Entlasten will die FDP vor allem Familien

Neues Steuerkonzept der Liberalen

FDP will mindestens 25 Milliarden Steuerentlastungen

Die Debatte über Steuerkonzepte ist voll im Gange - nun schaltet sich die FDP ein. Ihr großes Credo: Steuerentlastungen. 25 Milliarden weniger sollen die Bürger zahlen, jeder einzelne soll 8000 Euro Grundfreibetrag haben. Die FDP nannte ihr Konzept einen zentralen Punkt für Koalitionsverhandlungen.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Mai 2008 11:23

@Herrn Tamago und Herrn Maerz: falsche Schlüsse aus richtigen Beobachtungen

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie schreiben beide, was meine ausdrückliche Zustimmung findet, daß Kinder in sehr frühen Jahren geprägt werden. Also lange bevor sie in die Schule gehen. Und sie beklagen beide, völlig zurecht, daß es vor allem eine fehlgeleitete Erziehung durch die Eltern ist, wenn Kindern grundlegende Werte wie 'Arbeitsethik', 'Fleiß', 'Enthaltsamkeit', 'Ordnung', 'Durchsetzungskraft', 'Leistungsbereitschaft' etc. etc. fehlt, welche die notwendigen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben darstellen. Aber Sie ziehen falsche Schlüsse aus diesen richtigen Beobachtungen. Denn WARUM erziehen die Eltern ihre Kinder den hier nicht in die 'richtige' Richtung ? Natürlich deshalb weil diese Eltern diese Werte selber nicht verinnerlicht haben ! Wie soll jemand der selber keine adequate Arbeitsethik kennt diese an seine Kinder weitergeben ? Die Kinder können dafür nichts, das Pech zu haben, die 'falschen' Eltern zu haben. Also muss der Staat, aus ureigenstem Intereresse (weil er leistungsbereite Bürger benötigt) , hier viel Geld in die Hand nehmen um diesen Kindern eine andere und 'bessere' Sozialisation zu gewähren. Also schon staaliche Erziehung in einem Alter wo Kinder dafür zugänglich sind, also sehr früh ! Das kostet viel Geld !!

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16. Mai 2008 20:06

Herr Rabe: Unterschicht

Chi Tamago (tamago)

Diese brauchen wir nicht zu etablieren, die existiert in Deutschland. Es ist nicht das „Prekariat“. Dort finden wir viele Familien, die zu stolz sind, eine Aufstockung ihres Einkommens auf Hartz IV-Niveau zu beantragen, deren Kinder pünktlich in die Schule kommen, die ordentliche Noten erzielen. Es sind Teile im Prekariat, die die eigene Perspektivlosigkeit ihren Kindern vermitteln, es sind die, deren Kinder Hartz IV als Berufsziel angeben. 20% der Hauptschulabgänger haben keinen Abschluß. Die Unterschicht ist etabliert und wächst. Diese Situation kann man nicht mit mehr Kindergeld und sonstigen „Gießkannenprojekten“ mildern, da ist harte Sozialarbeit notwendig, nicht die Verwaltung durch das Jugendamt, sondern Sozialarbeiter, die regelmäßig mit diesen Familien arbeiten, helfen den Tagesablauf zu strukturieren, dafür sorgen, daß die Kinder den Kindergarten besuchen bzw. Hausaufgabenbetreuung zusammen mit anderen Kindern erhalten, usw.

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16. Mai 2008 16:28

Herrn Rabe: "Können vs. Dürfen"

Marzo Matto (maerzc)

1. Was bei uns in Deutschland möglich ist, erläutert ein reales Beispiel: die Eltern eines Kollegen waren einige Jahre lang arbeitslos und sind nun in Rente gegangen. Vor ca. 3 Jahren haben sie sich einen komfortablen Mittelklasse- NEU-wagen zugelegt. Des weiteren fahren sie regelmäßig in Urlaub, was z.B. in Griechenland bei den Gastgebern für beträchtliche Verwunderung gesorgt hat. Dort „können“ sich schon die normalen Leute einen solchen Lebensstandard nicht leisten. Wenn Leute, die nichts erwirtschaften, sich soviel leisten können, aber “Werktätige“ mit mehr als 50000 € brutto als Besserverdiener gemolken werden sollen (s. Wowereit), dann ist etwas gewaltig faul im Staat. 2. Wenn Kinder in die Schule kommen, ist der Zug schon längst abgefahren. Ich habe noch kein intelligentes Kind erlebt, das nicht davon profitiert hat, daß seine Eltern ihm - trotz beruflicher Beanspruchung - viel Zeit gewidmet haben. Allein diese Zuwendung und die damit verbundene Kommunikation bilden ein Kind weitaus besser aus als staatl. organisierte Krippenplätze mit Schlüssel von mind. 5 Erziehern pro Kind. Vielen Akademikern sind ihre Kinder besonders viel wert. Das hat überhaupt nichts mit Geld, sondern nur etwas mit Mentalität und Ethik zu tun.

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16. Mai 2008 08:48

@Herrn Tamago Soll da eine 'Unterschicht' etabliert werden ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Das Gene einen großen Einfluß auf die Entwicklung haben bestreitet ja niemand. (ich schätze auch über 50%) Aber über die gesamte Bevölkerung mitteln sich diese Einflüsse heraus, Begabungen sind da entsprechend der Gaußschen Normalverteilung vergeben. Wenn die OECD feststellt, daß, statisch eindeutig belegbar, es für ein Arbeiterkind in Deutschland unwahrscheinlicher ist Akademiker zu werden als für ein Arbeiterkind in Schweden, Frankreich oder England so liegt das bestimmt nicht an den Genen der deutschen Arbeiterkinder. Oder wollen sie behaupten Arbeiterkinder von Schweden und Engländern seien genetisch bevorzugt ? Das liegt natürlich daran wie die unterschiedlichen Gesellschaften ihr Bildungs- und Erziehungssystem organisieren. Der Anteil der Bildungs- und Erziehungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt sind verglichen mit anderen Ländern in Deutschland zu gering, auch das haben Experten längst bemängelt. Im übrigen haben sie ja selber unten geschrieben, daß die Sozialisation, also die Vermittlung von Werten wie Pünktlichkeit, Fleiss etc. einen großen Einfluß auf den Lebensweg von Kindern hat. Was aber wollen Sie tun wenn Eltern solche Werte selber nicht gelernt haben ? Soll da eine 'Unterschicht' fest etabliert werden ?

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15. Mai 2008 18:41

Wie sehen die anderen Bildungssysteme denn aus, Herr Rabe?

Chi Tamago (tamago)

Sind die vergleichbar? In Finnland gibt es kleine Klassen. In vielen Ländern gibt zwei „Klassenlehrer“ pro Klasse. Einer fördert die Starken, einer hilft den Schwachen und das bei weniger Schüler pro Klasse als hier. Die Separierung findet in der Klasse statt. In Frankreich werden nach dem 1. Schuljahr die Kinder nach Fähigkeit, sprich Begabung, aufgeteilt. Die Separierung zeigt sich in den Klassen der selben Jahrgangsstufe. In anderen Ländern (England, USA, Japan) sind es vorrangig Privatschulen, die die begabten Schüler aufnehmen, in Japan nur nach einem Eignungstest. Das setzt sich fort bis zur Uni. In der Regel erreicht nur jemand eine Eliteuniversität, wenn er alle Eignungsprüfungen für Kindergarten, Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundatstufe II, staatliche Aufnahmeprüfung zur Uni und letztlich die spezielle Aufnahmeprüfung an der angestrebten Uni besteht. In anderen Ländern gibt es massive, zielgerichtete Selektion, unser System bietet wesentlich mehr Offenheit und Chancen auch für durchschnittlich Begabte. Apropo Gene: Wissenschaftler streiten nur noch, ob der Einfluß der Gene näher bei 50% oder bei 90% liegt.

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15. Mai 2008 17:11

Ach ja, Herr Rabe,

Chi Tamago (tamago)

Sie glauben also wirklich, daß Kinderkrippen helfen Chancengleichkeit herzustellen? Freiwillige Kinderkrippen, wie von vdL geplant, haben nur ein Ziel: junge Akademikerinnen zum Kinderkriegen zu bewegen. Die dann stattfindende Sozialisation wird vielleicht dem Staatsziel (was auch immer das ist) gerecht, aber nicht dem Kind. Die Entwicklung von Kindern ist zumindest mehr als 50% genetisch bestimmt, die optimale Entwicklung kann deshalb nur unter Berücksichtigung dieser Ausgangslage erfolgen. Damit sind die Eltern in der Pflicht. Der Staat kann vereinheitlichen, kann mit Ganztagskrippen, Ganztagsschulen, mit Gesamtschulen alle Kinder nivellieren, allerdings nur auf niedrigem Niveau. Welcher Staat, der die Aufzucht und Erziehung der Kinder verstaatlicht hat, war erfolgreich? Randbemerkung: in Kinderkrippen werden die Mehrheiten des Prekariats und der Migrantenfamilien, die sich der Integration verweigern, nicht schicken.

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15. Mai 2008 16:25

@ Herrn Tamago: es liegt nicht an den Genen !

Paul Rabe (heidelpaul)

Der wichtige Unterschied bei der OECD Studie liegt nicht zwischen den Generationen sondern zwischen den EU Staaten. Deutschland ist dabei klar schlechter was die Durchlässigkeit des Bildungssystems angeht mit anderen Worten: Es ist in Deutschland wesentlich unwahrscheinlicher, daß ein Arbeiterkind mal Ingenieur wird als z.B. in Skandinavien. Das wollen sie jetzt wohl nicht an der genetischen Ausstattung deutscher Arbeiterkinder festmachen, oder ?

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15. Mai 2008 16:18

Freiheit kann nicht verordnet werden

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Herr Rabe, Ihre Verordnung von Chancen funktioniert nicht. Der "öffentliche" Erziehungsauftrag führt allenfalls zu einer Nivellierung auf ein wesentlich schlechteres Niveau. Wollen Sie tatsächlich hunderttausende von "Staatserziehern" einstellen? Schlimmer: alle Eltern, denen es irgend möglich ist, werden ihr Kind auf Privatschulen (wenn Sie die verbieten wollen: dann eben im Ausland) schicken und die "Ungleichheit" wird noch weiter zunehmen. Ihr Sozialismus funktioniert nicht. Wieso glauben Sie eigentlich, einem Arbeiterkind "Chancen eröffnen" zu müssen. Sie erinnern mich etwas an die jammernden Feministinnen, die sich über zuwenig ChefInnen echauffieren. Ihr System bedeutet Zwang, nicht Freiheit! Wer etwas erreichen will, der kann etwas erreichen. Bei Stars und Sternchen in Sport und Musik klappt es doch auch mit der Vorbildfunktion im Prekariat. Bei schulischen Leistungen ganz zufällig aber nicht. Hier fehlt es an einer Arbeitsethik. Die vermitteln Sie nicht in der Schule, da ist das Elternhaus gefragt. Das gerade die die Linke heute so über die fehlenden Perspektiven jammert ist ein Witz. 68er jammern über das Ergebnis der eigenen "Revolution".

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15. Mai 2008 15:44

Sie haben es richtig erkannt Herr Lutzmann: chancengerechte Sozialisation !

Paul Rabe (heidelpaul)

sehr richtig, nicht nur Geld der Eltern (das aber auch!) sondern auch eine adäquate Sozialisation und Erziehung sind der Schlüssel für Erfolg. Ein Kind kann aber nichts für seine Eltern und es kann auch nichts dafür wenn diese bei den Themen Sozialisation und Erziehung wenig geeignet sind bzw. ganz versagen. Chancengleichheit und damit Freiheit bedeutet, daß der Staat jenen Kindern welche das Pech haben nicht in den Genuss einer geeigneten Sozialisation zu kommen diesen per staatlichem Erziehungsauftrag ihre Chancen und damit auch ihre 'Freiheit' beschafft. Und damit kommen wir auch zurück zum eigentlichen Thema. Das nämlich die FDP, welche sich ja eigentlich auf die Fahnen geschrieben hat die Freiheit der Bürger zu erhöhen, die Freiheit jener Kinder beschneidet wenn sie dem Staat die Mittel kürzen will. Der Staat benötigt wesentlich mehr Mittel für eine chancengerechte Sozialisation, Erziehung und Bildung und nicht etwa weniger Mittel.

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15. Mai 2008 13:26

Natürlich Herr Rabe

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Schaffen wir eine neue HJ und einen neuen BDM, neue Jungpioniere und Leninpioniere. Worauf will ihr staatlicher Erziehungsauftrag sonst raus. Sie übersehen nach wie vor, dass nicht Geld der Schlüssel zur akademischen Karriere ist, sondern die Sozialisation. Wer aus einer Akademikerfamilie kommt, der wird auch in aller Regel wieder Akademiker. In aller Regel haben Akademiker auch ein recht vernünftiges Einkommen. Geld ist damit nicht Hauptursache, sondern lediglich ein Nebeneffekt der guten Ausbildung der Eltern! Der Sohn reicher Bauern wird auch nicht zum Starakademiker.

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15. Mai 2008 12:32

Chancengleichheit – nochmals an Herrn Rabe

Chi Tamago (tamago)

(1) Die OECD stellt auch klar, daß in Deutschland die Nachkriegsgeneration besser ausgebildet ist als die heutigen Schüler. Was hat sich geändert? Inzwischen gibt es Gesamtschulen, aber die Leistungsbereitschaft ist gesunken trotz oder wegen wachsendem Wohlstand aller Schichten! (2) Ihre statistischen Schlußfolgerungen (übertragen der Pseudokorrelationen der Pisa-Ergebnisse auf Zwillinge), wird durch die Minnesota-Studie konterkariert. (3) Zur Frage nach Einsparungen: die Unkündbarkeit von Beamten ist kein Grund, grundsätzliche Änderungen anzugehen. Werden dadurch Behörden überflüssig bzw. heute schon überflüssige entdeckt, ist es billiger, die dort beschäftigten Beamten heimzuschicken und die Alimentierung weiterzuzahlen, als die Geldvernichtung endlos weiter zu betreiben.

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15. Mai 2008 10:02

@Herrn Merck: beachten Sie die die Größenordnungen

Paul Rabe (heidelpaul)

Leider wird bei dem Thema Steuern und Staatshaushalt viel zu oft auf Einzelfälle abgehoben und die Mathematik vergessen. Da werden dann Posten im Bundeshaushalt aufgeführt welche oft nur im Promillebereich liegen (Abgeordnetendiäten, Entwicklungshilfe für China etc.) und die eigentlichen Kostentreiber ignoriert. Natürlich kritisiert der Steuerzahlerbund zu Recht Verschwendungen, aber die Summen die der Steuerzahlerbund rechnet liegen bzgl. des Gesamthaushaltes irgendwo bei 1 %. Ich arbeite schon recht lange in der privaten Wirtschaft und Teil meines Berufes ist es auch Verschwendungen zu beseitigen. Glauben sie ernsthaft das wäre dort anders ? Jede größere Organisation in der Menschen arbeiten hat einen bestimmten Anteil an Verschwendung, egal ob Staat oder private Unternehmen. Wer staatliche Ausgaben in Deutschland nicht nur für den Stammtisch homöopathisch sondern wirklich reduzieren will der müsste an die großen Blöcke ran: Aber wo soll da was gehen ? Bei den Rentnern ? (werden immer mehr); Schuldentilgung? (Staatsbankrott...) Der Verteidigung ? (internationale Verpflichtungen) Den Beamten ? (unkündbar..) Gute und ehrliche Politik weist auf die echten Kostenblöcke hin und argumentiert nicht daran vorbei.

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15. Mai 2008 08:05

fehlende soziale Chancengleicheit in Deutschland

Paul Rabe (heidelpaul)

Man benötigt kein Zwillingsexperiment um zu beweisen, daß mein Beispiel mit den Zwillingen, welche in unterschiedlichen Schichten in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Chancen aufwachsen sehr richtig ist. Die OECD hat mehrfach statistisch nachgewiesen (bitte auf deren Webseite gucken), daß die Selektivität der deutschen Gesellschaft bzgl. Bildungserfolg wesentlich stärker ist als die der europäischen Nachbarn. Da aber wohl niemand auf den abenteuerlichen Gedanken kommt zu behaupten, daß es daran läge, daß nur in der deutschen Geselllschaft die genetische Ausstattung der Oberschicht (im Gegensatz zum Rest der Welt) besonders bevorzugt sei, zeigt dies, daß es soziale Faktoren sind welche den einen Zwilling stark benachteiligen würden. Natürlich werden auch persönliche Eigenschaften wie z.B. Fleiß, Durchsetzungsstärke, Willensstärke etc. im Elternhaus mitgegeben. Der Zwilling in der Oberschicht hat also auch deswegen einen Vorteil. Aber das macht die Sache eben nicht besser, denn niemand kann sich seine Eltern aussuchen. Auch bei der Vermittlung von diesen Werten muss der Staat allen Kindern Chancengleichheit (durch staatlichen Erziehungsauftrag) gewähren, solange dies nicht geschieht ist Deutschland keine freie Gesellschaft

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14. Mai 2008 19:27

FDP Vorschlag enttäuschend

Alex Merck (AlexM3)

So schön die Diskussion der Herren Rabe und Lutzmann ist, sie lenkt etwas vom Kernthema ab: die FDP hat jetzt nach den allgemeinen Angriffen auf die CSU-Führung auch einen kleinen Vorstoss in Richtung dessen gemacht, was inzwischen selbst auf der Strasse klar ist: Steuern müssen runter und die kalte Progression führt heute zu einer unglaublichen Umverteilung der Gelder selbst relativ gering verdienender Personen in die Taschen von teilweise unerwünscht beschäftigten Staatsdienern und in die Taschen jeweils wechselnder Teile der Bevölkerung. Das das inzwischen von allen als untragbar empfunden wird, dämmert inzwischen sogar fast allen Politikern. Leider hat die FDP allerdings die "kalte Progression" wohl noch nicht erkannt und der Vorschlag ist zwar recht einfach, aber auch nicht ernsthaft haltbar. Jede Lösung einer Steuer-Reform muss sowohl eine "Dynamisierung" der Steuerprogression entsprechend der Inflation als auch eine Sofort-Steuersenkung enthalten. Die Gegenfinanzierung kann nur über Einsparungen bei direkt gezahlten Subventionen sowie beim Abbau von bürokratischen und zum Teil freiheitseinschränkenden Organisationen erfolgen. Und dort gibt es noch vieles (siehe Rechnungshöfe, Bund der Steuerzahler etc.)

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14. Mai 2008 19:12

@ Herrn Rabe - Chancengleichheit

Chi Tamago (tamago)

Nach dem 2. Weltkrieg ging es allen Deutschen, aber auch allen Japanern, schlecht. Ein Einkommen mit der Kaufkraft von heutigen ALG-II Empfängern war Ziel von Millionen. Ein wichtigeres Ziel aber war die Zukunft der Kinder. Dafür hat man alles getan. Mit einem guten Hauptschulabschluß hatte man sofort eine Arbeit. Viele haben sich dann, mit Unterstützung des Staates und der Familie, weitergebildet und wurden Techniker, Ingenieure und und und. Es war keine Frage des Geldes, es war eine Frage der Einstellung der Familie, der Veranlagung, der Lernbereitschaft und der Disziplin. Heute geht diese Generation in die Rente. Die Erziehung der Kinder zu Leistungsbereitschaft und zur Disziplin beginnt mit dem Tag der Geburt, wenn nicht früher. Werden Lernbereitschaft und Disziplin nicht im Elternhaus vermittelt, nützen weder Kinderkrippen, Kindergärten, 6-jährige Grundschule noch Millionen. P.S.: die Referenz zur Arbeit, die die Erfolgsaussichten von Zwillingen, aufgewachsen in unterschiedlichen Millieus, gesichert nachweist, würde mich brennend interessieren.

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