Finanzmarkt

Keine Eile mit dem Ausstieg

Wann kommt der geldpolitische Kurswechels nach all den Rettungsaktionen? Bislang haben die Währungshüter keine besondere Eile gezeigt. Zu groß ist noch die Befürchtung, den zarten Aufschwung abzuwürgen. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt. Von Claus Tigges, Washington

Lesermeinungen zum Beitrag

10. November 2009 20:07

Die Großen imitieren

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Auf Bargeld sitzen zu bleiben, ist nicht Aufgabe von Fonds, Versicherungen, Pensions- und Gewerkschaftskassen. Also gut, das Geld muss irgendwo investiert werden, doch verflixt nochmal, die Krise ist offensichtlich nicht vorbei. Was tun? Man steckt das Geld also in globale Werte mit halbwegs akzeptabler Dividendenrendite. Für den Kleininvestor gilt daher bis Weihnachten die Parole, es den Großen nachtutun.

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08. November 2009 21:09

Ausstieg aus ...?

Pascal Jost (CoolP)

Man konnte und kann in Krisen sicherlich viel lernen, ergo: verändern. Doch warum sollte man daran glauben, dass ein System, welches nun demonstriert hat, dass bei genügend "Systemrelevanz" der Staat einspringt, einen Anreiz dafür schafft, von den alten Vorgehensweisen abzulassen? Im Gegenteil, nachdem sich desaströses Management und eine ebensolche Politik bislang (und sicher auch zukünftig) immer bestens aus der persönlichen Verantwortung ziehen konnten, muss rein der Privatkunde sich besinnen - sicherlich auch mal seinen persönlichen Renditedrang überprüfen - und bei allen, die ihm Etwas verkaufen wollen, genauer zuhören. Auf eine neue Moral in der Finanzwelt, eine unabhängige und bürgerorientierte Politik und am Ende sogar Konsequenzen für Krisenverursacher und -Verursacherinnen wird er lange warten können. Auch die nun neue Regierung spricht offen von "Freiwilligkeit", auf die sie bei den großen Instituten setz. Konsequenzen gibt es woanders, aber eben nicht an den Nabelschnüren der großen Banken. Nachzulesen im Interview mit Herrn Schäuble, welcher, nachdem man ihn ja immerhin bei einer Schandtat ertappte auf "Vergesslichkeit" setze - eine scheinbar unschlagbare Kombination.

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08. November 2009 21:00

Gift ist eine Frage der Dosis

Jürgen Clasen (Heini1946)

Wenn die Bank of England lediglich ein Volumen um 25 Millionen auf 200 Millionen Pfund aufstockt, um Staatsanleihen zu kaufen, wäre es nicht der Rede wert. Aber sie
stockt das Ganze um 25 Milliarden, auf 200 Milliarden Pfund auf. Mister Gono, der
Finanzminister von Herrn Mugabe, ist eben der neue Chefberater für diesen Laden.
Hallo, wo bleiben da die ganzen Volkswirtschaftler und sonstigen Wirtschaftsstrategen?
Irgendwo im Mausloch ? Die Engländer selbst halten wohl von ihren Gilts nicht besonders viel, oder ? Denn ganzen Dreck können ja die Notenbanker aufsaugen.

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08. November 2009 18:52

"Die Botschaft der Währungshüter an die Akteure an den Finanzmärkten könnte ..."

Sophia Orti (rum)

... deutlicher kaum sein" --- Also, liebe Notenbanker, soll ich kaufen, verkaufen oder halten?

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