Wieczorek-Zeul trifft Dalai Lama

Die Kanzlerin war informiert

Der Dalai Lama ist in Deutschland gelandet und beginnt sein Besuchsprogramm. Auch Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul (SPD) will ihn treffen - gegen den Wunsch von Außenminister Steinmeier (SPD). Schon protestiert China gegen die für Montag geplante Zusammenkunft. Von Wulf Schmiese, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Mai 2008 23:54

Göttlichkeit Seiner Heiligkeit bringt Weltbilder durcheinander

joachim bovier (jbovier)

Ich hätte nie im Leben gedacht, jemals auch nur irgend etwas gutes über die "rote Heidi" zu sagen und es widerstrebt mir innerlich ganz erbärmlich, aber im Falle des Dalai Lama beweist ausgerechnet sie den Mut und die Standfestigkeit, die feige duckmäuserische Apeasementpolitiker wie die Opportunisten um Aussenminister Steinmeier und Bundespräsident Köhler nicht aufbringen. Frau Wiecorek-Zeul und Roland Koch in dieser Frage einer Meinung, mein Weltbild ist erschüttert und ich glaube jetzt auch an die göttliche Kraft Seiner Heiligkeit.

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14. Mai 2008 23:26

Dumme Diplomatie!

Peter Graf (Peter_Graf)

Was Frau WZ betreibt muss man wohl als eine extrem dumme und naive Form der Diplomatie beschreiben. Ein Treffen mit dem DL hilft niemandem, aber wirklich niemandem. Mit so einer Torheit sorgt diese Ministerin nur dafür das sich die Fronten zwischen China und Deutschland weiter verhärten. Des weiteren wird dies auch nicht zur Gesprächsbereitschaft der Chinesen mit den Tibetern beitragen. Bitte: wem hilft diese Art der Diplomatie, getrieben von dümmlichen Idealismus und Effekthascherei? Zum Glück sind Herr Steinmeier und Frau Merkel mir mehr diplomatischem Talent ausgestattet als Frau WZ.

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14. Mai 2008 23:21

Ministerin trifft Dalai Lama im Mai

Oskar Geri (Oskar1a)

Es ist gut und richtig, daß sich ein Regierungsmitglied von der SPD mit dem Dalai Lama trifft. Frau Wieczorek-Zeul, und wie man nun liest auch die Kanzlerin, gibt damit ein wichtiges Zeichen nach Peking in 2008. Peking würde es gut anstehen, gerade jetzt in einer Phase der Offenheit während des Erdbebendisasters, auf Unwahrheiten über den Dalai Lama zu verzichten. Man kann dies doch bald nicht mehr hören. Der Dalai Lama kommt Peking schon lange entgegen und will nur eine Autonomie für Tibet. Wies sollten die Tibeter denn nicht eine Autonomie wie Hong Kong erhalten? Tibeter sind keine Han-Chinesen. Die haben ihre ganz eigene wertvolle Kultur und Lebensart. Dies kann Peking nach all den vielen Jahren noch immer nicht respektieren?

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14. Mai 2008 23:15

Es ist nichts dagegen zu sagen,

winfried krause (wikrazi)

dass Frau Wieczorek-Zeul auch einmal mit dem Dalai Lama frühstücken will, und er will es auch, aber wen interessiert das eigentlich? Soll er sich doch einmal richtig satt essen. Wenn sie nichts Wichtigeres zu tun hat, dann soll sie eben mal auf Staatskosten frühstücken.

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14. Mai 2008 22:52

Abstrus

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Die Sache wird allmählich albern. Muss dieser Religionsführer jedes Mal von einem Mitglied der Bundesregierung empfangen werden, wenn er seine Anhänger in Deutschland besucht? Hat nicht Merkel genug Schaden angerichtet, muss jetzt auch noch diese fossilienhafte Wieczorek-Zeul Außenpolitik spielen, wo sie doch nur mit dem überflüssigsten Ministerium dafür belohnt wurde, dass sie all die jahrzehnte in Treue fest zur Partei stand? Was haben sie denn alle nur für einen Narren an diesem "Unendlich großen Lama"(so die Übersetzung aus dem Mongolischen) gefressen, der eine Religion vertritt, die kleine Jungen bereits ins Kloster holt und indokriniert, deren Priesterkaste sich unterhalten lässt, als habe es nie eine Revolution gegeben. Man muss es offen sagen: dieser tibetische Buddhismus ist die Perversion des eigentlichen Buddhismus, die Verfremdung eines reinen Gedanken des Buddha durch Geisterglauben. Meine Achtung für tibetische Kultur hält sich in Grenzen.

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14. Mai 2008 22:39

Was bedeutet Feigheit (Teil 3)

Thorsten Kruck (ThorstenKr)

Daher hoffe ich, dass Deutschland nicht seine guten Männer von solch wichtigen Posten reißt. Herr Steinmeier kann China kritisieren, er macht das auch, aber er macht es auf seine Weise. Eine Art und Weise, die unter Chinesen und in China trotz Kritik hochrespektiert wird.

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14. Mai 2008 22:38

Was bedeutet Feigheit (Teil 2)

Thorsten Kruck (ThorstenKr)

Zudem hat es den deutschen Einfluss auf China verringert. Herr Steinmeiers jetziges handeln zeigt doch, dass er zu seiner damaligen Aussage steht. Schwach wäre jetzt, wenn man sich beliebig der Meinung des Volkes beugt. Da kommen nun 2 Faktoren ins spiel. 1. Will die Mehrheit des Volkes überhaupt, dass ein ranghoher, deutscher Politiker den Dalai Lama empfängt? Ich denke, dass das Lager schon teilweise gespalten ist, in die, die das befürworten, die die dagegen sind und wahrscheinlich noch ein sehr großter Teil, den das ganze nicht interessiert. 2. Demokratie heißt nicht, dass alles beliebig vom Volk ausgeht! Wir haben hier eine parlamentarische Demokratie. Daher werden auch Menschen gewählt, denen wir Entscheidungsfähigkeit zutrauen. Die große Masse des Volkes kann sich in solchen Detailfragen der Politik wie der "Empfang des Dalai Lamas" gar nicht "richtig" entscheiden, da die notwendige Kompetenz fehlt. Herr Steinmeier ist Politologe, er ist unser momentaner Außenminister und er SOLLTE wissen, was das beste für Deutschland ist. Ob er das weiß, ist zwar nun umstritten. Ich finde, dass er diplomatisch korrekt im Sinne Deutschlands handelt und sich als echter Politiker gibt.

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14. Mai 2008 21:10

Das erste Gute...

Stanislaus Swerd (Olympionike)

Das erste Gute, das ich über Wieczorek-Zeul überhaupt lese - und den Steinmeier sollte man zusammen mit Beck in die Wüste schicken!

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14. Mai 2008 20:36

Momo, die ....

Hede Zhou (SunWukong)

Faellt es niemandem im Westen auf, mit welcher Geilheit gewisse Kreise, den DL hofieren wollen? Mit ernsthaften Anliegen ist das nicht zu erklaeren, nur mit der Absicht Propaganda zu treiben. Als "religioesen Fuehrer" mag ihn die rote Heide gerne empfangen, sofern sie weiss, dass er bei ganz gutmuetiger Interpretation nur einen geringen Teil des tibetanischen Klerus repraesentiert. Angesichts der humanitaeren Katastrophe in SiChuan waere allerdings anderes angesagt als Entwicklungshilfeministerin. Nun gut, erfreulich immerhin dass die BKin gekniffen hat. Die Experten des AA haben sie wohl inzwischen aufgeklaert, welche Rolle jener Herr spielt.

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14. Mai 2008 20:07

Empfang des Dalei Lama

Klaus D. Wolf (serigala)

@Michael Fichtner - ich weiß nicht, woher Sie Ihre Informationen beziehen, aber 1958 gab es noch keine buddhistischen Nonnen und schon gar nicht in Tibet. Verwechseln Sie da nicht vielleicht das Verhalten der tibetischen Adelskaste und Mönchskaste, die par tout die Sklavenhalterei nicht aufgeben wollten?

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14. Mai 2008 20:03

Was bedeutet Feigheit (Teil1)

Thorsten Kruck (ThorstenKr)

Was bedeutet Feigheit? Ich bewerte es jetzt mal unabhägig von der allgemeinen Tibet-debatte, unabhängig davon wer nun recht hat(da das nun wieder zu einem anderen Thema abdriften würde) Herr Steinmeier trifft sich nicht mit dem Dalai Lama. Ist das nun feige? Ich würde es absolut nicht als feige bezeichnen, sondern als mutig. Aus meiner Sicht folgt er nicht der Spur des Populismus, sondern bleibt standhaft. Jeder Möchtegernweltverbesserer würde nun sofort aus seinem Versteck springen und sich mit dem Dalai Lama treffen, um eine gute Show abzuziehen. Es ist etwas pauschal zu sagen, dass jetzt alle Politiker, die sich nun mit dem Dalai Lama treffen, das nur tun, um ihre Umfragewerte zu verbessern, aber etwas getan haben sie noch nicht. Auch wenn meine persönliche Meinung bezüglich der Tibet-krise tendierend zu Chinas Standpunkt steht, so finde ich trotzallem, dass Politiker, die Maßnahmen in diesem Fall unbedingt ergreifen wollen, auch etwas tun sollten, anstatt sich nur mit dem Dalai Lama zu treffen. Außerdem beweist Herr Steinmeier Prinzipientreue. Er hatte damals Frau Merkels Empfang des Dalai Lamas schon als "Schaufensterpolitik", also als reinen Populismus, der die Situation in China nicht verbessert abgestempelt.

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14. Mai 2008 18:54

Steinmeier kuscht vor der Hysterie der Chinesen

Michael Menzel (Galenos)

Schon schlimm genug, daß Steinmeier sich verleugnen läßt und Termine vortäuscht um den Dalai Lama nicht zu empfangen. Vielleicht würde er auch dem Papst aus dem Weg gehen, um Israel nicht auf die Füße zu treten. Dabei wissen die sicher die Persönlichkeit des Papstes zu achten. Respekt, Herr Steinmeier, den kennen Sie wohl nicht. Respekt vor bedeutenden Menschen, deren Existenz sich nicht aus niederen Beweggründen einfach ignorieren läßt. Sie fanden es schon "schlimm genug" daß Merkel den Dalai Lama schon einmal privat empfing und damit die Paranoia der Chinesen gegenüber dem Religionsführer und Repräsentanten eines von ihnen physisch und religiös zerstörten Volkes anfachte. Nun ja, jetzt will ihm Frau Wieczorek-Zeul begegnen. Da ist sie aber in guter Gesellschaft mit den Staatsoberhäuptern der Welt. Es ist ein Privileg, ein Gespräch mit einem Friedensnobelpreisträger führen zu dürfen. Und Herr Steinmeier hat nichts anderes zu tun, als einen Kotau nach dem anderen zu vollziehen, nur um ein paar Oberen des chinesischen Regimes seine Unterwürfigkeit zu demonstrieren. Und ich glaube nicht, daß sich Frau Wieczorek-Zeul von Ihrem Druck beeinflussen lassen wird. Ehre wem Ehre gebührt und dem tibetischen Volk Respekt.

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14. Mai 2008 18:09

Gespräche mit chinesischen Botschafter...

Michael Fichtner (ebaristo)

Die Bundesregierung sollte mal den chinesischen Botschafter daran errinner, wie man 1958 mit den Tibetern umgegangen ist. Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee haben Klöster und ganze Städte in Tibet zerstört. Buddhistische Mönche und Nonnen wurden zu öfftentlichen Sex gezwungen zur Belustigung der chinesischen Soldaten. Die Tibeter waren nur mit Schwertern und einfachen Schußwaffen bewaffnet gegen eine moderne chinesische Armee. Die chinesischen Soldaten haben Frauen, Kinder, Mönche und Nonnen getötet. Danach sollte man den chinesischen Botschafter mal nach dem Verleib des Panchen Lama fragen, welcher 1995 angeblich zur eigenen Sicherheit von chinesischen Soldaten entführt wurde und welche Auswirkung diese Entführung auf eine erneute Reinkarnation des Dalai Lama heben wird. aber für alle diese Fragen wird die Deutsche Regierung wahrscheinlich zu feige sein, weil Deutsche Firmen vom Wirtschaftsboom in China profitieren!

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14. Mai 2008 17:46

Koch will sich aus erster Hand über Tibet informieren?

Hisako Garanda (Hisako)

Dann aber sicher nicht vom Dalai Lama, denn der lebt seit 50 Jahren im Exil ...

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