für hunderttausend Tote - so einfach ist die Rechnung aber nicht. Wer den Islam als friedliche bescheidene Religion ansieht, stellt die Tatsachen auf den Kopf. Der Islam teilt die Welt in das Haus des Krieges und des Friedens auf. Dort, wo der Islam nicht herrscht, die Scharia nicht gilt, ist das Haus des Krieges. Jeder Muslim ist verpflichtet, für die Herrschaft des Islam zu kämpfen, notfalls auch mit Mord. Wo der Islam herrscht, gibt es freie Religionsausübung, aber nur für Muslime. Das ist Religionsfreiheit nach islamischem Denken. In keinem islamischen Staat gibt es das Recht, öffentlich für das Christentum zu werben. Wo gibt es eine echte islamische Demokratie? Ein Muslim der in Ägypten oder anderswo zum Christentum konvertiert und seinen Glauben nicht versteckt, wird verhaftet und nach drei Tagen hingerichtet, wenn er nicht das musl. Glaubenbekenntnis spricht. Saddam Hussein zahlte für Familien von Terroristen und finanzierte den Terror. Wäre der Islam friedlich, würden nicht täglich Bomben in Israel explodieren.
Auch ich kenne Todenhöfer noch aus den 80ern als antisowjetischen Propagandisten. Was er jetzt absondert ist aber wirklich verrückt. Dass ihm die FAZ neben diversen rechts- und linksextremistischen - im Zweifel aber immer antisemitischen - Internetforen jetzt auch ein Portal anbietet ist befremdlich. Die Verschiebung des politischen Koordinatensystems in Deutschland nicht weniger.
Ich muss leider einräumen, die Details nur grob zu kennen.
Aber ad eins (sicher): Ein superber Artikel der FAZ.
Und ad zwei (ohne genauere Personenkenntnis bzgl. Herrn T.):
Es möge doch bitte wenigstens ein halbes Dutzend solcher (Ex-) Unionschristen geben, dann wäre die „Abwinkhaltung“ gegenüber dem blockparteimässigen Unions-Christentum deutlich reduziert … .
Nota bene: Bezeichnend für dieses ist der Vorkommentator namens "Bundespräsident", mühsam angeeignetes Fidischi-English parlierend: (Who the f.ck is Tödenhöfer).
Freundliche Grüsse aus dem eingeschneiten Interlaken
Da ich mich in vielerlei Hinsicht auch als solcher sehen würde, kann ich diese Wandlung vom Saulus zum Paulus gut nachvollziehen. Meine erste längere Russlandreise 1973 und die nachfolgenden völlig unverständlichen Reaktionen meiner "Parteikollegen" auf meine Aussagen hin, haben letztlich dazu geführt, dass ich meine Partei verlassen habe. Es dauert zwar manchmal sehr lang, bis die Realität in den Gedanken ihren Niederschlag findet, aber wenn man sich ihr stellt, sind die Chancen deutlich besser, diese mit Wille und Vorstellung in Einklang zu bringen. Eine Chance der Globalisierung muss sein, dass wir uns endlich mit den anderen Gemeinschaften dieser Welt intensiv auseinandersetzen (welch hässliches und unsinniges Wort zugleich). Für eine ehrliche Begegnung reichen die oftmals schulmeisterlichen Auslandsberichte in den Medien jedenfalls nicht aus.
Also uns erzählt man, wir müssten unsere Freiheit in tausenden Kilometern Entfernung (!!) am Hindukusch verteidigen,
die Gefahr des Terrorismus sei die bedrohlichste der Neuzeit ( 6000-7000 Deutsche sterben jährlich im Straßenverkehr - warum beschützt mich eigentlich keiner vor der Automobilindustrie?)
und das arme kleine Israel werde vom bösen Gazastreifen bedroht ( Ja, keine Frage- auch als Atommacht sollte man sich vor selbst gebastelten Kassam-Raketen in Acht nehmen- diese Hilflosigkeit erfordert unsere uneingeschränkte Solidarität!)
und Jürgen Todenhofer soll der Irre sein?
Da bleibt mir nur zu sagen:
Verrückte Welt...
Gott sei Dank gibt es noch diese "anderen" Meinungen und Persönlichkeiten mit dem Willen sowie den Mitteln und Möglichkeiten sie zu kommunizieren.
Würde die so genannte "erste Welt" - wie lange eigentlich noch - ihre Energie und finanziellen Anstrengungen, statt in kriegerische Ausseinandersetzungen in Bildung und Forschung (z.B. alternative Energiequellen) investieren, wäre allen - und vor allem uns selbst - gedient.
Denn eines ist doch evident: Es geht nicht in erster Linie um Terrorismusbekämpfung, sondern um die Sicherung von Enegiequellen bzw. die Sicherung von Transportwegen - koste es, was es wolle! Dabei - und das lehrt die Geschichte eigentlich regelmäßig - wird der, der Gewalt mit noch mehr Gewalt beantwortet (sät), regelmäßig nur weitere Gewalt ernten.
Amerika und die anderen "Aufrechten" sind auf dem falschen Weg. Er wird langfristig nicht zum Erfolg führen.
Nur, who the fuck is Todenhöfer?
Man sollte Herrn Todenhoefer nicht bewundern, nur weil:
-- er von rechts nach links gewandert ist: umgekehrt lief Horst Mahler von RAF zu NPD
-- er ganzseitige Zeitungsanzeigen gekauft hat, um seine Version der Wahrheit zu verkuenden: hat Scientology in den 1990ern auch in der New York Times getan, um Deutschland religioese Unterdrueckung vorzuhalten
-- er vom voelkerrechtswidrigen Angriffskrieg spricht: so etwas war Saddam Hussein`s Ueberfall auf den Iran 1980, der hundertausende Menschen das Leben gekostet hat
-- er mangelnde Inaktion der UN beklagt: UN hat niemals Saddam Hussein und Chemical Ali wegen ihres moerderischen Giftgasangriffs auf zehntausende Kurden zur Rechenschaft gezogen
-- er 1980 mit den afghanischen Mujaheddin marschierte -- tat Osama bin Laden ebenfalls
-- huetet euch vor falschen Propheten und blindem Anti-Amerikanismus!!
Nicht jeder ist des Menschen Freund, der dies von sich behauptet!
Habe dem allen nichts hinzuzufügen und sollte deshalb eigentlich meinen Mund halten. Trotzdem möchte ich hier meine allergrösste Hochachtung vor Herrn Todenhöfer bekunden! Solche Aktionen einflussreicher Persönlichkeiten sind so selten und so wichtig, zumal Leserbriefschreiber und die Meinung der grossen Bevölkerungsmehrheit für die Politik offenbar völlig ohne Belang sind.
Jürgen Todenhöfer wird nicht nur von Ihnen verehrt. Z.B. auf den Websites 'Eiserne Krone' (rechtsradikal und antisemitisch) und 'Antiimperialista' (linksradikal und antsemitisch) wird die Lektüre seines neuesten Buches ganz dringend empfohlen. Haben Sie Herrn Todenhöfer mal gefragt, ob es ihn nicht irritiert, dass die Verantwortlichen dieser Websites seine niedergeschriebenen Ansichten so großartig finden?
Ich bin wirklich baff und erschüttert, einen solchen Kommentar im Internet-Auftritt der FAZ zu lesen. Ich habe Todenhöfers Anzeige in der FAZ mit einem Dauerkopfschütteln gelesen. Da wird der Terrorismus auf weit zurückliegende Untaten westlicher Imperialisten in der islamischen Welt zurückgeführt, nicht auf die Identitäts- und Entwicklungskrise dieses Kulturkreises. Warum sind denn die Terroristen keine Hinduisten, gab es in Indien keine Kriegsverbrechen europäischer Kolonialherren? Es soll die "Wahrheit über den Irakkrieg" sein, dass Präsident Bush ist ein größerer Verbrecher als Bin Ladin ist, weil Herr Todenhöfer alle Opfer des Irakkrieges den amerikanischen Befreiern von der Dikatur anrechnet, nicht denjenigen, die täglich dort Menschen zerfetzen. Eine wirklich absurde Denkweise, die offenbar in Deutschland inzwischen so verbreitet ist, dass selbst die FAZ sich nicht mehr scheut, einen solchen Kommentar zu veröffentlichen. Warum geschieht das gerade zu einer Zeit, in der sich dank des besonnenen, konsequenten Vorgehens von Bush die Lage im Irak deutlich gebessert hat? Wollen manche Deutsche unbedingt beweisen, dass sie doch recht hatten, auch wenn die US-Regierung ihrem Ziel eines demokratischen Irak sichtbar näher kommt?
Also, wenn ich die Lage recht übersehe, halten "wir" nicht sonderlich viele Palästinenser in Lagern, und sind in den letzten sechzig Jahren auch in eine eher bescheidene Zahl von Ländern einmarschiert. Der Afghanistan-Einsatz stellt für die BW eine eher bescheidene Sicherungs- und Polizeiarbeit dar. Vielmehr ist es doch so, daß islamische Zuwanderer hier in Deutschland trotz teils unmöglichen Verhaltens weitaus besser leben können als in ihren Heimatländern.
Aber wenn man das *so* formulierte, könnte man den Zeigefinger natürlich nicht so schön heben, wie Herr Todenhöfer das tut.
P.S. Die Spitze bzgl. § 80 StGB ist nur teils richtig. Strafbar ist die Vorbereitung eines Angriffskriegs hierzulande nur insoweit, als die BRD daran beteiligt sein soll. Das wäre wohl beim Krieg gegen Serbien der Fall; der Hufeisenplan gehört ja wahrscheinlich in die gleiche Schublade wie die irakischen MWDs. Aber aus irgendwelchen Gründen interessiert *das* kein Schwein...
In einer Welt, die offensichtlich nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, wuerde ein Mann wie Herr Todenhoefer gar nicht auffallen. Er faellt aber auf, da er ebenso offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht hat und das Herz am rechten Fleck hat ( sollte eigentlich Linker Fleck heissen, da es ja seit Menschengedenken links schlaegt). Erfreulich, das es sie giebt Herr Todenhoefer, auch wenn sie einer aussterbenden Species angehoeren. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Ihre Worte besonders in den Hinterkoepfen der journalistischen Elite gewisse nachhaltige Impulse setzen, naemlich der Volksverdummung Einhalt zu gebieten und damit ihrem Auftrag als Diener der Wahrheitsfindung und Verbreitung gerecht zu werden.Es kann einfach nicht zulaessig sein, dass deutsche Soldaten in einem nicht zu gewinnenden Konflikt in Afghanistan mehr und mehr entgegen dem urspruenglichen Willen der Vaeter des GG eingesetzt werden und damit ein Vorwand geschaffen wird, das GG weiter auszuhebeln. Deutschland muss ja gegen die Terroristen aus dem Hindukush verteidigt werden und demzufolge muss ein Ueberwachungsstaat her. Wovor hat die politische Elite eigentlich wirklich Angst?
Gottseidank gibt es in unserem Volk noch Menschen wie Jürgen Todenhöfer! Als einer von Wenigen hat er nicht nur den Mut, sondern auch das Geld dazu, eine solche Anzeigenkampagne zu initialisieren. Meine absolute Hochachtung, Herr Todenhöfer. Was er gelssen als Realität ausspricht, wissen nicht nur viele Tausende in Europa, sondern selbst in den USA. Man denke nur an die Urteile von Nürberg: "Vorbereitung eines Angriffskrieges!" Todesurteil! Und was ist mit Herrn Busch und seinen "Vorbereitern." - Aha, die westliche Welt lebt halt vom: "Lebensraum im Ölbereich!" Nicht im Osten.
"Ausspreche Anerkennung", Herr Todenhöfer.