Glos zeigte sich unzufrieden mit Merkels Kurs

Kritik an Merkel

Der Fall Opel führt zum Streit in der Union

Die Bitte des Autobauers Opel um eine Staatsbürgschaft hat in der Union einen Streit angefacht. Saarlands Ministerpräsident Müller ging auf Gegenkurs zur Kanzlerin. Man müsse alle Firmen gleich behandeln und könne nicht bloß Opel helfen. Auch Wirtschaftsminister Glos kritisierte Merkels Krisenmanagement.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. November 2008 16:04

Staatsgarantien für Opel

Helmut Bernemann (Supporter)

Jahrelang musste man mitansehen, wie führende Politiker und selbsternannte Weltretter die Automobilindustrie verteufelten und mit unausgereiften Gesetzesvorhaben verunsicherten! Frau Merkel düste mit Herrn Gabriel nach Grönland und liess sich grinsend vor sommerlicher Kulisse und schmelzendem Eis ablichten. Anschliessend verteilte Sie 500 Mio Euro! in Brasilien, um deren Regenwald zu schützen (am Deutschen Wesen soll die Welt genesen!). Wahrscheinlich dachte sie auf diesen Heimreisen stetig darüber nach, wie man beifallheischend neue Gesetze gegen die Automobilindustrie erlassen kann. Und nun wundern sich alle, dass diese "nützlichen Idioten" doch ganz schön die Wirtschaft angetrieben hatten! Wenn man die Autoindustrie nicht so verteufelt hätte, würden sicher Subventionen fliessen, so wie seit 40 Jahren in die Agrarindustrie und jetzt in die Solar- Windpark- Bioethanol- usw.-Industrie. Good-by Wohlstandsgenerator -Autoindustrie-! Von diesen Politikern ist nichts mehr zu erwarten. Ich warte auf eine neue Besatzung im Cockpit!

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19. November 2008 17:38

Unser Kaiser hat keine Kleider!

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Immer deutlicher wird nun, daß Frau Merkel hilflos agiert. Ihr fehlt das kapitalistische Rüstzeug. Sie weiß offenbar nicht um die weitreichenden Folgen dessen, was sie da zu entscheiden hat. Aus der SPD kann kein guter Rat kommen, da dort stets klientel- und verteilungspolitisch gedacht wird. Für Weitergehendes fehlt es dort an Allem und bei Jedem - und das seit vielen Jahrzehnten, wenn man sich nur auf die Bundesrepublik beschränkt. Die Krisen dieses Landes sind von SPD-Politikern ohne Ausnahme nie gemeistert, sondern selbst aus der Opposition heraus brutal verschlimmert worden. Da die FDP in der Regierung fehlt und sie auch nicht gefragt wird, nicht einmal die paar alten Haudegen, die es noch drauf hätten, und März weit weg ist, sieht es schwarz aus für Deutschland. Nicht politisch, sondern wirtschaftlich. Was danach dräute, wäre politisch eher mit braun/rot zu beschreiben.

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19. November 2008 15:07

Die Lemminge aus Berlin

Ralf Schneider (ralf61)

Die Politiker der großen Koaltion kommen in ihrem Aktionismus den Lemmingen nahe. Jede wirtschaftliche Wasserstandsmeldung führt zu wahlkampfgesteuerten Aktionen, meißt mit horrenden Geldversprechen, für die die Damen und Herren selbstverständlich nicht haften. Die Argumentationen sind hanebüchen. Opel wird von den Politikern als florierender Autobauer gezeichnet, ungeachtet der Tatsache der vollen zugehörigkeit zu GM, der Unmöglichkeit zu überleben ohne GM oder einen anderen starken Partner, der Absatzschierigkeiten aufgrund der Übersättigung des Marktes. Allein die technische Auseinanderdividierung von Bürgschaften zu einem Konzernteil ohne Haftung bzw. Zgriff des Mutterkonzerns dürfte eine interessante Aufgabe für Doktorarbeiten in Wirtschaft und Finanzwesen darstellen. Da man aber die Meinungshoheit für sich beansprucht gehen die "Aktionsversuche" komplett ungefiltert über den Äther. Hoffentlich fängt man die Amateurbetriebswirte a la Glos und Merkel bald wieder ein......

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19. November 2008 12:22

Vernunft macht sich bemerkbar

Norbert Brand (Jirmejahu)

Geht man nach den ganzen Versprechen unserer Kommunalpolitiker vom Bürgermeister bis zur Kanzlerin aus, dann sieht unsere Wirtschaft demnächst wie eine Champignonzucht aus. Nur noch Schirmchen auf dem Mist. Dabei hatte "Champignonpolitik" früher etwas anderes bedeutet. Endlich dämmert es Einigen. Jetzt müßten sie nur noch öffentlich begreifen, daß eine unselbständige Konzernfiliale ohne den Mutterkonzern nicht überlebungsfähig ist. Dass OPEL als "selbständiges" Unternehmen darsteht, hat etwas mit dem "deutschen" Image und dem Steuerrecht zu tun. Wirtschaftlich ist OPEL vollständig GM gesteuert und voll eingebunden. Z. B., ohne Aufträge von GM an das TEZ kann Rüsselsheim zusammen mit den 3000 Mitarbeitern, die mehr oder weniger an "Pilotlinien" arbeiten, einpacken. Bei den Zulieferern, die 70 % des "Insigna" bauen, wäre OPEL ohne GM, bei nur einer Mio. verkauften Autos, keine Einkaufsmacht mehr, was üblicherweise schlechtere Einkaufskonditionen bedeutet. Man könnte das noch weiterführen.

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19. November 2008 12:21

Frau Merkel und das Finanzwesen

Emmanuel Declerq (Declerq)

Frau Bundeskanzelerin hat exzellente außenpolitische Erfolge zu Buche. Allerdings hat sie keine Gelegenheit ausgelassen, um ihre komplette Ahnungslosigkeit in Sachen Finanzen unter Beweis zu stellen, was ja auch keine schande ist. Wenn Frau Merkel sich in diesem Punkt nicht auf fundierte Beratung verlassen kann, so soll sie die Finger vom Aktionismus lassen. Sie möchte sich lieber weiterhin repräsentative Aufgaben im Ausland widmen und das Status quo des fragilen Finanzsystems nicht stören. Damit erspart sie uns Bürger Bluthochdruck, zumindest bis zur nächsten Bundestagswahl.

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19. November 2008 12:02

Richtig!

heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)

Die Argumente gegen eine Staatsbürgschaft sind absolut richtig. Interessant ist die Frage ob sich Merkel mit dieser "Wahlkampfspende" Koch vom Halse halten möchte?

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