Kritik an Obamas Personenkult

„Geschmacklos, überheblich und dumm“

Während Barack Obama sich auf seiner Nahost- und Europareise um präsidiale Attitüden bemüht, schüttet in Amerika sein republikanischer Gegenkandidat John McCain Spott über ihn aus. Besonders Obamas „Kandidatensiegel“ gilt einigen als Ausdruck der Arroganz. Von Matthias Rüb, Washington

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juli 2008 10:59

Politischer Superbowl

thomas schulz (peanutbutter)

Nichts anderes ist ein Wahlkampf für ein hohes politisches Amt in den USA seit J.F. Kennedy. Ich erinnere mich noch plastisch an die "recall" Kampagne gegen den farblosen Gray Davis in CA vor einigen Jahren. Ohne konkret zu werden und ohne irgendwelche politische Erfahrung schlug Schwarzenegger mit Unterstützung des Kennedyclans den erfahrenen, aber in der Öffentlichkeit wenig beachteten und ungeliebten Amtsinhaber. Ein anderes aktuelles Beispiel ist Jesse Ventura, der nur gewann, weil er eine bekannte WWF Ikone war. Nach meiner Einschätzung waren die z.T. extremen Positionen Obamas im Nominierungswettkampf mit Clinton auf diesen Kampf abgestimmt, um ihn zu gewinnen. Jetzt ist McCain der Konkurrent, ein politisch links von Clinton gesteuerter Wahlkampf ist nicht mehr erforderlich. Der versucht beinahe verzweifelt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken, denn er weiß, daß man solche Wahlen nicht mit Programmen gewinnt, sondern, ähnlich wie bei der Produktwerbung, hauptsächlich durch mediale Omnipräsenz. Die hier angesprochene Siegelaffäre ist Teil des Wahlkampfes und gehört in die selbe Kategorie wie z.B. die Behauptung, McCain würde die Politik des derzeitigen Amtsinhabers fortführen. It's showtime, mehr nicht.

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25. Juli 2008 09:24

Herr Boeger

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

ich darf Bezug nehmen auf meine Ausfuehrungen zu 'Gegenbild Obama' von G. Nonnenmacher. Bei den Obama zugeschriebenen Attributen handelt es sich um Wolkenschiebereien: sie fuehren zu nichts. Der Senator hat der Welt eine klare Botschaft vermittelt: Er geht auf andere zu, weil wir alle einander brauchen - ungeachtet unserer Gefuehle und eventueller Vorbehalte; fuer das Austragen von Eitelkeiten, Empfindlichkeiten haben wir keine Zeit mehr. In Deutschland, insbesondere in der veroeffentlichten Meinung scheint dies jedoch noch nicht ueberall angekommen zu sein. Die gute Nachricht: Ob in Berlin oder hier in den USA - die Menschen warten und beduerfen der Fuehrungspersoenlichkeiten. Wir brauchen tausende Obamas, die die Dinge anpacken fuer das kommende Jahrzehnt, statt nur heisse Luft zu produzieren. - Rolf Joachim Siegen, San Diego, www.americaforgermans.com, www.greenamericans.info

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24. Juli 2008 18:10

@rolfs2

Volker Boeger (Volker-Boeger)

Lieber rolfs2! Sie haben recht, wenn Sie fordern, Bericht und persönliche Meinung seien klar voneinander zu trennen (...so gut das geht). Dies wird einer der Gründe sein, aus dem Sie (ebenso wie ich) die FAZ etwa der weltverbessernden Süddeutschen Zeitung vorziehen, die eigentlich keine Kommentar-Format benötigt, da dort scheinbar jeder Artikel ein Kommentar ist. Dem geschätzten Herrn Rüb und der ganzen FAZ-Redaktion vorzuwerfen, mit der Verwendungdem Wort "Personenkult" etwa eine negative Meinung über Barack Obama zu äußern und sich hierüber zu ereifern, geht zu weit: Der Wahlkampf von Barack Obama ist auf seine zweifellos charismatische Person zugeschnitten. Natürlich ist das wirksame Motto "Change (we can believe in)" zusammen mit dem Sonnenaufgangslogo eine Klammer zwischen Kandidat und der Hoffnung auf einen Wechsel (zu was auch immer). Und die Inszenierungen seiner Auftritte als Erlöser, der als einziger den Wandel zu bewerkstelligen in der Lage ist, sind wohl geplant. Auch die Bewegung "movement", "obamania" wird aus der Wahlkampfzentrale gesteuert. Das ist Personenkult, der nicht gegen den Willen von Barack Obama stattfindet. Das wird man noch schreiben dürfen - oder nicht? Volker Böger

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24. Juli 2008 17:48

Liebe Belanglosanklicker,

Michael Müller (Michael_Mueller)

mein Beitrag war nicht ernst gemeint. Es ist mir natürlich nicht egal, daß Obama hoffentlich niemals Präsident der USA wird. Ich begrüße es sogar. Mal ehrlich: ein Programm, das "Change" zum Inhalt hat und sonst nichts, ist doch zumindest fragwürdig, wenn nicht gar gefährlich. Wie sagte einst Ben Gurion über J. F. Kennedy: "Er ist ein guter Politiker". Ben Gurion war ein Staatsmann. Obama ist nur ein Politiker.

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24. Juli 2008 16:59

F. A. Z. - Dummheit

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Toericht und perfide ist die Art und Weise, wie man bei der F. A. Z. Vorurteile gegegen Obama pflegt.

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24. Juli 2008 16:28

Vermischen von Meldung und Bewertung

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Bei der Formulierung 'Obamas Personenkult' handelt es sich um eine journalistisch unzulaessige Vermengung von Meldung und Meinung. So werden Vorurteile bedient. Dass man bei der Frankfurter Allgemeinen Obama nicht mag, ist laengst erkennbar. Schreibt offen, warum Ihr ihn ablehnt! Aber das traut Ihr Euch wohl nicht - deshalb die versteckte Stimmungsmache.

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24. Juli 2008 16:04

Obama

Michael Müller (Michael_Mueller)

ist ein einziges Fragezeichen. Wofür er steht ist ein Fragezeichen. Seine ganze Herkunft ist ein Fragezeichen. Wenn es allerdings keinen Unterschied macht, ob der Muslim Hussein Obama oder der Christ Barack Obama Präsident der USA wird, dann sind wir global ein ganzes Stück toleranter geworden. Und das ist auch gut so. Change! Endlich Change!

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24. Juli 2008 15:45

Schwarz-Weiß; himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt

Ernst Paul (Echopapa)

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Deutschen. Wir kennen einfach keinen Mittelweg. Da ja G.W. Bush der schlimmste Bösewicht auf diesem Planeten war, kommt jetzt unser neuer Messias in Gestalt von Obama. Wie werden wir enttäuscht sein, wenn die verrückten Amis ihn nicht wählen werden. Und wieder, wie so oft, wird das deutsche Volk erst in zehn oder zwanzig Jahren erahnen, daß Bush vielleicht gar nicht so schlecht war, daß der Irak schon längst wieder aufgebaut und ein prosperierender Staat ist, daß die Klimakatastrophe (siehe auch unter Waldsterben, Ozonloch) immer noch nicht stattgefunden hat, daß Kernkraftwerke vielleicht doch eine billige und sichere Energiequelle sind usw usf. Na ja, vor 70 Jahren sind wir ja auch noch einen Schicklgruber hinterhergerannt.

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24. Juli 2008 14:59

Global Tsunami of Change

Ludwig Donnert (RobinsonJacuzzi)

A Love Parade for Hope! When George Bush first arrived to visit Germany, 150,000 took to the streets of Berlin in protest. This time many more come out to celebrate Barack Obama and unleash a global tsunami of Change. Robinson-Jacuzzi has produced the T-Shirt for this historic occasion - Berlin 24/07 Yes, we can! - robinson-jacuzzi.com

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24. Juli 2008 13:08

@G. Wander: Eine Frage...

Joachim Mense (JMense)

Lieber Herr Wander, sprechen Sie in Ihrem Kommentar nun von Barack Obama oder von Angela Merkel? Auf letztere passt Ihr Psychogramm jedenfalls wie die Faust aufs Auge - oder eben wie das Siegel zum Kandidaten...

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24. Juli 2008 13:06

Obama

Cornelia Bürger (MyAnswer)

Viele Menschen - auch hier in Deutschland - hoffen auf Barack Obama auch wegen eines Wortes, nämlich CHANGE. Das rührt daher, dass es auch hierzulande Menschen gibt, die Veränderungen wünschen, positive Veränderungen. Ich finde es im Übrigen sehr verletzend, Menschen, die heute abend an die Siegessäule gehen, um Obamas Rede zum transatlantischen Verhältnis zu hören, als hirnlose Idioten - quasi DSDS-taugliche Massen - abzustempeln. Das ist unwürdig, Herr Claasen

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24. Juli 2008 13:06

Ami go home

Harald Schmidt (Haraldino)

Was befremdet: Anscheinend wundert es niemanden, dass ein US-Provinzsenator Berlin (und damit die BRD) als Wahlkampfkulisse missbraucht. In bewährt amerikanisch-imperialistischer Manier hat er sich als ungebetener Gast den Platz an der Siegessäule für eine Open-Air-Rede gekapert. Gegen eine Rede in den Räumen einer Berliner Institution wäre nicht das Geringste einzuwenden, aber für einen Auftritt unter freiem Himmel ist der Londoner Hyde Park wirklich besser geeignet. By the way: Wer bezahlt die Kosten? Obama oder der deutsche Steuerzahler? Was würden wohl US-Politiker sagen, wenn beim nächsten deutschen Wahlkampf Frau Merkel und Herr Steinmeier (falls die SPD es zu einem eigenen Kanzlerkandidaten bringt) auf einem Platz in Washington Reden hielten? Eine absurde Vorstellung, zumal die amerikanischen Zuhörer sich wohl an den Händen abzählen ließen. In Berlin aber wird mit Obama das Absurde Realität. Und die doofen Berliner spielen als Statisten bei der Show mit, denn wo "et wat zu kieken" gibt, sind sie dabei.

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24. Juli 2008 13:04

Am Ende entscheiden doch die Inhalte

Paul Franklin (PaulSilas)

Wie immer man Obamas haschen nach Symbolträchtigkeit bewertet, am Ende wird Amerika über Inhalte abstimmen. Was in Deutschland niemand so richtig weiß oder wissen will: im politischem Spektrum steht Obama in Amerika ganz links. Hierzulande wäre er irgendwo zwischen dem linkesten Flügel der SPD und der Linkspartei. Die Geschichte hat gezeigt, dass solche Kandidaten in den USA (fast) keine Chance auf einen Wahlsieg (in der "General Election") haben. (Hätten sie hier wohl auch nicht, worauf Umfragen im Falle Kurt Beck hinweisen). Wer Steuern erhöhen will, die nationale Sicherheit vernachlässigt, ungeborenes Leben überhaupt nicht respektiert und ultraliberale Wertvorstellungen in fast jeder gesellschaftlichen Frage hat, den wählen die Amerikaner nunmal nicht ins Weiße Haus. Darum sollte niemand überrascht sein, wenn am 20. Januar 2009 John McCain der 43. Mann sein wird, der als Präsident der USA vereidigt wird.

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24. Juli 2008 12:26

"Verführer" ?

Markus Teuber (arathorn)

Herrn Obama unter Umständen die Reife,Handfertigkeit,Gewitztheit,Erfahrung und so viel mehr für das Präsidentenamt abzusprechen,mag ja dem Gegner oder Kritiker dieser politischen Person oder Politikrichtung erlaubt sein - nein -ist erlaubt . Den Kandidaten aber wegen des Auftretens als "Verführer" darzustellen oder diesen nur in die Nähe derartiger Leute zu bringen,ist GROTESK ! Und ihm als "Flegelhaftigkeit" anzukreiden,daß er Andere "umarmt" oder körperlich "berührt",ist ebenso absurd.Wenn,dann dürfte dies ja höchstens die betroffene Person stören,nicht aber irgendeinen Betrachter.Das sollte man doch wohl schon wissen :Politiker (aber auch Nicht-Politiker) über Äußerlichkeiten zu betrachten,ist wenig hilfreich für deren Einschätzung und führt meist zur falschen Analyse. Problematischer scheint mir eher die Begeisterung und das Votum der Europäer für Obama zu sein- denn der amerikanische Präsident wird immer noch in den USA und nicht außerhalb des Landes gewählt .Und der Spruch ("Wir wollen aber den haben") könnte manchem Amerikaner schon sauer aufstoßen.Denn das würde zB Franzosen oder Deutschen ja wohl auch nicht passen,wenn ihr Präsident oder der Kanzler(in) quasi von außerhalb schon vorbestimmt werden soll!

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24. Juli 2008 11:47

Alter Wein in neuen Schläuchen

A C (papaleo2000)

Alter Wein in neuen Schläuchen Wer meint oder glaubt mit Obama würde sich Amerikas Weltpolitik ändern der irrt gewaltig. Mit oder ohne Obama, Amerikas Weltpolitik wird sich keinen Deut bessern, sonder das Gegenteil wird eintreten, ein Krieg gegen Iran wird demnächts stattfinden, der Irak wird weiterhin ein besetztes Land bleiben und der künstlich gezüchtete "Kampf gegen Terrorismus" (Farce) und talibanischen Gotteskrieger wird weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Die Schattenmänner (Rüstungs- und Öllobby) hinter dem "gewählten" Präsidenten (Marionette) werden weiterhin das Sagen haben sonst keiner.

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