
Absurd. Die EU wusste im voraus, dass der Einsatz ihrer Staatsmacht (die Schaffung des Euro) das oekonomische Gesetz (die Internationale Wettbewerbsfähigkeit der im Aussenhandel defizitären Euro-Staaten) ausser Kraft setzen würde. Die EU will aber tendenzielle Gleichheit der Lebensumstände in ihrem Staat. Das ist ihre „Raison d’ètre.“ Deshalb erfand sie zum Ausgleich solchermaßen verursachter Defizite einen monetären Sozialismus. Dieser zieht die Überschüsse der (inzwischen nur noch fünf von 16) Überschuss-Mitgliedsländer heran. Reichen diese nicht, zeigt sich die mangelnde innere Kraft des betreffenden Defizitstaates in ganzer Schönheit: Er kann seine öffentlichen Ausgaben nicht senken. Also macht er neue Staatsschulden. Das wiederum kann die EU mt Geldbußen belegen (Art 126 Lissabon-Vertrag). Für deren Bezahlung muss der betreffende Staat weitere Schulden aufnehmen, was wiederum einen Straftatbestand darstellt: Schuld gebiert Schuld. Nein, monetär verursachte Wettbewerbsschwäche kann man nicht fiskalisch heilen, sondern nur monetär. Dazu aber müssen die betreffenden 11 Staaten aus dem Euro ausscheiden, um abwerten zu können. Wie Bürger sind nicht so dumm, diese Zusammenhänge nicht zu erkennen.