Kündigte eine harte Opposition an: der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier

SPD-Parteitag

Steinmeier: „Wir werden Druck organisieren“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat eine harte Opposition gegen die Bundesregierung angekündigt. Die SPD werde Widerstand im Parlament und in der Gesellschaft organisieren, sagte er auf dem Parteitag in Dresden.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. November 2009 18:14

@ Manuela Smiles (m.smiles) : Sozis und Demokratie!?!

Sönke Peters (soenkepeters)

Sie schreiben: "FÜR `schwarz/gelb´ hatten sich ca. 34 % der Wahlberechtigten entschieden. Gegen `schwarz/gelb´ dagegen demnach ca. 66 % der Wahlberechtigten."
.
Werte Frau Smiles, es ist immer wieder ein Hochgenuss zu sehen, wie sehr die Demokratie in Deutschland doch 1949 oder 1989 schon so angekommen ist ;-)
Gerade Sie geben ein ganz beredtes Beispiel dafür ab!
Mit all Ihren Rechenkünsten stellen Sie aber letztendlich nicht nur das deutsche freiheitliche Systhem in Frage sondern schreien geradezu lauthals nach Diktatur und Unterdrückung.
... Offensichtlich ist Ihnen aber nicht einmal bewusst, dass Sie einer (nach Ihre Rechnung) 9%-Partei nun "leichtes Spiel" attestieren und was diese Absurdität realiter denn wirklich bedeutete.

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15. November 2009 12:52

@M. Smiles - für die SPD hatten sich ganze 11% der Wahlberechtigten entschieden

Erwin Dufner (victor-d)

traurig, oder Frau Smiles. also 89% waren gegen die SPD. Und da wollen sie uns weismachen, die SPD habe leichtes Spiel? Oder versuchen sie sie sich selbst Mut zu machen.

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14. November 2009 21:25

Politischen Druck durch Schalldruck ausüben?

Peter Zentner (Caterwaul)

Ein wohlmeinender Genosse, so er noch welche hat, sollte Herrn Steinmeier darauf hinweisen, dass unablässiges Fortissimo-Gebrüll im Zeitalter guter Mikrophone und PA-Anlagen lächerlich wirkt. Der Mann verwexxxelt Schalldruck mit Rhetorik — ein typischer Anfängerfehler zwecks Auffettung schwachbrüstiger Argumente. Das wütende Geschrei verzerrt auch das Gesicht höchst unansehnlich, was Steinmeier schon im Wahlkampf viel Sympathie kostete.
Schaum vorm Mund erzeugt keinen politischen Druck, sondern Peinlichkeit. Genosse Gabriel hat dies allmählich erkannt; er vermag hanebüchene Sätze neuerdings durch sprachliche Dynamik (piano, forte, ritardando, accelerando) mit einem Anflug von Redekunst auszustatten. So einfach ist das. Innerparteilich mag es für eine Weile reichen.
Aber so einfach wird's nicht bleiben: Wer noch wählen geht, hört ziemlich ganeu hin.

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14. November 2009 20:06

Schwarz-Gelb ist eine schwache Regierungskonstellation

Manuela Smiles (m.smiles)

FÜR "schwarz/gelb" hatten sich ca. 34 % der Wahlberechtigten entschieden.
Gegen "schwarz/gelb" dagegen demnach ca. 66 % der Wahlberechtigten.

Sigmar Gabriel dürfte in der Opposition ein leichtes Spiel haben. Denn sobald die ca.
30 % an Nichtwähler von der neuen Bundesregierung "zur Kasse gebeten werden", ist zu erwarten, dass diese dann schleunigst zur nächsten Wahl gehen werden.

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14. November 2009 19:16

@ Konstantin Schneider (bundesboy)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sie schreiben: "Insbesondere das Ziel der Konservativen, den weniger Privilegierten demnächst auch den Zugang zur Bildung völlig abzuschneiden, (...)"
.
Mit Verlaub, werter Bundesboy, das einzig Verlogene, das ich hier erkennen mag, ist Ihre Parole, die Konservativen würden weniger Privilegierten schlichtweg von Bildung ausschließen. Einmal davon abgesehen, dass ich es nicht verstehen kann, wieso "der kleine Mann" z.B. für das Betriebs- oder Volkswirtschaftstudium zukünftiger Manager aufkommen soll, wohin gegen diese dazu nicht den geringsten Teil selbst beitragen, ließt sich Ihr Leserkommentar so, als ob Schwarz-Gelb gerade eine Art Neuauflage des >Generalplan Ost< der Nationalsozialisten beschlossen hätte: "Lesen und Schreiben unnötig, nur den eigenen Namen; Rechnen nur bis 100, usw.".

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14. November 2009 18:47

@K.Schneider - eine verlogene Diskussion um Gerechtigkeit - hören sie mit damit

Erwin Dufner (victor-d)

endlich auf. Denn es will niemand irgendeinem Kind einer Krankenschwester den Zugang zur Uni verwehren. Das ist wahrlich verlogenes Geschwätz von Ihnen.
Und es geht auch nicht darum, dass Arbeiter auf die Uni müssen. Es müssen die Besten an den Universitäten studieren. Ganz egal aus welchem Elternhaus sie kommen, Herr Schneider. Das sage ich, der ich aus einer Arbeiterfamilie entstamme und trotzdem auf dem zweiten Bildungsweg studiert habe. Hat es sogar einer auf diesem Wege bis zum Bundeskanzler gebracht. In Hessen hätte es eine Sozialdemokratin auch über den 2. Bildingsweg bis fast zur Ministerpräsidentin gebracht. Wurde uns Gott sei Dank, erspart.

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14. November 2009 16:53

Knallharte Opposition in katastrophalen Zeiten

Konstantin Schneider (bundesboy)

Dass es auch in katastrophalen Zeiten einer knallharten Opposition bedarf, daran werden sich die Deutschen nach langen Jahren der Konsenssucht endlich wieder gewöhnen müssen. Insbesondere das Ziel der Konservativen, den weniger Privilegierten demnächst auch den Zugang zur Bildung völlig abzuschneiden, muss zum Thema gemacht werden. Dabei wird es sehr wichtig sein, dass auch die Krankenschwester, die ihre Kinder nicht zur Uni schicken will, wieder erreicht wird mit Forderungen nach kostenloser Bildung. Denn gerade auf diesem Gebiet, hat eine verlogene Diskussion um Gerechtigkeit viel gesellschaftspolitischen Schaden angerichtet. Viel eher müsste nämlich den Reichen mal das Kindergeld gestrichen werden, damit die Ärmeren studieren können.

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14. November 2009 14:58

Druck von der Strasse ?

wolfgang lotz (faircrestangus)

Wenn man es an den Wahlurnen nicht packt -- dann organisiert man die " Strasse " ! Und das soll die Partei aus dem Jammertal fuehren ? Aehnliches wurde in D. ja schon frueher probiert --- und hat nie gut geendet. "Druck"-machen bringt weder das Land noch die Partei voran. Wie sehr die SPD den Kontakt zu den Beduerfnissen der Menschen verloren hat, zeigt sich mehr als deutlich in den dramatisch geschrumpften " direkt" gewonnenen Wahlkreisen, mehr noch als in dem 20%+ Gesamtergebnis . Die neue Parteifuehrung ist deutlich darauf ausgelegt die linke Seite wieder zu einen -- ob das aber Mehrheiten bringt, wird noch zu beweisen sein. Herr Steinmeier hat 8 Jahre die Politik im Lande entscheidend beeinflusst. Davon kann er sich durch rhetorische Tricks nicht so leicht freimachen, auch wenn die neue Parteifuehrung das von ihm jetzt erwartet. Wer in Zukunft den Ton angeben wird --- die Herren Steinmeier/Gabriel oder Frau Nahles --- das wird den Zuschauern ein interessantes Spektakel bieten ...

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14. November 2009 14:20

Die SPD hat es jetzt sehr einfach

Paul Rabe (heidelpaul)

So wie vorher die FDP kann nun die SPD in der Opposition die wildesten Luftbuchungen machen ohne, daß man sich daran stören würde. Genau wie sich die FDP nicht von den Widrigkeiten der mathematischen Gesetze hat stören lassen als man in der Opposition Steuergeschenke an alle verteilte, so muss sich die SPD in Zukunft auch nicht mehr mit den Grenzen der Grundrechenarten abgeben. Die SPD wird schon sehr bald feststellen wie unglaublich bequem es in der Politik sein kann, wenn nicht der eigene Finanzminister ständig den Miesepeter gibt und einem die schönen Wahlgeschenke schon vor der Wahl kaputt macht. Steinbrück hat verhindert, daß die SPD vor der letzten Wahl Steuergeschenke für alle verteilt hat ohne zu sagen wo man den sparen könnte. Solch Dummheiten werden der SPD in der Opposition jetzt nicht mehr passieren...

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14. November 2009 13:16

Widerstand organisieren......

wolf haupricht (emilgilels)

Steinmeier hat die Wahlschlappe immer noch nicht verstanden und kann diese zudem nicht verdauen, weil er ein Träumer und eben kein Realist ist. Also ein schlechter Verlierer. Hoffentlich kriegt er keine Depressionen.
Im parlamentarischen Raum gibt es doch genügend Raum, mit guten und fundierten Reden das Anliegen seiner Partei einzubringen.
Wenn ich jedoch an die neue Mannschaft denke: Stegner, die 69-prozentige Nahles, Schäfer G. und an der Spitze der "Spitzenpolitiker" Gabriel, der im wirklichen Leben nicht überzeugt hat und vom Sprücheklopfen lebt.
Vielleicht kann Steinmeier diesen "fähigen" Politikern nicht trauen und deswegen Widerstand organisieren. St. ist nicht lernfähig und die meisten in der SPD auch nicht. Also wird diese Partei weiter im Schatten leben und verdorren.

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14. November 2009 13:12

Druck organisieren?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Es sollte der Druck der besseren Argumente und Konzepte sein. Die Sozialdemokraten hatten hinreichend Zeit, sich bereits in der vergangenen Koalition zu profilieren. Sie haben es aus Bequemlichkeit, Ideenlosigkeit, etc. nicht geschafft. Das Land braucht sie dringend!

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14. November 2009 12:30

Die SPD werde „eine Gegenmacht sein, Druck organisieren,

Erwin Dufner (victor-d)

Tja, Herr Steinmeier, wenn der Druck in die richtige Richtung führen würde. Aber sie stellen die einzig richtige Entscheidung der letzten ´Legislaturperiode, die Rente mit 67 schon wieder in Frage. Ist das ihre Gegenmacht. Wählern etwas versprechen, was in die Katastrophe führt? wollen sie die zukünftigen Generationen an die Wand fahren?
Danke, das brauchen wir nicht. Und deshalb ist die SPD abgestürzt. Und das ist gut für das Land.

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