Einzelkämpfer Jürgen Todenhöfer

Sind wir die Terroristen?

Früher sagten Parteifreunde, er habe nicht alle Tassen im Schrank. Heute tut der frühere CDU-Politiker und heutige Medienmanager Jürgen Todenhöfer komplett verrückte Dinge: Er spricht die Wahrheit über den Irakkrieg aus. Von Nils Minkmar

Lesermeinungen zum Beitrag

24. März 2008 19:24

Märchenstunde in der FAZ

Harry LeRoy (Cimon)

George Orwell hat es in seinem Roman 1984 gefallen ein System zu erschaffen, in dem die Felder mit der Hand bestellt und die Kulturgüter maschinell erzeugt werden; würde dies auf den heutigen Staat zutreffen so wäre wohl (mal wieder?) ein Erzeugnis falsch zugestellt worden. Denn einen solchen Artikel würde man zweifelsohne in der TAZ erwarten, ob wohl deren Leser gelegentlich wertkonservative Huldigungen an den Papst ertragen müssen?

Eine merkwürdige Figur ist dieser Mensch auf jeden Fall, geläutert und versöhnend und in einem Maße unangreifbar, dass es nicht mit rechten Dingen zu gehen kann. Seine Thesen zu kommentieren wäre müßig, da man ebensogut an jedem Stammtisch eine Debatte über die amerikanische Politik führen könnte und denselben Unfug zu hören bekäme.

Es verwundert aber, dass jemand der angeblich Mitglied der CDU gewesen ist derartigen Unfug über das alte Ringen zwischen Abendland und Morgenland verbreitet, da hier der Aggressor unzweifelhaft feststeht. Selbst den Kreuzzügen gingen 400 Jahre "heiliger" Krieg der Mohammedaner gegen die Christenheit voraus. Es fragt sich also was solche Konservativen zu bewahren gedenken, wenn ihnen selbst die eigene Geschichte völlig fremd ist.

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24. März 2008 19:04

merkwürdiges Einstellung des Journalisten

Wolfgang Weinheimer (wowe2)

"Doch außer islamhassenden Internetbewohnern mit zu viel Tagesfreizeit, die sich auf der Website „Politically Incorrect“ austoben, dürfte es jedem vernunftbegabten Leser schwerfallen, Jürgen Todenhöfers Appell an unsere eigenen westlichen Werte zu ignorieren. "

Aha - wer eine andere Meinung hat als der Journalist wird verunglimpft (zuviel Tagesfreizeit) und als unbelehrbar hingestellt.

Auch wenn ich nach Ihrer Meinung nicht vernunftbegabt bin, weil ich nicht Ihre Meinung habe, weiß ich doch eines: Ein Journalist, der so einen Satz losläßt hat Scheuklappen, findet die eigene Meinung grandios und alles andere Sch....

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24. März 2008 18:34

Ein Irrer!

Iwan Johnson (Iwan_Johnson)

> In seinem Beruf ist Todenhöfer
> ein Mann der Zahlen: „Bin Ladin
> hat 5000 Menschen getötet,
> Bush mehrere hunderttausend.“

Was ist denn dann sein Job? Fälscher? Wie viele Menschen hat Al-Kaida allein im Irak in die Luft gesprengt?


> „Ablehnung von Gewalt gegen
> Zivilisten und die Bereitschaft
> zu Verhandlungen. Im
> irakischen Widerstand ist
> beides vorhanden.“

Klar, wenn man unter "Ablehnung von Gewalt" versteht, daß das Morden der Jihadisten keine Gewalt ist und unter Verhandlungen, daß der Westen sich den Jihadisten beugt und kapituliert vor der islamofaschistischen Gefahr.

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24. März 2008 18:26

Todenhoefer ist,wie der Papst;er haelt sich fuer unfehlbar.Was sagte er gestern?

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Ich sprach mit ihm nach dem Einmarsch des Sovietischen Armee in Afghhanistan...
Da haette er am liebsten sofort Moskau mit Raketen beschossen.
Nun ist er vielleicht etwas klueger geworden,aber seinen sturen Kopf traegt er immer noch mit sich herum.
Die Wahreheit ueber den Irakkrieg ist,das der Cowboy aus Texas seinen sturen Kopf durchsetze und den Krieg gegen den ehemaligen "Freund" und "Verbuendeten" des vor Rice amtierenden Verteidigungsministers Saddam Hussein anfing.Wobei ihm der Leader der Laberparty von GB den Steigbuegelhalter spielte.(Er hat vielleicht gewissensbisse bekommen,daher wurde er katolisch.Dort kann er ja zur Beichte gehen und um Vergebung seiner Suenden bitten.Er kann das sogar beim Papst tun,aber ich weiss nicht or der Heilige Vater beichten von Suenden auch auf englisch versteht?Aber der liebe Gott versteht sicher auch englisch)
Saddam Hussein hat es verdient zum Teufel gejagt zu werden,aber die Kosten der Zeche - sprich die Opfer - muss das Volk aufbringen;sowohl auf der amerikanischer,wie auch auf der irakischen Seite.
Wir werden sehen,wiewet Todenhoefers "Empfehlungen'" dem Frieden behilflich sein werden...Wenn sie jemand ueberhaupt beachten wird...

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24. März 2008 17:46

Sind wir die Terroristen!

Lutz Dembowski (Dembo)

Ich denke, dass man die Fehler der Vergangenheit nicht rückgängig machen kann. Die Themen, die Herr Todenhöfer anspricht, werden leider noch einige Generationen für politische und diplomatische Verwerfungen sorgen. Da die Nato sich in vielen Dingen uneins präsentiert (unterschiedliche politische und wirtschaftliche Interessen) solange wird bei den arabischen Ländern mit antiwestlicher Prägung ein bestehendes Feindbild intensiviert. Als Themenbeitrag möchte ich den Lesern das Buch von Emanuel Todt "Ein Nachruf auf die USA" empfehlen. Darin sind interessante Ansätze zur Lösung aufgezählt.

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24. März 2008 16:49

FAZ gleitet ab

ralf orth (rodeo)

ich habe mal wieder NZZ gelsen. welch eine wohltat im vergleich zu dem abgleiten der FAZ.
Ob man diese todenhöfer bejubelung, die einseitige china- und dubai berichterstattung sieht über all "PC" in der FAZ.

haben FAZ und SZ jetzt eine Redaktionsgemeinschaft?

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24. März 2008 16:43

Kein Wunder,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

dass heutzutage niemand mehr Notiz von einem J. Todenhöfer nimmt, außer nun einmal der FAZ.
Ich verstehe nur nicht, wie man eigentlich den übergroßen "Mut" bewundern kann, sich so ganz und gar entgegengesetzt der Mainstream-Meinung kritisch und abfällig über G.W. Bush zu äußern.
Vielleicht kann mir das `mal jemand erklären, oder auch, wie man (Israel) sich mit Atomwaffen gegen "selbst gebastelte Kassam-Raketen" zur Wehr setzen können soll.
Derartigen Schwachsinn können nur Leute verzapfen, die nie in Afghanistan im Bunker sitzen mussten, während selbsternannte Glaubenskrieger auf die - übrigens im Auftrag der UN im Land befindliche - ISAF-Schutztruppe mit alten sowjetischen Raketen schossen ...

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24. März 2008 16:19

Pauschalierungen sind Grundlage für politische Verbrechen

Sebastian Landthaler (Sebastian82)

"Wir" sind genausowenig die Terroristen wie "die". Pauschalisierungen sind doch genau das Problem und nicht die Lösung für ein komplexeres Problem. Weder konnten die unschuldigen Zivilisten im World Trade Center etwas dafür für den Anschlag von Verbrechern, noch können Zivilisten im Irak oder Afghanistan etwas dafür, wenn sie bombardiert werden im "Kampf gegen den Terror". Es sprechen viele "die Wahrheit" über den Irak-Krieg aus. Das Problem ist aber vielschichtig und kann weder durch billigen, den Irak-Krieg nur instrumentalisierenden Anti-Amerikanismus noch durch Ruf nach mehr Bundeswehr und NATO-Truppen zur Besatzung fremder Länder gelöst werden.

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24. März 2008 16:05

Charakter

Andreas Noreikat (derherold)

Man kann von Todenhöfers Meinung halten was man will - und sie als zuweilen "etwas einseitig" beschreiben.

Seine Darstellungen sind natürlich eine "Provokation" für diejenigen, die ihn in den 70igern und 80igern kritisierten. Denn unsere "Betroffenen" haben sich seit Ende der 90iger sehr schnell mit ihrer "neuen Rolle" abgefunden und Positionen bezogen, die "früher" für jede Menge Demonstrationen und Ostermärsche ausgereicht hätten ...

Ist Todenhöfers Meinung nunmehr "links" ? Vielleicht nicht. Vielleicht ist sie konservativ: allerdings weniger neo- und mehr paläo- . Vielleicht ist sie auch nur ein Anzeichen von Charakter.

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24. März 2008 15:56

Zufall?

Rainer Müller (gulliver2005)

Nur komisch, dass Herr Todenhöfer immer dann seiner Empörung Luft macht, wenn er gerade wieder ein neues Buch veröffentlicht. Das Manöver ist so durchsichtig...

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24. März 2008 15:37

Der Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran

Torsten Klier (TorstenKlier)

Hatte die Umverteilungsfraktion im letzten Jahrtausend mit 3 „Argumenten“
- Du bist ein Nazi
- Du bist ein Frauenfeind
- Du bist ein Ausländerfeind
„argumentiert“, erleben wir nunmehr das in seiner argumentativen Kraft unübertroffene vierte „Argument“: DU BIST EIN ISLAMHASSER.

Dass sich PI gerade über die Substanzlosigkeit dieser „Argumentation“ lustig macht - kann Herr Minkmar durch das Milchglas seiner antiamerikanischen Zeitgeistbrille offenbar nicht mehr erkennen.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“
werden wir belehrt und fragen uns nach der Lektüre, ob Terroropfer auch zur Gattung Mensch gehören. Denn die „Begründung“ für diese Verbrechen ist genauso „stringent“ wie etwa die von Herrn Jessen (ZEIT) offerierte Begründung für das münchner U-Bahn-Verbrechen (der Rentner hat den Überfall „selbst provoziert“).

Im Zuge des Karikaturenstreits haben die Muslim in Nigeria 40 Christen ermordet. Der Grund dafür sei, so Todenhöfer:
„Grausamkeit westlicher Herrschaft in muslimischen Ländern“

„Ist der ein Pionier einer Weltbürgergesellschaft oder schon in der Liga der Erleuchteten?“ fragt Minkmar rhetorisch.
Tut mir leid, aber bei derart verzerrter Weltsicht stellt sich diese Frage nicht. Sie ist beantwortet.

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24. März 2008 15:16

Alles privat bezahlt?

Gisela Zabka (heta)

Todenhöfer habe, schreibt Minkmar, für seine Kampagne „ein kleines Vermögen“ ausgegeben, „alles privat bezahlt“, drei Zeilen später war es dann „so viel gar nicht“, „ungefähr die Größenordnung eines Sportwagens“. Laut offizieller Preisliste kostet eine FAZ-Seite rund 50.000 Euro, wären bei vier Seiten 200.000 Euro, die „New York Times“ dürfte erheblich teurer sein, dann der Internetauftritt – auch „privat“ bezahlt? Bei den Zeitungsanzeigen war kein Auftraggeber zu erkennen, bei der dreisprachigen Internetseite schon: Random House, also Bertelsmann. Todenhöfer will uns also weismachen, dass der Großverlag Bertelsmann im Internet zwar als Verantwortlicher zeichnet, aber einen seiner Autoren für den Auftritt bezahlen lässt? Ich glaub kein Wort. Bei den Anzeigen haben wir noch gerätselt, wer wohl ein Interesse daran hat, den Westen schlecht- und die islamische Welt schönzureden, nachdem wir die Internetseite gesehen hatten, wussten wir, wer. Todenhöfers Buch, schon auf Platz 9 der "Spiegel"-Bestsellerliste, ist im Verlag C. Bertelsmann erschienen.

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24. März 2008 15:09

An die "Fette Dame" - ganz genau: wer ist hier irre?

Bernd Michalski (michalski2)

Spleens und Eigenbrötlereien sind ja ganz nett manchmal, aber z.B. Ihr lustiger kleiner Vergleich zwischen Terrorismus und Straßenverkehrstoten wirkt doch etwas unpassend konstruiert, nicht wahr? Und übrigens sind es "nur" noch rund 5000 Fälle pro Jahr, immerhin.

Und, viel wichtiger: Ihren mühsam rationalisierten Antisemitismus sollten Sie anstandshalber auch für sich behalten.
Falls Sie Zugriff auf so etwas wie einen Weltatlas haben (Sie wissen schon, Landkarten von rund um den Globus), dann schauen Sie doch mal, wie "groß" Israel ist und wieviel arabische Welt drumherum. Sehen Sie: Sie stellen die Verhältnisse mit Ihrem Vergleich zwischen Israel und Gazastreifen gerade so auf den Kopf.
Und natürlich ist hinterhältiger, todessüchtiger Terrorismus gegen jedwede Zivilbevölkerung in besonderer Weise verwerflich und unmenschlich, im Gegensatz zu einer staatlichen Streitmacht, ohne die Israel tatsächlich schon mehrfach durch die "nachbarliche" Aggression vernichtet worden wäre.

Ich glaube zwar eigentlich nicht, dass jemand wie Sie überhaupt noch einer rationalen Diskussion zugänglich ist, aber den Versuch wollte ich doch mal wagen.

Und übrigens: man wird auch nicht umso dünner, je mehr Joghurt man isst.

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24. März 2008 14:36

Mut zu kontroversen Aussagen

Julius Franzot (JFranzot)

Todenhöfer sagt, was ich allerorts höre, aber selten in den Zeitungen lese und bei den Sonntagsreden der Politiker höre.
Im Koran sind Terroranschläge wie die Twin Towers, London oder Madrid verboten, es besteht aber die Pflicht für jeden Moslem, die eigene, moslemische Heimat vor Angriffen von "Ungläubigen" zu schützen. Somit sind Aggressionskriege nach Irakischem oder Afghanischen Muster eine den islamischen Extremisten willkommene Provokation, um das Volk gegen die "Träger der westlichen Werte" zu hetzen. Gewalt gegen die Moslems in den eigenen Ländern erhöht die Wahrscheinlichkeit von Terroranschläge gegen die daran beteiligten Länder. Zapatero hatte nach dem Anschlag in Madrid richtig gehandelt.
Wollen wir uns nicht vielleicht auch die Frage stellen, ob der "Westen" den moslemischen Völkern echt einen Gefallen tut, wenn er versucht, ihnen die eigenen Wertvorstellungen mit Gewalt aufs Auge zu drücken? Kann es nicht sein, dass die spezifischen Lebensformen in islamischen Ländern für die dortige Gesellschaft besser sind?
Wir sind zu recht gegen eine Islamisierung Europas, haben die Moslems nicht auch das Recht, sich gegen eine Amerikanisierung ihrer Heimatländer zu wehren?

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24. März 2008 14:16

Todenhöfer

mattthias felleisen (felleisen)

Übers Osterwochende wurden 52 Menschen im Irak getötet, vier US Soldaten aber viele Iraquis, und auch sehr viele "Zivilisten". Ich nehme an, dass in Todenhöfers Kalkül und dem Kalkulus der FAZ alle diese Tote den USA und dem Westen angerechnet werden müssten, um auch nur ungefähr an die aufgeschriebenen Zahlenwerte zu kommen.

Goeorge Orwell wäre stolz auf die FAZ und Todenhöfer. War is Peace, and Peace is War.


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