Liebe Leser
Eine Untersuchung der Sauberkeit meines Küchentisches ergab für die Feststellung der Menge der auf ihm liegenden Brötchenkrümel folgendes Ergebnis:
Tag 1 = 27 Krümel; Tag 2 = 43 Krümel; Tag 3 = 121 Krümel; Tag 4 = 528 Krümel; Tag 5 = 2543 Krümel
Die Ergebnisse entsprechen einem Zählergebnis, welches jeweils um 10 Uhr morgens in einem vorher festgelegten Tischareal, einem Quadrat mit einer Kantenlänge von genau 10 cm, fest gestellt wurde.
Interpretieren Sie das Ergebnis, besonders hinsichtlich der Schwankung der gezählten Brötchenkrümel!
Und Churchill sagte anläßlich der Propaganda der Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg, dass er keiner Statistik glaube, die er nicht selbst gefälscht habe. Damit ist nicht unbedingt die bewußte Manipulation von Ergebnissen gemeint. Manchmal ist es die Perspektive, die ein Ergebnis verzerren kann. Perspektiven ergeben sich durch den Untersuchenden und den Interpretierenden. Die Interpretationsperspektive eines Politiker führt eigentlich immer zu unseren Geldbörsen!
formuliert Ihr Beitrag - Besten Dank. Ohne Kenntnis, dass nicht sogleich am 1.1. 2008 vom Ordnungshüter abgezockt wird, bin ich am 28.12. mit meinem Benziner, dem ich eine grüne Plakette genehmigte, nach Berlin gefahren. Bilanz ist, dass mein 4 Jahre alter Diesel zu Haus bleiben durfte, der bei gemütlichem Fahren ca 5-6 Liter Diesel schluckt. Der Benziner braucht in etwa 9-10 Liter. Die CO2-Bilanz ist also katastophal, aber wen kümmerts. Die Hauptsache ist weniger Feinstaub, von dem ich noch nicht mal weiß ob ich davon überhaupt weniger produziert habe. Eigentlich läßt sich das so zusammen fassen: Die spinnen, die Deutschen. Ich wohl auch!
Das war doch klar,daß im Land der Täuscher und Beutelschneider die Umweltzonen nicht eingeführt werden wegen des vermeintlichen "Feinstaubs",den sowieso nur ein gewisser Teil des Fahrzeuge überhaupt emittieren.
Nein,hier geht es ganz schlicht und einfach um das lange gesuchtes Zwangsmittel zur Demotorisierung gewisser Teile der Bevölkerung .
Mobilität,ja bitte,aber gefälligst ohne Auto!
Wenn sich dann wenigtens die grünen und linken (Ver)Führer genauso demotorisieren und mit der Straßenbahn fahren würden,wäre das ja noch zu ertragen.
Aber es steht zu befürchten,daß die Richtungnahme hin zur sozialistischen Volksrepublik nun das erste Mal einer praktischen Erprobung Stand halten soll: Während die großen "Führer" in der teuren (Staats)Karrosse chauffiert werden,bleiben für den Plebs nur das Fahrrad oder die Trippelschuhe.
Die Politik gängelt uns Bürger gnadenlos. Diesmal durch VERMEINTLICHE Umweltschutzmaßnahmen.
und ide Kölschen mit ihrem knödelig-dödeligen Klüngel-Schramma sind auch ganz vorn dabei, allen Expertenmeinungen zum Trotz.
Wie immer halt,
haupsache de zoch kütt...
Bis vor etwa 10 Jahren war Feinstaub (PM10) kein mediales Thema. Stolz wiederholte damals das Schweizerische Bundesamt für Umwelt in ihren Berichten, der Staub-Grenzwert zum Schutz der Gesundheit und Umwelt sei praktisch immer eingehalten. Mit der Einführung neuer Messmethoden und einem bei hartnäckigen Inversionslagen (Kaltluftseen) nicht einhaltbaren Grenzwert für Feinstaub änderte sich das: Verbreitet wird Hysterie - ohne Rücksicht darauf, dass auch Angst körperlich und psychisch krank machen kann.
Was nun Umweltzonen neben dem ideologischen Effekt wirklich bringen, ist vorhersehbar: Wegen dem dominanten Einfluss des Wetters werden Grenzwertüberschreitungen weiterhin auftreten. Die Veränderung der Luftqualität hängt dagegen weitgehend von der Positionierung der Messstationen ab. Im Normalfall werden die Feinstaubwerte kaum variieren. Stark sinken werden sie hingegen, wenn an schlecht durchlüfteter Lage oder unmittelbar neben einer Rotlichtanlage gemessen wird, wenn also eher die Emissionen statt die Immissionen ermittelt werden. Sowohl die Vertreter von Pro als auch von Kontra haben folglich recht. Wegen der individuellen Belästigung sowie aus grundsätzlichen Überlegungen sollten neue Dieselfahrzeugen trotzdem mit Partikelfiltern sowie Entstickungsanlagen ausgerüstet werden.
Was her Ingo v. Dahlern vielleicht nicht voll erfaßt hat, es kann mit den Umweltzonen generell die Schadstoffbelastung in den Innenstädten verringert werden. Die betroffenen Fahrzeuge stossen nicht nur Dieselruß aus, sondern auch weitere hochgiftige chemische Substanzen.
Darüber hinaus dürfen wir froh sein, dass bestimmte Politiker etwas für die Verbesserung der Atemluft tun. Die Industrie sieht bekanntlich freiwillig keinen Handlungsbedarf, eine ökologisch verantwortungsbewußte Produktpolitik zu implementieren.
Schließlich sein Herrn Ingo v. Dahlern empfholen, sich ein wenig mit Meteorologie zu beschäftigen. Schlagen Sie z.B. den Begriff Inversionsschicht nach und versuchen Sie ihn in Verbindung mit der Dieselrußdebatte (viele sprechen euphemistisch von Feinstaub) zu setzen!
Endlich wieder freie Straßen und Parkplätze in Hannover und ich kann mich in einem neuen Cayenne auch noch als Umweltaktivist fühlen.... Das Ganze bestärkt mich dann auch noch in meinem Vorurteil, dass der ÖPNV eher etwas für finanzschwache Mitbürger ist, die sich - möchte man Herrn Koch glauben - sich dort mit marodierenden Horden ausländischer Jugendlicher auseinandersetzen müssen.
Spaß beiseite: Natürlich macht es umwelttechnisch sehr viel mehr Sinn, ein altes Fahrzeug länger zu fahren als ein neues zu kaufen - immerhin verbraucht die Herstellung eines KFZ nicht nur zwischen 20 und 50% der Energie, die über seine Lebensdauer für seinen Betrieb notwendig ist, auch machen die Feinstaubemissionen der Industrie mehr als 50% des gesamten Aufkommens aus.
Ich hoffe, dass die Umweltaktivisten, die die Einhaltung der Umweltzone in Hannover kontrollieren, sich wenigstens zuhause an Ihrem mega-feinstaubigen Pelletofen aufwärmen können - es ist ziemlich kalt hier.
Viele Grüße aus Hannover
C. Jäger
Selbstverständlich muß die Reduzierung der schädlichen Emissionen unser Ziel sein. Aber bitte mit Sachverstand!
Erschreckend, letztlich aber zwangsläufig ist, daß Politiker in ihrer Hilflosigkeit extrem bürokratische, den Bürger belastende und letztlich ineffektive Maßnahmen planen und umsetzen.
Andererseits treffen sie Entscheidungen, die ebenso populistisch sind, aber uns allen schaden: Abbau der Atomenergie bei gleichzeitigem Ausbau von Braun- und Kohlekraftwerken. Wie sieht da die Feinstaubbilanz aus?
Vielleicht geht von den "Emissionen" der Politiker heutzutage die größte Gefahr für uns alle aus!?