Wikipedia druckt die 55.000 meistgeklickten Begriffen und verkauft das ganze für €19,95 erstmal kein schlechtes Angebot finde ich. Der Brockhaus in einem Band mit 55.000 vom Herausgeber gewählten Begriffen kostet € 24,95.- . Jetzt müsste man die beiden Werke vergleichen - unterscheiden sie sich nur marginal, so ist der Druck Papierverschwendung und somit Umweltverschmutzung - und schädigt das Klima - und in Afrika verhungern deswegen die Kinder - und und und. Sind aber nur wenige Begriffe identisch so könnten sich die Werke ergänzen und man hätte für < € 50.- ein passables Nachschlagewerk --> Man braucht den Computer nicht so oft einzuschalten - das spart Energie - Ressourcen werden geschont - das Benzin wird billiger - in Afrika werden die Kinder satt.
Da ich die beiden Bände nicht vorliegen habe kann ich mir kein Urteil bilden und mir den Kommentar auch sparen können, aber das ist ja das schöne daran, online kann jeder alles kommentieren, wenn in ein Buch ständig jemand hineinkritzelt wird es irgendwann unschön.
Sie meinten wohl bibliophil...? Macht aber in diesem Zusammenhang keinen Sinn, weil ein Wikipedia-Buch sicherlich nicht das begehrte Objekt eines bibliophilen Menschen wäre, eher vielleicht ein Goethe-Original?!!
Wikipedia als Buch ist m.E. unsinnig, da der Wahrheitsgehalt doch teilweise bezweifelt werden darf. Im Internet ist es ok, um schnell mal was zu gucken um sich nach einem kurzen Überblick dann tiefer zu informieren..... aus Büchern.
Weiterhin ist der Clou bei wikipedia ja gerade, dass es sich ständig wandelt, das fällt bei einem Buch weg. Wikipedia als Buch bedeutet, es als ernstzunehmendes Lexikon oder Nachschlagewerk anzusehen.
Wer soll es außerdem kaufen? Vernünftige, tatsächlich bibliophile Menschen kaufen stattdessen lieber einen Duden oder ähnliches, ansonsten werden die meisten Leute beim Internet bleiben.
Wikipedia als Buch hat keine Zielgruppe.
Ich wußte gar nicht, daß jemand, der in Wikipedia schreibt, automatisch sein Urheberrecht aufgibt, sich also ein Verlag die Sachen ohne Einverständnis nehmen und drucken kann (ich vermute mal, das steht im Kleingedruckten).
M.W. ist entgegen der Ansicht der "Pro"-Kommentatorin keineswegs so, daß im Internet veröffentlichtes automatisch von jedem genutzt und gedruckt werden kann. Wer eigene Photos und Texte ins Netz einstellt, behält m.W. an diesen natürlich die Rechte.
Ich bin froh, daß ich nur einmal einen Artikel in Wikipedia eingestellt habe und mir für diesen wenig Arbeit machen mußte, weil ich den Kern ohnehin schon vorher einmal für ein Lexikon geschrieben hatte. Ich hätte auch diesen nicht eingestellt, wenn ich gewußt hätte, daß er einstmals von anderen zum Geldverdienen benutzt würde, ohne daß ich einen Pfennig davon sehe...
wir arbeiten jede woche mit ausgedruckten wikipediaartikeln zur informationsbeschaffung, das heißt aber noch lange nicht, daß ein gedrucktes wiki-lexikon am büchermarkt verkäuflich sein wird. vielleicht zielt bertelsmann auf eine käufergruppe von bibilophilen , ich jedenfalls bewundere den unternehmerischen mut
der bertelsmänner.
Es ist erstaunlich, daß dies heute bereits der zweite (!) Artikel in der Online-Ausgabe der FAZ ist, der Kritik an einer Printversion der Wikipedia übt. Dabei versuchen doch Verlage seit Jahren, ihre Printprodukte auf mangelhafte Art und Weise im Web durchzusetzen. Dies sollte Anlaß dazu geben, zuerst die eigenen Online-Produkte kritisch zu betrachten, statt über die "entgegengesetzten" Bemühungen anderer zu lästern. So ist das Layout der meisten Online-Zeitschriften grausam, Bilder werden nicht HTML-gemäß im Text-Kontext eingebettet, sondern stattdessen durch lästige "externe" Bilderstrecken ersetzt, die womöglich nur mit JavaScript (wie bei der FAZ) zu betrachten sind. Der Artikeltext selbst befindet sich im Browser grundsätzlich auf der linken Seite, ist also nicht ergonomisch mittig plaziert, so daß man den Browser verschieben muß, um ein einigermaßen angenehmes Lesegefühl zu bekommen. In der rechten Spalte befinden sich dann überwiegend überflüssige Informationen, die Ottonormal-Leser ohnehin so gut wie nicht ansieht. Hyperlinks werden oft gar nicht benutzt.
Mein Fazit daraus: Bitte einmal ganz fest an die eigene Nase fassen, liebe Printmedien!
...die zahllosen Mitschreiber an Wikipedia, die sich jetzt stolz ein "echtes" Buch ins Regal stellen können. (Ohne, dass ihre Arbeit von spaeteren Ueberarbeitungen langsam verwischt wird...)
Im Ernst: Warum nicht Wikipedia als Buch? Ist doch eine lustige Idee und schadet der marke "Wikipedia" auch nicht. Verraten fuehlt sich da doch keiner, bei nur 19.99 Euro.
Ernsthaft - Papier hat Vorteile, die auch im Internet gut sind. PDF zeigt es, stabil, festes Layout, kein Grund einen wissenschaftlichen Artikel oder Bücher in HTML zu konvertieren.
Außerdem ist der Artikel "missleading".
Im Buch sind die 50.000 meistgesuchten Begriffe, nicht "wikipedia" - das ist interessant, man stöbert, was die Leute wissen wollen, ganz wie in einem Buch, Begriff für Begriff.
Außerdem kriegt wikimedia einen Euro pro Buch. Das Buch liegt online, wegen der Datenschutzbestimmungen. Auf die Bestimmungen haben sich die sonst "betrogenen" Nerds geeinigt. Jeder kann was damit anfangen und sogar Geld machen…
Danke für die Recherche!
Öhm, was ist mit 1Live -> Domian? ;)
Ansonsten würd' ich mal sagen, dass Verweise und Suchfunktion nicht die einzigen Vorteile der WP sind. Es ist aber durchaus vorstellbar und auch schon immer Teil des Plans gewesen WP-Artikel sinnvoll für den Druck aufzubereiten und letztendlich gedruckte Versionen herauszugeben.
Persönlich sehe ich aber für mich auch keinen Vorteil, mir diese gedruckte Kurzausgabe zu kaufen. Und ob das nun der große Erfolg wird, bleibt abzuwarten.