
Ich finde diesen Schritt richtig.
Man kann ja mal die Sendung Quer probeschauen (Do. 20:15 Uhr, BR) und die
Möglichkeiten betrachten.
> Die Anzugsordnung verschärft sich, künftig ist vor allem die Farbe Grün verboten, die
> Moderatoren werden von Stylisten zwangsberaten.
Das hingegen ist bitter.
Hatte sich Frau Slomka doch immer so schön erfrischend kreativ gekleidet.

Wie schön muss das Dasein sein, in welchem nie eine Nutzen/Kosten-Analyse benötigt wird. Modernisierung um der Modernisierung Willen - ganz ohne Notwendigkeit.
Entscheidungsträger beim Öffentlich-Rechtlichen müsste man sein. Einzige einzuhaltende Vorgabe: Kosten erhöhen, denn der jährliche Mehrbedarf an Gebühren will schließlich wohl belegt sein.
Ich bitte um UNABHÄNGIGE Prüfung der Gebühren-Verwendung - wird aber wohl nicht geschehen.

bezeichnet das ZDF gerne den vermeintlichen Aufbruch ins 3. Jahrtausend mit der Inbetriebnahme seines neuen virtuellen HEUTE-Studios. Nur weil Moderatoren umher laufen können, heißt das noch nichts. Das können sie auch in der alten Kulisse. Bald aber wird vermutlich auch die ARD nachziehen und für Millionen bei ARD-Aktuell in Hamburg einen neuen Studiokomplex errichten. Doppelt gemoppelt. Bei ARD und ZDF sitzen sie in der ersten Reihe und zahlen kräftig. Zeit, einmal mehr darüber nachzudenken, ob und wie lange wir Gebührenzahler zwei öffentlich-rechtliche Systeme noch dulden wollen. Stattdessen wäre doch eine Zusammenlegung der beiden Sendersysteme von Vorteil, um Synergien zu bündeln. Das hieße bei der "Nachrichtenoffensive": keine doppelten Auslandsstudios mehr (derer über 30 auf der Welt), keine Simultanübertragungen von politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen (siehe Obama-Besuch), keine teuren Neubauten von virtuellen Sendekomplexen etc.. Aber solange wir nicht meckern, kann man es auch mit uns machen. Die schönste Nachricht allerdings bei der neuen Informationsoffensive ist für mich persönlich die Tatsache, dass Claus Kleber einen Unterleib hat. Wer hätte das gedacht.

Da sieht man einmal für was für einen Tünnef unsere Zwangsgebühren verpulvert werden. Spinner!

... wenn ARD und ZDF sich gegenseitig zu übertrumpfen trachten, alles Niveaulose von den Privatsendern zu übernehmen?
Leider wird sich die von Herrn Wallenburger geäußerte Hoffnung garantiert nicht erfüllen.
Es fällt nicht schwer, weitere Unsitten aufzuzählen:
Ein Thema wird kurz angesprochen, um dann erstmal Kurznachrichten zu präsentieren. Anschließend wird dann dieses Thema ein zweites Mal, diesmal in voller Länge präsentiert. Was soll diese unsinnige reißerische Form der Darstellung in einer Nachrichtensendung mit knapp bemessener Zeit?
Auch wird neuerdings ständig irgendein Fernsehfilm in epischer Breite in den Nachrichten angekündigt, als ob es sich um ein kulturelles Werk höchster Güte handele. Hier lassen die verantwortlichen Nachrichtenredakteure - geblendet vom Glauben an die Bedeutung des eigenen Senders - jegliche objektive Maßstäbe vermissen.
Schaltet man das ZDF ein, um einfach einmal zu sehen, was gerade läuft, muß man sich mehrmals vergewissern, daß man nicht bei RTL oder Pro7 gelandet ist: Nein, allerdings hat man gerade "hallo deutschland" oder "Leute heute" erwischt, anscheinend der Versuch, die Bildzeitung im Fernsehen zu senden.

unterbleiben dann die immerwährenden Hinweise darauf, daß man alles nochmals unter "WWW.HEUTE.DE" nachlesen kann. Neben den nervenden Programm-Hinweisen, teileweise eine Woche im Voraus, scheint mir auch dies ein Beweis dafür, daß das ZDF keine gute Meinung von seinen Zuschauern zu haben scheint. 30 Mio. ??? Wir haben es ja. Dank GEZ. Kritik ist unerwünscht bzw. wird nicht beantwortet. Die ZDF-Zuschauerredaktion antwortet nur bei Lob.

Im Mittelpunkt einer Nachrichtensendung stehen die Nachrichten. Solch ein äußeres Brimborium lenkt nur ab. Mir scheint, das dröge und informationslastige Benachrichtigen der Zuschauer soll mit aller Gewalt gegen eine trendige und poppige Darbietung ausgetauscht werden, damit die junge Generation auch mal das ZDF einschaltet und nicht immer nur RTL2 oder so. Das Jungvolk interessiert sich aber entweder für die Nachrichten oder eben nicht. Die, die's tun, gucken Tagesschau, die, die's nicht tun, gucken "News" bei den Privaten.
Es herrscht eine Fortschrittsgläubigkeit wie im 19. Jahrhundert. Die ZDF-Leute sind erschlagen von den ganzen neuen Möglichkeiten, die die Technik anbietet. Also wollen sie sie auf Teufel-komm-raus ausprobieren. Ganz schön kindisch.

Warum soll man denn allen Zuschauern zeigen wie ein Tsunami ensteht? Ist das wirklich so wichtig? Ich glaube nicht, weil keiner darauf Einfluß nehmen kann. Vielmehr sollte man dem Zuschauer erklären, wie der gigantische Energieverbrauch pro Kopf in unserm Lande entsteht, und warum andere Länder einen viel niedrigeren haben. Dazu braucht es nicht so ein abgehobenes Nachrichtenstudio.
Nein! Würde man uns bodenständige Sachverhalte erläutern, hätte sich diese Enterprise-auf-Erden-Phantasie ausgeträumt. Niemals werden wir diesen Planeten mit Warpantrieb verlassen. Diese "Verwirklichung" unserer Phantasien in virtuellen Studios und Welten ist völlig realitätsfremd: die Nachrichten die sie transportieren betreffen uns meist gar nicht direkt. Sie sind dagegen höchstens sensationelle Ersatzbefriedigung für unsere wirklich Bedürfnisse nach gesellschaftlicher Nähe.
Es ist nur ironisch, wie der immense (energetische) Aufwand für dieses Studio, die Augen davor verschliesst, wie er selbst in die Umwelt eingreift. Es ist mehr als kindisch auf die Verwirklichung dieser Moderne zu beharren, wenn soviel dringlichere Probleme angefasst werden muessten. Haben die Nachrichtensprecher irgend einen Funken selbstkritische Integrität?

Was nutzt das wunderbarste Studio, wenn die Nachrichten zum Schnarchen sind. Die 19-Uhr-Nachrichten sind - vor allem jetzt, in Zeiten des Wahlkampfes - dermaßen politik-orientiert geworden (mit allen Nebenerscheinungen wie die, dass ich pro heute-Sendung 10x das Gesicht von Merkel & Co. ansehen muss und dann noch mal 10 Kommentare zu Merkel & Co.), dass es für die restlichen, mindestens genauso wichtigen internationalen Meldungen nicht mehr reicht. Meine gefühlte Wahrnehmung: 90% Inlandspolitik, 10% Rest. Und dafür 30 Mio.?Ein Witz. Lasst das Studio weg!, werdet mal wieder besser, liebe ZDFler!

und nicht so ein Zirkus in Form einer Mischung aus Wagner Oper und Raumschiff Enterprise. Aber die ersticken ohnhin an ihren eingetriebenen Zwangsgeldern und wissen nicht, wie sie sie ausgeben sollen. Was sind 30 Millionen gegen 7 Milliarden, das sind 0,43%! Das wird sie wohl nicht hart angekommen sein, das Spielzeug aus der Portokasse zu bezahlen.