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Nach dem Milliarden-Debakel der Bayern LB räumt Landesbank-Chef Michael Kemmer seinen Posten. Er zieht damit die Konsequenz aus der Verstaatlichung der österreichischen Bayern-LB-Tochter Hypo Group Alpe Adria. Das Engagement in Österreich kostet die bayerischen Steuerzahler mehr als 3,7 Milliarden Euro.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Dezember 2009 17:36
@Florian Müller (verdammteaxt)  
Reinhard Liesaus (R.Liesaus)

ähmm, eh, Wilhelmshaven liegt an der Nordsee bzw. am Jadebusen, wo Wilhelmshafen liegt weiss ich auch nicht.

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15. Dezember 2009 13:03
IHR (DIE WIRTSCHAFT) WOLLTET ES DOCH...  
Florian Müller (verdammteaxt)

also beklagt euch nicht! Eure sogenannten "HIGH POTENTIALS" von der Uni kenn ich mittlerweile zu genüge NUR EIN BEISPIEL:
Mensa der Philipps- Universität Marburg
(Der Energieriese E-ON hat einen Stand in der Mensa aufgebaut mit Infomaterial):
In einem Flyer stand: E-On baut einen Gasterminal in Wilhelmshafen um schneller die Gastanker zu entladen. Gutaussehende schnell studierte Menschen (High Potentials) standen Gewehr bei Fuß um Fragen zu beantworten seitens der Studenten:
Ich: Warum bauen sie den Gasterminal in Wilhelmshafen und nicht in Hamburg?
High Potential: ÄHH, HMM,ÄHH das hat eindeutig strategische Gründe, weil ähh wir einen Terminal an der Ostsee brauchen!
Ich: Ostsee?
High Potential: Wilhelmshafen liegt doch an der Ostsee, 0der?
Ich: NEE
High Potential: Dann weiß ich es auch nicht.

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15. Dezember 2009 08:28
Wahsinnsbanker ,Unvermögen oder beides  
jörg lohmann (lohmannxxl)

Solange Banken noch für Abteilungsleiter 750Tsd.€ Jahresgehalt als normal ansehen, solange jedes Land eine staatliche Bank hat wird auch jedes Dorf eine Sparkasse und jede Kleinstadt mehrere Filialen haben.
Wer oben nicht aufräumt wird unten nicht ankommen.
Welch Wahnsinn unseres Systems- Best ausgebildete Ingenieure finden keinen Job oder können nicht entsprechend ihrer Fähigkeit eingesetzt werden.
Unternehmer, Erfinder, Visionäre scheitern an der Gleichgültigkeit, dem Egoismus und der Willkür der Banken und Sparkassen.
Miserabel ausgebildetete Kaufleute und Banker machen unser Land und deren Menschen kaputt.
3 Jahre Studium ohne richtige Prüfung erzeugen Rhetorikakrobaten, Blender und
Egoisten- aber mit einem Jahresgehalt von 750Tsd.€ ohne Verantwortung tragen zu müssen wie jede Familie sie tragen muss. Versagen wird geheim gehalten und im Notfall ein oder zwei Opfer gefunden mit" kleinen Abfindungen"- stand ja im Vertrag.
Wie sollen Unternehmer arbeiten können, wenn Bankgesräche nur auf den Kontostand reduziert sind.
Wie soll eine Sparkasse mit 650 Mitarbeitern wirtschaftlich und qualitativ gut arbeiten wenn nur 7 Mitarbeiter Firmenkundenberater sind.
Bitte streicht Basel 2, Vorstände/Direkt. übernehmt wieder Verantwortung

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15. Dezember 2009 07:59
Ausichtsräte? Hahahahah!  
Carlo Rabatto (Rabatto)

Wer, so wie ich, an Aufsichtsratssitzungen öffentlich-rechtlicher Banken teilnehmen kann, erlebt Verwunderliches. Üblicherweise sind es allerdings Verwaltungsräte. Schon darin besteht ein Unterschied: Während nach Aktienrecht Aufsichtsratsmitglieder (zumindest theoretisch) auch persönlich haftbar gemacht werden können, ist das bei Verwaltungsräten selbst theoretisch nicht möglich. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlagen in den Regularien. Allenfalls nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen (Betrug etc.).
Was man da so erlebt in den Sitzungen: Totaversagen aller politisch installierten Vertreter und, das ist bemerkeswert, auch Totalversagen aller Arbeitnehmervertreter. Ich habe an bisher ca. 50 Verwaltungsratssitzungen teilgenommen. Erwähnenswerte Wortbeiträge der Mitglieder gab es "exakt Null" Stück! Und das, obgleich bei mehreren Instituten gravierende Probleme bestanden.
Allesamt versagen total! (Meistens allerdings liegt nichts "Gravierendes" an, gegen das der Verwaltungsrat aufbegehren müsste. Liegt etwas an, dann merkt es der Verwaltungsrat nicht nicht einmal und stimmt den Vorschlägen dess Vorstandes zu.) Ich weis, dass dies unglaublich klingt. Insider, darunter Wirtschaftsprüfer, wissen, dass ich recht habe!

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15. Dezember 2009 07:45
"Verantwortung übernehmen" in der Vollkaskobranche  
Ralf Schneider (ralf61)

die Manager der Banken sei es privat oder staatlich befinden sich sozusagen in einer Vollkaskobranche, über die die Politiker im einen wie anderen Fall ihr segnendes Händchen halten. Die eigentlichen Manager der Banken sind immer "Fachleute", einzig der Aufsichtsrat wird bei der privaten Wirtschaft im Ringelrein der Wirtschaftsseilschaften und der edlen Familien vergeben, bei den Landesbanken sind es halt kompetente Politiker wie z.B. Herr Huber oder Herr Landowski (seinerzeit in Berlin). So weit ich weiß sind die veruchten Machenschaften in Berlin bis zum heutigen Tage von keinem der Hauptbeteiligten in irgendeiner Form verantwortlich gesühnt worden, warum sollte es im Bayernland anders sein. Der altbewerte Spruch: " die Sozis verstehen von geld nichts" sollte den CSUlern im Halse steckenbleiben.

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14. Dezember 2009 22:44
Wieso tritt eigentlich Kemmer zurück?  
Bernd Almstedt (Almstedt)

Kemmer ist letztlich doch nur ein hervorragend verdienender Taschenrechnerbediener und Präsentationenableser. Zurücktreten müßte die gesamte Bayrische Regierung und vor allem deren Obergescheite "Teichhuber"... - aber das wird nicht passieren, die sind nur für "Erfolge" verantwortlich, alles andere wurde zwar von denen geprüft, abgesegnet und auch daran mitverdient, wenn es aber nicht klappt erleiden die Politiker eine "spontane Amnesie", quasi ein antrainiertes medizinisches Phänomen, was sich später in Autobiographien à la "Meine Erinnerungen" re-manifestiert.
Der einzige Unterschied zwischen einem deutschen Bürger und einem Schwein scheint wirklich zu sein, das ein Schwein niemals 5€ Eintritt zahlen würde, um einen Schlachthof zu betreten... - der Deutsche hingegen "Au ja, fein... - gelle!?"

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14. Dezember 2009 21:45
Ja, einige werden gehen.....  
claus bronner (kritiker111)

Da gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die diesen für den Steuerzahler sündhaft teuren Handel einfädelten...
Nun gut, villeicht werden ein paar davon gehen müssen. Und dann mit Abfindung und Ruhebezügen den Steuerzahler weiter belasten!
Das ist die eigentliche Unverschämtheit bei solchen "personellen Konsequenzen", wie sie von Seehofer angekündigt wurden.
Strafrechtliche Konsequenzen werden sich für keinen der Beteiligten ergeben - darauf kann man schon jetzt jede Wette eingehen!

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14. Dezember 2009 21:29
Rechtsstaat?!  
Bernd Almstedt (Almstedt)

Wenn ich demnächst eine Bank überfalle und mit ein paar Milliönchen gefasst werde, werde ich auch meinen Rücktritt erklären!!! Das scheint heutzutage in der Bundesrepublik Deutschland ja zu reichen... 200km/h in der Spielstraße?! Sorry, ich übernehme die "Verantwortung" und trete zurück! 3700 Millionen Euro Steuergelder verzockt oder veruntreut? Kann ja mal vorkommen, tritt man halt zurück...
Trägt hier überhaupt noch irgend jemand für irgendwas Verantwortung? Hat hier irgend jemand noch Anstand und Moral?
Ich fürchte nicht... - aber sollte ich mich irren, dann trete ich halt zurück... - vielleicht... Aber nur, wenn die Entschädigung groß genug ist und ich an anderer Stelle mein Schindluder weiter treiben darf. Irgendwie muss man die ganzen Steuerzahler doch weiter anzapfen dürfen, oder? Schließlich ist man was besseres...

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14. Dezember 2009 21:26
Und dann wagen Politiker noch, Manager von privaten Banken zu kritisieren!  
Alex Merck (AlexM3)

Auch hier zeigt sich wieder, daß die am miesesten gemanagten Banken die waren, die schon lange zum Staat gehören. Man darf nicht vergessen, daß die Landesbanken wiederum teilweise den Kommunen über deren Sparkassen-Organisationen gehören. Daß sich Politiker jetzt anmaßen, mehr von Bankgeschäften zu verstehen als die Führungsgremien (sowohl Aufsichtsräte als auch Vorstände) der privaten, ist in Anbetracht der Probleme geradezu absurd. Und das schlimmste ist, daß ein gefeuerter Vorstand kaum wieder einen guten Job findet, während ein Politiker selbst bei verfrühtem Ruhestand mehr kassieren wird als die vertragliche Abfindung, gegen die genau diese Politiker öffentlich wettern. Und die Politiker und Beamten erhalten die Gelder von uns allen - während sie bei privaten Banken einfach nur von den Aktionären getragen werden müssen. Wann kommt endlich Haftung für Politiker und hohe Beamte?

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14. Dezember 2009 19:44
Inkompetenz paart sich mit Gier  
Norbert Schiefer (nobbl63)

Armer Herr Kemmer. Stuhl vor die Tür gestellt. Und dabei hatte er doch noch so viel Großes vor. Warum heißt der Aufsichtsrat eigentlich Aufsichtsrat? Falsch geraten. Das Gremium füllt die Löcher in den Terminkalendern inkompetenter Politiker u.ä trifft sich in regelmäßigen Abständen zu Schnittchenparties in heimeliger Vertrautheit. Liebe Bänker, ich glaube ihr habt den Ernst der Lage noch nicht geschnallt. Es läuft nicht mehr lange gut, dann wird man Euch zur Rechenschaft ziehen. Hoffentlich tun es dann ordentliche Gerichte und keine zur Selbstjustiz greifenden Gläubiger oder Steuerzahler.

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14. Dezember 2009 18:49
Und jetzt?  
heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)

Was kostet der Rücktritt Kemmers den Steuerzahler noch an Boni, Altersversorgung und Handgeld?????

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14. Dezember 2009 16:28
der große Plan der CSU ist doch...  
Ralf Schneider (ralf61)

...möglichst schnell wieder Nehmerland beim Länderfinanzausgleich zu werden, jetzt befindet man sich auf güstigen Pfaden. Oder habe ich da was falsch verstanden?

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14. Dezember 2009 11:56
Reicht ehrenwert aus?  
Horst Henn (glufa)

Als der Vorsitzende der Grünen im Baden-Württembergischen Lantag den Politikern im Aufsichtsrat totale Unfähigkeit vorwarf, hat die CDU sofort protestiert mit der Begründung, dass auch alle anderen Landesbanken riesige Verluste gemacht haben und nur ehrenwerte Mitglieder im Aufsichtsrat sitzen. Ehrenwert (obwohl das bei manchen Politikern durchaus hinterfragen kann) und der Parteien-Poporz reichen wohl als Qualifikation aus, um in Deutschland einen Aufsichtsrat Posten bei einer Landesbank zu besetzen. Trotz des Desasters bleibt man aber bei den Landesbanken beim "bewährten" Verfahren der Besetzung der Aufsichtsräte damit ja auch alle schlechten Risken der Privatbanken und der Allianz bei den Landesbanken und damit bei den Steuerzahlern landen. Das Verfahren der Auswahl der Aufsichtsräte bei den privaten Banken als Gnade des aktuellen CEO und als Gnadenbrot für die ehemaligen CEOs ist auch nicht viel besser. Es wäre an der Zeit darüber nachzudenken, wie auch die kleinen Aktionäre in Deutschland ihre Rechte direkter und besser ausüben können. Politikern ist die Annahme von Aufsichtsratposten als Nebentätigkeit grundsätzlich nicht zu genehmigen.

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14. Dezember 2009 11:35
Geschenkt  
Guenter Meilinger (gomeilinger)

Ich wüßte schon wem man diese und andere Landesbanken schenken könnte: Dem
Staatsanwalt. Da es dazu nicht kommt wird weiter vernebelt.
Hört auf Helmut Schmidt und löst diese unsäglichen Landesbanken auf .

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14. Dezember 2009 11:02
déja vu  
Norbert Peters (edm100)

Wie hieß es doch gleich von Herrn Ackermann im ersten Hypo (Real Estate)-Untersuchungsausschuß? Drohte da nicht schon einmal die Kernschmelze der Weltfinanzmärkte, falls nicht in letzter Sekunde und dank seiner großzügigien Hilfe doch noch ein "Lösung" gefunden worden wäre? Scheint mal wieder soweit gewesen zu sein bei einer Hypo, in der die Bayern/Deutschen/Landesbanken, also unsere Politiker!! ihre Finger drin hatten. Nur dass es nun schon Monsieur Trichet den Schlaf geraubt hat. Und die Party an den Börsen kann lustig weiter gehen. Mal sehen wie lang es noch dauert bis sich die global Player mit Ihren Vermögenspositionen "neutral" gestellt haben.

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