
Bin ganz der Meinung jboviers - sobald der Wert des Einzelnen zu gering geschätzt wird, sind Menschenrechtsverletzungen die logische Folge. Leider wird es China bzw. der Großteil der chinesischen Bevölkerung nicht schaffen, sich ohne fremde Hilfe gegen solche Vergehen zu wehren. Die "kleinen", mehr oder weniger freiwillig regimetreuen Chinesen werden also weiterhin von den Dompteuren des Landes dressiert und in Zaum gehalten werden. Jeder hat die Leistung seines Beitrags selbst in der Hand.

Haben Sie sich schon einmal bewußt gemacht, dass Sie, so wie sie das Individum der Gemeinschaft unterordnen wollen, unfreiwillig die Charakterisierung der typischen autokratisch-diktatorischen Gesellschaft überhaupt beschrieben haben - gleich welcher Coleur? Sie haben Recht: ich kann das nicht verstehen und ich will es auch nicht verstehen, weil Freiheit, Demokratie und Recht universale Menschenrechte sind - auch die Menschen in China haben ein Anrecht darauf, auch gegen ihre kommunistischen Herrn. Es wäre im Gegenteil geradezu herablassend, ihnen dieses Persönlichkeitsrecht zugunsten einer barbarischen Dikatur absprechen zu wollen - westliche Brille hin oder her, Fakt ist Fakt. Ihr propagiertes Staatsmuster hieß früher nämlich mal "Du bist nichts, dein Volk ist alles" - das war allerdings Joseph Goebbel - und dahin zurück wollen doch hoffentlich auch Sie nicht.

Der Herr Gross hat Usain Bolt erwaehnt. Bolt hat seinen Geburtstag in Peking verbracht. Im Vogelnest haben mehr als 90,000 Zuschauer aus aller Welt, die meisten Chinesen, zusammen das Happy Birthday Lied zu ihm gesungen. Ich war gluecklicherweise auch dabei. Und bevor Bolt Peking verliess, hat er 50,000 USD an Erdbebenopfer in China gespendet. Und Herr Gross findet es keine Seele! Haben nur Europaeer die Seele, order wie?

Typisch deutsch--ueberheblich und kleinkariert. Ich arbeite seit 1981 in China und bin erstaunt, wie wenig er von China weiss und dsann grosse Sprueche kloppt. Schade.

... mal schön beschrieben: "Auf der Galerie". Mit der Zirkusreiterin: "Da das aber nicht so ist ...."

China ist ein fernes Land in jeder Hinsicht. Die Sache mit den tibetischen Mönchen war unfein. Die Uhrzeiten der Fernsehübertragungen waren für Europäer sehr schlecht, zumal wir ja auch keine Arbeitslosen mehr haben, die die Zeit haben, sich mitten in der Nacht Wettkämpfe anzusehen. "Ich fahre jetzt lieber mit dem Mountainbike den Taunus rauf"- so was mach ich jetzt auch...

Von olympischen Zirkus zu sprechen ist insofern falsch, als das der Zirkus das Individuum und das persönliche Geschick hochhält, was man von den einschüchternden Massenturnszenen der Eröffnungsfeier nicht behaupten kann. Auch ist es nicht fair die großartige Leistung der Artisten des chinesichen Staatszirkus zu diffamieren. Dass die chinesische Organisatoren im Perfektionsdrang die seelenlosesten Spiele aller Zeiten abgegeben haben, zeigt dass China gesellschaftlich noch viel lernen muss, und vielleicht kann ja der von Ihnen Herr Gross so niedergemachte chinesische Staatszirkus ein gutes Vorbild sein. Selbst wenn ihre Kritik im Ansatz richtig ist, sie artet in einen Freibrief zur Beschmutzung Chinas aus.

Von Natur ist der Mensch ein Gemeinschaftwesen, dass sich ganz der Gemeinschaft hingibt, dafür alles von der Geimschaft bekommt. Doch wie ist es im Leistungssport? Gesagt wir immer, die olympischen Spiele dienten der Freundschaft unter den Völkern. Doch das kann nicht sein, wenn es zum einen Sieger und zum anderen Verlierer gibt. Freundschaften schließt und erhält man doch, indem man gemeinsam gewinnt oder auch verliert! Bei der Olympiade in Los Angeles wurde die Lüge der angeblichen Freundschaftsspiele besonders deutlich, als Konkurrenten von einheimischen Medaillenanwärtern etwa im Hochsprung extremem Pfei- und Schreiterror des US-Publikums ausgesetzt waren und von fairen Bedingungen schon nicht mehr die Rede sein konnte. Auch der Umstand, dass eine US-Eisläuferin einen Anschlag auf die Gesundheit einer anderen initiiert hatte, spricht die selbe Sprache. Irrsinn auch der auf die Spitze getriebene Leistungswettbewerb: Wirklich strahlen kann nur der Goldmedaillengewinner, alle anderen sind im Grunde Verlierer. Im Medaillenspiegel der Nationen zählt eine Goldmedaille mehr als alle Silber- und Bronzemedaiilen zusammen. Das ist mörderischer Irrsinn im Sinne kranker Leistungsgesellschaft. Winfried Sobottka, Anarchist

Klartext zu reden war schon seine bisherige Stärke. Dieses Interview zeigt einen gereiften und sehr objektiven Ehemaligen, der mit Abstand die jetzige Situation erkennt und durchdachte Vorschläge und Ansichten unterbreitet. Seine Stimme wird jedoch untergehen, weil das IOC nicht in der Lage sein wird, das System zu reformieren. Aber noch sollte man, was die Ausrichtung anbelangt, nicht aufgeben, weil London es z.B. in der Hand hat, den Gigantismus der Spiele einzudämmen. Wenn alle europäischen Staaten u.a. hier mitziehen, kann sich manches noch wenden.

Mir kommt es seit Tagen so vor, als rede Herr Gross einigermaßen wirres Zeugs. Was dennn nun? Sind sie, Herr Gross, doch so beeindruckt, dass sie nicht konsequenter und schärfer die Farce der Dopingkontrollen munieren können und/oder ihre Zweifel an bestimmte Athleten und Leistungen konkretisieren wollen? Was dann aber nötig wäre, um eine klare Position zu beziehen. Das alles nur als Zirkus zu bezeichenen, Staatszirkus im konkreten Fall, ist dann doch etwas dürftig. Ist die Steigerung zu "Zirkus" dann demnächst vielleicht "Schmierentheater" oder so? Also, Herr Gross, erst mal sammeln (sich selber), dann los plappern.

Danke China, für diese Spiele, Danke für die herausragenden Leistungen, acht Mal Gold stinkt, siebenmal in München (M. Spitz) war großartig, Jamaika darf als underdog nicht gewinnen, der von mir geschätzte Michael Gross beklagt den run auf die Goldmedallien, die Medien veröffentlichen munter den Medallienspiegel als Maß der Dinge, Moderatoren (B. Kerner) wollen M. Johnson in die Dopingfalle locken, ja, das alles ist ein unerträglicher Zirkus. Wegen der Menschenrechte sollte sich China keine allzugroßen Soregn machen, so- lange im Hort der Freiheit und Demokratie die Todesstrafe vollstreckt wird, Regime (Irak) unterstützt werden und dann wegen angeblichem Besitz von Massenvernichtungswaffen besetzt werden. Wer hebt die Scheuklappen an? Die vierte Gewalt? Die kritische Intelligenz? Die Linke ( welche Linke?) Vielleicht war früher doch alles besser, auch die Olympischen Spiele.

im Vorfeld, Mittendrin und am Ende hat es für mich den Charakter, dass Olympia benutzt wurde um China zu kritisieren, zu zwingen. Wenn es mir ginge würde ich alle Funktionäre die damit beteiligt waren und alle Politiker die dieses so benutzt haben, sofort und für alle Zeiten aus ihren Ämtern verbannen. Ungeachtet der westlichen Menscherechte, ist es China als Staat und als Gesellschaftssystem das am längsten besteht. Ich bin erschüttert, wie Staaten, die es seit 50 Jahren gibt, hier so auf die Pauke hauen. Und es tut mir Leid um Olympia denn der Schaden den es erfuhr ist nicht mehr reparabel. Ein Kosmopolit

Schade, dass M. Gross nicht mehr der für die Funktionäre Unbequeme im System sein will, denn ohne diese Unbequemen wird das System weiterlaufen wie geschmiert. Regionaler Breitensport, aus dem sich Höchstleistungen entwickeln können, ist mit Sicherheit die Grundlage für "gesunden" Sport. Zentralisierung und Schematisierung stehen dem entgegen (ohne dies hier erschöpfend abhandeln zu können). Körper- und Seele-Verbiegungsanstalten, wie sie verstärkt aus diktatorischen Systemen bekannt sind, widersprechen unserem freiheitlichen Selbstverständnis. Druck, der aus finanziellen oder egomaischen Gründen ausgeübt wird, ist abzulehnen, denn daraus erfolgt Ausbeutung von eigentlich Schutzbefohlenen. - Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Der Athlet ist nur ein Werkzeug, er wird von den Funktionsträgern nicht mehr begriffen als zu Unterstützender, sondern als Lieferant. Daran hat wirklich niemand!!! Vergnügen. - Hingegen wird die angesprochene Seelenlosigkeit der Spiele von den beteiligten Sportlern nicht nachvollzogen werden können. Sie waren emotional ins Geschehen involviert, und die Zeiten haben sich geändert!

Da sind die bienenfleissigen Leserbriefschreiber des diktatorischen chinesischen Regimes wohl doch langsam an den Grenzen ihrer Kapazitäten angekommen, angesichts der weltweiten Kritik an den olympischen Zuständen, der Versagung von Presse- und Meinungsfreiheit, dem Demokrationsverbot und der Tibetpolitik. Schon komisch, wenn Sie hier die meiner Meinung nach richtige Ansicht von Michael Gross, dass es sich bei der Olympiade in Peking um eine Zirkusveranstaltung gehandelt habe, bestreiten, ein paar Zeilen später aber als gelungene Show bezeichnen. Was sonst als Show sollte Zirkus denn sein? Abel Spiele heute feltig - jetzt können Schleibellinge ausschlafen statt Lügen zu velbleiben!

Einverstanden, Herr Gross. Nur betrügen, heucheln und hintergehen Artisten wirklich in dem Maße in dem es das IOC und ein Großteil der Athleten tut? Artisten sind zuständig für den schönen Schein. Das IOC und seine Spiele offensichlich fürs Geldverdienen um jeden Preis. Und der wird dann ja auch gezahlt.Und alle, alle spielen mit: Auch die Sportler als Mittel zum Zweck und nur dazu und natürlich die Medien als Gelddruckautomaten. Und alles das fängt vielfach schon im Breitensprot an wo 8 jährige zu unsinnigen Lesitungen aufgefordert und gepresst werden. Trainer die nur deswegen nicht dopen, weil sie Angst vor dem Staatsanwalt haben. Fairness und Rücksichtnahme, die Kunst des Verlierens- unbekannt. Die Spiele wie der organsierte Sport beerdigen sich seit geraumer Zeit selber.

Herr Gross, wenn ich Ihren "Zirkus" richtig verstehe, begann der Zirkus schon laengst mit ProfiSportlern und auch der Kommerzialisierung der Olympiade. Sie selbst haben auch in "Zirkus" gespielt, jetzt wegen Alters vielleicht nicht mehr koennen. Eigentlich alle Veranstaltungen koennen als Zirkus genannt werden, wenn man es will. Sind Politiker in Wahl Campaigns und Popstar in Konzerten nicht in Zirkus? China hat das Wesen der Spiele nicht veraendert und auch nicht veraendern koennen. Das Pferd Doping der Deutschen Mannschaft fing nicht in China an, es wurde 2004 in Athen schon erwischt und hat sich diesmal in China wiederholt. Ich warte gespannt auf ein FAZ oder ZDF Reportage, dass die unschuldigen deutschen Pferde von Chinesen gedopt seien.

Nein Herr Gross, in ihr philosophie stunde haben sie eines vergessen und dass ist in eine zirkus holt man stars und man muß die guten stars mit geld bezahlen. Die zirkus fing nicht in China an sondern dann wo die profisport began. China ist nur ein glied in eine kette - jedes austragungs ort hat die slebst auferlegt aufgabe ein bessere show (zirkus) abzugeben wie die vorgänger. Wo and wann diese show idiotie aufhört weis sicherlich keine weil solange die funktionäre in diesen rampen licht glänzen dürfen, geht es so weiter. Alles was in diese olympiade in China ablief ist ein wichtiger erfahrung für alle Chinesen - diese einmalige konzentrierte welt-kontakt, hätte das volk sonst nicht gehabt und das ist gut so. Was micht so ankotzt ist die einstellung von vielen inklusiv die media, "ich habe teil genommen/ ich habe meine reprotage gemacht", jetzt kann ich recht heftig kritisieren um nach hinein noch wind zu machen - pfui.