Staat am Steuer: Goldenes Lenkrad für Carl-Peter Forster

Deutsche Autobauer

Alle gegen Opel

Sonst selten einer Meinung, sind sich die deutschen Automanager dieses Mal einig: Sie fordern das Ende der Staatshilfe für Opel. Den Niedergang des Rivalen aus Rüsselsheim betrachten sie mit einer Mischung aus Besorgnis und Häme. Von Christoph Ruhkamp

Lesermeinungen zum Beitrag

13. November 2009 11:33

Geschäftsmodell Subventionsnomade

Klaus Winkel (Farben)

General Motors ist mit Verbindlichkeiten von 176 Milliarden Dollar in die Insolvenz gegangen.
Nach für amerikanische PR-Verhältnisse "erfolgreicher" Blitzinsolvenz steht die neue GM bereits wieder mit 49 Milliarden an Verbindlichkeiten da.
Als Aktionäre verblieben dem Unternehmen nur die geprellten Gläubiger, erpresste Standortstaaten und die Gewerkschaften.
Vom ersten Tag an erweist sich das "erfolgreich umstrukturierte Unternehmen" als nicht eigenständig lebensfähig:
Erstes Lebenzeichen ist bereits wieder das Einfordern weiterer Subventionen im Milliardenumfang.
Offensichtlich möchte GM weiterhin den Mythos der Unverzichtbarkeit in erpresserische Münze umwandeln.
Dabei ist eines sicher:
Jedes Nachgeben gegenüberdem größten Zechpreller der Industriegeschichte wird immer weitere Forderungen nach sich ziehen.
Und noch etwas ist sicher einer Welt automobiler Überkapazität:
Wer faules Obst im Korb der Marktwirtschaft belässt, wird bald das gesunde Obst verderben.

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13. November 2009 10:43

Herr Winterkorn, ohne VW-Gesetz wäre VW heute eine Tochter von Porsche!

Sebastian S. (sejose)

Deshalb sollte jeder Manager/Mitarbeiter/Kunde von VW/Audi/Seat/Skoda (und wie sie alle heißen) besser den Mund halten, wenn es um staatliche Eingriffe in die Wirtschaft geht - es sei denn sie fordern im gleichen Atemzug die Abschaffung des VW-Gesetzes und den Verkauf des 20,20% Aktien-Anteils des Landes Niedersachsens.

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13. November 2009 10:26

Als ob es bei VW, Daimler oder BMW anders wäre...

Paul Rabe (heidelpaul)

Was würden wohl VW, Daimler oder BMW machen wenn sie selber kurz vor dem Konkurs stehen ? Würden sie die Staatshilfen ablehnen ? Was würden wohl die Bundesländer Niedersachsen, Baden-Württemberg oder Bayern machen wenn das passieren würde ? Es ist pure Heuchelei was man da grade hört....

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13. November 2009 10:06

@Schlösser: Ja haben sie

Moritz Liedtke (Folko)

Nur weil der VW-Konzern zum Teil (~20%) dem Land Niedersachsen (nicht dem Staat) gehört sind das ja keine Staatshilfen.
Es werden nicht mal eben Milliardenkredite vergeben, im Gegensatz, VW zahlt eine Dividende an Niedersachsen aus.
Natürlich hat diese Beteiligung auch Vorteile für VW aber auch Nachteile, da so die Arbeiterseite sowohl als Gewerkschaft als auch als Wähler stärkeren Einfluß hat als in anderen Konzernen.

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13. November 2009 09:45

ist ja auch so:

Klaus Müller (mo-mu)

Opel als Marke braucht man ja nicht unbedingt, wenn es noch mehrere weitere deutsche Automobilhersteller gibt. Höchstens für die Zulieferbetriebe und deren Wissen ist es schade (abgesehen von den Opel-Mitarbeitern natürlich), aber für den Markt an sich ist das nur eine Bereinigung, wenn Opel verschwindet. Sollen die guten Werke halt an VW oder Mercedes verkauft werden.
Genauso wenig benötigt man Quelle oder Hertie, denn es gibt ja noch Otto, Amazon, Kaufhof usw.

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12. November 2009 08:37

so so ausgerechnet winterkorn

Heiko Schlösser (xx5000)

hab ich was verpasst? der teilstaatliche vw konzern hat etwas gegen staatshilfen?

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