
Jedem ist es schon passiert, insbesondere bei vollem Wagen bei Ikea, daß er etwas übersehen hat, was die aufmerksame Kassiererin dann noch entdeckte.
Der Schwund wird sich sicherlich verdoppeln, und letzlich teurer sein als das eingespaarte Personal.
In bestimmten Stadtbezirken, den sogenannten NO-GO-Zones, wird es eh nicht möglich sein, solche Automaten aufzustellen. Da würde der Schwund auf 70% steigen :-).
England mal wieder als Vorbild - nein danke.
Die sollen erstmal ihr primitives Geldtransfer- und Bezahlsystem auf deutschen Standart erhöhen.
Kaum ein englischer Onlineshop verkauft nach außerhalb des UK. Richtig - wir sind ja hier auch overseas on the continent:-))
Till

seit mehr als 3 jahren lebe ich dauerhaft hier (in den USA) und nutze gerne & verstaerkt die "selbst-scanner". -- ab&an muss ich die aufsicht rufen, meist wenn ich alkoholika kaufe (die hierzulande auesserst strikt gehandhabt werden), ab&an auch um ein "schnaeppchen", welches als solches advertiert, jedoch von dem scanner nicht erkannt wurde. -- das gesamte prozedere, selbst wenn man auf "die aufsicht" warten muss, weil die fuer einen anderen kunden etwas "per hand" aus dem grossformatigen laden holt, lohnt gegenueber einem laden der mit "realem" verkaufer/kassenpersonal bestueckt ist, welcher/s den unterschied zwischen einer "gruenen zwiebel" und des im sonderangebot erhaeltlichen "buy 1 get 3" knoblauchs nicht kennt und einem die teurere variante "verkauft".
inzwischen bin ich dazu uebergegangen meine lesebrille auf die transaktionen an beiderlei kassen anzuwenden.
.... trau.... schau.... wem....

"(...) weil dadurch evtl Stellen eingespart werden und in der Vorschullogik der Unternehmergewinn steigt."
Wenn das, was die Kassiererin früher machte jetzt der Kunde macht, spare ich als Unternehmer Lohnkosten. Das steigert meinen Gewinn, das ist simpelste Kosten-Leistungsrechnung.
Ich finde es auch nicht verwerflich, wenn Einzelhändler ihren Gewinn erhöhen möchten. Allerdings sollte man dann auch über den Tellerrand schauen und schauen, was solche Entwicklungen gesamtgesellschaftlich anrichten. Wenn ich als Steuerzahler durch mein Geld Arbeitlose finanziere, findet das ausserhalb jeder (völlig legitimen) unternehmerischen Logik statt. Die Welt besteht nicht nur aus Unternehmen, auch der Staat (und somit auch wir Steuerzahler) haben völlig legitime Interessen. Einige tun immer so, als wären Unternehmerinteressen die einzigen Interessen, die es auf dieser Welt gibt.

..beim Lesen vieler Komentare hier, die jegliche technische Weiterentwicklung ablehnen, weil dadurch evtl Stellen eingespart werden und in der Vorschullogik der Unternehmergewinn steigt. Sozialismus und DDr lassen grüssen. Niemand eröffnet einen Supermarkt, wenn er nicht die CHance sieht, damit GEld zu verdienen. Einige Vorposter hier kann ich nur bemitleiden, sie müßten konsequenterweise noch bei Tante Emma einkaufen, tun dies aber m.E. nach meist bei NEtto/lidl/penny und Co. Sie sollten sich zum Abschluß auch mal fragen, welch böser und raffgieriger Unternehmer ihnen den Arbeitsplatz stellt.

"Wir wollen erproben, ob wir unseren Kunden einen besseren Service anbieten können, wenn wir die Mitarbeiter von der Kassenarbeit entlasten.", sagt die Tesco-Sprecherin. So ein Blödsinn. Richtig muss das so heißen: Wir wollen den Gewinn weiter steigern und daher bei gleichbleibenden Erträgen die Kosten senken. Dazu muss Personal weg, denn das kostet viel und trägt wenig zum Ertrag bei. Die Arbeit der Kassiererin soll künftig der Kunde selber tun. Mir ist klar, worauf das alles hinausläuft. Wir sind kurz vor fertig. Immer mehr Maschinen, immer weniger Leute, immer weniger Beitragszahler an die Sozialkassen. Und wenn es im Text heißt, dass Tesco 11.000 neue Arbeitsplätze schafft, dann bedeutet das auch, dass viele andere tausend, wahrscheinlich viel mehr als elftausend, aus kleinen Einzelhandelsgeschäften verloren gehen, weil Tesco sie plattgemacht hat. Ich glaube, wir haben nicht mehr viel Zeit. Ich glaube, der Zusammenbruch und damit der Zeitpunkt für eine gewaltige Revolution - in welche Richtung auch immer - ist viel näher, als wir alle denken.

"Das eingesparte Personal könnte sich mehr um Beratung und Sortiementsaufstockung kümmern. "
Das eingesparte Personal kann seine Papiere nehmen und wird entlassen! Kein Unternehmer bezahlt Menschen nur zu seinem Privatvergnügen wenn sie keine notwendige Tätigkeit in seinem Unternehmen ausführen. So viel zum Thema "Wirtschaftslehre in der Schule" ...

also diese dämliche Begründung mit "das kostet Jobs" kann ich nicht mehr hören. Schon um die Jahrhundertwende lehnte es die Reichsregierung mit dieser Begründung ab Computer für die Volkszählung zu nutzten (im Gegensatz zur US-Regierung). Wo das Sillicon Valley liegt wissen wir ja.
Kassieren ist eine relativ stupide Tätigkeit. Es wäre toll, wenn diese wegfallen könnte. Das eingesparte Personal könnte sich mehr um Beratung und Sortiementsaufstockung kümmern. Das die Unternehmen die Gewinne massiv steigern ist Unsinn. Erstens verursacht auch solch ein Gerät kosten (inkl. Wartungsparat im Hintergrund = IT-Jobs!) und zweitens wird der Konkurrenzdruck übermäßige Gewinne verhindern. Eher sinken die Preise (denn sie bezahlen die Kassiererin mit).
In den USA habe ich solche Scannerkassen nutzen können. Leider spart man dadurch keine Zeit. Es ist doch sehr umständlich.

Ich nutzte diese Geräte generell nicht, damit auch weniger gut ausgebildetete Arbeitskräfte in Deutschland eine kleine Chance erhalten eine geregelte Arbeit ausführen zu dürfen. Diese Systeme sind menschenverachtend und dienen nur der Geweinnmaximierung der Konzernen.
Deshalb mein Votum: Keine Selbstscannerkassen nutzen. Dann erledigt sich das Problem von alleine.

Nach dem Umbau unseres Famila-Marktes habe ich den do-it-yourself-"Service" auch ausprobiert. Mal liest der Scanner gar nicht ein, dann zieht man die Ware noch einmal über´s Fenster - und schwupps, steht der Artikel zweimal auf der Rechnung. Dann muss man die Aufsicht rufen, damit sie den Posten gnädigst storniert. Aber das kann dauern.
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Doch am meisten stört mich, dass ich zwar für den Supermarkt ohne Gehalt arbeiten darf, er mir aber nach Lidl-Manier nicht vertraut. Oberhalb der Terminals sind Videokameras installiert - und eine Tussi (pardon Aufsicht) kontrolliert - wie eine Gefängniswärterin auf erhöhtem Stuhl sitzend - auf mehreren Bildschirmen, ob die Kunden auch ehrlich sind. Wenn sie mal einen Kunden "auf dem Kieker" hat, läßt sie den Service eben Service sein und hilfesuchende Kunden stehen wie blöde am Terminal (siehe oben). Wahrscheinlich hat die "Tussi" folgendes Menschenbild: unsere Kunden sind entweder blöd (weil sie das Gerät nicht richtig bedienen können) oder kriminell (weil sie das System überlisten wollen - was übrigens nicht schwer ist, aber das "Know-how" verrate ich nicht).

Das geht schon. In der real-Filiale, bei mir um die Ecke, müssen alle gescannten Artikel in einem Bereich abgelegt werden, der auch gleichzeitig als Waage dient. Dafür gibt es da dann auch Plastiktüten gratis dazu. Das System funktioniert ganz gut, außer bei extrem leichten Sachen. Natürlich kann es der Automat nicht erkennen, falls mal jemand etwas unter der Jacke durchschmuggeln will, aber das gilt für den menschlichen Kassierer ganz genau so.
Online-Bestelldienste sind schön und gut, sie haben nur den Nachteil, dass ich zu einer speziell vereinbarten Zeit zu Hause sein muss. Falls mir dann im nachhinein noch etwas einfällt, was ich gerne hätte, sieht es schlecht aus. In dem o.g. Supermarkt, der zugegebenermaßen in fußläufiger Entfernung liegt, kann ich neuerdings spontan noch bis 22:00 einkaufen. Dabei läuft es an den SB-Kassen, nach meiner Einschätzung, zumindest im Moment durchaus schneller. (Leider sind die technischen Ausfallquoten relativ hoch, so daß nicht immer alle 4 Terminals zur Verfügung stehen.)
Da ich sehr unterschiedliche Arbeitszeiten habe, ist diese Kombination für mich nahezu optimal.

wenn das Scannen 3x so lange dauert. Im Vergleich zu einem Einkauf bei Aldi in Deutschland würde ich sogar sagen eher 4x so lange. Lebe seit einiger Zeit in Frankreich und bin diesen Terminals in vielen großen Supermärkten begegnet, habe es auch schon mehrmals getestet: Trotzdem komme ich immer wieder zu dem Schluss, dann nicht nur "Pensionäre" das System verlangsamen. Menschen aller Altersgattung benutzen hier die Geräte und man steht häufig viel länger an. Des weiteren stehen für 2 Automaten eine Servicekraft plus ein oder zwei Sicherheitskräfte daneben. Dies reduziert die Personalkosten wirklich nicht in dem Maße, wie sich die Unternehmen dies erhoffen.
Ein einziges System konnte bislang überzeugen: tragbare Scanner, mit Halterung am Wagen. Diese sind nach einer Anmeldung am Eingang einfach mitzunehmen. Häufig übernimmt das Scannen das Kleinkind am Wagen (mit Hilfe der Mutter). An der Kasse werden die Daten ausgelesen und bezahlt. Fertig. Wenn RFID-Chips in Zukunft auf alle Verpackungen gedruckt werden, spart man sich noch den Scanner. Mit einer freundlichen Servicekraft an jeder Kasse, wird dieses System dann abgerundet. und man braucht deutlich weniger Kassen und weniger Fläche für jede Kasse.

Die Sachen werden dadurch ja auch nicht billiger, der Einzelhandel spart hingegen Lohnkosten und steigert seinen Gewinn. Die arbeitslose Kassiererin darf ich dann hintenrum mit meinen Steuern die Arbeitslosigkeit finanzieren. Alle Verlierer - ausser der Einzelhändler.

Es gibt doch schon online-Bestellservices. Wer seine Waren schon selbst scannt kann das doch auch zu Hause machen. Die Firma Jatuso (jatuso.de) bietet z.b. solch ein Gerät an.

Es gibt doch schon online-Bestellservices. Wer seine Waren schon selbst scannt kann das doch auch zu Hause machen. Die Firma Jatuso (jatuso.de) bietet z.b. solch ein Gerät an.

Der nächste Schritt sind dann Roboter zum Regale auffüllen. Ein mitarbeiterleerer Supermarkt? Ich hätte überhaupt kein Problem damit. Die Mitarbeiter stehen meistens im Weg, sind oft unfreundlich und wirken dauergestresst. In Deutschland werden dabei massiv Stellen wegfallen. Denn der Deutsche mag, braucht bzw. will kein Servicepersonal im Supermarkt. Das hat Wal-Mart bitter erfahren müssen. Wieder ein Punkt für Jeremy Rifkins "Ende der Arbeit". Seine "Zukunft der Arbeit" sehe ich für diese Mitarbeiter hierzulande nicht.

gibt einen nur Geld nach Karte und Pin, der Supermarkt gibt Lebensmittel vor dem Scannen.
Welcher nicht vorhandene Kassierer soll nun überprüfen ob alle Waren auf dem Band liegen?
Im übrigen geht der Service massiv runter, wenn Rentner dran stehen und ewig benötigen um ihre 3 Produkte zu scannen.