Mister Klartext: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Afghanistan-Einsatz

„Sankt-Nimmerleins-Haltung nicht mehr tragbar“

Nicht „verdruckst und verschwurbelt“, sondern ganz offen will Verteidigungsminister Guttenberg über einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan reden: „Das Wort 'Exit-Strategie' nehmen wir nicht mehr nur verschüchtert in den Mund.“

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2009 19:19

Wie lange noch dauert die Erkenntnis- die Afghanen wollen keine Veränderung!

pauline mohr (paulinemohr)

Wie bitte soll die Motivation für westliche Soldaten sein, für ein Land, für Menschen zu kämpfen, die genau so leben wollen, wie sie seit tausend Jahren gelebt haben . Die Talibans? Wo ist der Unterschied zu den Pashtunen, Patanen oder Belutschen. So- wies ist- so soll es bleiben. Vom Westen möchte man nur Aufbauhilfe und money, denn die "Glaubensbrüder" der reichen Golfstaaten - geben nix! Leider! Demokratie, Frauenrechte, Religionsfreiheit - das ist wohl das Letzte was Muslime, besonders die rückständigen Afghanen wollen. Sind wir schon verblödet im Westen?

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12. November 2009 12:09

Gut so

Rainer Damoisy (Quallenregen)

Herr Minister...der Mann gibt selbst im bescheidensten Ministerium nach Finanzen ne gute Figur ab.
Beschämend würde ich einen Abzug aus dem Land nicht nennen wollen...
egal wie lange die Australier da bleiben möchten.
Das man den USA nach dem 11.9..dorthin gefolgt ist,war ein Fehler.
Beim Irak blieb uns das wenigstens erspart...und wenn Schwäche heißt, den USA nicht überall hin zu folgen,wegen deren Eigeninteressen..dann ist das eine Schwäche von der man sogar etwas mehr haben sollte.
Solange Deutschland seine eigenen Entscheidungen trifft, ist alles im grünen Bereich.

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12. November 2009 09:21

Schwächstes Glied der NATO

Josef Bujtor (Mramorak)

Gerade habe ich eine Nachricht gehört: Der australische Regierungschef war in Afghanistan und sagte dort, dass seine Truppen dort bleiben, solange sie gebraucht werden. Australien wird von Labour regiert. Ist das Verhalten unserer Regieung nicht beschäment? Wir sind das schwächste Glied der NATO geworden - haben wir vergessen, dass wir ohne NATO gar nicht mehr dawären??? Herr von Gutenberg, Sie sind ein großartiger Feigling. Passen Sie auf, die Schwaben kommen und besetzen München.

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11. November 2009 22:01

Vorwürfe, Karzai unternehme zu wenig gegen Korruption und Drogenkriminalität

Martin Gürsch (Betroffener)

Verlogene Politik. Auch Atlantiker Guttenberg dürfte wohl bekannt sein, daß Kazais Bruder seit 8 Jahren CIA-Agent ist und gleichzeitig für und mit den USA (neben mind. einem afghanischen General) einer der Größten im Handel mit Schlafmohn ist, der erst nach Einzug der Armeen wieder blühen durfte (und musste). Finanziert sich doch die CIA mit rund 600 Mrd. USD Marktverkaufspreis jährlich aus diesem Fundus.
Dass Kazais Bruder "nichts gerichtsfestes nachweisbar ist", wie im Focus zu lesen war, ist doch unter solchem Kontext vollkommen klar, wenn die USA über diese Einnahme ihren Krieg um Macht, Öl und die bewussten zwei Pipelines finanzieren.
Die Taliban hatten nach den abgebrochenen Verhandlungen zu den Pipelines in Texas(!) im Jahre 2000 den Schlafmohnanbau verboten und die Ernte vernichtet - ein empfindlicher Schlag gegen die USA. Schon im August 2001 machten die Armeen der Briten und USA mobil, um nach 9/11 loszuschlagen und den NATO-Bündnisfall auszurufen über die UN. Und nun bewacht die NATO die Schlafmohnfelder und Transportwege. Was für ein Irrsinn.

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11. November 2009 20:07

Afghanistan - St. Nimmerlein ade....

Eva Steidl (evilein12)

Endlich offene Worte, man darf das Thema "Afghanistan - Krieg" nicht länger als Scharmützel und Aufstand reden.. hier geht es um mehr...
Was Karsai betrifft, hier sollte man auf die unmittelbaren Gefolgsleute in seiner Umgebung einwirken, da wohl Korruption nur zu bekämpfen ist, wenn man Insider hat, die sich auskennen in diesen Sachen...
Die Ausbildung der Polizei und der inneren Sicherheit Afghanistans kann nur erfolgen, wenn man den Kräften keine Hungerlöhne zahlt (was wohl ein Grund ist , hier "überzuwechseln") und die Leute so "impfen" das sie stolz sind, in IHREM Land für Recht und Ordnung zu sorgen.... (versucht doch mal die Stammesführer da zu kontaktieren...)....
Was die Taliban betrifft, habt ihr schon mal nachgedacht, wo sie ihre Verwundeten pflegen und die Sachen herbekommen??? (gut sind auch Menschen, aber das wäre doch ein Ansatz, wo sie zu finden sind....)

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11. November 2009 17:55

Es wäre so einfach...

Jörg Pflieger (BuergeJoerg)

Wie wäre es denn einfach mit der Wahrheit?
Wie unser neuer Verteidigungsminister in der Aussprache zur Regierungserklärung ganz richtig bemerkte, verträgt das Volk mehr Wahrheit, als die Politik ihm zutraut.
Also, Herr Minister, einfach, kurz und knapp:
Deutschland entscheidet nicht über den Verbleib und Dauer in Afghanistan.
Afghanistan ist der (übrigens erste!) Nato Bündnisfall - und innerhalb dieser Strukturen wird auch entschieden.
Es könnte so einfach sein - gell....

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11. November 2009 17:18

Schlingerkurs des Bundesbesatzungsminiters

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Als intelligenter Mann ist zu Guttenberg die Unhaltbarkeit der bisherigen Position bewusst. Jetzt bereitet er den mentalen Rueckzug vor.
Sein rhetorischer Rueckgriff auf 'Traeumereien' ueber Afghanistan ist allerdings albern. Niemand sonst als gewisse Berliner Funktioanaere sowie gewisse, einschlaegig bekannte Journalisten, hat vorgegeben solche 'Traeume' zu haben. Hier handelt es sich vielmehr um Berliner Halluzinationen.

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11. November 2009 16:19

Immerhin

fritz Teich (fazfazfaz123)

Ein Traum oder Irrsinn? Ich hoffe, der Verteidigungsminister untersagt den Truppen in Afghanistan jeden Kontakt mit der Northern Alliance und fuehrt schleunigst so etwas wie JAGs ein. Wo Kommandeure fragen, ob sie schiessen duerfen. Wie in jeder zivilisierten Armee, mag man auch an der Fuehrung der amerikanischen zweifeln. Es hat niemals einen vernuenftigen Kriegsgrund gegeben. Weder in Afghanistan, noch im Iraq.

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11. November 2009 16:15

Endlich wird ausgesprochen, was schon längst übefällig ist

Matthias Niklas (Matthias969)

Herr zu Guttenberg spricht endlich aus, was schon längst überfällig ist. Deutschland befindet sich im Krieg in Afghanistan und es muss über eine Ausstiegsstrategie nachgedacht werden, ohne zu vernachlässigen, dass auch die Afghanen sowohl Planungssicherheit und als auch einen verlässlichen Partner brauchen.
Die Bundeswehr kann ferner nur effektiv in Afghanistan sein, wenn sie sich verlässlich verteidigen kann - unter der Voraussetzung eines adäquaten Kriegsrecht - und wenn der Auftrag klarer formuliert wird. Offensichtlich reicht reine Aufbauarbeit nicht aus.

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11. November 2009 16:03

Rückbesinnung auf das Mögliche und Gebotene

norbert doerre (ndoerre)

Herr zu Guttenberg sagt genau das, was seit Jahren unter Experten als gesicherte Wahrheit gilt. Ausschließlich unsere weltfremden, diätenseeligen Schreibtischpolitiker haben die Tatsachen zu Lasten aller Beteiligten und vor allem der Steuerzahler und der Soldaten wissentlich verdreht, weil es ihnen opportun erschien. Selbstkorruption zu Lasten Dritter fand und findet in der deutschen Politik ja nicht nur in bezug auf Afghanistan statt, sondern mittlerweile in allen Bereichen der deutschen Öffentlichkeit. Am schlimmsten sind durch die politischen Lügengespinste aber die Soldaten und ihre hinterbliebenen Familien betroffen, die genau wissen, daß der Dienst in Afghanistan mit seinen vielen unnütz geopferten Menschenleben nur zugunsten der politischen Genugtuung und Etikette dient. Hier ist Frau Merkel einmal nicht als Bundeskanzlerin, sondern als Hausfrau des Parlaments gefordert, endlich Ordnung in den selbsteingebrockten Schlammassel der Selbstüberschätzung zu bringen. Der Weg zurück aus einem Krieg, der für uns Deutsche kein Verteidigungskrieg ist, wie er als einzige Rechtfertigung nach dem Grundgesetz gelten darf, ist sicher kein Beinbruch für unsere Demokratie, sondern eine Rückbesinnung auf das Mögliche und Gebotene.

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11. November 2009 15:58

Klare ehrliche Informationen

Hans-Heinrich Dieter (hhkfdieter)

Es ist sehr erfreulich und wohltuend, dass der Verteidigungsminister sich von Illusionen trennt und mit Schönfärberei Schluss macht. Die Bevölkerung braucht klare und ehrliche Informationen und eine offene Diskussion über unser Engagement in Afghanistan.
Bevor wir aber das Wort "Exit-Strategie" mutig im Munde führen, brauchen wie endlich ein strategisches Konzept und klare sicherheitspolitische und militärstrategische Zielsetzungen, die auch vom Bundestag verabschiedet werden. Denn erst mit klar formulierten Zielen, an denen Erfolg oder Misserfolg gemessen werden können, haben wir auch eine Grundlage, um politisch zu entscheiden, wann wir unser Engagement in Afghanistan verantwortbar beenden können.
Es ist also noch viel politische Arbeit wirklich zu leisten.

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