
da ich allerdings selber Arzt bin und es bei der hiesigen Diskussion wohl weniger um medizinische als mehr um ethische Fragen geht, ist sie fehl am Platze.
Außerdem kann bzw. muss ich Ihnen mitteilen, dass meine eigene Mutter sich im 44. Lebensjahr befand, als ich geboren wurde. Mein Vater war noch älter.
Sie können nun nicht wissen, ob ich am Down-Syndrom leide; haben Sie aber überhaupt das Recht, in der aufgeworfenen Frage der Abtreibungsoption irgendeine Empfehlung abzugeben, bzw. den Nichtgebrauch von Verhütungsmitteln zu ver- (oder be-)urteilen?
Ich kann Ihnen darüber hinaus versichern, dass weder ich noch meine Geburt für meine Eltern ein "Schicksalsschlag" waren. Für diejenigen aber, die wegen der von Ihnen für solche Fälle vorgeschlagenen Verfahrenweise abgetrieben werden, ist es tatsächlich ein, es ist der definitive Schicksalsschlag!

In diesem Beitrag geht es überhaupt nicht um links und rechts und Deutschland und Politik. Hier geht es darum, dass eine unsagbar unintellektuelle Person mit dem geistigen Horizont eines Gartengrills die potentiell mächtigste Frau der Welt hätte werden können. Familienwerte ist das eine, aber Präsident(in) der USA zu sein, heißt mehr als die Tochter zur Hochzeit und den Ex-Schwager aus dem Dienst zu drängen. Herr Minkmar greift hier ihr unleugbar überzeugendes Charisma und ihre nächsten Ziele (?) sehr treffend auf. Oder, um es in seiner Diktion zu sagen: Sarah Palin ist 'ne wirkliche Rakete, die es aus Nordkorea bis auf's amerikanische Festland geschafft hat (Alaska! Man kann Russland sehen!!). Sie hat obendrauf leider einen Vakuum-Sprengkopf und William Kristol war und bleibt ihr soft target. Rush Limbaugh explodiert gleich mit... (macht er aber sowieso)

Herr Kaiser, entspricht es wirklich einer vernünftigen Familienplanung wenn man so "konservativ" ist, daß man auch mit weit über 40 noch den Gebrauch von Verhütungsmitteln ablehnt ? Nur zur Info: Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind bei einer 20 jährigen Mutter am Down-Syndrom erkrankt liegt bei 0,05 %. Bei 30 liegt diese bei 0,2%. Ab 44 liegt diese Wahrscheinlichkeit bei fast 10%, also jedes 10. Kind ! Es war also kein unvorhersehbarer Schicksalsschlag, daß Frau Palin ein behindertes Kind bekommen hat sondern in dem Alter durchaus vorhersehbar.

Außer Diffamierungen und (links-)dogmatischer Konsens-Wertung (konsensualer Validierung) nichts dahinter.
Dass eine Frau wie Palin, die in ihrem eigenen Leben zu ihren Werten steht (und z.B. ihr behindertes ungeborenes Kind nicht abtreiben ließ) soll ihr erst einmal jemand nachmachen, der darüber urteilen möchte.
Vor dieser konservativen Frau habe ich 100x mehr Respekt als vor allen möchtegern-fortschrittlichen Claudia Roths, Wowereits und Obamas zusammen!

völlig überrascht lese ich eben diesen Artikel. Und kontrolliere bewusst: ist das die Seite der FAZ oder eines dieser Schmierblogs, in welchem der Blogger in kathartischen Schreibergüssen seinen verblendeten Hass in wohlgeformte Sätze fasst?

Die Frage ist doch eher, was hat sie uns getan dass sie so dermassen von der amerikanischen und internationalen Presse verfolgt und verunglimpft wird? Sarah Palin ist auch unter den Republikanern umstritten, eine derartig unausgewogene, aus dem Zusammenhang gerissene und veraechtliche Berichterstattung wie dieser Artikel ist der FAZ nicht wuerdig.

"Aber dann schaue ich ins Publikum und frage mich, macht das was?"
Diese Analyse ist derart treffend, dass ich erschrocken in der Bewegung verharre. Habe wir sie etwa doch unterschätzt? Ansosnten stütze ich voll die Marionettentheorie.
Nur Obama hat mich auch erstmals enttäuscht - in der Hondurasfrage hat er samt Stab versagt.

Der Beitrag von Herrn Minkmar ist zwar etwas einseitig. Trotzdem interpretiere ich die Überschrift "Was hat sie mit uns gemacht?" genau in der Art, dass hier eine Frau ohne große Fähigkeiten zu viel "Beachtung" bekommen hat und sogar zur Vizepräsidentschaftskandidatin wurde. Für viele amerikanische Wähler scheint die Identifikation mit dem Kandidaten über Merkmale wie die Anzahl der Kinder und "Stammtischparolen" eben wichtiger zu sein als die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Wahl eines wenig kompetenten Kandidaten (wie im Falle George W. Bush).
Auch hierzulande besteht die Gefahr, dass sich Wähler lieber auf Stammtischparolen (wie bspw. von Oskar Lafontaine oder Gabriele Pauli) besinnen, als sich mit den wirklichen Folgen der Politik der gewählten Partei auseinanderzusetzen. Insofern ist der Beitrag inhaltlich treffend (und ich habe mich übrigens beim Lesen köstlich amüsiert). Somit hoffe ich auch weiterhin bei der FAZ Kommentare von diesem Format zu lesen.

...hinter sich das Licht ausmachen!

O.K. Obama ist jetzt Präsident und tut sich leider zunehmend schwer damit. Aber was sollen wir in Deutschland mit einem solchen Beitrag anfangen? Der Wahlkampf ist in den Vereinigten Staaten vorbei und der Beitrag einseitig gefärbt - bewegt sich auf BZ Niveau. Wer in gut 3 Jahren als Kandidat der Republikaner antreten wird entscheiden ohnehin die Amerikaner. Das Geschick oder Ungeschick Obamas wird danach die größte Rolle spielen.

richtet er kaum Schaden an, da treffen sich schon mal exotische Ansichten zum Stelldichein, was man überlesen oder aushalten kann, solange Politik, Wirtschaft und Finanzen halbwegs seriös bleiben, was noch der Fall ist. Auch Schirrmacher und andere Bedeutungsvolle haben im Feuilleton schon geschrieben, was für manchen Leser mit auch nur ein wenig Sachkenntnis schwer verständlich blieb - na gut, das soll man sich leisten können und manchmal kann man sich sogar trefflich amüsieren, was keineswegs immer im Sinne des Verfassers sein mag.

Im Gegensatz zu Leser Max Munster (MaxMunster) sehe ich nicht, dass Nils Minkmar über Gebühr gegen Palin losgeht. Und auch ansonsten lese ich Minkmars Kommentare gern.
Mich berührt aber eine andere Frage. Nämlich die, warum alle Welt auf Palin rumhackt, aber Leute gleichen Kalibers hofiert und zu Heldinnen gemacht werden - wenn sie denn nur sozialistisch genug sind.
Die Reden und Entscheidungen von Zypries und von der Leyen sind mindestens genauso irrational, absurd und falsch wie die Palins; und in der Wirkung viel schlimmer.
Palin mag einen Bock nach dem anderen schießen - aber sie noch nicht mal im Traum auf die Idee gekommen die Familien zu zerstören oder den Import von ausländischen Sozialhilfeempfängern oder Kriminellen zu fördern.
Und wenn man Palin mit Billionenweitwerfer und Wundermann Obama vergleicht (der über seine Familienbande bekanntlich die ganze Weltgeschichte repräsentiert), wird man feststellen, dass die Unterschiede gar nicht mal so groß sind.
Nur Palin ist rechts und damit automatisch das Ziel der üblichen Diffamierungskampagnen, Obama ist sozialistisch - weshalb jeder Stuß von ihm wie eine Offenbarung gefeiert wird.
Hat jemand eine Ahnung was der Grund ist für diese unterschiedliche Wahrnehmung?

... das Problem des tendenziösen Journalismus in Deutschland thematisiert, dann fällt der Name Nils Minkmar unweigerlich. Zu Recht. Es gibt in den Artikeln einen Abkehr vom Diskurs, hin zu Diffamierung, die sich einzig und allein auf die soziale Erwünschtheit stützt. Es ist nicht nötig Argumente zu bringen, die "andere Seite" zu zeigen oder zu differenzieren - "wir" sind und einig wer "dumm" ist oder "populistisch". Auseinandersetzung ist nicht notwendig.
In der Medientheorie wird festgestellt, dass die soziale Erwünschtheit links-liberal ist - 2005 haben in deutschen Print-Redaktionen gerade mal 9% CDU/CSU gewählt. Das muss sich in der Tendenz niederschlagen - die Verantwortung der Redaktionsleitung wäre es jedoch diese Tendenz zumindest abzuschwächen. Oder eben den Artikel unter "Meinung" oder "Kommentar" zu führen und nicht unter "Hintergründe".

Die Frage sollte lauten, wer hat Frau Palin gemacht und warum. Die Einfachheit von Frau Palin ist ja wohl unübersehbar. Nur warum bekommt diese Frau solche Unterstützung. Wer hat ein Interesse diese Frau ins höchste Amt der USA zu bringen?
Frau Palin ist wohl eher eine Marionette für die Strippenzieher im Hintergrund. Es warten ja schliesslich neue Heldentaten auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Bedrohlichen Staaten, ich meine Schurkenstaaten, muss schliesslich der Zahn gezogen werden. An der Spitze dieser Staaten stehen natürlich Nordkorea und der Iran. Das Böse dieser Staaten wird uns ja tagtäglich in allen Medien propagandistisch vorgeführt. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt Einiges was in diesen Ländern nach Unrecht schreit, nur dabei wird der ganz normale Unrechtswahnsinn in anderen Ländern vergessen, verdrängt oder bestritten. Wenn dann wieder mal ein Krieg beginnt tun uns sicherlich die Opfer leid. Die Vereinigten Staaten mit einer Frau Palin an der Spitze ein unerträglicher Gedanke!