Unsere Omas wären froh gewesen, hätten sie unsere Möglichkeiten gehabt

Pionierinnen - Fehlanzeige!

Frauen, wir haben versagt!

Warum ist Mark Zuckerberg eigentlich keine Frau? Oder Bill Gates? Die erfolgreichen Gründer unserer Zeit sind weiterhin männlich. Wieso? Am Verstand kann es nicht liegen. An der Bildung auch nicht. Vielleicht fehlt es an der Risikofreude. Nutzen Sie unsere Leserkommentar-Funktion und diskuteren Sie mit! Von Bettina Weiguny

Lesermeinungen zum Beitrag

26. März 2008 22:57

Geduld ist angebracht

Susanna Werth (sawerth)

Was ich denke, ist, dass ein wenig mehr Geduld angebracht ist. Männer wie Frauen müssen (auch noch heute) vor allem Ängste und automatische Rollen abbauen, um eine faire gleichberechtigte Gesellschaft zu erreichen, in der sich sogar Extremwertstatistiken angleichen (und Rockefeller und Co. sind Extremfälle). Z.B.: Seit etwa 20 Jahren, sagt der Artikel, gibt es gleiche Chancen für Männer und Frauen. Meine Erfahrung sagt aber, dass das nicht ganz stimmt. Die Chancen mögen gleich(er) im Studium, oder bei der Familiengründung geworden sein. Aber die Erwartungen der (Groß)-Eltern Generationen sind immer einen Entwicklungsschritt weiter zurück und beeinflussen Männer wie Frauen in ihren Entscheidungen, Gesetzesbildungen oder Arbeitsumfelder als Chefs. Es wird daher mehr Generationen dauern. Und vor allem viele weitere Diskussionen und Offenlegungen benötigen. Es gibt noch viel zu tun. Aber versagt hat meiner Meihnung nach keiner individuell.

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26. März 2008 22:11

Vorurteile und Intelligenz(-quotient)

Susanna Werth (sawerth)

Immer noch, im 21. Jahrhundert, offenbaren sich innerhalb dieser Diskussion Vorurteile (von Männern und Frauen), die mich entsetzen.

Simone de Beauvoir verglich einst die Situation der Frauen mit denen anderer benachteiligter Gruppen, wie den schwarzen in Amerika Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie zitierte George Bernard Shaw mit folgendem: "Der weisse Amerikaner verweist den Schwarzen auf die Stufe eines Schuhputzers und schließt daraus, dass er nur zum Schuhputzen taugt."
Jetzt las ich im Kommentar von Christian Heier folgedes: "Durchschnittlich sind nicht Frauen intelligenter, sondern Männer. Der Unterschied beträgt im Schnitt etwa 5 IQ-Punkte." (Also Antwort auf Michael Blume, obwohl er dessen Aussage missverstanden hat). Diese Aussage folgt aus einer Studie an der Universität Manchester, die allerdings auch besagt: "Bis zum 14. Lebensjahr gibt es beim IQ keinen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen." Wer einem Kind einredet, dass es dümmer sei, wird sein Ziel wohl erreichen. Die Wissenschaftler räumten ausserdem ein, dass beim klassischen IQ-Test durchschnittliche Stärken der Frauen nicht berücksichtigt werden. Er stammt zudem aus einer Zeit (1904), als fast alle Dinge von für Männer gemacht wurde

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26. März 2008 21:46

Männer leben fauler und riskanter

Andreas Lehmann (alm)

Die Autorin fragt danach, warum Frauen nicht in einer Hochrisikogruppe zu finden sind. Das hat vielleicht schon etwas mit Biologie zu tun. Männer sterben häufiger in Unfällen aller Art, weil sie weniger Risikobewusstsein haben oder es ausblenden, wenn sie zur (oft gern auch dummen) Tat schreiten. Diese Neigung kann auch helfen, wenn man den unternehmerischen Freiflug erwägt. Die Chancen zu verlieren, stehen in den USA, dem Lande Mark Zuckerbergs und Bill Gates, bei 400:1. Einer Firma zu gründen ist also in 400 Fällen eine dumme Idee und alle lachen einen aus und in einem Fall ein brillianter Schachzug. Eine weitere Neigung, die ich beobachtet habe, ist die, dass wenn eine langatmige, Fleiß erfordernde Tätigkeit verlangt ist, Frauen diese oft einfach ohne Murren erledigen, während ein Mann eher klagt oder eben über Wege zur Arbeitsvermeidung nachdenkt. ZB: Wenn ich eine 10-minütige Tätigkeit am Computer zwei mal ausführen muss, schreibe ich lieber für 30 Minuten ein Programm als zweimal den gleichen Mist zu machen. Frauen greifen auch hier öfter zur 2 x 10 Minuten Methode. Diese Neigungen sind vielleicht biologisch bedingt, vielleicht auch kulturell, da bin ich kein Experte, sondern nur Beobachter.

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26. März 2008 21:35

Etwas einseitig

Maribel Pazo (Mabel31)

Leider empfinde ich den Artikel etwas einseitig. Wie vorher schon gesagt wurde, es kommt auf das Kriterium an, welches unter Erfolg verstanden wird. Und: Männer haben einfach noch einen jahrhundertenlangen Vorsprung in Sachen Firmengründung (wobei es eine gewisse Frau mit den Melitta- Filtern auch geschafft hat). Vor gar nicht zu langer Zeit, also in den 70iger Jahren, durfte sich eine Frau in einigen Ländern von Europa nicht scheiden lassen, musste sie ihren Mann um Erlaubnis fragen, ob sie überhaupt arbeiten durfte, war ihr die Wahl des Nachnamens nicht freigestellt.... etc etc. Können wir noch schneller aufholen?

Schlimmer als mögliches Versagen empfinde ich das chauvinistische Geschwafel von Chrstioph Becker (Vancouver56). Wahrscheinlich wurde er zu Studi- Zeiten arg von seinen besseren Kommilitonen genervt. Wie dem auch sei: sein Kommentar ist nicht gerechtfertigt und er liegt FALSCH.
Inzwischen kann es sich auch kein Mann mehr leisten, dass seine Frau nicht arbeitet. Meine Karriere sehe ich jedenfalls mit Kind noch lange nicht beendet und ein Unternehmen baue ich parallel zu all der anderen Arbeit auch noch auf. Fangen wir bloß nicht an, unsere Erfolge schlecht zu reden!

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26. März 2008 20:27

Versagt!?

anne grether (annegrether)

Habe ein florierendes Unternehmen, verdiene sehr gut, lebe ein erfülltes und glückliches Leben beruflich und privat ... aber ich bin nicht Bill Gates, dann habe ich wohl versagt? Macht nichts, ich erfreue mich trotzdem des Lebens!:):)

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26. März 2008 19:11

Gibt es nur das Basismodell Mann?

Zufferey Marcel (Davos08)

In den vergangenen dreissig Jahren habe ich mich des Öfteren gefragt, ob das männliche Lebensmodell das einzig Wahre (für die Frauen) ist: Die Frau wird in weiten Teilen des Feminismus nämlich lediglich als Kopie des Basismodelles Mann begriffen: Was die Männer können, können wir Frauen auch! Ja, und sonst..? Sind wir Männer denn wirklich so gut, dass man unser Lebensmodell, dass im Allgemeinen hauptsächlich auf Erfolg, Geld und Macht beruht, sozusagen als der Weisheit letzter Schluss betrachten muss? Ich habe mir von den Frauen und der Emanzipation eigentlich erheblich mehr versprochen... insofern haben die Frauen für mich schon versagt, ja.

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26. März 2008 17:33

Warum diskutieren wir ständig Geschlechterrollen?

Leonie Scupin (leonieS)

Ich glaube, dass es ein grosser Nachteil unserer mediatisierten Welt ist, dass bestimmte Vorstellungen und Wahrnehmungen vereinheitlicht werden. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle ein ähnliches Bild von den jeweiligen Geschlechterrollen haben, mehr oder weniger unbewusst. Medien prägen unsere Ansichten, und wir, als Gesellschaftswesen, haben den – auch mehr oder weniger unbewussten – Drang, uns unserem jeweiligen Bild anzupassen. Was natürlich ist, denn ebenso neigen wir dazu, denjenigen auszugrenzen, der diesem nicht entspricht oder zumindest ähnelt.
Wir sollten aufhören, über Geschlechterrollen zu diskutieren! Warum rücken wir nicht den Einzelnen in den Mittelpunkt? Sowohl unter männlichen wie unter weiblichen Wesen gibt es gute und schlechte MathematikerInnen, gute und schlechte KulturwissenschaftlerInnen, gibt es mehr und weniger Risikofreudige, gute und schlechte EinparkerInnen, Plappermäuler und Nichtssager, Familien- und Karrieremenschen und solche denen beides gleich wichtig ist. Warum müssen wir uns selbst in Statistiken und Zahlen erfassen? Wichtig ist allein die Erkenntnis, dass wir selbst für unser Leben und dessen Gestaltung verantwortlich sind! Und diese Möglichkeit sollten wir nutzen!

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26. März 2008 15:01

Frau Kliem: die "kreative Gehirnhälfte"

Christian Braun (christianbraun)

ist vermutlich, nach dem "emotionalen
Intelligenzquotienten", eines der
populärwissenschaftlich am meisten
missbrauchten Konzepte, um das eigene
Unvermögen schönzureden.

Wo bitte hat Herr Baier Fremdsprachen
als unwichtig bezeichnet ? Ich glaube,
Sie interpretieren da etwas hinein.

Ich habe neben (!)
meinem Mathematikstudium einige Fremd-
sprachen, darunter Türkisch, erlernt
und habe großen Respekt vor Linguistik
und Sprachwissenschaften.

Schätzungsweise zwei Drittel der deutschen
Abiturientinnen stürzen sich dagegen seit
Jahrzehnten auf das dünnste Brett: Anglistik.

Nicht dass die unwichtig wäre, aber
in einer Zeit, wo man selbst von Ingenieuren
zwei (!) Fremdsprachen erwartet, wundern sie
sich dann, dass sie mit dieser Qualifikation
am Ende wieder mit Abiturientinnen als Azubis
konkurrieren.

Es geht mir nicht darum, wie Einige hier, dem
Idyll der "german Hausfrau" (die es neben
Bratwurst und Blitzkrieg sogar ins Englische
geschafft hat) nachzutrauern, es sollte nur
klarsein, dass wer "Frauenfächer" studiert
dann eben auch mit hoher Wahrscheinlichkeit
in "Frauenberufen" landet. Wer's mag, umso
besser, dann gibt's auch keinen Grund zum
Jammern.

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26. März 2008 13:29

sehr gelungener Artikel

Ismet Günel (guenel)

Unter der Annahme, dass das Hauptziel eines Artikels das Erwecken des Leserinteresses ist, hat Frau Weiguny als "Journalistin" sicherlich nicht versagt...

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26. März 2008 11:58

Erfindungen vs. Feingeist

Maria Kliem (ManonSucre)

Sind Firmengründungen und neue Webseiten denn wirklich das Einzige wodurch ein intelligenter Mensch sich heute auszeichnen kann? Männer haben einen höheren Forscherdrang, das ist gut so - es ist jedoch unüberlegt, Frauen aufgrund ihrer geringeren Risikobereitschaft als das schwache Geschlecht abzuwerten. Selbst wenn Frauen keine belanglosen Internetportale programmieren, leisten sie Enormes. Sich für Alte und Kranke einzusetzen ist z. B. eine Leistung. Meines Erachtens eine, die der Gesellschaft in größerem Maße nützt als Videobotschaften einmal um den Globus schicken zu können.

@Moritz Peters: Die Aussage „Frauen haben keine Lust etwas zu erschaffen“ halte ich für äußerst gewagt und oberflächlich!

@Lukas Bauer: Was ist daran falsch, dass Frauen bevorzugt Geisteswissenschaften studieren? Bei Frauen ist die kreative Gehirnhälfte ausgeprägter. Fremdsprachen perfekt sprechen ist durchaus eine nützliche Qualifikation – wie sonst sollten die Erfindungen der Männer international vermarktet werden? Noch dazu ohne die Frauen, die im Marketing arbeiten? Schlechte Perspektiven ohne die „Schwafelwissenschaften“…

@Sabrina Schaller: Endlich eine vernünftige Meinung ohne reißerische Verallgemeinerungen!

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26. März 2008 11:57

Versagt?

Eduard Katholnig (katholnig)

Das stellt sich mir spontan die Frage: Wobei versagt? Ist das Fehlen in Vorständen ein Zeichen des Misserfolgs? Ist die Sitzung des Kindergartenelternvereins weniger wichtig als die des Managements eines Unternehmen (Die Unterschiede sind übrigens gar nicht so groß!) Und warum sollte es an der Risikofreude fehlen? Eine Familie zu gründen ist weit riskanter als irgendeine Vorstandsentscheidung zu treffen, die - wenn sie sich als falsch heraus stellt - höchstens ein paar Tausend Arbeitsplätze und eine Schramme in der Reputation verursacht. Wenn Herr Ackermann morgen das Zeitliche segnen sollte - was ihm niemand wünschen möge - passiert genau gar nichts, geschäftlich gesehen. Wenn eine Frau aus einem Familienverband verschwindet, dann ist die Not groß, Verlust, Schmerz, Trauer, organisatorische und meist auch finanzielle Probleme treten auf. Frauen versagen nicht und haben nicht versagt, sonst wären wir alle nicht hier. Möglicherweise ist es nicht ganz so vernünftig die Massstäbe des eigenen Erfolgs von den anderen definieren zu lassen - das gilt übrigens nicht nur für Frauen.

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26. März 2008 11:54

Kreativität vs. Nachahmung

stefan leiner (zamjestnanec)

Losgelöst von dem konkreten Thema der Wirtschaft mal ein Beispiel, wo es um nichts als Innovation geht:

Wie viele stilprägende Musikerinnen gibt es?

Da gabs mal ein ziemlich gutes Beispiel in einem Artikel, wo der Autor meinte, wie es eigentlich sein könne, dass im Amerika der 1920er Jahre eine Schicht extrem unterpriviligierter Menschen, schwarze Männer nämlich, aus verrauchten, schmutzigen Kneipen heraus eine Weltrevolution in der Musik -Jazz/Blues- auslösten, während eine Heerschar von in viktorianisch geführten Haushalten mehr als nur üblichen Pianistinnen dauerhaft in Vergessenheit gerieten.
Es reicht halt einfach nicht, sich in ausgetretenen Pfaden von in diesem Fall Klassikern zu bewegen.






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26. März 2008 10:18

Danke, Herr Maier

Richard Herden (richardherdenqwert)

Darf ich mich auch als Mann bei Ihnen bedanken für die Autos, Eisenbahnen und
Flugzeuge die Sie (!) erfunden und gebaut haben ?

Davon abgesehen, seit wievielen Jahren schätzen Sie ist es in Deutschland NICHT
mehr verboten, dass Frauen eine höhere Schule besuchen und dadurch überhaupt
die Grundvoraussetzungen für eine wissenschaftliche Laufbahn erhalten ?

Kleiner Tipp: bis vor ein paar Jahrzehnten war es in Deutschland noch verboten,
dass eine (verheiratete) Frau überhaupt das Haus verließ um arbeiten zu gehen.
(außer ihr Herr gab ihr seine schriftliche Ausgangserlaubnis)

Dass manche Herren auch im dritten Jahrtausend ihrem verlorenen Paradies
hinterherjammern, ist kein Wunder. Dass die Betroffenen sich die eben mühsam
erkämpfte Freiheit bewahren möchten, auch nicht.

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26. März 2008 09:50

Ich vermute hier einfach mehr Gefühle

Thomas Wenzel (Coloneltw)

In der Rangordnung der Eliten muss man nicht nur Köpfchen sondern eine gehörige Portion Nerven, die Möglichkeit das Gewissen abzuschalten und Beziehungen haben. Auf Managerebene gibt es Kriege (wie auch unter Arbeitnehmern) welche sich gewaschen haben. Man kann nicht einfach zur Uni gehen ein paar Abschlüsse machen, meinen man wäre was und nun Gründer einer erfolgreichen neuen Technologie zu sein. MS wäre nicht so groß wenn Gates nicht Dos ohne Rücksicht auf Verluste ausgeschlachtet hätte. MS wäre nciht so groß ohne die vielen feindlichen Übernahmen. In dieser Ebene wo das Gewissen keine Rolle spielt und nur der "Harte" weiterkommt sind die Frauen unterbesetzt. Das ist aber ehr ein Zeichen für Stärke als für Schwäche. Frauen scheinen sich allgemein (nicht alle) nicht so leicht dazu hinreißen zu lassen Krieg zu führen, andere Menschen zu verletzen (auch Seelisch) und das halte ich Ihnen hoch an. So lange wie der Kampf nicht mit Wissen/Talent sondern mit fiesen Waffen ausgetragen wird, werden Gefühlsvolle Menschen (Mehrheit Frauen) nicht so vertreten sein und das ist gut so. Versucht hier nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen

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26. März 2008 08:39

Richtigstellungen

Christian Heier (albino_2004)

@ Michael Blume: Durchschnittlich sind nicht Frauen intelligenter, sondern Männer. Der Unterschied beträgt im Schnitt etwa 5 IQ-Punkte.

@ Bernadette Korf: "Bei Frauen in der Öffentlichkeit wird viel öfter díe Optik als der Inhalt der Botschaft kommentiert." Ein alter Kalauer, der immer wieder herhalten muss, um zu begründen, warum Frauen es speziell in der Politik angeblich besonders schwer haben. Motto: Über Angela Merkels Frisur wird mehr diskutiert als über das, was sie sagt. Als ob es nie Diskussionen und Mutmaßungen über Kohls Bauch, Scharpings Bart, Schröders gefärbte Haare oder Genschers Ohren gegeben hätte! Meist übrigens auf den bunten Seiten der Zeitungen, die besonders gerne von Frauen gelesen werden...

@ Eva Seidel: Das "seit Menschengedenken unterdrückte" Geschlecht ist stets vor militärischen Kampfeinsätzen, gefährlichen Arbeiten und zuviel körperlicher und geistiger Anstrengung geschützt worden - vor allem durch Männer. Das "unterdrückte" Geschlecht gibt Unmengen Geld für Klamotten und Zeitschriften und aus, liegt zu allen Zeiten beim Fernsehkonsum vorne. Es stellt die Mehrheit der Wahlberechtigten - und wählt trotzdem vor allem seine "Unterdrücker".

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