Finanzmarktkrise

Schlechte Aussichten

Die Lage an den Finanzmärkten ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Denn die Regierungen und Notenbanken haben dazugelernt. Trotzdem tut Eile not: Die Schwäche des Dollars belegt das schwindende Vertrauen in die Führungsmacht Amerika. Von Gerald Braunberger

Lesermeinungen zum Beitrag

16. Juli 2008 14:56

@Maliki&Richter

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Recht haben Sie !! die bösen Zinsen und auch das böse Geld überhaupt !!! Weg damit !!! Finde ich gut, dass sie wieder zurückkehren zum Tauschen... Und super, dass Sie jeden Zinsbetrag den Sie auf Ihrem Giro/Spar/sonstwas Konto verzeichnen postwendend an die Bank zurück schicken, weil Sie beim bösen System nicht mehr mitmachen. Freu mich schon, wenn Sie am nächsten Monatsende von Ihrem Arbeitgeber bsp. weise statt dem bösen Geld einfach mal 20 unlackierte Motorhauben in den Hof gestellt bekommen oder 300 Tonnen besten Flusskies Klasse eins statt der üblichen 4000€. Und als Rente gibt es dann in 15 Jahren jede Woche 2 Laibe Schwarzbrot und ein halbes dutzend Eier und 1 Paket Butter, was braucht der Mensch auch Geld und Zinsen...

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16. Juli 2008 11:49

Blasen müssen platzen

Philipp Kaehlitz (p-a-x)

So wichtig die Erzeugung von Blasen in Gründerzeiten ist, so wichtig ist auch, dass man das überschüssige Geld durch das Platzen der Blase wieder abbaut. Wenn man das durch zu beherzte Rettungsmaßnahmen verhindert, sucht sich das Geld eine neue Blase oder entwertet sich selbst in Inflation. Dem wiederum muss man entgegenhalten, dass das Finanzsystem (genau wie auch das Rechtssystem oder jedes andere Gesellschaftssystem) auf dem Glauben an dessen Funktionsfähigkeit aufbaut. Gerade deshalb ist ein harter kurzer Einschnitt besser, als langsames schleichendes Geldentwerten.

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16. Juli 2008 10:17

Geld ohne Zinsen (Richter und Malliki)

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Richter und Herr/Frau Malliki wünschen sich die Abschaffung der Zinsen. Nur zu! Es steht jedem frei, zinslos Geld zu verleihen. Oder geht es wieder nur darum, anderen vorzuschreiben, sie müßten das tun? Tauschbörsen werden attackiert? Was wir schon an Kinderkleidung, Bücher und Spielzeug getauscht, verschenkt oder geschenkt bekommen haben - und das ganz ohne Attacken des Finanzamtes. Mit der Wasserpistole gegen Dath Vader? Ja, der Vergleich ist treffend: Darth Vader ist eine Phantasiefigur. - TF

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16. Juli 2008 10:05

Die zwei Seiten einer Medaille

Herold Binsack (Devin08)

Den Kapitalismus aus der Perspektive der Zirkulation zu begreifen,ist so müßig wie die Hoffnung,dass es ein Zurück gäbe,zu der Welt der Produktion von Gütern,als der angeblichen Quelle des Reichtums.Denn die Produktion war nie die Quelle des Reichtums.Einzig der Mehrwert,richtiger die Aneignung des Mehrwertes (den der Arbeiter schafft) führt zu jenem spezifischen Reichtum,wie wir ihn im Kapitalismus kennen.Die Finanzkrise ist eine Systemkrise in doppelter Hinsicht:Sie kennzeichnet den krisenhaften Übergang zu einer anderen Aneignungsquelle und die Wahllosigkeit des Kapitals hierbei selber.Der Zwang zum Maximalprofit schreibt dies vor.Die Realproduktion erwirtschaftet ihn nicht (mehr),da die Arbeitskräfte einem hochorganisierten Kapital Opfer wurden.Und dieses Kapital ist nun profitarm.So werden die Mehrwertquellen in ihrer Substanz ausgepresst,was nicht nur bedeutet,dass die verbliebenen Arbeiter über alle Maßen ausgebeutet (und die Gesellschaft paradoxerweise weiter proletarisiert),sondern auch,das die Produktionsstätten selber ausgeblutet werden.Alles wird zu Geld,in der Hoffnung,dass so Kapital entsteht.Finanzindustrie bedeutet im Kern Autokannibalismus (Robert Kurz).Hedge Fonds und Kreditevermarktung-zwei Seiten einer Medaille

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16. Juli 2008 09:39

Nur eine kleine Weisheit !

Markus Teuber (arathorn)

Totgesagte leben meistens länger !

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16. Juli 2008 08:36

Gesundbeter mit Charisma gefragt :-)

gisbert heimes (gisbert4)

Die einschlägige Presse und die einschlägigen Wirtschaftsprofessoren diesseits und jenseits des Atlantiks allein schaffen es offenbar diesmal nicht. Von Politikern, Notenbank- und Aufsichtschefs ganz zu schweigen. Wer gibt uns also diesmal den Glauben an das System zurück? Ich denke, wir nehmen das selbst in die Hand und glauben weiter fest daran, daß alles gut wird. Irgendwie.

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16. Juli 2008 07:28

Die NEUE IG-Farben

A. Malliki (a.malliki)

Wenn Banken aus Schulden neues Geld machen, wird die Perversion dieses Geldsystemes sichtbar. Alle Regierungen dieser Welt gehorchen diesem Kartell (NEUE IG-Farben), weil sie selbst dort verschuldet sind. Denn die Gelderschaffung begründet sich in juristischen Sicherheiten, die auch in der NEUZEIT aus Schulden bestehen können. Ohne diese privatisierte Geldkreierung ist unser rechnerisches Wirtschaftswachstum nicht möglich. Je mehr Geld kreiert wird, um so höher ist unser Wirtschaftswachstum - Leistung ist hier nicht wichtig. Die abhängigen Regierungen schreiben aber per Gesetz dieses private Zahlungsmittel vor. Allen voran die EU mit Ihrem EURO. Das ist der große Fehler im System, der jetzt auch in der Öffentlichkeit erkennbar wird, denn außer Schulden und dem bald eingeführten CO2-Ablass gibt es keine neuen Sicherheiten für neue Gelderschaffung im Weltkartell. Geld (EURO oder Dollar) wächst nun mal nicht auf Bäumen und trotzdem vermehrt es sich auf seltsame und unentdeckte Weise - in Form von Schulden und Zinsen. Erst wenn dieses Kartell aufgehoben ist, kann die Menschheit wieder in Ruhe und Frieden leben.

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16. Juli 2008 03:11

Es gibt zuviel Geld auf dieser Welt.

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Geld schafft keine Werte. Weil es zuviel davon gibt, macht man damit Dummheiten. Man zerstört Werte. Die Institutionen, die jetzt vor ihrem Scherbenhaufen stehen, sollten sich an ihre eigene Nase fassen. Geld wurde nach 9/11 viel zu großzügig und billig an Banken und Volk verteilt. Regierungen, Notenbanken und Aufsichten sollten aus diesem Debakel nicht nur lernen,sondern endlich Maßnahmen ergreifen, die Banken und Anleger mehr an die Kandarre nehmen. Früher platze alle Jahrzehnte mal eine Blase. Jetzt sind wir schon bei zwei geplatzten in nicht einmal 10 Jahren. Die dritte wir von etlichen "Experten" schon vorausgesagt. Auf Dauer können das weder Staatsgebilde noch Wirtschaftssysteme aushalten, ohne sich zu ruinieren.

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16. Juli 2008 02:14

Das transatlantische Bündnis zerfällt

Konstantin Schneider (bundesboy)

Im Prinzip tritt derzeit nur das ein, was man schon vor langer Zeit vorhergesehen hat und weshalb der EURO erfunden wurde: Amerika verliert den Wettbewerb mit den Schwellenstaaten, mit denen es seit dem Ende des 19. Jahrhundert's in Handelsbeziehungen eintrat, statt sie wie die Europäer zu kolonisieren. Die Ablösung des Dollar als Weltleitwährung, die nun bevorsteht, ist für die Europäer natürlich nicht zum Nulltarif zu haben, war aber insgeheim immer geplant, da es Europa geschafft hat, als friedlicher Gegenentwurf zur Weltmacht USA akzeptiert zu werden. Angela Merkels Traum von der Wiederbelebung der transatlantischen Wirtschafts- und Schicksalsgemeinschaft ist insofern ausgeträumt. Absehbar war dies spätestens seitdem Daimler und Chrysler wieder getrennte Wege gehen.

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15. Juli 2008 22:53

...um R u h e zu schaffen'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Der Verfasser (wie viele andere) verkennt, dass es sich bei der Finanzmarktkrise um viel mehr handelt als nur um eine wirtschaftliche. Deshalb ist schoepferische U n ruhe der Weg zur Heilung. Der Virus dekadenter westlicher Gesellschaften muss endlich ausgeschieden werden. Freuen wir uns auf den Morgen danach!

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