Öffentlicher Dienst

Schlichtes Debakel

Der Tarifkonflikt im Bund und in den Kommunen verschärft sich. Über das fragwürdige Instrument der Schlichtung ist es den Gewerkschaften - nicht zum ersten Mal - gelungen, den Preis für einen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst ohne besonderen eigenen Aufwand kräftig in die Höhe zu treiben. Von Heike Göbel

Lesermeinungen zum Beitrag

27. März 2008 19:20

Debakel?

Bernd Schmidt (Freespacer)

Es waren die Arbeitgeber, die mit einem geradezu grotesken "Minus-Angebot" die Schlichtung anstrebten. Die "verstiegene" Forderung gleicht die Null- und Minusrunden der letzten Jahre im öffentlichen Dienst längst nicht aus. Es ist eigentlich immer das Gleiche - sobald im ö.D. Forderungen aufgestellt werden, erfolgen wenig geistreiche Hinweise wie "das muss der arme Steuerzahler blechen" oder "das gibt der Haushalt nicht her". So ist man sich des allgemeinen Beifalls sicher - ohne selber nachdenken zu müssen oder zu recherchieren, wie die Lage wirklich ist. Jetzt fehlt eigentlich nur noch "die tun ja eh´nix" oder "die zahlen keine Steuern" - völliger Unsinn, aber klingt doch toll?

Und für dieses armselige Geschreibsel bekommt ein Journalist Geld? Da leistet jeder kommunale Angestellte oder Müllmann ganz sicher mehr für sein wohl deutlich schmaleres Einkommen...

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