Der dunkle Schatten fährt mit: Lance Armstrong

Sport-Kommentar

Die Rekord-Tour gibt uns den Rest

2005 schaute der Sportfan das letzte Mal naiv-begeistert der Tour de France zu. Danach hat sie uns Jahr für Jahr mehr den Rest gegeben. Und mittlerweile weiß auch der Letzte, dass schon 2005 so gut wie nichts mehr sauber ablief. Von Christian Eichler

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Juli 2009 14:15

Da fällt mir net viel dazu ein

Rainer Damoisy (Quallenregen)

Wenn die lieben Journalisten unsere Politiker/Wirtschaftscracks,Banker mit der gleichen Hingabe auf wahr,nicht wahr ,gestern,heute abklopfen würden ,mit der gleichen Hinagbe wie beim Thema Doping,wäre Deutschland wohl unregierbar.
Was ein Politiker einmal gesagt hat,würde ihn permanent öffentlich begleiten und Gemauschel nichtmehr möglich.
Aber nein,Doping...ist selbstverständlich wichtiger, erwachsenen Leuten zu sagen was sie dürfen und was nicht (will ich nicht abstreiten) aber von der Prioritätensetzung wohl ärmlich.
Naja,solange man das Volk auf Raucher,Doper,ALG2 Empfänger hetzen kann,freut sich die Machtzentrale,Hauptsache ihnen wird der Boden unter den Füßen nicht weggezogen.

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04. Juli 2009 16:09

@mfred1

Alexander Berg (AlexanderBerg)

So einfach ist es leider nicht, man kann Hobbysport nicht mit Spitzensport vergleichen, in dem es um Existenzen und viel Geld geht.
Siegen muß zwangsläufig im Vordergrund stehen.
Überhaupt, sobald es nicht um das eigene aktive Ausüben von Sport geht, sondern ums Zuschauen, gewinnt das Spiel eine zusätzliche Komponente. Der Zuschauer ist nicht geneigt zu denken, naja, ich seh hier halt miese Leistungen, aber immerhin kostet die das ja alles viel Selbstüberwindung und so weiter. Ich bin auch so, wenn
ich Sport im TV sehe, will ich gute Leistungen sehen und Persönlichkeiten, die dafür stehen, so wie es im Idealfall z.B. mit Armstrong,Ulrich&Basso gewesen wäre.
Gerade wenn man jedoch an Leistung interessiert ist, sollte man Doping ablehnen, durch die Verzerrung, verursacht von ungleichen Bedingungen, gewinnt eben nicht
der beste, sondern der am besten medizinisch versorgte. Denkt man die Sache weiter, würden bald Roboter gegeneinander antreten...

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04. Juli 2009 15:30

Legalisiert Doping!?

Marcel Leistner (stearman)

In allen Sportarten existiert das Problem und erscheint durch die bestehenden Kontrollmethoden nicht effektiv verfolgt und geahndet werden zu können, vielleicht auch, weil bisher wenige ein ernsthaftes Interesse an einer intensiven Strafverfolgung haben. Deswegen frage ich mich, warum man nicht all die Medikamente und Dopingverfahren legalisiert. Dadurch kann jeder so weitermachen wie bisher, allerdings ohne das schlechte Gewissen, den Zuschauer widerrechtlich zu hintergehen. Mir jedenfalls kann die Freiheit der Veranstalter bei diesem Selbstzerstörungsprozess gar nicht liberal genug ausgestaltet sein. Lassen wir den "Spitzensportlern" und Funktionären die Freiheit, die Gesundheit der Beteiligten zu ruinieren!
Als begeisterter Sportler habe mich schon lange von Massenveranstaltungen wie der Tour de France abgewendet und boykottiere diese ganz bewusst. Interviews mit leugnenden Sportlern und werbenden Funktionären tue ich mir in keiner Sportart mehr an, es sei denn, ich will mich amüsieren!

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04. Juli 2009 12:13

Jedem was er verdient

Frederik Zysk (mfred1)

Doping gibt es überall. Die schwarzen Schaafe sind eher die, die das nicht tun und dass wohl wie die letzten Fälle zeigen durch alle Sportarten hindurch.Im Schluss haben wir entweder Spaß am Sport wie er ist oder schauen garkeinen mehr und lassen unsere Kinder lieber am PC sitzen, anstatt dass sie in einem Verein körperlich aktiv werden. Als selbst aktiver Hobbysportler bewundere ich Sportler nicht aufgrund ihrer Geschwindigkeit oder ihrer Medaillien, sondern, weil sie sich jeden Tag im Training überwinden müssen, jede Einheit Schmerzen bereitet und nur der unbändige Wille das durchzustehen zum Erfolg fühlt. Die Schmerzen der Radafahrer auf einer Etappe bleiben die selben, egal ob ohne Doping oder mit. Unsere Aufmerksamkeit muss weg von dem alleinigen besten und dem nächsten Weltrekord sondern hin zu dem was Sport ausmacht. Das Überwinden der eigenen Grenze der Leistungsfähigkeit und das tausendemal während eines Wettkampfes bleibt genauso schwer wie ohne Doping auch. Natürlich ist ein Sport ohne Doping wünschenswert, er ist aber leider wohl eine Reaktion auf unsere Ansprüche an den Sport. Kontrollen und Strafen alles sind nicht ausreichen, die Gesellschaft muss Sport an sich wieder schätzen und nicht nur die ablesbare Leistung.

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04. Juli 2009 12:10

Wenn doch alle bei der Tour verlogen sind ...

Alexander Rutz (AlexRutz)

... warum richtet die FAZ dann einen Liveticker ein? Weil sie auch verlogen ist. Sie braucht das Geld wie alle anderen Medien. Und dann schreibt man mal kurz einen Zeigefinger-Kommentar und beginnt dann wieder mit dem Geldzählen.
Also lassen Sie den Zeigefinger unten und sagen Sie nur was es Ihnen einbringt von einer Pharma-Tour de France und sonstigen Pharma-Spielen zu berichten.

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04. Juli 2009 11:56

Vom Kampf gegen Doping zermürbt

carsten jung (cjung)

Es macht leider den Eindruck, als ob die derzeitige Tourleitung an allem interessiert sei, nur nicht an einer sauberen Tour. Die schon ausgebootet zu sein scheinende UCI, die zum Kampf gegen Doping nichts als Lippenbekenntnisse übrig hatte, scheint wieder Oberwasser bekommen zu haben. Die Akzeptanz gegenüber Doping wächst wieder und die Verantwortlichen scheinen einen guten Grund dafür zu haben, daß ihnen die verbliebenen Sponsoren nicht allzu viele Steine in den Weg legen und von unbequemen Fragen Abstand nehmen werden. Vier Jahre Kampf gegen das Doping scheinen zu einer gewissen Resignation geführt zu haben, weil insbesondere die Spanischen und Französischen Teams bzw. Funktionäre kein Interesse an einem sauberen Sport haben. Für sie hat der Radsport immer noch nationale Züge und es käme einer nationalen Schande gleich, wenn man aufdeckte, daß Doping im Lande verwendet wird. Soweit zum europäischen Gedanken und der Behauptung, alle Länder seien in Fragen der europäischen Einigung von einem gemeinsamen Interesse, nämlich dem gemeinsamen und nicht den nationalen, getrieben.

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