Nach den Ausschreitungen in der Provinzhauptstadt Urumqi

China

Mindestens 156 Tote bei Gewaltausbruch in Uiguren-Region

Bei Protesten und Zusammenstößen zwischen muslimischen Uiguren und Chinesen in der Unruheregion Xinjiang sind mindestens 156 Menschen getötet worden, Exil-Uiguren sprechen gar von 800 Toten. Peking wirft militanten Muslimen Separatismus und Terrorismus vor.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2009 19:44

@He Wenbo

Rene Meyer (matrix1329)

Nachrichten verbreiten sich wie Lauffeuer - das wissen Sie doch selbst. Wenn es irgendwo in Europa antichinesische Proteste gibt, oder sich die Auslandschinesen ungerecht behandelt fühlen, sei es z.B. durch nicht ganz objektive Berichterstattung in den Medien, dann organisiert sich diese gut vernetzte Gruppe recht schnell und demonstriert. So ist das auch mit den Uiguren - oder glauben Sie etwa, die haben keine Handys und können nicht ihre Familien zu Hause anrufen und berichten, was in Guangdong passiert ist? Im Übrigen: Ist die Sache mit der Vergewaltigung denn bewiesen? Wenn es kein vernünftiges Verfahren gegeben hat, weil die beiden Verdächtigen nicht festgenommen und die Sache nicht untersucht wurde - wie sollen wir dann wissen, ob die Vergewaltigung überhaupt stattgefunden hat? Und hier kommt schon wieder die Krux der ganzen Sache: Die Polizei und die Justiz wird von manchen Minderheiten in China eben als ein Mittel der Unterdrückung gegen sie gesehen. Versucht man das Problem zu umgehen, indem man nicht die gleichen Rechtsstandards anwendet, dann macht man die Hanchinesen böse. Ergo: Ein Rechtsstaat muß her, der alle gleich behandelt, in dem aber auch alle die gleichen Chancen auf Aufstieg und pol. Einfluß haben. QED

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07. Juli 2009 18:21

2 ist gleich 156?

Wenbo He (HeWenbo)

Es wurden tatsächlich 2 Uiguren toggeschlagen. Aber die entscheidende Unterschied liegt darin, dass die 2 nicht unschuldig wie die 156 sind. Die beiden Uiguren wurden nicht mit Absicht getötet, sondern sind durch Konflikt zwischen mehreren Männern gestorben. Die Ursache des Konflikts ist aber, dass einige Uiguren 2 Han-Mädchen vergewaltigt haben, aber die Regierung will die Uiguren nicht reizen, so dass die Kriminalität nicht nach Gesetz bestraft werden kann, und gerade dies ist die Entzündung dieser Krawalle.
Ich bin gegen jede Form von Diskriminierung oder unrechte Behandlung von bestimmten Volksgruppen. Aber von dem Fall von Guandong kann sogenannte "Unterdrückung von Uiguren" gar nicht die Rede sein. Die Krawalle in Xinjiang ist doch anders. Man kann nur schwer glauben, dass die 1000 Uiguren ohne Anstiftung von Außen plötzlich gewaltig werden. The World Uyghur Congress spielt eine schlechte Rolle, obwohl das nur negative Einwirkung auf Ihre eigene Landsleute hat.

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07. Juli 2009 17:05

Diskriminierung im chin. Bildungssystem

Rene Meyer (matrix1329)

An zhongguoren und HeWenbo: Lesen sie doch mal den engl. Wikipediaartikel zu "gaokao". Da steht eindeutig drin, daß es regionale Diskriminierung gibt, auch von Hanchinesen. Das funktioniert so: Jede Uni in China hat Quoten, wieviele Studenten aus versch. Provinzen sie aufnimmt. Die guten Unis in Peking nehmen natürlich viel mehr Pekinger und Hebei'er auf, als Leute von anders wo. Weiterhin ist es so, daß die guten Unis fast alle und insg. mehr Unis in reichen Provinzen liegen, damit also rein statistisch die Leute aus den ärmeren Westprovinzen benachteiligt werden. Sie können nun einfach an der Unidichte, gepaart mit dem geringeren Einkommen der Minderheiten in Tibet und Xinjiang, sich ausrechnen wie viel geringer die Chancen sein mögen, als Angehöriger dieser Minderheiten auf die Uni zu kommen. Von der Einkommensabhängigkeit guter Bildung in China will ich gar nicht sprechen. DAS ist Diskriminierung, das bringt die Uiguren auf die Palme (und vieles mehr). Da helfen auch keine Trostpflaster wie Extramensen, und die 20 Extrapunkte bei der Gaokao kann man im Vergleich zur benötigten Punktzahl von wenn ich mich recht erinnere rund 600+ Punkten, um auf eine gute Uni zu kommen (korrigieren sie mich, wenn ich falsch liege).

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07. Juli 2009 16:44

@Zhongguoren

Rene Meyer (matrix1329)

Sie gehen nicht auf das von mir aufgeworfene Hauptproblem ein: Die Selbstgerechtigkeit der Hanchinesen gegenüber den Minderheiten, gepaart mit völlig fehlender Feinfühligkeit deren Ängsten gegenüber. In den letzten zehn Jahren haben sich Mio. Hanchinesen in Tibet und Xinjiang angesiedelt, und die Minderheiten sehen ihre Lebensgrundlage davonschwimmen - sie werden marginalisiert, und müssen sich anpassen - chinesisch lernen, wie Chinesen leben etc. Können sie nicht verstehen, daß die das wütend macht? Nur nochmal im Klartext: Das sind keine Wilden, genauso wenig wie die Hanchinesen der Gipfel der zivilisatorischen Entwicklung sind. Außerdem: Was halten sie von den Informationen der Auslandsuiguren, nach denen in die Menge geschossen wurde? Ist das "Sofortvollstreckung der Todesstrafe"? Daß die Todesstrafe im Konflikt zur chin. Verfassung steht, in der die Menschenrechte ausdrücklich geschützt werden, davon will ich garnicht mal anfangen. Es ist eben eine Diktatur, kein Rechtsstaat....

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07. Juli 2009 15:30

WARUM?

Kai Li (likai)

Es ist weltweit bekannt, dass die Deutschen sehr korrekt und sorgfaeltig sind. Die Deutschen sind auch stolz darauf.
Nachdem man diesen Bericht gelesen hat, weiss man aber gar nicht, wer eigentlich die Taeter und wer die Toten sind, wie meine Landesleute unten schon gefragt haben. Hmmm, die Korrekten Deutschen sind ploetzlich nicht mehr korrekt, da habe ich zu fragen, WARUM?

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07. Juli 2009 15:25

@Markus Teuber (arathorn)

Shen li (Zhongguoren)

Das stimmt, nach zwei Han Chinesinnen vergewaltigt wurden, wurden zwei Uiguren zu Tod geschlagen, mehr als 10 Han Chinesen, die daran beteiligt sind, wurden verhaftet und warten nun auf ihren Prozess.

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07. Juli 2009 13:54

Die Wahrheit ? Wer ist der Täter ? (Wenbo He)

Markus Teuber (arathorn)

Soweit die letzten Pressemitteilungen stimmen,haben sich diese Unruhen aber wohl daran entzündet,daß zuerst (!) Chinesen Uiguren brutal tot geschlagen haben.
Dennoch ist dieser Grund -so es ihn den gab- nur das kleine Feuerchen an der lange schmorrenden Lunte gewesen.
Auch hier liegt - wie im Fall der Tibeter- der wahre Grund darin begründet,daß China (Peking) absolut keine freiheitlichen,auf gewisse Eigentständigkeiten ausgerichtete Volksgruppen akzeptiert ! Wie bei Tibet werden andere als die chinesischen Kultur- und Staatsvorstellungen absolut nicht geduldet ! Bereits unter dem Brutaldiktator Mao wurde jede Art von kleinster Eigenständigkeit mit dem Tod bestraft.Vor Peking sei gewarnt.

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07. Juli 2009 13:34

@Rene Meyer (matrix1329)

Shen li (Zhongguoren)

Todstrafe steht im chinesischen Gesetz, egal ob Sie damit einverstanden oder nicht, es ist kein deutsches Gesetz. Egal ob sie Han-Chinesen oder Uiguren-Chinesen sind, werden gleich bestraft, es ist hier in Deutschland nicht anders.
Inwischen tauchen genug Bilder, wie brutal die Demonstranten sind. Die Polizei müssen sich und die Bewohner dort gut schüzen, so einfach können Sie sich nicht nachvorziehen. Oder meinen Sie bei nächte Demo am 01.Mai und in Hamburg ist Polizeipräsenz überflüssig?

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07. Juli 2009 13:21

@Wenbo He (HeWenbo)

Shen li (Zhongguoren)

Sie haben noch was vergessen, in jeder Univeristät und Betrieb in China gibt es immer zwei Mensa, eine ist für Muslimische Studenten oder Mitarbeiter, dort alle Essen werden nach muslimische Tradition gekocht. Die Han Studenten dürfen dort kein Essen kaufen, weil das Essen ist von den Staat subventioniert und kostet nur symbolisch. Manchmal habe ich meinen Uigurischen Kommlitone gebeten, das Essen dort für mich zu kaufen, es schmeckt viel besser als bei der Mensa für Han Studenten, weil es individuell zubereitet wird.
Außerdem gibt es fast in jeder Stadt Moscheen. Allein in Shanghai gibt es drei. Die größte Moschee in Shanghai liegt nur 10 Minuten von meinen Zuhause entfernt, in Changde Road, nicht weit von Yufuo Budistischen Tempel entfernt. in Googlemap kann man alle drei leicht finden.

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07. Juli 2009 13:04

@Herold Binsack (Devin08)

Shen li (Zhongguoren)

Indisch- chinesischer Grenzkrieg in Jahr 1962 lässt sich auch grüssen. Damals befand China sogar in Hungersnot, binnen einigen Monaten war die chinesische Armee bis zu 50 Kilometer von Neu-Deli eingedrungen. Nach dem Blitzsieg hat China sofort einseitig einen Waffenstillstand proklamiert und die Armee zurückgezogen. China hat keinen Absicht Indien zu besetzen, es soll nur eine Lektion an Indien und seine " Supporter" sein.

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07. Juli 2009 12:39

Wahrheit: die Uighren sind Täter

Wenbo He (HeWenbo)

Dieser Beitrag versucht, die Wahrheit zu verbergen. Unglücklicherweise ist dieser Trick nicht vergeblich. Hier klagen manche schon, dass das Schicksal der Uiguren keine Aufmerksamkeit an sich zieht, auch wenn 156 unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind... Mein Gott!!!! Könnten Sie bitte ein wenig Geduld haben, um der Wahrheit noch ein mal näher zu kommen? Es wurden 156 Han-Chinesen von den Uighuren getötet!!!! Das ist die Wahrheit!
In China genießen die Nationalminderheiten seit langem verschiedene Privilege. Sie verfolgen die Ein-Kind Politik nicht; Bei der Aufnahmeprüfung an die Universität bekommen Sie extra 20 Punkte. In den Universitäten bringen die Studenten aus Tibet oder Xinjiang Messer mit, und niemand wagt, es zu verbieten. Wenn Han-Chinesen mit solchen Leuten zusammenstoßen, werden nur die Han-Chinesen bestraft. Sie sind gar keine 2. Klasse, sonder Superklasse in China.
In Beijing verkaufen viele Uighuren eine Art von Kuchen, der unglaublich schwer ist. Der Preis klingt vielleicht nicht so hoch, z.B. 10 Yuan pro 50 Gramm. Aber wenn Sie ein klein Stück wollen, heißt es normalerweise, dass Sie 200 Yuan bezahlen müssen. Wenn Sie das nicht bezahlen möchten, geraten Sie sofort in Lebensgefahr.

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07. Juli 2009 11:20

Chinesische Achillesferse

Herold Binsack (Devin08)

@Peters/Bardakcioglu:Eben weil China so ist,wie es ist,eine pseudokommunistische korrupte Bürokratie,eine bestechliche-auch und gerade durch das internationale Kapital-,ist es so interessant.Zunächst als Markt,von mehr als 1 Milliarde Konsumenten (tatsächlich sind es aber vielleicht 100 Mio,die da westlichen Konsum sich leisten können).Dann aber auch ist China ein militärischer Block,der nicht zu unterschätzen ist,der Koreakrieg lässt grüßen.China ist heute militärisch nicht mehr zu besiegen (im Gegensatz zu Zeiten des Opiumkrieges),und doch ist China die größte Herausforderung für das westliche Kapital,nach dem Ende der Sowjetunion die einzige überhaupt.Mit diesem Land muss man ein Bündnis eingehen,oder es heimtückisch dabei hintergehen,die westliche Diplomatie ist sich da noch nicht einig,wenn sie das überhaupt je wird,vielleicht macht man beides. China dürfte darüber keine Illusionen haben,aber es hat womöglich große Ambitionen.Es träumt von einem westlichen Kapitalismus,gar Imperialismus.Der Untergang der SU hat gezeigt,dass da lediglich ein „Papiertiger“(Mao) bei raus kommt.–Die Moderne lässt sich nicht einholen,und doch ist diese Illusion die „attraktive Falle“,die Achillesferse, an der der Westen bei Gelegenheit ansetzt.

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07. Juli 2009 05:08

ich habe einige fragen

Su Meng (Su.Meng)

ich habe den beitrag gelesen. einige fragen habe ich immer in meinem kopf. ich bitte um antwort von faz oder denjenigen "china-kennern".
1,"Mindestens 156 Tote bei Gewaltausbruch in Uiguren-Region"( wer sind die 156 tote, sind die "uigurischen Demonstranten " ?oder die unschuldigen buerger die von
"uigurischen Demonstranten " getoetet?)
2," Blutüberströmte Menschen irren durch die Straßen, viele sitzen weinend am Straßenrand. "(wer ? "uigurischen Demonstranten " ?oder die unschuldigen buerger die von"uigurischen Demonstranten " verletzt?)
3,"Autos werden umgestürzt und Busse in Brand gesteckt" (von wem?)

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06. Juli 2009 21:02

Uiguristan hat leider keinen Richard Gere,

Inanc Bardakcioglu (HurraTuerkiye)

der in der Welt für das friedliche Volk werben kann. Auch haben Sie keinen Dalai Lama, der von Sarkozy oder Gottschalk eingeladen werden kann. Ohne "Buddhisten-Bonus" bleibt es für das nicht-chinesische Volk schwer, Sympathien im Westen zu gewinnen. Wie schnell man ein ganzes Volk das man gar nicht kennt Richtung Terror schiebt, lässt sich an den bisherigen Beiträgen ablesen. Und die Kommentar, der 1.Mai wäre hier auch nicht anders, ist geradezu menschenverachtend. 140 Menschen sind tot. Wegen der Chinesischen Internetmauer ist die Zahl wohl mit 10 zu multiplizierien. Wenn in Madrid oder London 140 Menschen durch Terroristen umkommen, berichten die Nachrichten über nichts anderes, eine Tragödie, die unseren Rechtsstaat komplett umkrempelt und zum Polizeistaat werden lässt. Reaktion auf Uiguristan: Null Interesse. Aber was soll schon das kleine Deutschland ausrichten? Wenn man Nordkorea schon nicht beeinflussen kann, was kann man dann mit China? China hat es selbst in der Hand: Demokratisierung, Teilautonomie und Abspaltung oder der totale Terror auf Pekings Straßen. Es kann doch nicht sein, dass jede Änderung zum Positiven, zu einer friedlicheren Welt mit weniger Konflikten mit Gewalt erzwungen werden muß...

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06. Juli 2009 20:41

Ein vermeintlicher Koloss auf sehr realen tönernen Füßen

Sönke Peters (soenkepeters)

Ich habe nie verstanden & werde nie verstehen, warum deutsche und andere westliche Firmen langfristig in China investiert haben; vom Technologieklau einmal abgesehen: Zwar war und ist dies noch ein großer Absatzmarkt, der sich entwickelt und kurzfristig bedeutende Gewinne verspricht. Alles in Allem ist China aber nichts anderes als eine gigantische Blase, die aus vielerlei Gründen früher oder später gigantisch platzen wird: Ein offensichtlich rassistisch, auf Han-Chinesen konzentrierter Vielvölkerstaat, mit etlichen unterdrückten Minderheiten, extrem schiefliegender Alterspyramide, einem bisher in der menschlichen Geschichte unerreichtem Wohlstandsgefälle durch Brutalkapitalismus, und das überwacht und gesteuert durch eine "kommunistische" Partei, die sich krakenhaft und wie ein Geschwür der Oligarchie und Korruption über’s ganze Land legt. Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass das gut gehen könnte oder dass hier vermeintlich eine Weltmacht im Entstehen wäre? China mag heute Wolkenkratzer bauen, ist aber noch nicht einmal ansatzweise in der Moderne angekommen und in seiner heutigen Form überhaupt nicht überlebensfähig!

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06. Juli 2009 19:24

Missverständnis

Herold Binsack (Devin08)

@Shenli: Sie haben meinen Beitrag vermutlich völlig missverstanden. Mein Beileid gilt selbstverständlich den Toten, den Verletzten, den Verhafteten und Gefolterten – ob Demonstrant oder Passant – in China wie überall. Es ging hier um die zynische Bemerkung eines Lesers, der Demonstrationen wie diese (aber auch andere) mit denen am 1. Mai in Berlin vergleicht, und dabei auf die „Gewalt“ anspielt, die von jenen in Berlin ausginge. Diesen Vergleich finde ich grundsätzlich zynisch, das habe ich ausdrücklich gesagt und dachte, dass das genüge, hierfür. In meinem Beitrag beschäftigte ich mich also a u s s c hl i e ß l i c h mit der Anspielung auf sog. Ausschreitungen von Demonstranten in Berlin, Hamburg und in anderen deutschen Städten, aus einer gewissen Sicht, einer solchen, die lediglich nur die Polizeiberichte wiedergibt.

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06. Juli 2009 17:35

good job

Kai Li (likai)

FAZ und Westmedien, wieder good job! Sie haben die Fruehling-Herbst-Schreibweise gut beherrscht.

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06. Juli 2009 17:08

@Zhongguoren

Rene Meyer (matrix1329)

Sie als Chinese (Zhongguoren) müssen doch wissen, daß es nachher bei der Festnahme der "Aufrührer" und "Unruhestifter" sicher auch zu Folter und Toten (Todesstrafe!) unter den Uiguren kommen wird. Ich finde das Bild mit dem Polizeiaufmarsch übrigens ziemlich angsteinflößend: So viele Reihen Einsatzpolizei für ein paar Demonstranten. Warum lassen die sie nicht einfach ruhig demonstrieren? Das Problem der Hanchinesen ist doch: Daß sie die einfache Logik der Demokratie, nach welcher Krawalle meist vermieden werden, indem man freie Meinungsäußerung zuläßt und die Probleme der Unzufriedenen ernst nimmt, einfach nicht verstehen. 5000 Jahre Feudalismusblödsinn + 150 Jahre westlichen Nationalismus im Hirn verstehen viele Chinesen einfach nicht, daß es auch abweichende Meinungen geben kann, und daß man sie ernstnehmen muß. Und zwar ohne Vorbedingungen (nationale Einheit usw.). Leider, leider...

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06. Juli 2009 16:04

Herold Binsack (Devin08)

Shen li (Zhongguoren)

Sie verdrehen die Tatsache gewaltig, die Tote sind keine Demonstranten, sie sind unschuldige Passanten. Ein bisschen Beileid von Ihnen habe ich erwartet.

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06. Juli 2009 15:47

Wie am 1. Mai in Berlin?

Herold Binsack (Devin08)

Wer solches behauptet, gibt uns einen tiefen Einblick in eine Perspektive, die in etwa die eines Regenwurmes ist, denn auch der kennt nur 2 Dimensionen. Nur dass der Regenwurm - dieses unschuldige Geschöpf - mit seiner Beschränktheit doch recht gut durch seine Welt kommt. Die Vergleiche zumal sind an Zynismus kaum noch zu überbieten. Erwiderung überflüssig. Nicht überflüssig scheinen mir aber die ständigen Verweise auf gewisse Vorkommnisse in Berlin zum 1. Mai, oder (wie gelegentlich auch) im Schanzenviertel in Hamburg.Was auch immer wir bzgl. dort wahrnehmen,zumal über die Medien,dürfte in etwa so viel an Informationswert haben,wie die Warnungen meiner bäuerlichen Vorfahren aus dem Spessart,vor „den Frankfurtern“, die sie allesamt als Zuhälter identifizierten – vor 50 Jahren. Was wussten diese Leute von den Frankfurtern, außer, dass, wenn diese ihnen mal begegneten, sie ihnen kritisch gegenüber „den da oben“ vorkamen. Verdächtig waren sie und damit per se geeignet für all die Verbrechen, die man am liebsten selber begangen hätte, aber dank der wenigen Möglichkeiten nicht vermochte. Ich würde mal ins Schanzenviertel gehen und mir anschauen, was die Leute dort zu verteidigen suchen und danach fragen, wie sie dabei behandelt werden.

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06. Juli 2009 14:53

Und übrigens...

Thomas Berger (tberger)

...sollte man unbedingt die uigurischen Wohl-doch-nicht-Terroristen aus Guantanamo aufnehmen. Bestimmt eine Bereicherung der deutschen Politik, wenn nicht nur Kurden und Srilanesen hier Straßen blockieren.

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06. Juli 2009 14:01

Die revolutionäre Kette ist gezündet

Herold Binsack (Devin08)

Griechenland, Iran, China…, man schaue sich das mal in Ruhe an. Die Bilder ähneln sich. Und selbstredend gibt es in China die meisten Toten. - Unter 3000 Demonstranten 140 Tote! Im Iran waren es noch 3 Mio, und davon nicht weniger als 20 Tote (aber wenigstens 2000 Verhaftungen). Die Revolution, eine Kette von Revolutionen, scheint angebrochen. Lenin nannte das noch das Reißen des schwächsten Kettengliedes, nun soll man vom Zündeln der revolutionären Kette reden.

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06. Juli 2009 11:44

Nichts wurde einverleibt,

Rene Meyer (matrix1329)

die Provinz Xinjiang gehörte schon vor der Gründung der VR China zur Republik China. Daß die Uiguren wie alle anderen Minderheiten dennoch benachteiligt werden und sich deshalb unterdrückt fühlen, liegt einfach an der fehlenden politischen Feinfühligkeit der Han-Chinesen in Peking...

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06. Juli 2009 10:08

Aber bitte

Torsten Klier (TorstenKlier)

dass die Uiguren sich unterdrückt fühlen hätte doch nicht explizit aufgeführt werden müssen. Es reicht zu wissen, dass die Uiguren Muslime sind. Die werden überall unterdrückt. Deshalb wollen die ja auch (wie ihre palästinensischen Glaubensbrüder) ja auch nur einen eigenen Staat haben - in dem die dann allesamt nicht leben wollen.
Deshalb wandern die Muslime aller Welt ja auch so gern nach Deutschland aus - um sich dann wieder so richtig unterdrücken zu lassen.

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06. Juli 2009 10:04

auch keine anderen Bilder als aus......

Michael Meier (never1)

....Berlin vom 01.Mai, dem Hamburger Schanzenviertel oder den Banlieus aus Paris.

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06. Juli 2009 09:42

Wer die Chinesen bei OPEL Willkommen heißt..

Faruk Yalcin Dinc (fereli)

sollte nicht vergessen, dass irgendwanmal in Zukunft auch in Deutschland Auseinandersetzung zwischen Chinesen und Türken und irgendwannmal auch mit Deutschen anstehen werden.. Wenn gegen Iran Wirtschaftsboykot beschlossen wird, warum dann nicht auch gegen das undemokratische und brutale China?! Eben aus wirtschaftlichen Interessen.. Dann braucht der Westen sich nicht zu wundern, dass dem ganzen Gerede von Demokratie und Menschenrechten immer Mehr Menschen überall auf der Welt weniger Glauben schenken.. Freiheit und Demokratie darf nicht den wirtschaftlichen Interessen geopfert werden oder?

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06. Juli 2009 08:35

Von Amerika nach 1945 verkauft, von China unterdrueckt, von Deutschland gemieden

Hans-Joachim Duebel (aduebel)

Und zum Abschluss der Sinisierung Voelkermord wie an den bosnischen Muslimani demnaechst in diesem Kino.
Wundert sich irgendjemand ueber den islamischen Terrorismus?
Ist eigentlich niemandem in Deutschland die Haltung Steinmeiers zu den Guantanamo-Uiguren peinlich?

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