Da wird gezockt, spekuliert und probiert. Bei Privatbanken habe ich gegen diese Praxis nichts einzuwenden. Jedoch bei Banken, bei denen der Steuerzahler letztendlich die Spielschulden trägt, müssten diese Geschäfte untersagt werden.
...nur ist es im Moment ein recht schlechter Zeitpunkt für schlechte Nachrichten - vor allem: Wer fängt an, seine Geschäfte offenzulegen? Am besten alle gleichzeitig, wer anfängt, verliert. Selbst die Telekom musste schon feststellen: „Wir agieren hier in einem völlig nervösen Markt“ (so ein Sprecher). Da bahnt sich vielleicht eine große Blase an, die, wie im Falle von Bear Stearns, platzen kann.
.....weil sich hier die Spreu vom Weizen trennt. Eine solide geführte Bank mit straffem Management kennt die Risiken, indem sie diese minimiert und rechtzeitig gegensteuert. Wo dies nicht der Fall ist, schwimmt man - aus Unkenntnis - im Mainstream mit und hofft auf ein gutes Ende. Das Ende in diesen Fällen erleben wir nun Fall auf Fall .........
Fazit: Diese Banken müssen unter "Kuratel" gestellt und ggf auf eine neue Grundlage gestellt werden, wenn sie denn überleben.
Es wird alles verzockt.
Nur die Privatanleger sollten bis zu einer Grenze geschützt werden.
Das die Banken sich gegenseitig umreißen, ist nur ein schlaues Gerücht.
Beim Bankencrash würden nur die Zocker umgerissen
Ist nicht ein wesentlicher Effekt dieser Kreditkrise ein gewaltiger Vermögenstransfer über den großen Teich?
Es geht doch immer nur nach dem Motto:
Was soll's, es is ja nur das Geld der Kunden.
Und wenn keines mehr da ist, um das der Steuerzahler
Es muss endlich beendet werden was schon krank anfing. Eine Bank, deren Gewinne in die Taschen von Bankern fliest mag ja einer Wirtschaft gut zu Gesicht stehen. Wenn aber Verlusste auf das Volk übertragen werden handelt es sich um ein krankes System, das schnellst möglich abgestellt werden muss. Milliarden werden hier veruntreut, die aus dem Sozialsystem heraus gespart wurden. Über Nacht werden die Gelder den Ackermännern hinterhergeworfen. Mit welchem Recht bitte. Der Steuerzahler hat nicht das Recht zu bitten, sondern er hat das Recht zu verlangen, zu fordern. Auch wenn der Rentner 2008 11 im Euro im Monat geschenkt bekommt( die er 2012 zurückzahlen muss...... )der Wähler kann unterscheiden, zwischen wirklicher Arbeitnehmerfreundlichen Politik und vorgeheuchelter Vorwahl Politik der Regierung Merkel/ Beck. Die Arbeitnehmer uns Steuerzahler haben erkannt dass FDP und CDU/ SPD keine Arbeiternehmerpartei sind .
Den Luxus, als Arbeitnehmer SPD/ CDU zu wählen , haben wir uns zu lange geleistet. War es doch ein Makel- ein Arbeiter zu sein. Endlich wird auch den letzten Akadekikern und Jungmanagern bewusst, dass auch Sie abhängig Beschäftige sind. die hier verarscht und veraten werden. Wo bleben denn die Rentenlmilliaden ?
Erstaunlich ist nur, daß offenbar kaum jemand sonst wissen wollte, wie das so erfolgreiche Geschäftsmodell genau funktionierte.
Dabei gab es alles schon mal, zum Teil:
- Die unerschöpfliche Geldquelle gab es nach dem Krieg, als deutsche Banken nicht handlungsfähig waren, für Rudolf Münemann bei der BfA - allerdings immer nur für einen Tag, wie das Gesetz es verlangte.
- Wenn er damit seinerzeit die deutsche Industrie mit langfristigen Krediten finanzierte, war das die klassische Methode "aus kurz mach lang".
- Das ging gut, bis die BfA für ihr Revolver-Tagesgeld mehr Zins verlangen mußte, als die langfristigen Darlehen an Krupp und Co. einbrachten.
Aber die Kreditnehmer waren in Ordnung.
Genau das ist nun anders.
Subprime-Qualitäten von schlechter Qualität zu prädikatisieren indem über die Zeitschiene Unterschiede kreiert werden, die in AAA gipfeln, ist nicht einmal sonderlich intelligent. AAA sind all jene, die zuletzt insolvent werden.
Kurzfristig mit Dreimonatsgeld wurden die daraus strukturierten langfristigen Anleihen refinanziert, was schiefging, als die Qualität der Basis-Kreditnehmer als subprime erkannt wurde.
Diesmal war es nicht der Zins, sondern die Qualität. Aber sonst ?
Ich möchte mal behaupten, dass unter der Führung von Josef Ackermann diese Probleme der IKB u.a. nicht entstanden wären.
Wenn schon unter staatlicher Hoheit Kredite vergeben werden, schließt das nicht aus, dass Bankfachleute die Vergabe einschl. Abwicklung in den Händen haben.
Bei der IKB scheint es unzureichende bis keine Kontrollmechanismen zu geben, die derartige Fehlergebnisse verhindern. Ich bin es daher leid, immer wieder bei Versagen von staatlich kontrollierten Einrichtungen mit meinen Steuergeldern einzuspringen.
Mord verstößt aus gutem Grund gegen unsere Gesellschaftsordnung, das genau dürfte auch der Grund sein wieso er (zum Glück) so selten vorkommt.
Wäre Mord legal, dann würde man sich auf den Straßen wohl kaum noch vor Raubmördern sicher fühlen, den nur moralische Apelle haben noch nie viel geholfen wenn Menschen folgenlos ihren Vorteil mehren konnten.
Bankmanager die sich hohe persönliche Provisionen 'erzocken' und damit das ganze Weltfinanzsystem aufs Spiel setzen handeln völlig legal und sie werden es wieder und wieder tun solange man nicht die gesetzlichen Regeln ändert.
Sie müssen es sogar tun, denn sie werden an der Rendite im Vergleich zur Konkurrenz gemessen.
Wenn Manager die Rendite zu Gunsten langfristiger Werterhaltung kurzfristig schmälern wird man ihnen im System des gegenwärtigen globalen Kapitalismus, der leider immer nur bis zur nächsten Quartalspressekonferenz denkt, den Stuhl vor die Tür setzen, weil der Konkurrent dann die besseren Zahlen vorweisen kann.
Es ist an den Politikern die Regeln zu ändern, die Manager können nichts dafür, die spielen nur innerhalb des Systems.
Herr Weitzel, wie naiv sind Sie et. al. denn? Was glauben Sie denn, was in Banken für Zwänge herrschen? Was da abgeht? Wie sagte Herr Stuhlmann von der WestLB doch gerade noch mit entwaffnender Offenheit: wir haben nichts anderes gemacht als andere auch. Wollte damit sagen: die vermeintlichen Chancen ergriffen. Wie sagte Müller/Commerzbank ebenfalls gerade: ich bin mit meinen 750.000 Euro nicht mal unter den 250 Topverdienern meiner Bank. Ja was treibt denn diese 250 Topverdiener bei der Commerzbank? Meinen Sie etwa, die ließen eine Gewinn- oder Bonus-Chance irgendwo rumliegen? Was läuft denn gerade für eine Diskussion um die 'Drückermentalität' bei den Banken an?
Herr Rabe, Ihnen muß heftig wiedersprochen werden. Wenn einer mordet, ist dies noch lange nicht Anlaß für alle zu morden. Auch im Fußball können Regeln geändert werden.
Es gab Zeiten, auch bei Banken, und damals gab es auch Wettbewerb, da war man an langfristiger Stabiltät interessiert, weil nur dies den langfristigen Gewinn und die Existenz der Bank, und auch sonstiger Unternehmen sicherte.
Seit aber der Geldverbrenner, Reuter, bei Mercedes-Benz, den Begriff "Shareholder Value" nicht richtig verstanden hatte, meinte nun jeder, jedes Quartal entscheidet über Sein oder Nicht Sein. Es liegt also nur am Menschen.
Die Rabesche Systemsichtweise ist schlicht marxistisch.
Es gibt Banken, die haben auch derzeitig keinen Wertberichtigungsbedarf und machen trotzdem Gewinne.
Es fehlt meines Erachtens nach bei vielen Verantwortlichen in den Finanzinstituten an dem , was im angelsächsischen "Personal Standing" genannt wird; d.h. Charakter : Der Mut, aufgrund besseren Wissens und Überzeugung gegenüber Spielern unpopulär "Nein" zu sagen und dies aus Verantwortungsgefühl.
Mit Anglizismen kann langfristig eben nicht der opportunistische, liederliche Umgang mit der Materie übertüncht werden. Jetzt ist mehr denn je echtes Fachwissen und seriöser Umgang mit der Materie gefragt. Wird das denn an den aktuellen "Financial Schools" ausreichend vermittelt ? Nach den jüngsten Eindrücken eher nicht !
Nach dem Artikel zu urteilen, bekommen einige immer noch nicht den
Hals voll.
Auch habe ich den Eindruck, dass die Bankchefs nicht alle Schwierigkeiten so richtig aufdecken wollen (außer Einzelpersonen, die schon nach Staatshilfe rufen), damit
der Riesenverlust der entstanden ist entweder ganz vertuscht oder nach und nach
der Öffentlichkeit präsentiert werden soll!
Mein Vertrauen zu Banken und deren Mitarbeiter ist schon seit vielen Jahren stark
gestört und wird sich, gerade nach den Ereignissen der letzten Monate, wohl auch in naher Zukunft nicht ändern.
Man nehme einmal an es wäre im Fußball erlaubt dem Gegner von hinten die Füße wegzuziehen.
Wie würde wohl ein Fußballspiel aussehen ? Würden da Apelle helfen, daß 'Foul' unmoralisch ist oder würde irgendwelche Aufrufe zu mehr 'Ethik' helfen ?
Wohl kaum. Denn wer darauf verzichten würde den Gegner derart unsanft zu behandeln würde jedes Spiel verlieren.
Das gleiche gilt für den Kapitalismus. Wer mitspielen will muss bedingungslos die Rendite steigern und darf keine Rücksicht darauf nehmen, daß Risiken zu hoch sind, Mitarbeiter darunter leiden, man Vertrauen verspielt oder die Umwelt schädigt.
Die Konkurrenz hält sich ja auch nicht daran.
Die Banken und ihre Mitarbeiter standen und stehen unter dem Druck ständig die Rendite steigern zu müssen. Da zählt immer das nächste Quartalsergebnis und nicht langfristige Stabilität oder Nachhaltigkeit
.
Solange dieser kapitalistische Druck da ist, wird man noch viele schmerzhafte Zusammenbrüche auch in Zukunft erleben.