Kurzbesuch: Guttenberg mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Schneiderhan (rechts)

Guttenberg in Afghanistan

„Wir müssen Erfolge sehen“

Verteidigungsminister Guttenberg (CSU) ist zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Dort verlangt er von der Regierung klare Zielmarken für die weitere Entwicklung des Landes. Der SPD-Verteidigungsfachmann Arnold fordert Klarheit über Guttenbergs Afghanistan-Strategie.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. November 2009 12:54

Messbare Erfolge

Hans-Heinrich Dieter (hhkfdieter)

Der neue Verteidigungsminister will Erfolge in Afghanistan sehen. Erfolge sehen reicht aber nicht, Erfolge müssen als Grundlage für Entscheidungen, an einer sicherheitspolitischen Messlatte orientiert, messbar sein. Diese Messlatte existiert noch nicht.
Und zu Guttenberg sagt, dass "die Frage eines Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan politisch immer bedeutender werde, sollten sich dort die Verhältnisse nicht verbessern." Eine solche Aussage wird erst wichtig, wenn definiert ist, was Deutschland unter "Übergabe in Verantwortung" versteht.
Noch sind das alles relativ unverbindliche Worte, die ein wenig Hoffnung machen, denen aber auch bald Taten folgen müssen. Ein Vertrösten auf verbindliche und eindeutige Aussagen zu einem neuen strategischen Konzept erst nach einer bisher nicht terminierten NATO-Konferenz wird nicht hinzunehmen sein. Die Opposition fordert mit Recht klare Festlegungen vom Verteidigungsminister noch vor den Parlamentsentscheidungen im Dezember. Und die Soldaten im Einsatz warten jetzt hoffnungsvoll auf deutliche Verbesserungen der politischen, juristischen und militärischen Rahmenbedingungen für ihre immer gefährlicher werdende Auftragserfüllung in Afghanistan

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12. November 2009 15:59

Abwarten?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die Haltung des Besatzungsmnisters bedeutet im Klartext, dass diese Bundesregierung kein politisches Konzept fuer den fraglichen Einsatz hat. Vielmehr wartet sie lediglich auf Impulse Anderer. Ueberraschend ist das nicht.

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12. November 2009 15:33

@ALCR

Joerg Altmann (jalt)

Sehr geehrter Herr ALCR,
schon seit geraumer Zeit stoßen mir Ihre sachlich unrichtigen Beiträge unangenehm auf. Herr Guttenberg ist nicht wie von Ihnen behauptet "ungedient". Wie jedem geneigten FAZ-Leser bekannt ist: "(...) hat (er) bei den Gebirgsjägern in Mittenwald gedient und ist Unteroffizier der Reserve." (Zitat aus dem Beitrag "Verteidigungsminister Guttenberg - Der Unbequeme" von Stephan Löwenstein; erschienen am 3.11. in dieser Zeitung.)
Zur Familie unseres Verteidigungsministers sei ebenfalls obiger FAZ-Artikel zitiert: "Guttenberg entstammt einer in Oberfranken ansässigen Freiherrenfamilie mit durchaus auch militärischer Tradition - bis hin zu einem 1945 hingerichteten Offizier des Widerstandes gegen das Hitlerregime."
Herr ALCR, bei der Bundeswehr gibt es den Spruch "denken, drücken, sprechen". Im Geiste dieses Spruches empfehle ich Ihnen vor Verfassen weiterer unrichtiger und geschmackloser Leserbriefe "informieren, denken, schreiben".
Mit freundlichen Grüßen.

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12. November 2009 15:21

Afghanistan "Erfolge sehen"

Ulrich Schramm (faz-leser-999)

Warum werden bei militärischen Konflikten die USA meistens als "Hauptfeind" betrachtet und warum werden bei Demonstrationen oft amerikanische Flaggen verbrannt? Kann das damit zusammenhängen, dass die USA oft bei militärischen Konflikten beteiligt ist bzw. weltweit Druck auf Regierungen ausübt? Sollte diese Annahme richtig sein, würde ich mir an Guttenbergs Stelle überlegen, ob ich mir für Deutschland dasselbe wünsche und diesen Fußspuren folgen will. Oftmals gibt es ja andere Wege, als immer nur den militärischen, um ein Ziel zu erreichen.

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12. November 2009 13:27

Jedenfalls sieht er gut angezogen aus,

Mona Vogelsang (Aghapi)

der junge Mann, der so nassforsch von Herrn Kasai etwas fordert.
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Je weniger man um eine Sache weiß, desto leichter fallen solche Dinge. Ich will nicht sagen, dass G. sich nicht eindenken kann in die tatsächliche Situation eines Staatsführers in Afghanistan, der wohl mit vielen Mächtigen kooperieren muss.
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In jedem Fall steht G. sicher eine Position in der Werbebranche offen, schmuck und stählern, wie er sich stets fotogen in jeder Situation präsentiert, jetzt auch im Bundeswehr-Flugzeug. Fast könnte man den Eindruck haben, er sei prädestiniert für die Schönheitstruppe von Westerwelle, die jener sich nach und nach eingetauscht hat gegen die alten Normalgesichtigen.
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Und der gern zitierte Vorfahr von G. hatte in jedem seiner statisch und stoisch vorgetragenen Gewissensdinge in allen Fällen unrecht, wurde sozusagen von der Geschichte widerlegt. Aber sollte die Hoheit über die Truppe, die ja eine Halbjahresveranstaltung der reduzierten deutschen Nachkommen ist, bald an die EU übergehen, dann hat die Bundeskanzlerin die Einflußmöglichkeit des potentiellen Konkurrenten elegant heruntergeschraubt.
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Chapeau! Von Frau merkel lernen heißt ausschalten lernen ohne Spuren zu hinterlassen!
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12. November 2009 13:07

erfolge sehen

hans HUEBER (HUEBER1)

es kann nur ein ziel geben: auf schnellstem weg raus aus Afghanistan

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12. November 2009 12:47

Guttenberg in Zivil

Ulrich Mauer (UMAU)

Wenn Besucher aus Deutschland in Afganistan Uniform tragen würden, wäre der Aufwand des Personenschutzes erheblich geringer, denn ein potenzieller Killer/Scharfschütze könnte die Zielperson viel schwieriger erkennen. Denn Uniform heißt Gleichförmig = Gleichaussehend. Prinz Charles sollte als Beispiel dienen.
Gutenberg hat gedient (Unteroffizier d. Reserve), also weiss er sich auch in Uniform zu bewegen. Aber es gibt bestimmt viele Vorschriften, die das unmöglich machen.

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12. November 2009 12:30

@H. Spethmann: Militärische EU-Strukturen existieren so gut wie nicht

thomas schulz (peanutbutter)

Es gibt da eine Art europäischen Verteidungsrat, den de Gaulle damals ins Leben gerufen hatte, um Europa aus der Abhängigkeit der Verteidigung durch die NATO, in dem die USA dominiert, zu lösen. Über das Anfangsstadium kam er nicht hinaus und ist inzwischen in Vergessenheit geraten. Ein weiterer Versuch war die deutsch-französische Brigade, die abwechselnd von einem französischen und einem deutschen General kommandiert wird. Sie sollte der Nucleus der europäischen Streitkräfte werden, daraus wurde auch nichts. Wenn man sieht, wieviel Widerstand EU-Mitglieder schon der Idee eines EU-Außenministers entgegensetzen, kann man gesichert davon ausgehen, daß sich auch in Zukunft im Bereich eigenständige europäische Verteidigung nichts rührt. Insofern kann man es als bloßen Verwaltungsakt ohne irgendwelche praktischen Auswirkungen bezeichnen. Ein paar hochdotierte Posten für ausgediente/abgeschobene Politiker dürften trotzdem dabei rausspringen. BW Einheiten unterstehen entweder der NATO oder handeln auf der Basis einer UNO-Resulution, EU Institutionen haben nicht einmal ein Anhörungsrecht. Berlin und London werden dafür sorgen, daß es dabei bleibt.

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12. November 2009 12:19

@ Alfons Crocusé (ALCR)

Sönke Peters (soenkepeters)

Nachdem Sie nun schon mir als Reserveoffizier attestierten, ich hätte nichteinmal Wehrdienst geleistet, tun Sie es nun bei von Guttenberg genauso. Dazu sei Ihnen gesagt, dass der dt. Verteidigungsminister seinen Wehrdienst in einem Gebirgsjägerbataillon geleistet hat.
Was das alles mit der Hinrichtung von v. Ribbentrop zu tun hat, erschließt sich wohl ausschließlich nur Ihnen.
Im Übrigen stammt die Familie von Guttenberg aus altem fränkischem Adel (1158 erstmalig erwähnt) und ist nicht im Entferntesten mit dem Sekthändler verwandt.
Und es sei hierbei aber auch betont, dass Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg *22.04.1902 am 20. Juli 1944 verhaftet und im April `45 von der Gestapo in seiner Gefängniszelle ermordet wurde.

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12. November 2009 12:12

erstaunlich viel Außenpolitik Herr Verteidigungsminister

Matthias Fassbinder (speikyIII)

Finde ich gut, dass er sich der Sache annimmt. Wenn die Stategie für Afganistan so gut aufgeht wie seine Karrierestrategie kann ja nichts mehr schief gehen.
...wollte Außenminister werden wurde Wirtschaftsminister und hatte damit einen Ministerposten für´s neue Kabinett sicher. Verzichtet auf Finanzen, nimmt das ungeliebte Verteidigungsresort, welches derzeit sehr nahe dem Außenministerium ist und übernimmt immer mehr vom "schwachen" Außenminister...nicht blöd Herr Minister... nicht blöd!

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12. November 2009 11:48

@Hr. Crocusé

Thomas Berger (tberger)

Es spricht ja nichts dagegen, zu trollen, ich mache das auch ganz gerne mal.
Kleiner Tip allerdings vom Profi: Wenn sich Ihre Äußerungen mit einem Klick bei Wikipedia widerlegen lassen, ärgern sich die anderen Leute nicht, sondern amüsieren sich über Sie. Im konkreten Fall war Ihr Post insoweit ungeschickt, weil die Eingabe "zu Guttenberg" bei Wikipedia seine zweijährige Wehrdienstzeit und seinen als Widerstandskämpfer hingerichteten Urgroßonkel auswirft.
Ansonsten machen Sie das aber sehr hübsch.

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12. November 2009 10:47

Die SPD kneift.....

wolf haupricht (emilgilels)

Unter dem Motto, dass der Verteidigungsminister sich zu zögerlich verhalte, nutzt sie den Wechsel im Ministerium sowie die Oppositionrolle, um die Rolle rückwärts einzuleiten. War es nicht die SPD, die das Unternehmen Afghanistan auf den Weg brachte? Guttenberg ist der Erste, der Bewegung in das Unternehmen Afghanistan bringt, indem notwendige Veränderungen/Anpassungen wie beschrieben fordert.
Ehe Entscheidungen fallen, die im Bündnis getroffen werden müssen, ist eine Bestandsaufnahme als Voraussetzung für eine Strategieänderung einschl. eines absehbaren Abzugs notwendig. Das setzt voraus, dass AFG in die Lage versetzt wird, sich weitgehend selbst zu behaupten. Dazu bedarf jedoch stabiler politischer Verhältnisse in AFG, woran es mangelt und was die Sache erschwert. Dass ausgerechnet die SPD diesbzgl. AFG im Stich lassen will, zeugt von einem nicht durchdachten und auf Vordergründigkeit angelegten Verhalten. Einfach peinlich!

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12. November 2009 10:35

Nach siebzig Jahren ist es wieder so weit

Dieter Spethmann (dspeth)

"There is a mysterious cycle in human events. To some generations much is given. Of other generations much is expected. This generation of Americans has a rendezvous with destiny."
Franklin D. Roosevelt, US-Präsident 1933 - 1945

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12. November 2009 09:51

Herr zu Guttenberg sollte sich in Sachen Afghanistan beeilen

Dieter Spethmann (dspeth)

und mit ihm der Deutsche Bundestag, bei dem letztlich die Verantwortung für diesen Einsatz der Bundeswehr liegt. Denn die nächste Narretei der EU steht in wenigen Tagen bevor: Die Ernennung eines „Außenbeauftragten“ der EU. Hierzu berichtet die FAZ: „Dem Außenbeauftragten wird außerdem ein diplomatischer Dienst der EU unterstehen, in den auch die militärischen Strukturen der EU überführt werden sollen.“ Ich halte das für grundgesetzwidrig bis zum Gehtnichtmehr. Aber auf meine Rechtsansicht kommt es in Berlin nicht an. Vielmehr geht es um die Frage, hier und jetzt, wie lange der deutsche Verteidigungsminister und der Deutsche Bundestag überhaupt noch frei sind, in Sachen Afghanistan zu entscheiden.

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12. November 2009 09:35

Der Adel: So kurz Verteidigungsminister...

Alfons Crocusé (ALCR)

und schon zum Vor-Ortbesuch bei der Truppe? Mutig & couragiert!
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Schade dass zu Guttenberg (der auf dem Bild Zivilkleidung trägt) offensichtlich "nicht gedient" hat. Ich hoffe es waren keine Hemmnisse familiärer Art im Rückblick auf die Hinrichtung Joachim von Ribbentrops (preußischer Adel - Reichsaußenminister & SS-Brigadeführer) als Kriegsverbrecher in Nürnberg durch den Internationalen Militärgerichtshof...
.
Anmerkung:
Am 15. Mai 1925 wurde von Ribbentropp von seiner entfernt verwandten Tante Gertrud von Ribbentrop, deren Vater Karl Ribbentrop im Jahr 1884 geadelt worden war, adoptiert und führte von da an den Namen "von Ribbentrop".

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