die abzusehen war. Politiker wie unser Umweltminister Gabriel, der sich eigentlich nur durch dieses Thema in der Öffentlichkeit profilieren will, aber sonst eigentl. zu nichts zu gebrauchen ist, haben uns in die jetzige Situation gebracht. Natürlich gibt es viele Probleme wie Risiken bzgl. Gesundheit, der Entsorgung der Spaltprodukte uvm. Wenn man jedoch kein wirklich brauchbares Alternativkonzept hat, kann man doch nicht etwas - "zum jetzigen Zeitpunkt" - so sinnloses wie den Atomausstieg beschließen! Die Zukunft wird die Meinung vieler noch ändern. Von den bereits verursachten Kosten, wollen wir mal nicht anfangen zu reden...
Die CO2 Hysterie zahlt sich aus, für die Atomlobby, die diese Hysterie genial geschürt hat.
Ich denke, es kann heute niemand verlässlich sagen, wie viel an Zeit und Geld eine Weiterentwicklung der alternativen Energien benötigt wird, damit das notwendige Energielevel damit abgedeckt werden kann. Klar, Autos werden immer weniger Benzin oder Strom brauchen. Und vielleicht schafft die Technik in den nächsten x Jahren auch Autos, die mit alternativen Energien alleine fahren können. Gleiches gilt für unsere sonstige benötigte Energie, in manchen Bereichen sind wir schon recht weit. Das x können wir aber nicht bestimmen, leider. Und klar, die Endlagerung ist ein ungelöstes Problem. Und das betrifft auch die anderen Ländern. Auch Abbau von Kohle hat ewige Folgeschäden, man schaue sich die unterhöhlten Gegenden mit der neuen Erdbebenqualität, den Rissen in den Häusern und der zerstörten Naturlandschaft an. Es wird leider nur nicht evaluiert, was der vernünftigste Mix, der beste Weg auf lange Sicht ist, da jede Interessensgruppe nur ihren Weg als den einzig Wahren sieht und nicht die gemischte Strategie.
Als Chemiker kann ich zu Laufzeitverlängerung und Neubau von Reaktoren mit guten Gewissen mein d'accord geben. Allerdings sollte man nicht den kWh-Preis des von abgeschriebenen Meilern produzierten Stroms vergleichen, sondern den Preis inklusive der Kosten für Endlagerung und staatliche Einsätze zur Sicherung des Betriebs der Kraftwerke mit einrechnen. Wer zahlt die Polizeieinsätze gegen AKW-Gegner? Wer übernimmt die Verantwortung bei einem Unfall? Der Staat. Wer macht Profit auf Kosten der Bürger, weil er den Preis des billigen Atomstroms lieber an Öl und Gas orientiert? Die Konzerne. Desweiteren hat die Vergangenheit gezeigt, dass Stromkonzerne Profitmaximierung über eine der Technik angemessene Informations- und Sicherheitspolitik nicht verfügen. Ich sehe als einzig möglichen Betreiber der Kraftwerke einen Staat, der mit den KKW wirtschaftet.
Höchste Zeit, dass auch Deutschland den unter Schröders Rot-Grün ideologisch erzwungenen, unter Merkels Rot-Rot (kein Tippfehler) idiotisch wiederholten Unfug namens Atom-Ausstieg für alle absehbaren Zeiten einmottet. Wir alle, auch ich, haben eine heftige Anti-Kernkraft-Episode hinter uns. Was haben wir uns erregt, als Sellafield, Four-Mile-Island und Chernobyl für begründete Bedenken sorgten! Wie haben wir unsere Säuglinge von München nach Norddeutschland verfrachtet, nachdem wir zuvor Jahresvorräte an Trockenmilch für sie eingekauft hatten! Doch diese Katastrophen wurden nach allem, was man heute über sie weiß, durch menschliches Versagen angesichts einer damals ziemlich neuen, ungewohnten Technologie eingeleitet. Und blieben in ihrer Unbarmherzigkeit, sofern man mich für diese Relation nicht sofort steinigt, bis auf fürchterliche Konsequenzen in der Ukraine unter den Folgen einer jährlichen bundesdeutschen Verkehrsopfer-Statistik. Heutige Kernkraftwerke sind besser, verlässlicher, leichter beherrschbar und wesentlich effizienter. Umweltfreundlicher und billiger für uns alle sowieso — wenngleich der CO2- und sonstige Klima-Hype in erster Linie eine Geschäftsidee und längst keine wissenschaftliche Erkenntnis sind.
Es wäre sinnvoll die schon bestehenden KKWs in Deutschland bis ans Ende ihrer Lebensdauer zu betreiben. Das damit zusätzlich verdiente Geld sollte aber streng zweckgebunden in den Ausbau der alternativen Energien gehen. Die Kernkraft kann höchstens eine Übergangstechnologie sein. Die Endlagerfrage ist nach wie vor ungelöst und hat durch den (angeblich unmöglichen) Wassereinbruch in das Endlager Asse noch an zusätzlicher Brisanz gewonnen. Auch werden die Uranabbaukapazitäten, wenn man all die KKW Neubauten überall auf der Welt berücksichtigt, schon bald an ihre Produktionsgrenzen kommen, ein Engpass bei der Uranversorgung ist also absehbar. Technologien wie der Brüter werden aber nirgends auf der Welt kommerziell eingesetzt, darauf sollte man keine zu hohen Hoffnungen setzen.
Je älter die Altachtundsedchziger werden, desto vernünftiger werden die Deutschen vielleicht.
Nach der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) reichen die Uranvorkommen bei jetzigem weltweitem Verbrauch und Wiedervertungsanteil bis 2070. Wird der Verbrauch der Atomenergie erhöht , sinkt diese Zeit. Da Uran auch noch aus dem Ausland und sogar bis zu 30% aus Russland bezogen werden muss, erhalten wir unsere Energieabhängigkeit gegenüber dem Ausland. Da mittel- bis langfristig Atomenergie aufgrund der Uranvorkommen keine Option darstellt, sollte man lieber gleich auf Technologien setzen, die in der Lage sind unseren Verbrauch zu garantieren. Ausserdem ist das Energieeinsparungspotenzial immer noch enorm. Eine weitere Verteurerung der Energiepreise wird eine Innovationskraft freisetzen, wie wir es schon bei der ölkrise in den 70 er Jahren erlebt haben. Nicht günstigere Energiepreise sondern teuere wird die Lösing der Zukunft sein. Die aktuellen Energiepreise werden quasi von der Umwelt und der Gemeinschaft (Katastrophen- und Gesundheitsrisiken) getragen.