Neue Umweltzonen

Kampf gegen ein Phantom

Dem Feinstaub in Großstädten soll es an den Kragen gehen - mit den seit dem 1. Januar geltenden Umweltzonen. Doch neue Zahlen zeigen Verblüffendes. Das nämlich, was bekämpft werden soll, ist immer weniger da. Von Ingo von Dahlern

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Januar 2008 09:21

Neue Umweltzonen

Werner Hengesbach (w.hengesbach)

Als Besitzer eines Benzin-PKWs mit 3 Wege Kat und Eintrag Schadstoffarm bekomme ich trotzdem keine Plakette. Mit Feinstaub hat das nicht im geringsten zu tun. Erklären kann das keiner, höchstens die Autolobby, welche sich um Neuverkauf bemüht und den Politikern entsprechende 'Empfehlungen' unterjubelt. Mit 100.000 Arbeitsplätzen, die dadurch vermutlich gesichert werden sollen, wird das nichts : ich fahre dann meine 2-Takt Vespa in Köln . . . . .

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04. Januar 2008 07:43

@ Guido Lambeck

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Sehr geehrter Herr Lambeck,
auch ich muss Ihrer Analyse zu 100% zustimmen.
Die Gängeleien und die damit verbundene Abzocke soll offensichtlich, nach Grünem Punkt, Dosenpfand (das nicht einmal für alle Dosen zählt) und maßloser Steuererhöhung, JEDEN auch noch so unpolitischen Bürger treffen. Permanent getriezt und zur Kasse gebeten, kann die politische Kaste ihre Macht manifestieren-
auch ohne nennenswerte Leistung zu erbringen.

Aber einen Satz verdient zur Verdeutlichung der noch verblendeten Wahl-Lemminge eine nähere Betrachtung:
Im Jahre 18 nach Beerdigung de Sozialismus...
Da liegt der Knackpunkt den viele übersehen: der Sozialismus ist leider nicht tot... Totgeglaubt, verwesend hat er (fast) ganz Deutschland infiziert, unterminiert und erfreut sich, genesend, in einem neuen, viel schlagkräftigerem Gewande, bester Gesundheit.
So guter Gesundheit, dass selbst die CDU /CSU (!) sich als MITTE bezeichnet... :(

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04. Januar 2008 00:13

Niemand braucht den Katalysator

Hans Zimmer (uniter)

... schallte es in den Siebzigern von den Autoverbänden, der Wirtschaftspresse und allen selbsternannten Experten. Es war wohl zu erwarten, dass die Diskussion nun wieder aufbricht beim Dieselfilter. Niemand braucht Umweltschutz... Der Grund für den Rückgang kann man auch an der Zapfsäule ablesen, vor allem wenn man die Dieselpreisentwicklung beobachtet.

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03. Januar 2008 21:30

Absurdi-nover

Helmut Wahl (FitWieEinTurnschuh)

Die Ratsmehrheit in Hannover - eine der Städte, die sich in die vordersten Reihen des absurden Öko-Theaters drängen - ist sich nicht zu blöd, weiterhin auf der sog. Umweltzone zu bestehen und gleichzeitig mit weiteren Holzheizungen in öffentlichen Gebäuden die Feinstaubbelastung zu erhöhen - aber nachhaltig bitte.
In dieses absurde Theater passen einige Vorschläge aus dem Dezember, z.B.:
Man bringe die Küchenabfälle nicht mehr als Bio-Abfall oder Hausmüll auf die Deponie oder auf den Kompost, sondern man schreddere dieselben im Haushalt, um sie im Schmutzwasser zur Kläranlage zu befördern. Das spart auf jeden Fall den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge, die sonst den Bio-Abfall zu transportieren haben.
IRONIE: Auf die Verbrennung des täglich zu ermittelnden 'Größten-Umwelt-Schweins' wird in Hannover derzeit noch wegen des anfallenden CO2 verzichtet. Wie lange noch?

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03. Januar 2008 16:39

Warum sind wir nur so dämlich?

Ralf Walter (Ralf-Walter)

Und lassen uns nach Strich und Faden für Dumm verkaufen.
Feinstaub! Dosenpfand! Grüner Punkt! Gelber Sack! HartzIV! Gesundheitsreform! Die Liste der Unsinnigkeiten ist endlos.
Kaum ein Gesetz, dass nicht nachgebessert werden muß.
Kurz gesagt:"Wir werden von Deppen regiert!"
Jede Putzfrau könnte es besser machen. ES REICHT!


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03. Januar 2008 16:12

Nett geschrieben, wirklich nett!

Heinz Mayer (Bundespraesident)

Die Frage , die ich mir jedoch noch zu stellen traue, beschäftigt mich schon länger:

Was eigentlich muss noch passieren, daß sich deutsche Bürger über ihre inzwischen wahrscheinlich als Gendefekt angeborene preußische Beamtenhörigkeit hinwegsetzen und ausfallend werden?

Ja, was noch?

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03. Januar 2008 15:49

@ Guido Lambeck (Umweltzonen)

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Zitat:
>Die vielen tausend Gewerbetreibenden, die ihre nicht plakettenfähigen Transporter und LKW's ins nahe Polen verkaufen müssen, die Leute, die einen zwanzig Jahre alten, aber gepflegten Wagen nun nicht mehr benutzen dürfen, sollten sich überlegen, wem sie bei der nächsten Wahl Ihre Stimme geben.<

Tja, Herr Lambeck...
WEN kann man denn noch wählen???

Das ist hier die Frage...
Ob's edler im Gemüt den Griff nach Deinem Geld erdulden - oder die Stimme zu verweigern? Mit Widerstand sie Enden??? Arbeiten, zahlen - nichts weiter und zu wissen, dass dein Geld den totgeglaubten Sozialismus zu weit'rer Tat erweckt...

Es ist etwas (sehr) faul im Staate Deutscheland...

Erst wenn unter 20% der Berechtigten zur Wahl gehen, kommt vielleicht jemand auf die Idee den gesunden Menschenverstand gegen den herrschenden Sozialismus einzutauschen...

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03. Januar 2008 15:07

Unsere Umwelt ist ein hohes, zu schützendes Gut, aber...

norbert doerre (ndoerre)

die Belastung mit Feinstäuben, Kohlenwasserstoffen, Kohlendioxid und Stickoxiden hat unmittelbaren Einfluß auf die Bildung von Ozon. Letzteres ist eine extrem flüchtige Verbindung zweier Sauerstoffmoleküle, die in großer Höhe unter kurzwelliger UV-Einstrahlung und sauberer Luft entsteht. Es wird durch Sommer-Fallwinde bis in Erdbodennähe verbracht, aber nur dann, wenn hier ebenfalls die Luft rein genug ist. Ozon verbindet sich nämlich begierig mit den meisten anderen Elementen und zerfällt unmittelbar. Je reiner die Luft, umso mehr Ozon kann also bis in Erdbodennähe transportiert werden.
2001 wurde zur Ozonminderung eine Extrasteuer erhoben. Ozon wurde politisch als besteuerbarer Umweltschädling eingestuft. Danach wurde es politisch jedoch still um Ozon, denn die Geldquelle sprudelt ja bis heute.
Nach einer erneuten Verkehrsberuhigung in den Städten durch die Plaketten-Abgabe wird Ozon im Sommer wieder vermehrt auftreten, mit der Folge, daß natürlich auch die Ozonsteuer wieder erhöht werden muß.
Das mit bewußter Fehlinformation arbeitende Umweltbundesamt handelt in Wahrheit weder mit Feinstäuben noch mit Ozon, sondern nur mit Steilvorlagen zugunsten des Staatssäckels, welches bekanntlich ein 1.600 Milliarden großes Loch hat.

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03. Januar 2008 14:44

Noch viel zu wenig!

Christian Kakerow (el_karacho)

Warum benennen wir die Umweltzonen eigentlich nicht einfach in "Neuwagenzonen" um? So könnte Herrn Wowereit relativ umstandslos geholfen werden!!!
Außerdem plädiere ich noch für "Gewaltzonen" speziell in Großstädten wie München. Vorbestrafte, Glatzenträger und nicht-Deutsch-sprechende dürften dann dort nicht mehr hinein und alle anderen wären glücklich?! Das wäre wenigstens mal was...

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03. Januar 2008 14:20

Gute journalistische Leistung

Jäger Christian (hmg210)

Sehr geehrter Herr von Dahlem,
es bewegt sich doch etwas in dieser Republik. Beim Waldsterben hat es immerhin fast 20 Jahre gedauert, bis eine Zeitung endlich darüber schrieb, dass es das Phänomen so nie gegeben hat. Bei der Umweltzone dauerte jetzt nur 3 Tage - gute journalistische Leistung. Dennoch ein paar Tage zu spät - die Zonen sind Fakt.

Leider weiss ich immer noch nicht, wie ich in Zukunft solchen Unsinn per Wahlzettel verhindern kann - alle Parteien streiten sich um einen Platz in der politischen Mittelmäßigkeit, kein Politiker wagt es, die Öffentlichkeit mit Scharfsinn oder gar fundierten Aussagen zu überraschen.

Die hannoverschen Stadtoberen haben zuvor versucht, den Autoverkehr weiträumig um die Feinstaubmessstation herum zu leiten, noch heute kündet ein 40km/h Schild auf der B6 von diesem Schildbürgerstreich. Das hat die Messwerte seinerzeit nicht positiv beeinflussen können, dennoch fand man die Umweltzone politisch wohl opportun.

Wie dem auch sei: Ich genieße die freie Fahrt und das entspannte Einkaufen in der auto- und menschenleeren Innenstadt und bin froh, dass sich die Rostlauben jetzt auf den Parkplätzen der Einkaufszentren in Hannovers Umland stapeln. Dass dort jetzt bloss keiner Feinstaub misst!

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03. Januar 2008 13:51

Ich versteh's nicht!

Stefan Schmidt (StSchmidtSG)

Was soll das? Ich bin mit einem entsprechend plakettierten PKW ein Vorbild für möglichst geringfügige Umweltbelastung und neben mir an der Ampel steht ein von keiner Vorschrift betroffener LKW ukrainischer oder weißrussicher Herkunft. Und dieser Diesel-Dinosaurier nimmt mir mit seiner dunklen Rußwolke nicht nur die Sicht, sondern bläst auch noch ein vielhundertfaches an Dreck (Feinstaub und anderes) in die Luft als die feinstaubverordnungszwangsplakettierten Vorbildwägelchen aus heimischer Herstellung . . .
Die Wut steigt und steigt!

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03. Januar 2008 13:47

Ein ruhiges Gewissen ...

Dirk Bremer (dataxpress)

Wo immer Bund, Länder und Kommunen gegenwärtig mit ihrem durchschaubaren Aktionismus den Klima- und Umweltschutz für sich neu entdecken und mit der regelnden Begrenzung von Emmissionen die vermeintlichen Ziele durch die gleichzeitige Zulassung eines Neo-Ablaßhandels (Sondergenehmigungen, Emmissonshandel, etc.) ad absurdum führen, gibt es nur einen Profiteur dieses verlogenen Engagements: das Staatssäckel. Die Umweltplakette für Pkw bekomme ich in Hannover in Autowerkstätten ohne Kontrolle des Emmissionsschlüssels auf Zuruf (grüne Stufe-4-Plakette für 15 Jahre alte Benziner ohne Schadstoffnorm oder mit U-Kat!), während sich die Erlaubnis zum Befahren der Umweltzonen grundsätzlich bereits aus dem Kfz-Schein ergibt und keiner zusätzlichen Dokumentation durch Plaketten bedarf.
Wenn ich hingegen bei offenkundig übermässigen Feinstaubbelastungen außerhalb der Innenstadtbereiche etwa auf Grund von saisonbedingtem ununterbrochenem Ziel- und Quellenverkehr mit schweren Lastkraftwagen das für die Messungen jeweils zuständige Staatliche Gewerbeaufsichtsamt bestelle, sieht und hört man nichts von unseren selbsternannten Anwälten des Klimas. Übrigens: die Anwohner der Einflugschneise des Flughafens Hannover hätten da auch noch ein Problem!

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03. Januar 2008 13:11

Symbolpolitik, gegen das Auto -

Bernd Michalski (michalski2)

darum geht es den angeblichen Umweltaktivisten vor allem.
Die Haltung der offiziellen Berliner Verkehrspolitik ist im Artikel ganz richtig beschrieben.
Nicht gucken, wo es echte Probleme gibt, und die dann rational lösen.
Vielmehr: gucken, was man dem bösen Auto noch so vorwerfen und wie man es noch doller schikanieren kann.
Grüne/linke Rechthaber verbessern die Welt. Hilfe!

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03. Januar 2008 13:11

Prekäre Gartenzwergpolitik

Gerhard Bandorf (MAGNIFIER)

Die kaum mehr steigerbare (oder doch?) Inkompetenz des politischen Klüngels beweißt sich täglich aufs Neue. Unfähig die eigentlichen staatspolitisch-kulturellen Aufgaben ins Auge zu fassen, überführt sich Politikertum immer wieder selbst abderidenhafter Bastelarbeiten mit spießig kleinem Horizont. In Form von „Gartenzwerg-Verordnungen“, wie hier in Bezug auf den vermeintlichen Feinstaub, wird regelnd und verordnend herumgefummelt und all dies auch noch als gutmenschlich politische Großtaten von größter historischer Bedeutung für die Menschheitsentwicklung großtönend emittiert. Nicht plumpe Politikschelte ist das, sondern eine Zustandsbeschreibung der tatsächlich gegebenen geistigen Verarmung der von der Weltentwicklung längst abgehängten deutschen Politisiererei. Den Zustand der Politik, gleich welcher Einfärbung, kann mit Fug und Recht als äußerst prekär bezeichnet werden!

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03. Januar 2008 12:52

Frechheit

Kathrin Omsen-Westermann (Dr.Wellmann)

Plötzlich sei das Problem "Feinstaub" gelöst. Unsinn, m. E., man schaue zu unserem Nachbarn Köln: Aufgrund hoher Werte wurde die Messanlage ganz einfach von einer Hauptverkehrsader in den Grüngürtel verlegt. Bzgl. der Frequenz der PKW in diesem Bereich hält der "Grün"-gürtel, was er verspricht.
Und wieder ein Beweis: Traue keiner Statistik...

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