Mit Verlaub, aber Ihre Rechenkünste vereinfachen die dynamischen Zusammenhänge zu stark sind dadurch in diesem Zusammenhang vollkommen sinnfrei. Bei einem Sprung von 10-Meter-Brett beträgt die Kollisionsenergie zwischen Springer und Wasseroberfläche ca. 9000 Joule. Wollen Sie daraus allen ernstes folgern, der Sprung sei für einen Menschen 3 mal gefährlicher als ein Treffer durch eine Gewehrkugel? Das Verletzungspotential erwächst aus dem Druck, der beim Aufprall zwischen Projektil und Körpergewebe entsteht. Dieser ist aufgrund des geringen Querschnitts bei der Gewehrkugel ungleich höher als beim 50-km/h-schnellen Auto. Davon abgesehen steht als "Zerstörungsenergie" bei einem Stoßprozess nur die kinetische Energie im sogenannten Schwerpunktssystem zur Verfügung. Bei der Kollision zwischen Auto und Fußgänger ist die massgebliche kinetische Energie daher durch die Masse des letzteren (Stichwort: "reduzierte Masse") gegeben, und beträgt daher "nur" ca. 7600 Joule. Die sich vor allem aus seiner großen Masse ergebende höhere kinetische Energie des Fahrzeugs im Ruhesystem des Fußgängers ist dagegen zunächst von untergeordneter Bedeutung. Mit freundlichen Grüßen, Claude Krantz.
offenbart die Gefährlichkeit von Kraftfahrzeugen - allein das Alltäglich an ihnen nimmt uns die Angst. Aber vielleicht sollten wir einfach etwas bewußter mit dieser Angst umgehen ?
Denken Sie das nächste mal, wenn Sie als Fußgänger an der Ampel stehen einmal an folgendes:
- in 100m Entfernung startet ein Auto und fährt mit 50 km/h
- ebenfalls in 100m Entfernung gibt ein Jäger einen Schuß ab.
- beide (Auto und Gewehrkugel) fahren bzw. fliegen an Ihnen vorbei
Vor wem haben Sie mehr Angst ? Die Berechnung dazu lautet: Kinetische Energie = Masse * Geschwindigkeit² / 2 also E = m * v² / 2
Bleiben wir bei dem Beispiel und berechnen diese Größen:
Auto: 1200 kg, 50 km/h entspricht 13 m/s
Gewehrkugel: 0,01 kg, 2800 km/h entspricht 780 m/s
Die kinetische Energie der Gewehrkugel liegt also etwa bei 3.000 Joule, die des herannahenden PKW dagegen etwa 100.000 Joule.
Jetzt denken Sie an einen schweren Geländewagen auf der Autobahn.
Oder an einen Sattelschlepper mit 30t und 90 km/h...
Trotz dieser offensichtlichen Diskrepanz in der Gefährlichkeit der zielballistischen Wirkung, werden Autos frei verkauft, gibt es keine Bedürfnisprüfung, keine wiederholende Nachschau - wie im Waffenrecht. Warum eigentlich nicht ?
P.S.: Der LKW hat 9.375.000 Joule
In Bad Salzungen ist im November ein 26-Jähriger Soldat wegen eines "Fahrfehlers" in Menschenmenge gefahren und hat sieben seiner Kameraden schwer verletzt. In Offenbach haben im Dezember fünf junge Männer ihr Auto im Main gleich versenkt, weil der Fahrer dem Navigationssystem blind vertraut hatte. Wo sind sie, die ganzen amokfahrenden "Betagten", die im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern auffälliger sein sollen?
... immer ganz schnell mit den Statistiken über die bösen Radfahrer zur Hand. Aber es herrscht tiefes Schweigen wenn's um die Fahrtauglichkeit betagter Mitglieder geht. Wer die Anzeigen in der Vereinszeitung liesst, dem wird klar warum: Krankenfahrstühle, Treppenlifte, Einstiegshilfen für die Badewanne ... alles was die 70+ Generation so braucht. Man will sich seine Klientel ja nicht verprellen, plant inzwischen sogar eine eigene Sektion für ältere Mitglieder. Aber warum? Will man objektive Fahrtauglichkeitstests anbieten? Das wäre nützlich, aber welche(r) Senior(in) wird denn bei negativem Ergebnis tatsächlich das Auto stehen lassen? In meiner Familie konnte der Nachwuchs selbst ein an Alzheimer erkranktes Mitglied nur mit Tricks davon abhalten, weiterhin den schweren 6-Zylinder weiter durch die Stadt zu bugsieren. Fahrzeuge jeder Gewichtsklasse sind ein potentielles Mordinstrument. Das sollte den Senioren unmissverständlich deutlich gemacht werden. Aber es mangelt hier meist an Einsicht, ebenso wie an obligatorischen Tests. Und damit dürfen fahruntaugliche Senioren dürfen weiterhin den öffentlichen Raum unsicher machen! Und das Problem wird in unserer vergreisenden Gesellschaft entsprechend zunehmen.
Ab 60 eine jährliche Pflichtkontrolle der Fahrtüchtigkeit durchführen und solche Vorfälle gäbe es nicht mehr. Wer ein bischen Alkohol im Blut hat gilt als fahruntüchtig. Aber wer alt und tattrig ist, womöglich noch schlecht sieht und hört und das Reaktionsvermögen eines Faultiers besitzt, der darf nach Belieben Auto fahren und den Strassenverkehr gefährden. Womöglich passiert dem Tattergreis nicht mal was ausser dass er den Führerschein abgeben muss. Eine saftige Geldstrafe wäre aber das Mindeste!
oder muss der noch ein paar Kinder zum Beispiel die eigenen Enkel erst überfahren, bis Taxi, Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram die bessere Alternative in München ist.
Übrigens da kann man 2000 Taxifahrten zu 20 Euro machen bevor der Mercedes bezahlt ist oder 7700 Tageskarten im inneren Ring zu 5,20 Euro.