Video in voller Größe

Merkels Regierungserklärung

Glanzlos wie selten

Angela Merkels dramaturgisches Talent beeindruckt. Doch wenn die Erinnerung nicht trügt, hatte selbst ihre Einführungsrede zur ungeliebten Koalition mit der SPD vor vier Jahren mehr Schwung und Melodie als die Regierungserklärung 2009. Von Georg Paul Hefty

Lesermeinungen zum Beitrag

11. November 2009 13:37

Merkel geht auf die FDP zu

Ralf Kowollik (InterNETkobold)

Ich selbst habe mir gestern Abend auf "Phoenix" die Regierungserklärung von Angela Merkel angeschaut. Dabei fand ich ihr Auftreten gar nicht so "glanzlos", wie von Herrn Hefty beschrieben, sondern stellenweise ganz interessant. Besonders überrascht hat mich, wie weit Merkel in ihrer Rede auf die FDP zugegangen ist. So sprach Merkel von einem Steuersystem, das "einfach, niedrig und gerecht" sein solle, sowie darüber, dass sich "Leistung wieder lohnen" müsse. Das sind klassische FDP-Parolen!
Zumindest in der Steuerpolitik scheint Merkel gewillt zu sein, der FDP weitreichende Zugeständnisse zu machen. Anders als Herr Hefty habe ich auch nicht den Eindruck, dass dies bloß eine "Merkelsche Finte" ist.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. November 2009 12:07

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, 1.Johannes 2,1-6.

bernd ullrich (demokrat2)

Merkel ist jetzt im fünften Jahr Bundeskanzlerin. Ihr 100 Tage Schonfrist einzuräumen, wäre wohl fair, aber war Merkel und insbesondere Westerwelle fair gegenüber den Wählern? Wer die finanzielle Situation Deutschlands kannte, ein Freidemokrat war Vorsitzender des Haushaltausschusses, durfte vor der Wahl nicht die Versprechen machen, mit denen Westerwelle seine Wähler köderte. Wer die desolaten Finanzen kennt, braucht keine neue Analyse , um urteilen zu können. Merkel will die wirkliche Lage weiter verschleiern und sich und die CDU über die Wahl in NRW retten. Sie möchte noch einmal die Bürger blenden, damit die die CDU und FDP in NRW wie auch Rüttgers, der für die Opelmisere mit verantwortlich ist, nicht abstrafen. Auf die Bürger in Nordrhein-Westfalen kommt es besonders an. Sie brauchen im Bundesrat eine Vertretung, die Schwarz/Gelb kontrolliert und das Schlimmste verhindert. Sie brauchen die SPD. Die hat die "Kraft".

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. November 2009 11:47

Frau Merkel sucht die Prozente für 2013?

Barbara Bermann (Barbarella-)

egal wie man es betrachtet. Wenn diese farblose Person nur Netze zur Wiederwahl knüpft, wird sie vom Volk ebenso abgestraft wie die SPD heute schon. Wir brauchen einen Ruck. Zu diesem ist aber Frau Merkel nicht fähig. Taktieren auf Dauer geht nicht. Das Volk braucht dringend eine fairere Behandlung, die Abgaben (nicht nur Steuern) müssen weniger werden, im Portemonnaie muß mehr verbleiben.
Unmut wird sich deswegen auch in ihren eigen Reihen nicht lange verbergen lassen.
Sie hat kein Charisma, sie ist nicht ausgleichend, sie ist nicht die erste Wahl für Deutschland.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. November 2009 11:22

worauf es ankommt

Volker Kulessa (solelite)

Glanz oder Substanz? Mir kommt es auf Substanz an und die ist gegeben. Der Rest ist reine Nörgelei.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. November 2009 10:10

Eine begnadete Rhetorikerin mit Charisma war sie noch nie

thomas schulz (peanutbutter)

Sie erinnert mich an einen fachlich versierten, aber unscheinbaren Chemielaboranten, der wegen des damals vorherrschenden Fachlehrermangels für mehrere Monate einsprang. Nur diejenigen, die sich wirklich für Chemie interressierten, hörten aufmerksam zu, der Rest döste vor sich hin. Wer gesteigerten Wert auf mitreißende, emotionale Auftritte legt, kann sich ihre Reden grundsätzlich sparen, dafür ist sie einfach nicht der Typ. Nur widerwillig tritt sie überhaupt vor Kameras und Mikrophone. Von den unzähligen karrieresüchtigen ADS-Politikern mit Profilneurose, die zwar unterhaltsam und kuzweilig sind, aber nichts als heiße Luft produzieren, habe ich fürs erste die Nase gestrichen voll.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. November 2009 09:16

Es ist ekelhaft!

Daniel Borer (Danibor)

Nach einer wirklich glanzlosen Bundestags-Wahl und nach mühseligen (aber armseligen) Koalitionsverhandlungen bringt diese Frau es fertig, zuerst ins Ausland zu reisen und dort sich die Händchen küssen und halten zu lassen. Dann eine glanzlose Antrittsrede (Regierungserklärung! Witz! Diese Frau regiert ja gar nicht! Sie will nur im Mittelpunkt stehen.) Dann rennt sie wieder davon! Rennt sie davon vor den Aufgaben? - vor sich selbst?
Warum nur rebelliert das Parlament nicht? Das ganze Verhalten ist ein Affront, eine Unverschämtheit. Aber eben: Blick auf 2013! Wenn es dann nur keine (oder hoffentlich?) eine 13 ist!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. November 2009 18:08

Glanzlosigkeit ist das Kennzeichen der Kanzlerin

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Je eher diese die politische Buehne verlassen wird, desto besser!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 7 von 7 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche