Außenminister David Miliband

Streit mit Iran

Miliband kann „kalte Wut“ nicht verbergen

Teheran hat den Druck auf prominente Oppositionelle erhöht. Die britische Regierung richtet alle Anstrengungen auf die Freilassung des letzten ihrer inhaftierten Botschaftsmitarbeiter. Außenminister Miliband überschritt die Grenzen des diplomatischen Codes.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2009 08:40

@Arent - Freiheitsbewegung unterstützen

Hendrik Baumann (hendrik68)

Gute Idee, selbst wenn man das "nur" mit Demonstrationen macht. Haben Sie das in den 8 Jahren zwischen 2001 und Anfang diesen Jahres auch gemacht, und dabei die Freiheits- und Demokratiepolitik des ehemaligen US-Präsidenten Bush, z.B. gegen Ahmadineschad, unterstützt, nach Ihren Kräften??? Dann gebührt Ihnen an dieser Stelle mein Respekt.

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06. Juli 2009 13:03

@ Karl-Heinz Andresen

Isabel Arent (Cedro)

ist nicht genau das das Problem in den islamisch geprägten Ländern: daß der "durchgehende emanzipatorische Impetus" fehlt? Es wäre jetzt an uns, an der restlichen Welt, die mutige - emanzipierte - Demonstration ihres Freiheitsbewußtseins der Iraner deutlich zu unterstützen und eine Fortsetzung zu ermöglichen!

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05. Juli 2009 18:51

Der böse Milliband!

Detlef Stark (wool-web)

So, So, Herr Milliband verletzt den diplomatischen Code!
Um Aufzuzählen, was die Herrschenden in Teheran alles an internationalen Verträgen und Verpflichtungen verletzen, würde der Platz hier nicht reichen... .
Detlef Stark

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05. Juli 2009 18:06

Die kalte Wut ist mehr als verständlich!

Stefan Schaller (hnosteve)

Seit 2000 Jahren wird der Schutz der Diplomaten international geachtet. Nur der Iran - einmal unter Chomeni gegen Jimmy Carter! - scheint sich nicht zu schäbig zu sein um gegen diese internationale Regel massiv zu verstoßen. Die Primitivität dieser "Denkweise" macht die kalte Wut verständlich!

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05. Juli 2009 17:23

Die Operation "Ajax II" ist fehl geschlagen

Walter Schlichtenbrede (FAZ.Kritiker)

Die Operation "Ajax " steht für eine CIA/MI6-Operation im Jahr 1953, bei der damals im Iran der populäre demokratisch gewählte Premierminister Dr. Mohammad Mossadegh gestürzt worden ist. Geleitet wurde die Aktion von Kermit Roosevelt jr., unterstützt durch Donald Wilbur, einem weiteren Agenten der Operation Ajax.
Am 17. August 1953 wies Kermit Roosevelt jr. offen gewalttätige Maßnahmen an. Zu diesem Zweck wurde von Roosevelt ein bekannter Kraftsportler der Zurkhaneh mit dem Namen Schabân Bîmuchch , beauftragt, mit 300 bis 400 Rowdies auf Anweisung Unruhe zu stiften – er sollte Pro-Schah-Parolen skandieren.
US-Botschafter Loy Henderson wechselte am 18. August 1953 in Teheran ca. 400.000 US-Dollar bei der persischen Staatsbank Melli in Rial und Toman. Die Banknoten wurden danach unter Passanten verteilt. Diejenigen, die „Hoch lebe der Schah“ schrien, bekamen eine 10-Rial-Banknote. (Quelle: Wikipedia - Stichwort "Operation Ajax")
Ziel der Operation Ajax war es ein Regimewechsel im Iran herbeizuführen. Die von Mossadegh vorgenommene Verstaatlichung des iranischen Erdöls wurde wieder rückgängig gemacht und eine Militärregierung eingesetzt.

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05. Juli 2009 16:58

Wenn schon aus Ghom

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

die Wahrheit an die Öffentlichkeit dringt, kann es nicht mehr lange dauern, bis diese den Haufen rückwärtsgerichteter Despoten um Chamenei und Achmedinechad hinwegfegt, was nicht unbedingt bedeuten muß, daß es dann besser wird im Iran. Dazu fehlte der durchgehende emanzipatorische Impetus im ganzen Land.

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