
Die Lebenslüge der FDP soll sein, dass die Finanzkrise politisch induziert ist. Deswegen sei sie auch nicht in der Lage "daraus richtige politische Folgerungen zu ziehen, die auf eine effiziente Regulierung hinauslaufen müssen." Ich bin nun kein Mitglied der FDP, trotzdem muss ich anmerken, dass Herr P.S. es war der die letzten Jahre die Finanzmärkte hierzulande reguliert hat. Genauer gesagt - dereguliert. Die Geschäfte, die soviel Unheil angerichtet haben+das Problem mit den Landesbanken hat P.S. höchstpersönlich mitverursacht. Ich habe ein Interview mit ihm gesehen auf Phönix, wo er seine Mitverantwortung für die aktuelle Krise auch zugegeben hat - man konnte es ja nicht wissen. Und dann wundert er sich, dass die SPD so schlecht abschneidet und die FDP so gut. 1. Wahrscheinlich sind die Menschen doch nicht so blöd, wie von der Politik und Medien erwünscht und angenommen. 2. Mit Sicherheit kann P.S. seinen Spiegel belügen. Herzlichen Glückwunsch.

Wer sich von seiner eigenen Objektbesetzung interviewen läßt, der belügt auch seinen Rasierspiegel.

Und z.B. gemerkt hätte, dass in den letzten 11 Jahren die SPD das Finanzministerium unter sich hatte. D.h. die falschen ach so marktwirtschaftlichen Reformen wurden nicht von der FDP sondern der SPD vorangetrieben.
Auch wird manchem nicht entgangen sein, dass in D vor allem staatliche Banken übermässig auf die "neuen" Finanzprodukte gesetzt haben, in einigen davon war Herr Steinbürck übrigens im Aufsichtsrat
Vielleicht hat der Wähler auch mitbekommen, dass das Finanzministerium sich die Personen zur Aufsicht der KfW eben dort ausgeliehen hat?
Und vielleicht beschleicht manchen doch das Gefühl, dass die Aufsichtsbehörden eher nicht mit Bankern und dern 80 Stunden mithalten können. Wäre es da nicht logisch, Kompetenz statt moralischer Entrüstung in die verantwortlichen Positionen zu bringen.
Und zu guter letzt:
Wer im Augsichtsrat nicht gegen die WestLB in Lux hatte, sollte nicht zu laut über offshore Gelder schimpfen.

Steinbrück war einer der besten Politiker die unser Land in den letzten Jahren hatte. Leider sind die Wähler dumme Parolen hereingefallen. Der Bürger wird schon bald feststellen, daß die Markt-Religiösen von der FDP gar nichts bewegen werden. Schon sehr bald....

Peer Steinbrück meint, die SPD hätte "diejenigen SED-Mitglieder, die eher aus Gründen der Ausbildung und des beruflichen Aufstiegs in die SED eingetreten sind, so wie bestimmte Milieus in Bayern in die CSU und in NRW in die SPD eintraten," also die Opportunisten, die nur zur Förderung der eigenen Karriere in die jeweilige Staatspartei eingetreten sind, "hätten wir integrieren müssen."
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Das find ich enttäuschend, Peer!

Die SPD solle man, so liest man eine Antwort "bei allen Schwierigkeiten über die Niederlage nach elf Jahre Regierung nicht zu dementieren".
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Wer hat da die Demontage in ein Dementi verwandelt? Peer Steinbrück selbst? Die Interviewerin Miriam Meckel? Oder der Redakteur der FAZ?
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Es ist auf jeden Fall ein hübscher Stolperstein im Text.

bei diesem aufgeblasenen Zettelableser nicht durchsetzen können. Sonst wären uns manches Desaster und manche Proletenassoziation erspart geblieben.

In NRW hat Steinbrück auch schon nix mitgekriegt: die von ihm mitbeaufsichtigte WestLB hat schon Milliardenverluste zu generieren gewusst, als alle anderen Banken noch Goldesel im Keller hatten. Das er trotz Nichterscheinens zu den Sitzungen der Aufsichtsgremien Sitzungsgeld kassiert hat, ist schon peinlich, aber wahrscheinlich wäre durch Teilnahme der Schaden noch größer gewesen.
Als Finanzminister hat er zunächst erheblich von den Blasen der Vergangenheit profitiert und Steuereinnahmen gehabt, die ausserordentlich hoch waren und über den Erwartungen lagen. Trotzdem hat er die Neuverschuldung fleissig weiterbetrieben und so eine hervorragende Gelegenheit zur Konsolidierung der Staatsfinanzen verstreichen lassen. Als das Steueraufkommen dann "überraschend" nicht immer weiter stieg, fiel er aus allen Wolken.
Gleiches passierte ihm auch bei der HRE, obwohl die Bafin schon auf Steuerzahlerkosten die Risiken in Dublin entdeckt hatte. Den Bericht hat er nicht mal gelesen, nachdem die HRE die ersten 25 Mrd. Hilfe anfordert hatte. Kackfrech hat er sogar behauptet, im Ausland dürfe die Bafin nicht prüfen. Leider sind nicht mehr viele Zeichen frei, ich könnte immer weiter schreiben. Er war einfach nur schlecht, in NRW wie im Bund.

Das Interview bestätigt den Eindruck, den ich schon während Steinbrück's Amtszeit hatte, dass er ein kompetenter und reflektierter Politiker ist, der sich nicht auf populistische Banalitäten reduzieren lässt. Zu schade, dass er in der SPD so ziemlich allein dasteht und jetzt ohne Parteifunktion anscheinend nur zusehen wird, wie seine Partei der Linken in die Arme läuft (so zumindest meine Befürchtung).

Drei Kreuze, daß wir den Vorleser endlich los sind, der außer Schuldenmachen, Sprücheklopfen und hirnrissige Drohungen an zivilisierte Staaten nichts, aber auch garn nicht Positives geschafft hat - und bis jetzt nicht begriffen hat, was in den vergangenen Jahren geschehen ist.

Steinbruecks Schelte ueber Wolfgang Clement ist verfehlt. Anders herum wird ein Schuh daraus. Clement hatte den Mumm, die Dinge beim Namen zu nennen, legte sich mit offiziellen und ueberholten Parteidogmen an. Er ist ein Querdenker -unabhaengig davon, ob man seine Auffassungen in allen Punkten teilt. Dafuer verdient er Respekt.
Steinbrueck verzettelte seine politischen Energien darin, die Schweiz auf's Korn zu nehmen in puncto Steuerfluechtlinge. Als wenn davon die deutsche Volkswirtschaft abhinge. Kurz: Die Sozialdemokraten hatten Zeit und Gelegenheit genug, mit politischen Konzepten zu ueberzeugen -statt sich aus Effekthascherei zu verlegen.

sprechende menschen in zwei kategorien: die, die "auf dem hintergrund" sagen.
und die, welche "vor dem hintergrund" sagen. erstere finde ich meist
geltungsgeil bis schaumschlägerisch bis völlig unerträglich. sorry, herr steinbrück. und hier sagt es noch der beste mann der spd. da weiß man, was man vom rest zu halten hat :-)

Es ist eine Freude, dieses Interview zu lesen - belebt es doch die Sinne und erinnert an einem Mann,einen Sozialdemokraten, welcher mit finanzpolitischem
Sachverstand und moralisch wie ethischer Verantwortungsbereitschaft unser Land mit vor weiteren schweren gesellschaftlichen Umbrüchen bewahrt hat.
Wie politisch vernebelt ,unehrlich und debil die FDP auch sein mag und Peer Steinbrück gern ins Land von "Dichtung und Wahrheit " geschickt hätte- von dem schizophrenen Wahlerfolg 2009 ganz zu schweigen - , derselben wird es nicht gelingen , die Leistung von P.S. negativ zu retuschieren.
Eines frage ich mich allerdings, warum Angela Merkel auf so einen erfahrenen Finanzpolitiker und lebendigen Erfahrungsspeicher wie eben P.S. nicht reflektiert.
M.E. geht es doch hier um unsere Gesellschaft und nicht immer nur um diese elendige perverse Parteikümmelei ! Peer Steinbrück ist zu schade, als das man ihn auf der Abgeordnetenbank "ruhen " lässt ! Deshalb soll doch Wolfgang Schäuble
keine Abschätzung erfahren, wenngleich sich die Wissenschaft von der Volkswirtschaft grundlegend von der Rechtswissenschaft unterscheidet.

.....hab selten einen "Roten" so pragmatisch daherreden sehen. Wahrscheinlich mögen ihn die SPDler deshalb so wenig, wahrscheinlich kann ich ihn deshalb so gut leiden.
Eigen und unideologisch, finde ich gut!

er war der Beste von allem! Herr Steinbrück als Bundeskanzler könnte ich mir gut Vorstellen....