die KfW (und damit auch die IKB) zu haben behaupten (!) und die SPD doch immer postuliert,mit dem Geld des "kleinen Mannes vorsichtiger und respektvoller" umzugehen und nur die Großen schröpfen zu wollen.Hier wurde von einem SPD (!) - Finanzminister (wie üblich) der kleine Mann geschröpft. "An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen !" ,sagte da mal einer.

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22. August 2008 09:12

Wollte die FDP ....

bernd ullrich (demokrat2)

,,,, einen Untersuchungsausschuss einrichten lassen, der klärt, wer für diesen Skandal verantwortlich ist? Hat sie nicht. Weshalb? Westerwelle ist von Merkel zurück gepfiffen worden, mit der die FDP 2009 koalieren will. Dafür sollte es ein Aufklärungsgespräch mit Finanzminister Steinbrück geben. Jetzt weiss der Westerwelle mehr Peinlichkeiten und der Untersuchungsausschuss scheint in weiter Ferne. Die Bürger, die Steuerzahler, erfahren nichts.

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22. August 2008 08:54

Nachschußpflicht

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Entgegen des Abwiegelns aus Politikerkreisen, welches die Medien gläubig nachbeten, ist sicher eine Nachschußpflicht der KfW, also der Steuerzahler, vereinbart worden für die später fälligen, aber nicht realisierbaren Junk-Bonds. Ein Profi wie Lone-Star übernimmt schließlich keine faulen Risiken, ohne sich abzusichern. Wieviel Milliarden müssen in den nächsten Jahren bei Fälligkeit der Bonds noch "nachgeschossen" werden ?

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22. August 2008 08:53

Der tatsächliche Bankenskandal ....

Siegfried Bauer (Siggi40)

Die Aufklärung des IKB-Skandals wurde mit illegalen Mitteln verhindert. Der Grund dafür ist, dass kurz vor der IKB-Pleite die Deutsche Bank noch massiv ihre wertlosen Papiere an die IKB "verkauft?" hat und nun „glänzend“ da steht. Der Steuerzahler kommt also auch noch für die Verluste der Deutschen Bank auf. Und dies ist der tatsächliche Bankenskandal!! Und alles zusammen immer noch Peanuts im Vergleich zu den Verlusten der SachsenLB. Nach einem Bericht der Europäischen Union geht es dort um Verluste in Höhe von 250 Milliarden €. IP/08/314, Brüssel, den 27. Februar 2008. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/314&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en

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22. August 2008 08:45

Keine Grenzen

Günter Gladis (Gladis)

In diesem Fall kennt die Unfähigkeit der Bankenaufsicht, der Politik und der Banken keinerlei Grenzen. Der wahre Skandal ist, dass diese Unfähigkeit seine Ursache in einem zunehmenden Systemfehler hat, in dem der Bürger immer am letzten Ende zahlend und ohne Einfluss steht. Der Fehler liegt im Verhalten eines aufkommenden korporativen Feudalismus, in dem Politik, Lobbyismus und Wirtschaft die neuen Fürsten sind, die das Volk für ihre Unfähigkeit in die Haftung nehmen.

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22. August 2008 08:09

Prüfung

St. Koch (Pensacola)

Hier muß dringend eine Prüfung erfolgen. Aber nicht inkompetente Politiker die in Fraktionsräson verstrickt sind sollen das prüfen, sondern Finanz- und Rechtsfachleute. Der Bund der Steuerzahler muß öffentlich Klage gegen diese Art "Schenkung" aus Steuermitteln erheben. 9,2 Milliarden - das miuß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: das sind 9200 Millionen (als Zahl sind das 9200.000.000) an Steuergeldern die hier vom Staat an EINE durch Unfähigkeit ins Schlingern geratene Bank verschenkt werden. Wieviel Mittelstand hätte damit gefördert werden können ? Wieviele öffentliche Gebäude hätte man damit sanieren können ? Wieviel Kilometer Straßen hätte man instandhalten können mit diesem 9200 Millionen ? Wieviele Jugendzentren machen sang- und klanglos dicht ? Wieviele gemeinnützige Förderprogramme, Infrastrukturmaßnahmen oder Bürgerentlastungen finden aus (*Achtung ! Politikerhundeblick !) Geldmangel nicht statt ? Die Staatsanwaltschaft muß tätig weden ! Ein öffentliches Interesse, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, kann bedenkenlos be"ja"ht werden. Sollte ein Gericht feststellen, dass dieser Skandal eventuell sogar noch gesetzeskonform abgegangen ist, dann müssen die Gesetze sofort geändert werden!

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22. August 2008 07:49

erfolgreiche Politbanker: Geld verzockt und keiner im Knast!

rene dustmann (reduma)

Alle lamentieren über die unfähigen "Banker" und Politiker, aber das soll denen erst mal jemand nach machen: 10 Mrd. verschossen und vom Steuerdeppen zurückgeholt ohne dass jemand dafür bluten muss. Top! Funktioniert doch. Oder soll als Strafe verstanden werden jemanden in die goldgepolsterte Pensionshängematte zu schicken?

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22. August 2008 07:46

Wo sind die Kontrollgremien...

Los Närgli (lma666)

...die eine derartige Verschwendung verhindern? Es wird Zeit, unseren Berliner Vorbildern einen Wachhund vor die Tür zu setzen. Die Frage ist nur, wer und wie?

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22. August 2008 07:16

Ich gratuliere den Herren Thumann und Rogowski,

Frank Muschalle (Royalflush)

die wir früher in seichten Talkshows bei Christiansen, Illner oder Will die Vorzüge und die Funktionsweise der Marktwirtschaft erklären sahen, zu ihrer Leistung. Ich gratuliere auch Ulrich Hartmann, der die letzte IKB-HV mit den Worten eröffnete: "Wir wurden von der Entwicklung genau so überrascht wie Sie." Die Führungsqualität dieser Herren, die sich gerne von Wirtschaftsmagazinen in Kapitänspose portraitieren lassen, ist wirklich beeindruckend.

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22. August 2008 06:21

Miliarden an Steuergeldern verdummt

Anton Paschke (Anton_Paschke)

In der Schweiz haben wie den Fall Swissair, verschenkt an Lufthansa.

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22. August 2008 02:57

IKB

Rudolf Kraus (svkraus)

Wieso steht kein Staatsanwalt auf und erhebt Klage gegen dieses Räuberpack? Sind diese Juristen von Ihren kriminellen Auftraggebern bezahlt? Oder haben sie die Zensurschere im Kopf? Es handelt sich doch wohl um Veruntreuung von Steuergeldern. Was ist mit der EU? Sind das nicht unzulässige Subventionen? Also da hat auch die gleichgeschaltete Medienlandschaft noch was zu tun, um für Klarheit zu sorgen.

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22. August 2008 02:04

Verantwortlichkeit, Haftung und Rechenschaft !

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Herrn Appel kann man nur voll beistimmen - erst wurde mit MEINEM Geld eine Bank gerettet, deren Manager vor lauter Gier sich "verzockten" und das ausgerechnet mit einem Finanzprodukt, bei dem jeder Siebenjährige sagen könnte, daß es nicht funktionieren kann. Es ist mehr als ein Bankenskandal ! In Zukunft muss sich die Politik nicht mehr wundern, wenn sie nach diesem Skandal mit noch mehr Zulauf bei den Postkommunisten zu kämpfen hat. Aber auch das die führenden Köpfe ungeschoren davonkommen, entzieht sich jedweder Moral- und Gerechtigkeitsvorstellung. Es wird Zeit, das sich hier etwas ändert - und vor allem die führenden Köpfe endlich Verantwortung auf sich und ihren Hut nehmen. Wie lange müssen wir noch diese unerträgliche Mittelmäßigkeit ertragen ???

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22. August 2008 01:15

Ein weiteres Mahnmal

Alex Popa (apopa)

All das hier Gesagte ist erstaunlcih präzise in seiner Analyse eines offensichtlichen Missstandes, doch, und ich sage das mit Respekt vor den Beteiligten, wird leider nur Schall und Rauch bleiben. Ich schliesse mich Herrn Eysel an: Es ist ein gravierender Systemfehler. An dem die, die ihn beheben koennten jedoch maßgeblich profitieren. Unser Finanzsystem bedarf der Revision nicht zuletzt damit die westliche Zivilisation ihrem Selbstanspruch und ihrer Fuehrungsrolle gegenueber dem Rest der Welt gerecht wird. Es geht um viel mehr als die knapp ueber 100 Euro für jeden von uns... es geht um den Glauben an eine integere Fuehrung die die MEnschheit mit Loyalitaet in das 21.Jahrhundert fuehrt. Denn wenn unsere "Elite" einen strukturell-bedingten permanenten Hochverrat begeht, beginnen die Säulen zu wackeln. Schon jede große Zivilisation ist an innerem Zerfall zugrunde gegangen...

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22. August 2008 01:06

@norbert doerre

Thomas Mirbach (lurkius)

Danke für diese interessanten Hinweise! Ich vermute, dass dieses Desaster nicht nur einigen Politikern und Bankfunktionären das Genick brechen wird, sondern endlich zu einem regelrechten Bürgeraufstand gegen die Verfilzung von Politik und Kommerz mit sich bringen wird. Ich wette, dass die grosse Koalition das nicht überlebt.

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22. August 2008 00:26

ein altes auto .--

Markus Eichner (Bogeyfox)

ich bin kein finanzexperte, dafür für menschen... und was wir bei der finanzkrise und besonders bei der ikb haben ist der typische fehler keine entscheidungen zu fällen. hätte man gesagt so viel für die rettung und keinen cent mehr stehe man nicht vor diesem fass ohne boden. was die immobilien angeht, so dachte man das risiko minimiert sich, nur weil die blase jahrelang gut ging. das unverständliche ist lediglich warum ein halbstaatliches unternehmen, das für den mittelstand kredite vergeben soll, hochspekulativ gewinn machen muss? und nun der salat mit ich "verkaufe" einen Betrieb den eigentlich jeder gerne kauft, da er ja schuldenfrei gemacht wird. es ist also so als ob ich einen alten wagen verkaufe aber vorher noch alle reperaturen mache inklusive motor und dann noch etwas drauflege das er genommen wird -so was kann nur ein staat machen. dann lieber gleich verschrotten. was lernen wir mit dem geld anderer spekulieren ist schön so lange man die gewinne einstreicht und die verluste weitergibt. ...

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21. August 2008 23:49

Inkompetenz

Reinhold Eysel (Eysel)

... wird langsam zu einem nicht mehr tragbaren risiko. Das ist - fast - zutreffend. Falsch ist nur das Wort "langsam". Ich erinnere mich noch an die Neue Heimat Story. Irgendwie fing damit die Karriere von inkompeten Möchtegern Politik Profis an. Man kann es auch Boom der Mittelmässigkeit nennen, oder als Teil der Proletarisierung der Gesellschaft beschreiben. Unendlich viele "Systeme" schreien geradezu nach kompetenter GRUNDREVISION. Diejenigen die intellektuell dazu in der Lage wären bekommen keine Chance (mehr); kleinkarierte ideolgieschwangere und Wählerstimmen erntende kurzfristige Notreparaturen statt nötiger Grundsanierung. Wie katastrophal müssen unsere "Systeme" noch vor die Wand fahren, bevor es wieder besser wird?

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21. August 2008 23:25

IKB-Verkauf

Heinz-Werner Raderschatt (HEWERA)

Das ist ein beschämendes Ergebnis,und man fragt sich was sich die Verantwortlichen bei dieser Entscheidung gedacht haben.Dass darüberhinaus der Verkaufspreis mit 'unter' 800 Mio.,der angestrebten Größe,kommuniziert wird,während er diese vergleichsweise lächerlichen 100 Mio.beträgt,stellt einen unglaublichen Affront gegenüber den Steuerzahlern dar,die letztlich über Jahre für mögliche Lasten erheblichen Umfang einzustehen haben werden.

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21. August 2008 23:21

Steuergelder für unfähige Banker

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Die finanzielle Unterstützung einer Privatfirma aus Steuermittel ist grundsätzlich zu verwerfen. Es mag Ausnahmen geben, wo etwa der Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft einer Nation auf dem Spiel steht, was hier keineswegs der Fall war. Es handelt sich bei der IKB um simple Fehlspekulationen einer unfähigen Geschäftsleitung, und es bestand somit kein Grund, warum man die Firma nicht bankrott gehen lassen konnte. Der Staat hätte den Geschädigten helfen können, nicht aber den Besitzern (darunter die Deutsche Bank!).

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21. August 2008 23:14

Recht gehabt - ein halber Tausender von Papa für die IKB

Edgar Timm (duet)

Sie schreiben: "Rund 125 Euro hat also jeder Bundesbürger unfreiwillig für eine Bank bezahlt, die der Finanzinvestor jetzt von nahezu allen Risiken befreit geschenkt bekommt." - Ich schrieb bereits am 02. August 2007 (also vor über einem Jahr): "Angemerkt sei: Wenn die "Staatsbank" KfW, deren Eigentümer bekanntlich die Bürger dieses Landes sind, die IKB mit 8,1 Mrd. Euro stützt, dann entfällt auf jeden Eigentümer ein Betrag von 100 Euro - für einen Familienvater kostet diese Solidaritätsaktion also leicht einen halben Tausender." Daraufhin bemerkte ein gewisser Herr Alexander Pause (vermutlich ein "Stakeholder"): "eine interessanete Rechung, die Sie da aufstellen. Leider ist diese jedoch am Thema vorbei. Die KfW ist zwar, wie Sie richtig feststellen, im Besitz von Bund (80%) und Ländern (20%), aber die staatseigene Bankengruppe verdient ihr Geld selber. Hier werden keine Steuergelder über Subventionen (wie auch immer Sie dies bezeichnen möchten) eingesetzt. Heute ist auch Herr Pause schauer ...

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21. August 2008 23:09

Die heutige Elite

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

ist wohl am besten durch ein Zitat beschrieben " Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank. " - Bertold Brecht Mit anderen Worten - die Typen die in den letzten 6 Monaten 2-3 Billionen US-Dollar Steuergelder verzockt haben (ein paar besondere Exemplare durften sogar täglich mit 15 Milliarden € rumspielen) sind Kriminelle. Oder wie David Rockefeller dazu meinte: die (von der Grossfinanz) angestrebte Elite, die eines Tages die ganze Welt regieren soll. ... wird bestimmt "lustig". Ein Krieg hier, ein Krieg dort. Und die bisherige eigene Bestleistung von 6 Mio. werden die ganz bestimmt noch toppen - wem sie allerdings die Schuld dafür anhängen, kann man beim besten Willen nicht vorhersagen.

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21. August 2008 23:03

Sind öffentliche Banken nicht zum scheitern verurteilt?

Markus Neuhaus (gotoheaven)

10 Mrd. sind viel Geld und bei öffentlichen Banken ist der Bürger besonders kritisch gestimmt. Jetzt einmal zur Erinnerung (was Privatbanken vom Staat erwarten) eine Meldung aus März diesen Jahres: Kapitulation vor der Krise - Deutsche-Bank-Chef Ackermann glaubt nicht mehr an die Selbstheilungskräfte des Marktes. Er fordert Regierungen und Zentralbanken zu gemeinsamem Handeln auf. Also was ihr auch fordert: Am Ende zahlt es sowieso der Bürger! Und wenn die letzte öffentliche Bank und die letzte Sparkasse geschlossen ist, dann werdet ihr merken, das private Banken jedem Bürger direkt oder indirekt noch viel tiefer in die Taschen greifen werden. Glaubt ihr nicht - Um bei Herrn Ackermann zu bleiben - der möchte das Kapital seiner Bank mit 30 Prozent verzinst sehen. Also mal schön gelassen bleiben. Gruß aus NRW

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21. August 2008 22:35

Ende der Geschichte ?

Sebastian Müller (crosscountry)

Und ob die Geschichte der IKB damit weitestgehend geklärt ist, würde ich stark bezweifeln. Man sollte sich mal den Investor Lone Star genauer anschauen, der sich besonders häufig in finanziell schwierige Unternehmen einkauft. Aber selten mit dem Ziel dort irgendwo auf wirtschaftliche Besserung zu hoffen. Meist werden Unternehmen unter Wert gekauft und dann gnadenlos abgewickelt. Das ist auch in diesem Fall zu erwarten. Die IKB wird bankrott gehen und keiner der 1750 Arbeitsplätze bleibt erhalten. Damit hat der Steuerzahler nicht nur ein schlechtes Geschäft gemacht, er hat Milliarden zum Fenster rausgeworfen, an denen nur noch Lone Star verdient. Übrigens war dieser Investor auch bei den "berüchtigten Kreditverkäufen" gut mit im Geschäft. Ethische oder moralische Bedenken scheint es innerhalb dieses Unternehmens überhaupt nicht geben. Aber eigentlich verständlich, daß ein einsamer Stern keinen Gemeinschaftssinn hat ...

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21. August 2008 22:32

Wie immer

heinz herzing (heinz48)

Inkompetenz wird langsam zu einem nicht mehr tragbaren risiko. Und dann ist da noch ein unangenhmer vorwurf an die Politiker , indiesem fall wohl eher Kapitalmarionetten , Gewinne Privatisieren Verluste Sozialisieren. Wenn Wähler blind vor wut Links wählen darf sich niemand mehr wundern. Lafontaine wird sich diese Schweinerei der Impotenten in jeder Rede zur eigen machen.

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21. August 2008 22:27

Die Rolle der Deutschen Bank

heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)

Die Rolle der Deutschen Bank wäre noch genauer zu klären. Immerhin hat sie sich von schlechten Papieren aus Amerika rechtzeitig zur Bilanzkonferenz getrennt. Hat nicht die IKB diese Papiere erhalten. Die DB ist ja auch Eigentümerin der IKB gewesen. Hat die FDP diese Untersuchung verhindert?

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21. August 2008 22:11

"Parteieigene Betriebe" müssen vom Steuergeld getrennt werden.

norbert doerre (ndoerre)

Die IKB ist in der Tat als Privatbank registriert. Aber, und jetzt kommt der eigentliche Unterschied zu einer Bank wie der Commerzbank oder der Deutschen Bank: Die IKB dient den Parteien zur formellen Beschäftigung ihrer Funktionäre, weil sie sich scheuen, diese aus Mitgliedsbeiträgen zu bezahlen. Ebenso verhält es sich mit vielen anderen, halböffentlichen Institutionen. Manche von ihnen erhalten im Laufe der Jahre sogar den Anstrich einer Anstalt des Öffentlichen Rechts, wie z.B. die Ruhrkohle, zu denen nur mit Parteibuch ein Zugang möglich ist. Diese Betriebe wurden immer schon mit Steuergeld oder Subventionen unterstützt und werden heute ergänzt durch dieneue Umwelt- und Alternativ-Energie-Mafia, in die alle diejenigen Steuergelder fließen, die angeblich bei der Ruhrkohle eingespart werden. Die Wahrheit ist: Der Steuerzahler zahlt für die Ruhrkohle ohne Kohle noch genauso wie zuvor mit Kohle und für die Neuzugänge zusätzlich. Wer sich durch die Personalabteilungen all dieser "Unternehmen" schlängelt, findet überall die Parteibuch-Arbeitsplätze. Unabhängige Unternehmen dagegen dienen nur zu deren Finanzierung. "Parteieigene Betriebe" müssen vom Steuergeld per Gesetz getrennt werden, nur wie?

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21. August 2008 21:45

Hier wird ein großer Fehler begangen ...

Dirk Walbrühl (Kelen)

... der den Unmut der gewöhnlichen Steuerzahler noch anfacht. Es geht nicht um den Verkauf an sich, der mag noch notwendig gewesen sein. Doch das Abwelzen der Risiken auf den einfachen Bürger - obwohl dieser sich eben im Gegensatz zu den Herrn Bankiers nicht haushoch verspekuliert hat - ist eine Zumutung und muss auf Unverständnis stoßen. Auch die Vereinbarung des Stillschweigens über die genauen Details des Deals (oder das straflose Davonkommen der eigentlich Verantwortlichen) werden noch und werden schon jetzt deutlich mit Unwillen aufgenommen. Wenn sich bei der nächsten Wahl ein Politiker fragt, woher die leidvolle Entwicklung der Bereiche Wahlverdrossenheit oder Stimmen für die extremen Flügel des politischen Spektrums kommen, wird diese Unfähigkeit Transparenz, scheinbare Gerechtigkeit und Erklärung zu liefern sicher wieder Thema sein. Bis dahin und für die Zukunft kann man nur hoffen, dass zumindest die deutschen Banken ihre Finger von so risikoreichen Geldblasen lassen.

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21. August 2008 21:31

Selbst dran schuld !

Uwe Harling (mittelschicht)

Wenn man überlegt, wie sich Frau Merkel ziert mal ein paar Steuererleichterungen für das Fußvolk durchzusetzen, ist man hier schnell mit ein paar Milliarden dabei gewesen. Unsere sogenannten Eliten haben Geld in den Sand gesetzt, da fehlen einem die Worte. Wir sollen noch fleißig 50 Jahre unsere 1500 Milliarden abbezahlen, andere verpulvern eine ähnliche Summe in kürzester Zeit - und kommen mit einem blauen Auge davon. Also - selbst eine Bank aufmachen, es kann ja nichts schiefgehen.

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21. August 2008 20:56

Die Sorgen des Mittelstandes

Andreas Grünebaum (shorafix)

Immerhin finanziert die IKB im Auftrag der Kfw-Bank subventionierte Kredite zu Geschäftsgründungen und -Erweiterungen. Auch wir haben solche Kredite abgeschlossen. Uns ist daher nicht wohl bei dem Gedanken eines Verkaufs dieses Engagements an eine uns unbekannte Privatbank. Andererseits: möchten Sie Unternehmen mit ansonsten solider Grundlage und gutem Cashflow in die Insolvenz treiben sehen, falls diese politisch absolut erwünschten Kredite nicht abgesichert werden?

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21. August 2008 19:59

Gute Miene...

Thomas Mirbach (lurkius)

zum bösen Spiel. Mit Lone Star sitzt zumindest ein Profi am Steuer der etwas mehr kann als das Wortungetüm "Collateralised Debt Obligation" buchstabieren, wozu manch eine "Führungskraft" der IKB und KFW sicherlich nicht in der Lage war. Lone Star hat gerade 31 milliarden CDOs von Merrill Lynch gekauft. Wollen wir hoffen, dass sie wissen was sie tun und in der Lage sind, den Laden am Leben zu halten. Das ganze ist ein mehr als ein Skandal, es ist ein beispielloses Desaster und ein Armutszeugnis für die Nieten in Nadelstreifen die bislang bei der IKB und der KfW und in der Politik am Hebel saßen.

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21. August 2008 19:53

Betrug am Steuerzahler

Jens Leschmann (SV-Leschmann)

Nichts, aber auch rein gar nichts rechtfertigt den Verkauf der IKB an Lone Star. Vor Jahren war es die faktisch Pleite gegangene, Gewerkschaftseigene AHBR (jetzt Corealcredit), die von Lone Star geschluckt wurde - da gab es satte 900 Mio. zur Risikoabdeckung dazu, jetzt die IKB. Auch hier gibts wieder ein Geschenk in dazu - dieses mal gleich in Milliardenhöhe, von allen Steuerzahlern geschultert. Den Bundestag ein ganzes Jahr mit 50 € - Scheinen zu heizen, wäre vermutlich billiger gekommen. Natürlich wird sich kein Staatsanwalt finden, der diese exorbitante Verschleuderung von Steuergeldern in irgend einer Weise untersucht - geschweige denn zur Anklage bringt. Wir sind wirklich von einer Bananenrepublik nicht mehr weit entfernt. Armes Deutschland. MfG. J. Leschmann, Kreditsachverständiger

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21. August 2008 19:28

Kommt in Zukunft noch dicker

A Schmidt (SDT)

Rettung durch finanzkräftige Staatsfonds wie bei der UBS soll ja in Deutschland nun verboten werden. Und wenn erst mal PDS und SPD was zu sagen haben, wird sowieso in großem Stil verstaatlicht. Durch Steuererhöhungen wird das Kapital dann schon eingetrieben.

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21. August 2008 19:28

Skandal

Andreas Noreikat (derherold)

Es gibt nur einen Skandal: daß die KfW-Beteiligung IKB "alles auf die 17" setzen durfte. Es muß jede Menge politische Rückendeckung für die IKB-Chefs gegeben haben, für 6, 7, 8 Mrd. Euro in Immobilieninvestments in den USA geradezustehen und dann soll "die Politik" auch die Geldbörse aufmachen. Wer auf einem heißen US-Immobilienmarkt einsteigt und mit "kreativen Finanzinstrumenten" spekuliert, weiß idR, was er tut. Lustig finde ich es allerdings, wenn die ehemaligen Betriebskampfgrüppler der DDR, die vom Klassenfeind eine ordentliche Rente erhalten, immer gleich "Systemfehler" unterstellen ... zumal mir immer noch nicht klar ist, welche "Elite" sich an der IKB bereichert haben soll. Für den Laien sieht es eher so aus, als hätten sich europäische Kreditinstitute mit dem "Sponsoring" des US-Immobilien- und Finanzmarktes beschäftigt.

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21. August 2008 19:15

verkauft....

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Die IKB erst mit Steuergelder gestützt dann verkauft. Die Verantwortlichen, insbesondere aus der Politik, haben wieder einmal bewiesen "gute" Politiker müssen nicht gute Manager sein. Wo Politiker mitmischen zahlt der Steuerzahler meist drauf. Berlin und Düsseldorf+++ sollten uns klar machen: Hier wurde mehr verkauft als nur eine Bank ! So wird Demokratie zu Tode geritten. Walter Wasilewski

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21. August 2008 18:47

Danke für diesen Artikel...

Michael Meier (never1)

...gut gemeint ist hier das Gegenteil von gut gemacht. Die Banken und Apologeten des freien Marktes haben damit viel moralische, wirtschaftliche und finanzielle Kompetenz verloren. Wäre eine Pleite der IKB wirklich so ruinös für den Standort D gewesen? 9,2 Milliarden € Steuergelder bedeuten über 5,2 Millionen Euro für jeden Arbeitsplatz. Wer soll das bezahlen? Warum fragt keiner nach den Verantwortlichen im Vorstand und im Aufsichtsrat? Wie wäre es ausnahmsweise mit persönlicher Haftung bei diesen Personen, die Verantwortung wird doch immer als Grund für die exorbitanten gehälter genannt? Pro Kopf der Bevölkerung in D hat das ca. 120 € gekostet. Grob fahrlässige Steuergeldverschwendung muss ein Straftatbestand werden. Warum müssen Zumwinkel u.a. moralisch und finanziell büßen, wenn andere das vereinnahmte Geld verprassen und verschleudern?

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21. August 2008 18:37

Nich nur ein Bankenskandal

Peter Szameitat (MAKSAS)

Es zeigt offen das Unvermoegen der deutschen Fuehrung in der Finanz- und Wirtschaftspolitik, aber auch der deutschen Banken. Der Kauf nun durch einen US-Investor zu billigen, dessen eigentliche Absichten nicht erkennbar sind, wird sich zu einem noch groesseren Finanzdesaster fuer D und die EU entwickeln. Ziel des "Geiers von Texas", einem schlecht beleumdenden Hasadeur, ist es, in welchem Auftrag auch immer, soviel EURO abzuschoepfen wie moeglich. Auch wird der deutsche Mittelstand mit Finanzzierungsmechanismen, die eine Geldvermehrung versprechen, aehnlich der gehabten Immobilienkrise, um den eigentlich gesetztem Ziel naeher zu kommen, gekoedert werden. Hinweisen, die besagen, das Finanzexperten der USA diesem Investor keine Bak anvertrauen wuerden, ist man nicht nachgegangen. Dem deutschen Steuerzahler kann somit neues Ungemach drohen. MAKSAS

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21. August 2008 18:04

Nicht zu fassen!

Alf Steinbach (alfst)

Skandal ist eine sehr höfliche Untertreibung! Danke FAZ für diesen tollen Artikel!

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21. August 2008 17:59

Man kann's nicht allen recht machen

Hannes Heilmannsstedt (mediumdry)

Wenn die IKB nicht gerettet worden wäre, wären womöglich Einlagen in Höhe von 24 Milliarden Euro vernichtet worden. Nicht nur Einlagen aus dem Banken, auch aus dem Versicherungs- und Nichtbankensektor! Ebenso wäre das ERP-Sonderfermögen gefährdet gewesen, was sich auf die Finanzierung des kreditnachfragenden Mittelständler ausgewirkt hätte.

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21. August 2008 17:55

Wer lässt eigentlich die politischen "Macher" haften?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Ich werde es vermutlich nie verstehen wieso eine private Bank mit Steuergeldern gerettet werden muß. Wichtiger aber ist die Frage: Wer zieht die politisch Verantwortlichen zur Verantwortung. Wenn nicht bald Politiker und Beamte zu 100 % mit ihrem Privatvermögen haften müssen und je nach Schwere der Schuld mit Gefängnis bestraft werden, wird in dieserm Staat zu viel aus dem Ruder laufen. Auch die Berichterstattung beschäftigt sich ganz überwiegend mit Steuersündern, aber öffentliche Geldverscvhwendung wird quasi als Kavaliersdelikt herunter gespielt. Hier ist die öffentliche Meinung, insbesondere die Presse gefordert!

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21. August 2008 17:50

Warum?

gisbert heimes (gisbert4)

Zitat: "Die privaten Banken jedenfalls sind bei dem Geschäft prima weggekommen. Dabei bleibt festzuhalten, dass die staatliche KfW stets Minderheitsaktionär und die IKB grundsätzlich eine private Bank war und bleibt: eine private Bank, die mit Milliarden Steuergeld gerettet wurde. Bei allem Verständnis für die Sorgen der 1750 Mitarbeiter, das war es nicht wert. Der Fall IKB ist genaugenommen kein Bankendesaster, er ist ein Bankenskandal." Wenn die IKB eine überwiegend private Bank war (und sie war es in der Tat) und letztlich der Steuerzahler die Zeche bezahlt hat, dann handelt es sich um etwas Größeres als bloß einen Bankenskandal, es handelt sich um ein Systemversagen. Nun, es war und ist überall auf der Welt klar (siehe USA und Großbritannien), daß der Staat und damit der Steuerzahler im Kreditsektor 'Lender of last resort' ist. Er zahlt auch hier selbstverständlich wieder für die nie endende Gier der Eliten. Sie ist es, die letztlich hinter der Finanzkrise steckt.

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