Die Burmesischen Fürhrer scheinen ihre Exportversprechen gegenüber Bangladesch (es handelt sich um Reis) einhalten zu wollen. Es wird berichtet, dass eine Schiffsladung mit Reis für Bangladesch beladen wird, während die Bevölkerung kleine Rationen von vergammeltem Reis aus vom Sturm zerstörten Lagerhäusern erhält. 40% der gelagerten Vorräte sei durch den Sturm vernichtet worden. Es steht außer Frage, dass der Bevölkerung Burmas dringend geholfen werden muss; allerdings wäre es nicht im Sinne der Hilfe, wenn die gelieferten Nahrungsmittel dazu benutzt werden um weiterhin Reis exportieren zu können, um den "Valuta"-Nachschub für die armen Generäle aufrecht zu erhalten. Quelle: LA Times, link: http://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-fg-port10-2008may10,0,7491910.story
Sie schreiben u.a. : "wie zurückhaltend Amerika sein kann, wenn es wirtschaftlich nichts zu holen gibt,..." Amerika hat halbe Flotte von Japan aus mit Hilfsgüter in Marsch gesetzt und eine Vielzahl von Transporthubschruaber in Thailand stationiert. Die US-Hilfsvorbereitungen übertreffen bei weitem die Hilfsvorbereitungen von allen andere Staaten inkl. der UNO zusammen. Wie effektiv und schnell die USA helfen, hat die Tsunami Katastrophe bereits gezeigt. Da diese Hilfe nicht ankommen kann, liegt an fehlender Erlaubnis, sonst wäre das eine kriegerische Intervention, und ohne UNO Mandat, einfach unzulässig, was würde die ganze Welt sagen. Nun, wo ist Deutschland, frage ich mich, wie immer ausser Reden nichts gewesen. Im Gegenteil zu Deutschland helfen die Amerikaner auch wenn wirtschaftlich nichts zu holen ist. Luftbrücke schon vergessen?
Fehlt nur noch, dass jede JA-Stimme mit den beschlagnahmten Hilfgütern der UN belohnt wird ... Das arme Volk, hoffentlich kann es diesmal innenpolitisch großen Druck aufbauen, nachdem die Grundbedürfnisse befriedigt wurden. Leider muss der Wandel von Innen kommen, von außen lassen Länder wie China nichts anbrennen. Die Struktur des Sicherheitsrates ist übrigens auch ein Anachronismus. Armes Burma.
Fantastisch zu sehen, wie dei UNO schon wieder mal ihre Unfähigkeit unter Beweis stellt, fantastisch zu sehen, wie zurückhaltend Amerika sein kann, wenn es wirtschaftlich nichts zu holen gibt, fantastisch zu sehen, dass China so kurz vor den Olympischen Spielen besser auf die Olympische Fackel aufpasst, als sich - auf dem Weg zu einem Staat der Menschenrechte achtet und als eindeutig bestimmende Macht der Region - darum zu kümmern was in Burma vor sich geht und einfach unübertrefflich, dass deshalb mal wieder unzählige unschuldige Menschen ELEND sterben müssen. Aber das Wetter in Deutschland ist ja im Moment auch zu schön.
Man kann von den Franzosen halten was man will, dieser Schritt jedoch ist lobenswert. Waere Burma nicht ein lohnenderes Ziel als Iran, Irak etc., aus tatsaechlich "humanitaeren Gruenden"? Die westliche Welt sollte darueber nachdenken, auch wenn es nichts zu holen gibt, ausser dass Laecheln auf den Gesichtern der unterdrueckten Menschen!!
Menschen verhungern, und einer Klique von unfähigen Militärdiktatoren ist das völlig egal. Frankreich handelt hier richtig im Sinne der Menschlichkeit und sollte durch andere Staaten massiv unterstützt werden. Ich vestehe die Haltung Russlands, Chinas und Südafrikas mit Ihrer Blockade nicht im geringsten. Wenn Russland und China die neuen Großmächte von morgen sind, für die Humanität und Menschenrechte nur unbekannte, westlich- dekadente Schlagwörter sind, tun mir unsere Kinder und Enkel schon jetzt leid.