Rede in Berlin vor mehr als 200.000 Zuhörern

Obama wirbt für transatlantischen Neuanfang

Bei seiner Rede an der Berliner Siegessäule benutzte der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama die Luftbrücke zur Rettung der Stadt 1948 und die Berliner Mauer als Leitmotiv. Anders als die Präsidenten John F. Kennedy, Ronald Reagan und Bill Clinton verzichtete er darauf, einen Satz auf Deutsch zu sagen.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juli 2008 11:03

PR Show fürs amerikanische Fernsehen

Volker Klär (bikesilversurfer)

Diese Veranstaltung war eine reine PR fürs amerikanische Wahlvolk. Die deutschen Zuhörer wurden damit als Statisten degradiert. Zudem tendierte der Aussagegehalt der Rede gen Null. Daher ist die gehypte Mediendarstellung über Obama nicht nachvollziehbar. Bedenklich ist jedoch, dass es mittlerweile offensichtlich Mode ist, ausländischen Wahlkampf auch in Deutschland auszutragen. Erst Erdogan, jetzt Obama - obwohl noch nicht einmal Präsident. Daher sollte sich auch die Bundesregierung mit ihrer Hoffierung zurückhalten.

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25. Juli 2008 11:01

Europäer in die Pflicht

Wolfgang Schaefer (schaeferw)

Werden die, die ihm an der Siegessäule zugejubelt haben (konnten die überhaupt englisch?) auch noch jubeln, wenn er von uns mehr Truppen in Afghanistan, mehr Engagement im Irak und mehr Truppen sonst wo fordert? Wer ihm genau zugehört hat, findet neben allem Visionären viele uramerikanische Positionen. Darin unterscheidet er sich weder von Bush noch von McCain. Ich bin sehr im Zweifel, welcher Präsident für uns Europäer der bessere wäre, falls es darauf - global gesehen - überhaupt ankäme. Wenn man den Wahlkampfkarneval mal wegläßt, bleiben ein paar Sprechblasen, an die er sich hoffentlich erinnert, wenn er es schaffen sollte: Daran habe ich meine Zweifel. McCain wäre für mich - wie für die meisten Amerikaner - nicht nur deshalb die weniger riskante Wahl, weil er konventioneller 'rüber kommt, sondern weil er - Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern - seine Haut für sein Land zu Markte trug und dabei Charakter bewiesen hat. Mir persönlich wichtiger als Showtalent.

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25. Juli 2008 10:59

Mit Obama...

Marko Zweigler (zweigi)

...wäre endlich ein Neuanfang möglich.

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25. Juli 2008 10:29

Die Pflichten Deutschlands…

Roland Wolf (wolf99)

…sind es nicht, die von Bush & Co. vom Zaun gebrochenen Probleme auf der Welt mit zu beseitigen. Vielmehr sehe ich es als eine Pflicht der Amerikaner an endlich wirkliche Weltprobleme wie Umweltschutz, den Mangel an Menschenrechten (siehe Guantanamo und nicht Anerkennung des UN Gerichtshofes seitens der USA), intelligente und gerechte Ressourcenverteilung und Ernährungsfragen anzugehen und nicht wie bisher zu blockieren.

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25. Juli 2008 10:11

Warum Obama gut ist...

Paul Rabe (heidelpaul)

weil er ganz offensichtlich ein Gespür hat die richtigen Leute um sich zu sammeln, denen es gelingt auf dem schmalen Grat zwischen perfekter Wahlkampfinszenierung und peinlichem Größenwahn zu wandeln. Obama stand vor der großen Gefahr als 'amerikanischer Präsident' zu wirken, obwohl er es gar nicht ist. Das wäre ein tödlicher Fehlöer gewesen, solch eine Anmaßung wird in den USA nicht verziehen. Aber wie schon in dem extrem schwierigen Wahlkampf gegen Hillary Clinton hat sich gezeigt, daß die Maschine von Obama fehlerfrei läuft, er hat sich keine Blöße gegeben. Es ist schon erstaunblich wie es jemand ohne besondere Wahlkampf oder Parteierfahrung geschafft hat in so kurzer Zeit ein so gutes Team aufzubauen. Wer solch ein schwieriges Projekt so gut anfasst, der ist für jede Führungsaufgabe geeignet. Meinen Respekt, der Mann ist gut.

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25. Juli 2008 09:59

Es wuerde mich interessieren ...

Björn Opitz (hrbjoern)

... wie viele der hier schreibenden Obama-Kritiker eine genau gleichlautende Rede von John McCain in hoechsten Toenen loben wuerden. Transatlantische Freundschaft! Opfer bringen fuer die Freiheit! Kampf gegen den islamistischen Terror! - Es waren doch alle Schlagworte da, die man hierzulande auf der konservativen Seite gerne hoert ..? Aber nein, wenn ein Demokrat sowas sagt, dann kann das nicht gut sein. --- Und zum Abschluss noch eine Vorstellung, die zumindest mich gestern Abend amuesiert hat: Frank-Walter Steinmeier vor 200.000 Amerikanern in Washington.

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25. Juli 2008 09:51

Jubelaufmärsche sind eine alte deutsche Spezialität

Klaus Steffen (krs)

Nur mal für den Fall, daß Obama tatsächlich Präsident wird: Wer von den deutschen Jublern in Berlin wird den Mut haben zu bekennen, gejubelt zu haben, wenn die gleichen 200.000 vorhersehbar gegen die amerikanische Politik des Obama protestieren werden? Kann man sich vorstellen, Obama für etwas zu preisen, was unter Bush des Teufels war? Es könnte für die Jubler wieder mal peinlich werden. In der deutschen Heimat der irrationalen Politik erinnert so manches an Brot und Spiele. Jubelaufmärsche Hunderttausender ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Phasen deutschen Empfindens des Polit-Zeitgeistes der letzten 80 Jahre. Das erzeugt ungute Gefühle in Erwartung der kalten Dusche. Die Enttäuschung der Jubler wird sich entsprechend irrational äußern. Helden ohne -Platz...

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25. Juli 2008 09:45

Merkel hält vor Freiheitsstatue Wahlkampfrede

thomas fix (fixit)

Was würden wir sagen, wenn Frau Merkel eine Wahlkampfrede vor der Freiheitsstatue in NY halten würde? Um mit Charles Krauthammer zu sprechen: Was denkt sich eigentlich Obama, wer er ist? Thomas Fix

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25. Juli 2008 09:42

Idealismus und die Suche nach dem "Anderen"

Wolf Waschkuhn (wwaschkuhn)

Die Deutschen haben von jeher einen Hang zu Idealisten und dem "Anderen" gehabt - Marx und Engels sind nicht umsonst in Deutschland geboren und, den Wahlergebnissen zufolge, im Kern immer noch verehrt, Adolf Hitler hat ebenso fruchtbaren Boden gefunden, heute werden die Deutschen mehr vom fernen Dalai Lama begeistert denn von den Kirchen, obgleich sie es sind, die die Seelsorge vor Ort leisten, Kindergärten und Krankenhäuser betreiben, ganz zu schweigen von der heimlichen Liebe mit den doch so exotischen Muselmanen und der schönen, multikulturellen Gesellschaft. So ist es auch mit Obama. So ist die Obama-Begeisterung mehr ein Spiegel der inneren Befindlichkeit vieler Deutscher denn ein Ausdruck der Befürwortung aktueller politischer Aussagen. Von den Letzteren ist ja nur Wolkiges zu hören. Der Mann mag ja in Ordnung sein, etwas mehr Realismus und auch Neutralität im Verhältnis zum Gegenkandidaten jedoch wäre angebracht.

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25. Juli 2008 09:27

Das Phänomen "Obama"

Richard Feldmann (RF-RH-DE)

Es ist schon sehr bemerkenswert, wenn man erlebt, wie "die Deutschen" in Scharen dem Politiker hinterherlaufen, der ihnen das sagt, was sie hören wollen. (Beispiele in der Geschichte gibt es dafür ja genügend). Die "Amis" sind da wohl Gott sei Dank etwas anders gestrickt. Wenn man das Phänomen "Obama" einmal nüchtern analysiert kommt man zwangsläufig zu dem Ergebnis, dass er nur das eine Ziel hat: nämlich Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.. Für dieses Ziel zieht er alle Register. Wer sich allerdings ein ganz klein wenig in den Spielregeln der großen Politik auskennt, der weiß, dass das Amt, wenn man es dann erreicht hat, seine eigenen Gesetze hat und die meisten der guten Vorsätze, so sie denn überhaupt ernstgemeint waren, an den harten Realitäten der Realpolitik scheitern. Und sollte er zu sehr versuchen, gegen die Interessen der tatsächlich Herrschenden zu agieren, wird sich mit Sicherheit sehr bald wieder ein Lee Oswald finden...

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25. Juli 2008 07:33

Ausenpolitik?

heinz herzing (heinz48)

Es gibt keine Deutsche Ausenpolitik ohne die USA , es gibt die verteidigung Deutschlands in Afgahnistan die eindrucksvoll belegt wie sich die USA Europäisches Militärpotential zu eigen macht. Ein Land wie Deutschland mit Amerikanischen Atomwaffen auf seinem Boden auf das keinerlei einfluss besteht kann man nicht ernst nehmen. Der Ganz grosse gewinner der Globaliesirung China zeigt in Afrika wie man sich ohne Militärgedöze Rohstoffe sichert , der Erfolg müsste den Konzernen eigentlich Angst machen , denn so einfach einen Unliebsamen Kandidaten Töten zu lassen wie in der Vergangenheit geht nicht mehr ( zb : Aliende ) die verlogenheit der Entwicklungshilfe ist nur eins von vielen Beispielen und genau das funktioniert nicht mehr . Die USA hat sich selbst gegen die Wand Gefahren sie ist dabei an der Grenzenlosen gier nach immer mehr zu Ersticken aus eigener Kraft schafft sie es nicht mehr ihre Vorstellungen zu verwirklichen deshalb das auffeinander zugehen , die unfähigen Europähischen Vassalen Staten ( die EU ist und bleibt nicht mehr als eine Freihandelszohne ) wissen das . Sie werden verzweifelt nach gründen suchen die dem Gemeinen Volk die Notwendikeit erklärt weiter im Hintern des mächtigen Freundes zu Verbleiben.

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25. Juli 2008 06:57

Obamania

Uwe Wagner (ariel07)

There's no business like showbusiness. Nachdem ich Obamas Rede in Berlin gehört habe, hoffe ich, dass der rechtschaffene Kandidat, John McCain, nächster Präsident der Vereinigten Staaten wird.

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25. Juli 2008 06:26

Deutschland ist beeindruckt von diesem kraftvollen Redner

Frank Muschalle (Royalflush)

Ich habe seine Rede live gehört und bin beeindruckt. Wieviel Kraft doch von einem Politiker ausgeht, der um seine Wähler kämpft. Und das macht ihn auch in Deutschland so populär, weil wir nichts mehr entbehren als gute Politiker, die etwas zu sagen haben. Obama ist ein wohltuender Unterschied zu unserem schlechten Teleprompterableser aus dem Schloss Bellevue und zu unserer rhetorisch völlig unterentwickelten Kanzlerin. Und zu unserem politisch desinteressierten "Regierenden" Bürgermeister. Und es wird klar: Wem es an überzeugender Sprach fehlt, dem fehlt es auch an politischer Idee! Es wurde deshalb auch klar, warum sie allesamt Kameratermine mit Obama mieden: Sie spüren und fürchten den Qualitätsunterschied, der ihren Wählern in dem Moment schmerzlich und peinlich berührend bewusst werden würde.

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25. Juli 2008 02:15

Nach DW waren 200 000 beim Obama

Josef Bujtor (Mramorak)

Es ist traurig mit anzusehen wie soviele junge Deutsche immer noch anfällig sind für politische Erlöser. Und als nichts anderes gibt sich der Herr Obama aus. Seine Berater wissen sehr wohl, dass man in unserem Lande mit solchen Reden ankommt. Jetzt aber müssen die das in das amerikanische Alltagsleben umsetzen - was sicherlich nicht leicht sein wird. Denn so schlau sind seine Berater doch nicht, sonst hätten sie ihn nicht nach Europa geschickt. Man wird es ihm besonders verübeln - was die linken Zuhörer in Berlin gerne hörten - dass er die Niederlage des Kommunismus so vereinfachte, dass das alles OHNE die USA ging. Und die vielen Latinos in den USA werden ihm auch verübeln, dass er Rom und Madrid ausgelassen hat, der hat die falschen Berater. Die Niederlage des Kommunismus in Europa geschah unter repuplikanischen US-Präsidenten! Unter dem demokratischen Präsidenten Clinton hat der Terrorismus freie hand.

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24. Juli 2008 23:55

Die Plattitüden des hybriden Mr. Obama

joachim bovier (jbovier)

Diese an Plattitüden nicht zu überbietenden Rede des hybriden messianischen Präsidentschaftsbewerbers der Demokratische Partei lässt Schlimmstes befürchten, für den Fall, dass dieser Weltreisende aus Illinois tatsächlich US Präsident und damit Anführer der freien Welt würde. Nachdem es Obama aber nun einmal gelungen ist, die pragmatische Hillary Clinton mit seine inhaltsleeren Worthülsen aus dem Feld zu schlagen, ist der republikanische Senator McCain die letzte Hoffnung. Was immer man gegen George W. Bush sagen mag, unter einer Administration Obamas wird sich Europa nach ihm zurücksehnen - jetzt ist es an den Amerikanern esich nicht länger blenden zu lassen und das Schlimmste zu verhindern: arbeitet und betet für McCain - bis zum 4. November bitte jeden Tag!

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