Studenten in Hessen sollen bereits zum nächsten Wintersemester nicht mehr für...

Hessen

SPD und Grüne wollen Studiengebühren abschaffen

Die Studiengebühren in Hessen sollen nach dem Willen von SPD und Grünen „schnellstmöglich“ wieder abgeschafft werden. Beide Fraktionen wollen dazu bereits in der ersten Sitzung des neuen Landtags am 5. April entsprechende Initiativen auf den Weg bringen.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. März 2008 16:57

Warum schreiben

heinz peter (pitiplatsch)

sie wollen ? sie können ruhig schreiben werden. Und zwar gegen den Widerstand vom Brutalsten Versager Koch. Es dient der gerechtigkeit, dass nicht nur reiche Schnösel studieren können, sondern auch der Normalo der mehr im Gehirn hat als mancher reiche Schnösel.

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27. März 2008 10:09

@Herrn Maerz - zur Gerechtigkeit verglichen mit Nicht-Akademikern

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie haben recht, daß ein Studium zu einem besseren Gehalt verhilft. Deswegen ist es auch richtig, daß Menschen die viel verdienen viel Steuern zahlen.
Ich bin z.B. in der glücklichen Lage ein Gehalt zu haben, daß so hoch ist, daß ich in der Gehaltsklasse eines Spitzensteuersatzzahlers liege.

Das ist auch in Ordnung so (und ich würde es auch akzeptieren wenn dieser Satz noch höher wäre)

Die Gesellschaft hat damals durch ein freies Studium in mich viel investiert und es ist deswegen 'gerecht' wenn ich dieses "Investment", sehr gut verzinst, der Gesellschaft nun wieder mittels hoher Steuern zurück gebe.

Auch jene Hauptschüler die damals als Lehrlinge mir mein staatliches Studium durch ihre Steuern finanziert haben bekommen so viel mehr zurück als sie damals 'investiert' haben, denn meine Steuerlast ist um ein vielfaches höher als die Kosten für mein Studium. Auch sie profitieren davon, denn der Staat bezahlt damit Dinge die auch ihnen zu Gute kommen.

Man kann darüber streiten ob ich 'genug' Steuern bezahle aber nicht darüber ob überhaupt die Investition der Gesellschaft in mein Studium lohnenswert war.

Das war sie zweifelsfrei !

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27. März 2008 09:50

@Herrn Maerz - die geringere Studienintensität ist einkalkuliert

Paul Rabe (heidelpaul)

Wie ich schon in meinem Beitrag geschrieben hatte erzeugt ein verlängertes Studium keine erhöhten Kosten für eine Universität und zwar aus folgendem Grund:

Dienstleister (und dazu zähle ich auch öffentliche Bildungseinrichtungen) kalkulieren die Aufwände für ihre Dienstleistungsangebote welche vor allem Fixkosten verursachen nach historischen Auslastungszahlen. z.B ein Taxiunternehmen, welches nie genau wissen kann wieviel konkrete Fahrten an einem bestimmten Tag benötigt werden, geht von der historischen Belegung aus und stellt dann entsprechend Autos und Fahrer am Markt bereit.

Gleiches gilt für eine Universität. Da es den Studenten meistens frei gestellt ist in welchem Semester sie eine konkrete Prüfung, ein konkretes Praktikum oder ein bestimmtes Seminar besuchen, werden auch da nur bestimmte Auslastungszahlen für die bereitzustellenden Kapazitäten angenommen.

Wenn sich also die Anzahl der Langzeitstudenten nicht plötzlich und unerwartet ändert, sind diese mit ihrem bisherigen Studienverhalten längst in der Kalkulation der Kapazitäten enthalten. Deren geringere Studienintensität bewirkt, daß pro Semester mehr Studenten studieren können, also die Kosten pro Student nicht steigen.

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27. März 2008 09:29

Fehlbelegung

Wolfgang Kotowski (roederwolf)

Antwort an Leser Geiser. Mit der Bewertung "Unsinn" zum kostenlosen Semesterticket bestreiten Sie nicht den Wahrheitsgehalt der Aussage sondern zeigen lediglich Ihre Betroffenheit.
Den Mangel an Studenten der Ingenieurwissenschaften, den Sie ansprechen, wird sicher überkompensiert durch taxifahrende Akademiker die zum Thema Budhismus im linken Seitental des Brahmaputra während der Regentschaft des Shah Jahan promoviert haben. Insofern vermutlich nicht ein Problem der so genannten Studiengebühren. Zumal sie zu den Zeiten als diese Leute studierten noch nicht bei Studenten sondern dem Nettosteuerzahler erhoben wurden. Sorry für diesen verqueren Ausdruck. Ich muß aber dem Scheinargument vorbeugen, Studenten zahlten ebenfalls Steuern - unter dem Strich jedenfalls nicht.

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27. März 2008 08:53

Studienkredite

Steve Lutzmann (TomderAffe)

De facto machen 500 Euro pro Semester nicht allzu viel aus. Man hat ohnehin Lebenshaltungskosten von min. 600 Euro. Durch die Studiengebühren kommen nun noch einmal ca. 80 Euro dazu. Wer sich bei 680 Euro das Studium nicht leisten kann, konnte es sich bei 600 Euro nicht leisten. Die Diskussion ist an sich also mehr als müssig. Wie zu erwarten, sind in der Studentenschaft auch die üblichen Verdächtigen gegen Studiengebühren: die, die auch sonst gegen alles sind, also AStA und Co..

Ganz abgesehen davon: heute gibt es unzuählige Möglichkeiten, sich ein Studium zu finanzieren. Gab es zuvor nur Bafög (wo gerade der Mittelstand mehr als benachteiligt worden ist), so gibt es heute zahlreiche private Kreditanbieter. Wer will, der kann.
Auch hier wird in Hartmann'scher Manier mal wieder Chancen- mit Ergebnisgleichheit verwechselt.

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27. März 2008 01:15

Semesterticket

Frank Geiser (geiser123)

Die Gebuehr von Euro 500.00 mit dem Semesterticket als Argument zu verechnen ist Unsinn. Nicht jeder Student benoetigt Bus und Bahn. Angeblich gibt es doch in Deutschland Ingenieursbedarf ohne Ende. Warum draengeln sich die Studenten nicht vor den Unis? Klar kann man nicht allein das Geld dafuer verantwortlich machen. Aber wie schnell hat man sich schon an den Euro gewoehnt? Nur 500 Euro waren mal 1000 DM. Ich hatte als Nicht Bafoeg Empfaenger keine 1000 DM ueber und war froh das ich ueber die Runden kam. Man sollte nicht vergessen das ein Studium von jungen Menschen begonnen wird fuer die 500 Euro noch die Welt bedeuten.

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26. März 2008 21:17

@ Ulrich Steinbach (Charlie_Wilson)

Marco Koranzki (M2008)

Zur Klarstellung:

1. Ich habe nicht behauptet, die CDU könne mit Geld umgehen. Ich habe aber auch nicht das Gegenteil behauptet.

2. Ich habe recherchiert: Die Schuldenlast des Landes Hessen betrug 1999 rd. 23 Mrd. und würde Ende 2008 rd. 33 Mrd. Euro betragen. In diesem Zeitraum wurden in der Tat 10 Mrd. Euro neue Schulden gemacht. Insofern muss ich Ihnen Recht geben. Danke für den Hinweis.

3. Zu ihrer Frage: Ich lebe im Saarland.

4. Von den 400 Mio. Euro zu den fehlenden Immo-Verkäufen ist mir nichts bekannt.
Nennen Sie mir die Quelle! Ich lese nach.

5. Ich habe nie behauptet, der Inhalt der "unparteische Pressemitteilung" von Finanzminister Weimar (CDU) entspreche der Wahrheit. Lesen Sie meinen Kommentar selbst nach! (Die Quelle der Pressemitteilung wurde von mir benannt, aber durch die Redaktion entfernt.)

5. Herr Steinbach, im Übrigen wird Hessen im Zeitraum 1999-2008 rd. 23 Mrd. Euro in den LFA einzahlen. Im Zeitraum 1991-1999 waren es gerade mal rd. 9 Mrd. Euro. (Quelle nenne ich gern.) Dennoch, das Land Hessen könnte mit diesen 23 Mrd. Euro seine Altschulden auf 10 Mrd. senken.

Mit freundlichem Gruß

M. Koranzki

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26. März 2008 19:51

Geld - ...

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

... immer wieder das schönste Versprechen der Parteien.

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26. März 2008 19:10

@ Marco Koranzki (M2008)

Ulrich Steinbach (Charlie_Wilson)

.... so so, die CDU kann mit Geld umgehen? In welchem Bundesland leben Sie denn? Also nach Rekordverschuldung von 33 Mrd. und 11 Mrd. neuen Schulden in 9 Jahren können es SPD und Grüne keinesfalls schlimmer machen.
Und wenn Sie schon unparteiische Pressemitteilungen von Herrn Weimar (CDU) zitieren, dann fragen sie doch gleich mal nach wie er die 400 Mio. für die fehlenden Immobilienverkäufe finanziert.
Also man kann ja eine andere Position zu Studiengebühren haben, aber muss man gleich zum Sprachrohr der Staatskanzlei werden?

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26. März 2008 19:05

Begriffsverwirrung

Wolfgang Kotowski (roederwolf)

Als meine Tochter das Gymnasium besuchte, zahlte ich monatlich ca. 127 € für das RMV Ticket. Als sie die Goetheuni in Frankfurt besuchte, waren zwar Semestergebühren fällig. Die Fahrtkosten reduzierten sich jedoch auf 0 €, da sie bereits in der Studiengebühr enthalten waren. Es wird heute eine Semestergebühr von ca. 500 € genannt. Damit ist also das Studium billiger als der gebührenfreie Schulbesuch. Es lohnt sich sogar, sich eben mal für ein Semester einschreiben zu lassen um damit in den den Genuss des kostenlosen Transports zu gelangen. Die zahlreichen aufgeregten Ideologen sollten dies einmal nachrechnen. Es dient dem Kampf gegen den Bluthochdruck und damit der Volksgesundheit.

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26. März 2008 18:27

Der "Wilde Westen" hält Einzug und 33 Mio € liegen auf der Strasse........

wolf haupricht (emilgilels)

Das wir lustig. Rot-Grün zeigt, wo der Barthel den Most herholt.
Ist das verantwortliche Haushaltspolitik, festzustellen, dass das Finanzloch aus dem Staatshaushalt zu stopfen ist?
Offensichtlich geht Rot-Grün davon aus, dass man nach Lust und Laune -ohne Gegenfinanzierung- solide Haushaltspolitik machen kann. Zauberlehrlinge sind wohl am Werk.
Zunächst müssen doch die Maßnahmen beschlossen werden, die eine Finanzierung ermöglichen können. Der Haushalt ist doch kein Flickenteppich, sondern ein in sich schlüssiges Konzept. Und das Geld liegt nicht auf den Fluren des Finanzministers herum.
Das kann man nicht einfach so aus dem Hut zaubern, da muss Klarheit und ein geregeltes Verfahren her. Da müssen Ypsilanti und ihr Wazir noch einiges lernen, damit ein Waterloo wie die Peinlichkeiten der Frau Ypsi.... nach der Wahl sich nicht wiederholen.

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26. März 2008 18:27

@Paul Rabe und vermeintlich aufwandsneutral verlängerte Studienzeiten

C. Maerz (maerzc)

Ich hoffe, daß Ihnen nicht entgangen ist, daß das Personal und die Einrichtungen einer Universität finanziert werden müssen. Von jemandem, der wie Sie Wirtschaftswissenschaften studiert hat, kann m.E. erwartet werden, daß ihm die zusätzlichen Kosten eines verlängerten Studentendaseins bewußt sind.

Vielen Studenten - gerade jenen, die - wie auch ich - aus weniger begüterten Kreisen stammen - wäre mit einer Straffung des Studiums durchaus sehr gedient (gewesen), weil dies ihnen weitaus eher ermöglicht, anständig zu verdienen und finanziell unabhängig zu werden, anstelle an der Uni z.B. auf einen freien Praktikumsplatz oder auf die Korrektur der Examensarbeit zu warten. Notabene: Ein Semester eher fertig zu sein, amortisiert dicke die moderaten Studiengebühren, die einen berechtigen, dies einzufordern.

Auch wäre ich wie einige andere Kommentatoren sehr daran interessiert, wieso Sie persönlich es gerecht finden, wenn Nicht-Akademiker eine Ausbildung einer anderen Person finanzieren, die diese zu einem höheren Gehalt befähigt.

Und noch was: in anderen Ländern gibt es durchaus Studiengebühren, und dennoch gibt es mehr Studenten und Akademiker. Welche Logik können Sie und andere Gegner von Studiengebühren dafür anbieten?

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26. März 2008 18:00

Produzieren wir wieder Unmengen an Soziologen

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Na super rot-grün. War der angehende Student mit Einführung der Studiengebühren gehalten, sich sein Studienplatz genau zu überlegen; so werden wir nun wieder in den alten Schlendrian verfallen. Jeder "probiert" mal was aus. Völlig vorbei an den Bedürnissen des Marktes. Produzieren wir also eine Unmenge von Brumlik- und Walteropfern. Die SPD schafft bzw. sichert sich damit die eigene Wählerklientel selbst. Frustrierte und Gescheiterte. Heil Beck!

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26. März 2008 17:20

Glückwunsch zur Einhaltung des Wahlversprechens!

Werner Grunewald (perplexo)

Ich beglückwünsche SPD und Grüne (vor allem die SPD) zur Einhaltung des Versprechens, das sie vor der Wahl gegeben haben! Darüberhinaus ist es auch die richtige Maßnahme, die Studiengebühren, die erst Herr Koch in Hessen eingeführt hat, endlich abzuschaffen. Danke im Namen aller Studenten, denen es finanziell nicht so gut geht!

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26. März 2008 17:11

@Herrn Czech: Jeder Student belastet die Universität gleich stark

Paul Rabe (heidelpaul)

Ich vor langer Zeit habe einmal Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften parallel studiert, ohne Studiengebühren.
Der Staat hat durch meine weit überdurchschnittliche Steuerlast schon heute ein vielfaches davon eingenommen was ich damals gekostet habe. Eine gute Investition !

Hätte ich das auch heute mit Studiengebühren und Höchststudiendauer gekonnt ? Wohl kaum, denn ich war darauf angewiesen mein Studium größtenteils selber zu zu finanzieren, von meinen Eltern oder dem Staat wollte und konnte ich das benötigte Geld nicht bekommen. Also dauerte mein Studium wesentlich länger als die Regelstudienzeit.

Na und ? Auch wenn ich viel länger benötigt habe, so habe ich deshalb nicht mehr Kosten verursacht, denn ich habe die Universität nicht mehr beansprucht als jeder andere.
Die Zahl meiner Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika etc. war die gleiche wie die von solchen Studenten die auf Grund elterlicher Fürsorge sich ein 'Turbostudium' leisten konnten, ich habe mein Studium jediglich auf einen längeren Zeitraum ausgedehnt.
Aber ich hatte die Chance dazu. Wer heute neben seinem Lebensunterhalt noch Studiengebühren verdienen muss und dazu mit regiden Studienordnungen konfrontiert wird, der kann das nicht schaffen.

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