Entertainer? Eine promovierte Physikerin. Ein promovierter Jurist. Ein Pfälzer in Berlin. Hat Deutschland die besseren Politiker? Wohl kaum. Obama ist ein politisches Naturtalent und wer die gestrige Rede verfolgte, war einfach begeistert! "Yes, we can" lautet sein Wahlspruch. Hört sich das nicht besser und optimistischer an als die unsäglichen Reden der Merkels, Steinmeiers und Becks an? Ich denke, ja.
wie entscheidet die deutshe regierung, wenn ein irgendeiner senator der republikaner oder der demokraten des weissen hauses in amerika in berlin eine wahlkampfrede halten möchte ?
Wer weiß schon etwas von Herrn Obama und seinen Ansichten? Kaum einer kennt sein Programm, seine Ansichten und seine Chancen, Präsident zu werden. Der mediale Hype hierzulande vermittelt so gut wie nichts, lediglich Plattitüden. Dann kommt Obama nach Deutschland und alle begrüßen ihn - größtenteils völlig nichtsahnend - wie einen Popstar. Am Ende behaupten einige noch, daß sich einige Politiker hierzulande was schämen sollten, nicht so viele Menschen in ihren Bann zu ziehen. Denen kann man wiederum nur vorhalten: wenn auch nur ein Bruchteil von Hype um Politische Programme und Personen von unseren Medien gemacht würde, dann könnten auch hierzuande Polit-Popstars erzeugt werden. Nur das will wiederum keiner so richtig - weder einen deutschen Politstar (denn sie sind ja angeblich alle grundsätzlich schlechte Menschen) noch will die Medienlandschaft auch nur eine differenzierte Aufarbeitung politischer Themen über den Sender gehen lassen (dann müßte man unter viel zu vielen Sachzwängen argumentieren und kann nicht mehr drauf losballern). Ergo importiert Deutschland seine Politikstars seit jeher. Das ist so herrlich unverfänglich und um Inhalte geht es niemals dabei - wie schön einfach kann die Welt sein.
Es ist natürlich so, dass wir uns über den Besuch des designierten US Präsidentschaftskaten der Demokraten freuen. Es ist aber auch so, dass man das Gefühl nicht los wird, dass er uns nur als Showbühne für seiene amerikanischen Landsleute instrumentalisiert hat. So wirkt er natürlich auf seine Wähler überzeugender, wenn auch die bisher so kritischen Deutschen ihm zujubeln.
Erst einmal gleiche vorne weg, für mich ist Obama ganz klar der bessere Präsidentschaftskandidat. Er setzt auf Kooperation und Kommunikation und nicht auf fundamentalistische göttliche Eingebungen. Meine Hoffnung besteht darin das er einfach frischen Wind in die Weltpolitik bringt ohne durch idiologische Überzeugungen voreingenommen zu sein. Er will mit jedem der dazu bereit ist Verhandlungen aufnehmen und nicht einfach in ein Land einmarschieren ohne die Zustimmung des UN- Sicherheitsrates, behauptet er zumindest im Moment noch. Mr. Obama vermittelt jedem Einzelnen der ihn reden hört das Gefühl etwas wert zu sein, besser gesagt gebraucht zu werden und sind wir mal ganz ehrlich wem gefällt das nicht. Aber gerade darin sehe ich die größte Gefahr für uns Europäer, denn eins sollten wir uns immer wieder ins Bewußtsein rufen Obama ist wenn dann Präsident der Vereingten Staaten von Amerika und nicht der der EU. Er weiß sehr wohl wo die Interessen der USA liegen und wo nicht (siehe Airbus vs. Boeing). Und auch er wird im Zweifelsfall immer schneller zu den Waffen greifen als wir Europäer und speziell wir Deutschen es tun würden... Also egal wer es wird, wir sind keine Amerikaner und das ist auch gut so!
Der neue Kennedy, der Anti-Bush, der Junge, der Frische, der Aufbruchmann- genau das, was die deutsche Partybevölkerung zurzeit so braucht. Gute Unterhaltung eben, gleich ob Loveparade, Welt- und Europameisterschaft, und nun eben der Nochnichtkandidat. Zusammen mit Zehntausenden anderen jubeln ist einfach schön und steckt ja auch an. Zugegeben, die Auftritte Obamas und auch seine Biografie machen Hoffnung, dass sich etwas in der verkrusteten und von zuviel Wirtschaftslobbyismus dominierten amerikanischen Politik ändert. Warten wir es ab: Charisma kann in Wahlkämpfen vielleicht etwas bewegen. Afghanistan, Irak und Iran: das sind die Themen bei denen angesichts der ungewissen Entwickling gar keine Ankündigungen geben KANN: Obama wird weder den Taliban- und AlQaida-Terroristen das Feld überlassen, noch seine Truppen aus dem Irak zurückziehen können und auch nicht den Mullahs im Iran erlauben, die Atombombe zu bauen. Und zu dem hierzulande heftig diskutierten von der jetzigen Administration geplanten Rekatenschutzschild in Polen und Tschechien gab es leider auch noch keine griffigen Aussagen. Und das USA und Europa zusammenarbeiten müssen, die Klimakatastrophe abzuwenden ist und sich alle lieb haben sollten, ist ja nicht viel Neues.
Danke Herr Feldmann... trotz das ich Amerika (nicht USA)-Fan bin, kann ich diese Implizierung des Gutmenschens Obama - den bis vor ein paar Monaten kein Deutscher kannte & den wir auch jetzt noch nicht kennen - nicht gutheissen. Es kann nur der blinden Hoffunung zugetragen werden, dass man nun glaubt, mit diesem einen Mann & seinem kleinen Senatsumbau in spe. sich nun alles auf der Welt zum Besseren ändern wird. Ein jeder sollte sich überlegen, ob er als Deutscher oder Franzose denn so etwas noch für sein eigenes Land glaubt, dass mit dem Wechsel des Kanzlers oder Premieministers sich etwas grundsätzliches ändern würde oder ob es das bisher getan hat? Im Beispiel USA müssen wir zudem den Umstand hinzurechnen, dass das Land kommend in einen massiven Protektionismus verfallen wird & den wirtschaftlichen & politischen Machterhalt auf der Welt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln erzwingen wird. Denn das fehlende Interesse für "das Ausland" widerspiegelt sich in selbigen Egoismus - erst wir, dann lange nix & dann ihr! Die Hoffung eines Kanzlers in spe - W. Steinmeier, der gerade seine Hausaufgaben am Hindukusch erledigt - kann demzufolge nur Einfluss darauf haben, an welcher Stelle wir nach dem langen nix kommen werden.
Das Obama, wenn er denn Präsident würde, beim Kampf gegen potentielle 'Bösewichte' inzwischen wohl wirklich 'leere Hände' hätte, ist ja nicht seine Schuld sondern die seines Vorgängers. Der hat das millitärische und finanzielle Potenzial der USA sinnlos im Irak Krieg verpulvert. Der hat es mit dem Einsatz von 2000 Milliarden Dollar nichtmal geschaft einen einzigen Mann (Osama Bin Laden) zu fassen. Dem seine Schuld ist es, daß die USA jetzt nicht mehr die Kraft haben dem (wesentlich stärkeren, größeren und mittels China, Russland und Ölmilliarden sehr gut gerüsteten) Iran gegenüber zu treten. Das Obama daraus gelernt hat, könnte auch seinen Landsleuten gefallen, die nämlich mussten und müssen noch die offenen Rechnungen begleichen, die ein Bush ihnen übrig läßt.
Die auch hier in einem Beitrag vertretene Meinung -der Drogenanbau und -handel blühe erst seit dem Einmarsch der westlichen Truppen und dem Ende der Talibanherrschaft richtig auf-zeigt wieder einmal,wie wenig eigentlich über Afghanistan in Deutschland bekannt ist. Genauso wenig wie die Taliban den von ihnen weithin postulierten Anspruch auf ein "friedvolles und gerechtes islamisches Paradies" erfüllten und überhaupt erfüllen wollten (!),genauso wenig haben diese Herren auch vom Drogenanbau gelassen. So berichtet die Wochenzeitung Zürich am 4. Oktober 1996 (!): "....was die Taliban nicht davon abhielt, im großen Maßstab Heroin zu produzieren und damit zu handeln. ...heute spricht alles dafür, daß auch die Tailban mit Drogen gute Geschäfte machen. Schließlich handelt es sich um das einzige weltmarktfähige Exportprodukt des Landes. Die Einnahme Kabuls und der weitere Vormarsch nach Norden dürfte zum großen Teil durch Drogengelder finanziert sein." Drogenspezialisten der Vereinten Nationen schätzen 2007 den Exportwert des afghanischen Opiums auf rund vier Milliarden Dollar. Etwa ein Viertel dieses Erlöses bleibt bei den Bauern, den Rest teilen sich Taliban, lokale Warlords und Schmuggler.
Der Mann kennt nichtmal seine eigene Kirche. Erst spät hat er gemerkt, wie sehr die Pastoren seiner kirche ihm geschadet haben. Sehr bald wirde er erkennen müssen, wie sehr die 200 000 Deutsche ihm schaden werden. Auch sein Vorgänger, Carry, hat erst zuspät erkannt, wie sehr seine "Freunde" um Michael Moore ihm schadeten. Die 200 000 deutsche "Freunde" des Obama werden bald in den amerikaniaschen Medien ihn an die deusche Liebe zu undemokratischen Verhältnisse. Und es sind die Amerikaner die über ihren Präsidenten entscheiden, nicht wir! Es ist sehr entäuschend, dass es wieder eine ganze generation unserer Landsleute gibt, die sich falschen Versprechungen hingeben. Denn wer von den 200 000 Deutschen hat den ´Mann gefragt wie er mit leerer Hand die Gewaltherrscher der Welt in Schach halten will, geschweigen denen das mörderische Handwerk legen will? Diesen Fragen geht er daheim immer aus dem Wege.
The walls between the countries with the most and those with the least cannot stand. The walls between races and tribes; natives and immigrants; Christian and Muslim and Jew cannot stand. These now are the walls we must tear down." Die Mauer in unsere Gesellschaft zwischen einheimischen Bürgern und Immigranten hat mich nachdenklich gemacht. Wie viel Genrationen brauchen wir eigentlich um die Immigranten endlich als deutsche zu akzeptieren? Wie viel Generationen müssen in Deutschland zur Welt kommen um sich endlich als deutsche zu fühlen? Ich denke wir haben nicht nur Pflichten in Afganistan, aber auch in Deutschland!
wurde die Forderung an Deutschland weitere Truppen nach Afghanistan zu senden. Aber was sollen deutsche Soldaten schützen, wenn sie nicht schon kämpfen wollen/können? Die afghanische Staatsführung ist durchsetzt von Drogenbaronen, die die Welt mit Heroin versorgen. Mittlerweile wird ist nicht mehr Rohopium Haupteinnahmequelle des Landes sondern Heroin, das in Fabriken vor Ort hergestellt wird. An der Pakistanischen Grenze stauen sich die LKW um Chemikalien nach Afghanistan zu bringen, die Konvois werden von bewaffneten Milizen geschützt bis sie die Heroin-Fabriken erreicht haben. Die Familie Karsai, die Governeure und Staatsminister verdienen daran Millionen, um das zu verdecken wird den Taliban vorgeworfen sich aus der Drogenproduktion zu finanzieren. Dabei weiß jeder Afghane, das unter der Taliban-Herrschaft es kaum noch einen Anbau gab, geschweige denn kannten die Afghanen Heroin. Nun, ich frage mich was wir dort unterstützen wollen? Einen Drogenstaat? Warum tun die Besatzungstruppen nichts dagegen. Das die Bauern auch anders überleben können, haben sie unter den Taliban bewiesen. Offenbar soll die Aufrüstung der afghanischen Armee, Polizei, Milizen aus Drogengeldern finanziert werden- unter Anleitung der CIA.
Die in verschiedenen Beiträgen vorgebrachten Bedenken bezüglich des gestrigen Auftritts von Barack Obama hat nichts mit seiner Parteizugehörigkeit zu tun, wie ein Vorredner meinte. Es geht mir persönlich zum einen um das wieder einmal völlig irrationale Verhalten der deutschen "Obama-Fans", die sich dessen ganz sicher nicht mehr erinnern, wenn dann der Präsident Obama anfängt, mit den Deutschen Tacheles zu reden. Hier wird etwas in einen kühl kalkulierenden Machtpolitiker hinein interpretiert, was nicht mal im Ansatz gerechtfertigt ist. Es müsste doch jeden verständigen Menschen stutzig machen, dass Obama sich bezüglich konkreter Aussagen zu seiner Poltik bemerkenswert zurückhält. Dies ist durchaus verständlich, wenn man berücksichtigt, dass sich an den weltpolitischen Rahmenbedingungen auch für den Präsidenten Obama nichts wesentliches ändern wird. So wird den "jubelnden Massen" ihr "Hosianna" wohl im Halse stecken bleiben, wenn der real agierende US-Präsident Barack Obama sie dann in 12 Monaten doch wieder ein bißchen an den guten alten George W. Bush erinnern sollte. Ich freue mich jetzt schon auf das dann einsetzende Gezeter...
Dieser Mann ist ein Blender, ein Politiker OHNE jegliche Regierungserfahrung, der jedem alles verspricht weltweit. Berlin ist mit seiner Geschichte hier richtig missbraucht worden. Alle Medien tragen eine eklatante Mitschuld, dass dieses Marketingprodukt derart perfekt europaweit vermarktet wird. USA intern ist dieser Mann ebenfalls eine Herausforderung: seine Armee, die sich im Krieg befindet mit seinem Marketing Coup intern direkt an der Front zu belasten ist der Gipfel des politischen Egoismus. Dieser Mann kommt der biblischen Beschreibung des Anti-Christen am Nächsten.
Dieser Mann hat viel verstanden und weiss gut worauf es in Zukunft ankommt. Mit seiner Rede hat er die zeitweilig gekappte Verbindung für die gemeinsamen Visionen amerikanischer und europäischer Bürger wiederhergestellt, den Utopien eines John Lennon würdig. So könnte das dritte Jahrtausend im Januar 2009 vielleicht endlich beginnen, denn es gibt viel zu tun, nachdem sich Amerika unter G.W.Bush so eingeigelt hat und unter McCain ganz sicher nicht von diesem Pfad abweichen würde. McCain glaubt weiterhin, die Amerikaner könnten noch nachträglich den Vietnam-Krieg gewinnen oder im Irak viele Blumentöpfe. Diese Politik ist von gestern und insofern nur für Menschen attraktiv, die es sich bequem machen wollen in ihren überkommenenen Weltbildern.