... ist natuerlich ein Dorn im Auge derer, die sich einbilden, immer nur durch eigenen Antrieb nach oben gekommen zu sein. Dass einem der Weg dorthin durch die von den Eltern bezahlten Nachhilfe-, Klavier- oder Tennisstunden, oder auch einfach nur durch ein genuegend aufstiegs- und leistungsorientiertes Umfeld, deutlich leichter gemacht wurde als einem Arbeitslosenkind, das den ganzen Tag nur vorm Fernseher sitzt, wird gern vergessen ... und im Zweifel fluechtet man sich in realitaetsfremde Konstrukte und glaubt, dass BaFoeG-Empfaenger immer nur Party machen. Hauptsache, das Selbstbild bleibt rein.
Meine lieben Mitkommentatoren. Aus der Diskussion über das neue Steuersystem ist eine lebhafte Diskussion in alle akademischen Bereiche wie Soziologie (Soziale Ungleichheit), Betriebswirtschaftslehre (Steuermodelle), etc. entstanden. Dazu würde ich gerne zwei Punkte zum Nachdenken beitragen. 1. Deutschland hat auf der ganzen Welt die meisten Steuergesetze, d.h. es bietet dem Wissenden die Möglichkeit diese zu umgehen, wie wir es in Lichtenstein gesehen haben. Der Unwissende hingegen hat diese Möglichkeit nicht. Folglich muß ein vereinfachtes System her, daß nicht viele Lücken hat, und einfacher anwendbar ist. 2. Sollten wir uns von unserem Vorbild Amerika lösen, welches den Kapitalismus am stärksten praktiziert und wo die soziale Ungleichheit am schlimmsten ist (unter den westlichen Ländern). Warum fangen wir nicht an uns die skandinavischen Länder als Vorbild zu nehmen, wo das Bildungssystem besser, das Sozialsystem noch ausgeprägter ist und die Menschen den höchsten Lebensstandart haben!? Die FDP will mit ihrem neuen Steuersystem nicht die Menschen entlasten, sondern sich aus der sozialen Verantwortung ziehen. Denn die Kosten dieses Systems sind die sozialen Sicherungssysteme nicht zu halten.
Zitat Paul Rabe: "Wenn in Deutschland zwei Zwillinge bei der Geburt getrennt werden, der eine Zwilling in einem Millionärshaushalt aufwächst und der andere bei Arbeitern so ist die Wahrscheinlichkeit des Kindes welches das Glück hatte bei den Millionären aufzuwachsen um ein vielfaches(!) größer später erfolgreich ein Studium abzuschließen. Das sind die statistischen Fakten." Ich weiß nicht, wo Sie diese "Fakten" her haben. Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Ganz einfache Frage: wieviele (bekannte) Fälle gibt es , bei denen ein Zwilling (es müssten übrigens eineiige Zwillinge sein!) in Deutschland bei einem Millionär, der andere in einfachen Verhältnissen auswächst - und wie viele Fälle benötigt man für eine auch nur halbwegs aussagekräftige Statistik?
Die Aussage von Herrn Paul (kann den Namen gerade leider nicht überprüfen) ist leider so nicht richtig. Es wurde definitiv noch keine Statistik erstellt, die so etwas beweisen würde. Zwar gestehe ich zu, dass eine solche Vermutung naheliegend und auch wahrscheinlich ist, allerdings bei sämtlichen Untersuchungen die gemacht wurden, ließen sich auch andere Faktoren als ausschlaggebend vorgeben, insbesondere auch einfach die genetischen Voraussetzungen. Dazu kommt aber auch - was zumindest nichts mit Geld zu tun hat - dass das die Vorbilder, das Freizeitverhalten auch der Eltern und Freunde, die Vorstellungen über zu erreichende Ziele, damit auch Förderung durch die Eltern eine Rolle spielen. Um es anschaulicher zu machen, der Vater (oder die Mutter) der mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen aus eigener Kraft Millionär geworden ist, wird andere Dinge von seinem Kind erwarten als der Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei von seinem Kind erwartet. Welche Parameter den Ausschlag wirklich geben, hat die Statistik (auch die Pisa-Studie) noch nicht belegen können. Beste Grüße
Na Herr Rabe auf welche "Statistik" beziehen Sie sich denn wieder?Kam die im Tv in "Welt der Wunder"?Aber mal abgesehen davon:Es mag ja sein und ist in einem bestimmten Masse wohl auch so,dass der "arme" Zwilling" es schwerer hat,aber ist das ein Grund nach dem Motto"wir machen alle gleich",dafür zu sorgen,dass der"reiche"Zwilling es in Zukunft genauso schwer hat wie der "arme"?Das kommt nämlich dabei raus,wenn die"Gutmenschen"wieder losschlagen,denen Sie immer das Wort reden !Wo sie recht haben ist,dass es in Deutschland u. auch Frankreich für einen "armen" Zwilling am schwersten ist im Vergleich zum "reichen" Zwilling. Ganz im Gegensatz z.b. zu den USA wo der arme "Zwilling" gefördert und GEFORDERT von seinen ELTERN und auch ELITENFÖRDERUNGEN UND STIPENDIEN von bösen bösen reichen Leuten und Firmen auch mal auf eine (womöglich sogar Elite-)Uni geht u. mit 30 Jahren Softwaremillionär oder ähnliches wurde u. hunderte von Arbeitsplätzen schafft.Warum nicht in Deutschland u. Frankreich?Wozu anstrengen?Wir haben ja eine Harz-VI Schule,dürfen Abitur mit Laubsägearbeiten machen(rote Bundesl. wie Bremen,NRW,Saarland,HH)Dafür dürfen wir uns auf grosse sozialistische Traditionen berufen UND wir haben dafür Kurt Beck u. eine Andrea Nahles
Wenn in Deutschland zwei Zwillinge bei der Geburt getrennt werden, der eine Zwilling in einem Millionärshaushalt aufwächst und der andere bei Arbeitern so ist die Wahrscheinlichkeit des Kindes welches das Glück hatte bei den Millionären aufzuwachsen um ein vielfaches(!) größer später erfolgreich ein Studium abzuschließen. Das sind die statistischen Fakten. Leider zeichnet sich Deutschland hier im europäischen Vergleich durch eine besonders scharfe Selektion aus. Das ist vereinzelt doch dem einen oder anderen Kind aus der Unterschicht, trotz widriger Umstände, gelingt aufzusteigen ist dabei kein Beweis für die Richtigkeit des Systems, denn erst wenn echte(!) Chancengleichheit besteht kann man auch von Freiheit sprechen.
Kollege Rabe, wer will, der konnte schon immer. Es ist furchtbar leicht, sich immer über die "Ungerechtigkeiten des Systems" zu beschweren, indem man mit dem Finger auf die Reichen zeigt, die sich "angeblich alles leisten können". Das zeigt Ihre weltfremde Haltung. Einen guten Schulabschluss kann ich mir auch mit noch soviel Geld nicht kaufen, ebenso erspart mit Geld nicht den Lernprozess. Geld macht viele Dinge vielleicht einfacher. Die Anstrengung um etwas zu erreichen, erspart mir Geld hingegen nicht. "Können" ist zunächst einmal eine Frage des "wollens". Dann findet man auch einen Weg. Aber freilich: es ist wesentlich einfacher, ständig zu jammern und mit dem Finger auf die bösen, bösen Reichen zu zeigen, die angeblich verhindern, als einen eigenen Weg zu suchen. Es gibt genügend Kinder aus armen Hause, die es weit nach oben geschafft haben. Auch ohne Geld, nur mit Anstrengung. Sie verwechseln einmal Mehr Chancen- und Ergebnisgleichheit. Als ich in meiner Studi-WG (Wohnheim) in Tübingen lebte, waren die Bafög-Empfänger die, die immer am Party machen waren. Praktika, Nebenjob, alles Fremdwörter für diese Leute.
Herr Lutzmann sie haben Recht, daß gute Politik ein Maximum an 'Freiheit' für den Bürger zum Ziel haben muss. Aber worin besteht denn Freiheit ? Eben nicht nur darin frei sein zu 'dürfen' sondern auch zu 'können'. Wenn ihnen jemand Fesseln anlegt und dann sagt es sei ihnen erlaubt diese zu lösen dann nutzt es ihnen gar nichts wenn sie das zwar 'dürfen' aber nicht können'. Übertragen auf einen Staat bedeutet das, daß der Staat nicht nur das 'dürfen' sondern auch das ökonomische 'können' seiner Bürger fördern muss. Also z.B. nicht nur die Erlaubnis für jeden zu konsumieren, zu reisen oder sich zu bilden sondern eben auch die nötigen Mittel dazu bereitstellen. Bzgl. des 'Dürfen' sind wir in Deutschland sehr weit, es gibt kaum ein Land der Erde wo die individuelle Freiheit so groß wäre. Aber bzgl. des 'Können' ist Deutschland hinter vielen anderen Ländern zurück. In Deutschland 'dürfen' ärmere Menschen zwar sehr viel, aber im Vergleich zu Reichen Menschen 'können' sie auf Grund wirtschaftlicher Zwänge mit dieser 'Dürfen-Freiheit ' oft nichts anfangen. Und darin liegt eine große Gefahr ! Denn wer aufgrund wirtschaftlicher Not z.B. nicht reisen 'kann' wird diese Freiheit kaum verteidigen, warum sollte er auch ?
Mit lautem Geheule. Weil in Dtl. niemand mehr mündig ist. Immer wird nach Papa Staat, der allmächtige Staat, gerufen. Für alles und jeden verantwortlich. Wissen Sie, welcher volkswirtschaftliche Schaden durch diese Subventionen entsteht, was durch den Schutz von einigen Berufsgruppen an innovativen Ideen verhindert wird? Eine Unmenge. Im übrigen sollte es in einem Staat nicht um die "Machtbalance" gehen. Staatliche Aufgabe ist ganz allein die Sicherung der individuellen Freiheit der Bürger. Macht bedeutet immer die Einschränkung der Freiheit eines anderen. Von daher sollte sich jeder Menschenfreund von politischer Macht freiwillig verabschieden. Worum es aber geht: Machterhalt: nicht der Menschen wegen, sondern zur Sicherung des eigenen Jobs. Die grössten Verlierer eines radikalen Wechsels wären unsere sozial gerechten Politiker. Oftmals völlig unfähige Wesen oder jede Erfahrung in irgendeinem Beruf.
Eigentlich erzählt uns die FDP nicht viel Neues. Und das ist auch das Bemerkenserte. Seit Jahren predigen sie Bürgergeld und Vereinfachung des Steuerrechts. Jetzt scheint die Zeit gereift zu sein, Gehör zu finden. Ich wünsche viel Glück. Interessant zu wissen wäre noch die Ausgestaltung des Hebesatzes auf Einkommensteuer durch Kommunen. Das hört sich sehr nach nationalem Steuerwettbewerb an. Darin sehe ich auch eine Chance für unterentwicklete Regionen in Nord/Ostdeutschland. Schlimm wird jetzt nur das Gezehter aller anderen Parteien, die bei dieser einfachen Sachlage nichts mehr zu verteilen hätten, ergo sich um neue Themen bemühen müssten.
Herr Rabe, die CSU konnte immerhin schon mal einen Subventionsabbau dahin gehend verkünden, dass nur noch Geld "verteilt" wird, dass auch in der "Kasse" vorhanden ist!! Sprich es werden immerhin keine neuen Schulden mehr gemacht!! Bayern ist sogar sehr erfolgreich dabei (dank Edmund Stoiber) den Schuldenberg abzubauen. Das sind alles sehr unpopuläre Massnahmen (gewesen) !! Ich weiss was sie sagen werden, die CSU hat ja die Schulden auch gemacht--- Richtig, aber glauben Sie ernsthaft die Sozen hätten weniger gemacht? Und vor allem, dass die Umverteiler angefangen hätten die Schulden zurückzubezahlen? Nein, die lassen sich dann schon abwählen und andere sollen es richten !!(Kennen sie irgend ein Land auf der Welt (egal ob Bundesland, bundesstaat oder sonstige) dem es durch eine Regierung (Länger als 15 Jahre!!)durch eine Partei mit dem Bestandteil "Sozial..." im Namen besser geht als anderen "Ländern"? Ach ja und Bayern und CSU gelten nicht!!!
Das sieht alles ein wenig nach Kirchoff aus. Das galt damals schon als böse und wird es heute wieder tun. Obwohl der Ansatz genau der richtige ist. Vereinfachung darf nicht sein. Die bösen Besserverdiener sollen ruhig zahlen. Ne, ne. Das ist ein ganz gefährlicher Weg. Wo zahlen den bitte Besserverdiener weniger Steuern, wenn man den Steuersatz senkt und alle Abschreibungsmöglichkeiten abschafft? @ Hr. Raabe: Sie scheinen sich ja mit der Gebührenordnung der RA bestens auszukennen. Was ist an dieser Gebührenordnung bitte halbstaatliche Subvention? Wie soll denn bitte der Wettbewerb aussehen? Zwei Scheidungen zum Preis von einer? Mandate nur noch übernehmen, wenn es gute Aussichten gibt zu gewinnen und damit auch Geld zu bekommen? Haben Sie mal versucht, mit den Gebühren kostendeckend einen Asylrechtsfall zu beackern? Ich denke nicht.
Herr Lutzmann, natürlich wäre es aus rein ökonomischer Sicht oft richtig Subventionen zu streichen. Aber Politik ist eben nicht in erster Linie eine Frage der Ökonomie sondern eine Frage der gesellschaftlichen Machtbalance. Was machen Sie denn mit den Verlierern solcher Umschichtungen ? Würde sich z.B. die CSU einen Gefallen tun wenn sie in Bayern solche Subventionsstreichungen verkünden würde ? Würde die FDP sich einen Gefallen tun, wenn sie ihr halbstaatlich subventioniertes Klientel (Rechtsanwälte mit staatlicher Gebührenordnung, Apotheker mit staatlichem Gebietsschutz, Schornsteinfeger etc. etc.) dem Wettbewerb aussetzen würde ? Natürlich nicht und deswegen passiert das auch nicht. Im übrigen passen die beliebten Sprechblasen auch rein rechnerisch gar nicht zu den angekündigten Steuergeschenken. Die Subventionen betragen eben keine 25 Milliarden, mann muss also, wem auch immer, noch viel mehr streichen. Die spannende Frage bleibt: Wem denn ?? bzw. Wie werden diejenigen reagieren ??
Lieber Rabe, es wäre durchaus wünschenswert, wenn endlich die "Bauernhöfe" oder "Unternehmen" geschlossen werden würden die nur durch Subventionen funktionieren. Es reicht aber in Zukunft ganz einfach aus, den "Shoppingwahn" einiger Minister (v.d.L. etc.) mal etwas einzuschränken und nicht immer neue Betätigungsfelder zu finden. Das Steueraufkommen wächst überproportional zum BIP. Friert man die Ausgaben also mal ein Jahr lang ein, dann hat man im nächsten Jahr durchaus Kohle für die Entlastung seiner Bürger. Aber, auch zusätzlich wäre ein Verzicht angebracht. Dieser Staat gibt Geld für Blödsinn aus, das glaubt man gar nicht. Wacht die FDP unter Clown Westerwelle endlich auf? Eigentlich ist es die "Aufgabe" der FDP die individuelle Freiheit der Bürger zu sichern. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Partei selbst zum Mehrheitsbeschaffer degradiert. Bravo FDP, genau dieser Weg ist einzuschlagen. Das es dazu aber des Weckrufes der CSU bedarf ust traurig.
Momentan scheint grade ein Wettrennen darin zu bestehen wer die größten Steuer-Wahlgeschenke macht... (was ja einen Politiker erstmal gar nichts kostet) Aber auf die einfache Frage 'Wer bezahlt' ? bekommt man natürlich keine Antwort, von der neoliberalen FDP schon gar nicht. Da kommen dann nur die üblichen Luftbuchungen wie 'Subventionsabbau', 'Entbürokratisierung' , 'mehr Effizients' etc. etc. Aber da der Staat jeden(!) Euro den er einnimmt auch sofort an irgendeinen Bürger zurück gibt bringen diese Sprechblasen selbst dann nichts, wenn sie den war wären. Wer also muss verzichten liebe FDP ??? Bürokratieabbau ? OK, wieviel Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst werden entlassen ? Wie wird deren Gehalt gekürzt ? Subventionsabbau ? Ok, wo genau ? Wessen Unternehmen oder Bauernhof wird also geschlossen weil er nur durch Subventionen funktioniert. Wieviel Menschen werden dann zusätzlich arbeitslos und was wird das dann den Staat kosten ? WER MUSS VERZICHTEN ???? Darauf erhält man nie eine Antwort........