Dressman unter Uniformierten: Verteidigungsminister zu Guttenberg an Bord eines Transportflugzeuges der Bundeswehr auf dem Weg nach Kabul

Afghanistan

Guttenberg fordert Karzai zum Kampf gegen Korruption auf

Verteidigungsminister zu Guttenberg hat bei seinem Afghanistan-Besuch „belastbare Zeichen“ dafür gefordert, dass das Land Fortschritte auf den Feldern des „guten Regierens“ sowie bei der Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung mache. Das habe er Präsident Karzai „sehr deutlich“ gemacht. Von Berthold Kohler, Kabul

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2009 13:56

Haltung annehmen!

Lüder Osmers (LOsmers)

Da haben Sie ja ein merkwürdiges Foto zur Illustration Ihres Berichts ausgesucht: der Verteidigungsminister im Gespräch mit einem Offizier, der die Hände in die Hüften gestemmt hat wie auch der den Minister auf der anderen Seite flankierende Generalsinspekteur. In der Gedenkstätte für die gefallenen deutschen Soldaten heißt es für den Minister wie für seine Begleitung, gefälligst Haltung anzunehmen!

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14. November 2009 09:48

Armer karzai

maximilian boss (max67)

Der Arme weiss nicht mehr, auf wen er hören muss. Die Briten wollen die Taliban an der Macht beteiligen, der neue deutsche Verteidigungsminster fordert Bekämpfung der Korruption, die Amerikaner wollen was anderes, die Französen weiss Gott was. So sieht die geschenkte Freiheit und Demokratie für Afghanistan aus. Alle wollen und fordern irgendwas, nur keiner will wissen, was das afghanische Volk will. Das Theater für die medien zu Hause läuft sehr gut, aber die Ergebnisse sind etwas mager. Alle mischen sich ein aber keiner hat eine Patenlösung und nebenbei gesagt, TÄGLICh sterben Menschen. Übringes, schicker Anzug.

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14. November 2009 09:39

Den krieg will man schon gewinnen,

Josef Bujtor (Mramorak)

Herr Lotz, nur will man - besonders von unserer Seite - dass die anderen, die "schrecklichen" Amerikaner ihn gewinnen. Wir setzen uns, allen voran, Frau Merkel und Herr von Gutenberg, neben die in den Sonnenschein und sagen "wir" haben den Krieg gewonnen. Und Unsere Regierung belehrt dann die Amerikaner, wie man so einen krieg gewinnt.

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13. November 2009 15:52

Kampf gegen Korruption ??

wolfgang lotz (faircrestangus)

So geht das haeufig mit Projekten die nicht klar definiert sind : die " mission" ist am Ende eine ganz andere als die mit der das Projekt begonnen wurde. Stand nicht am Anfang Bekaempfung -- und hoffentlich Vernichtung --- der Islamisten die 9/11 organisiert hatten ? Dann wurde es Kampf gegen den Taliban , dann Einfuehrung der Demokratie in AFG, und jetzt Kampf gegen die Korruption ? Nach mehr als 7 Jahren militaericher Praesenz in AFG ist jetzt die Loesung : mehr militaerisches Engagement und mehr Geld --- und weniger lokale Korruption ? Da kann man nur viel Glueck wuenschen !! Bei dem Ausmass der politischen Unklarheit in der NATO was man nun letztendlich erreichen will, braucht man sich nicht zu wundern , dass die Bevoelkerung daheim anfaengt unruhig im Sand zu scharren. Guttenberg hat einen guten Anfang gemacht, indem er die Aktionen in AFG " Krieg" genannt hat. Aber einen Krieg muss man auch gewinnen wollen -- ernsthaft und nicht nur deklamatorisch --- oder man hoert besser auf. Kampf gegen die Korruption ? in einem Land wo Korruption seit Alexander dem Grossen Teil der " Kultur" ist ? Klingt stark nach vorgeschobenen Gruenden um ein Ende des Engagements zu rechtfertigen ... ist aber nicht sehr ehrlich !!

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13. November 2009 10:31

dumm und dümmer

Frank Garbe (Frank_Garbe)

So wie Guttenberg als Wirtschafstminister jegliche Kompetenz vermissen ließ, fehlt sie ihm nun erneut. Da fordert er eine nichtgewählte Regierung also auf die Korruption zu bekämpfen - da könnte er Merkel auch gleich auffordern ein kompetentes Kabinett zu zusammen zustellen. Wir müssen Afghanistan so schnell wie möglich verlassen und nicht noch neue Truppen dort hinschicken. Wir haben dort nichts verloren.

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13. November 2009 10:25

Auf Kosten der Freiheit profilieren sich die westlichen Poltiker

Josef Bujtor (Mramorak)

Demokratie und Freiheit für Afghanistan und und die anderen unterdrückten Länder sind nichtmehr auf der Tagesordnung. Allerdings haben die deutschen Politker sich nie stark gemacht für Freiheit und Demokratie. Obwohl unsere Bundeskanzlerin in den demokratischen Ländern Demokratie "Lehrt". Jetzt haben alle diese Gesinnung angenommen - Von Obama bis zu Gutenberg. Die haben nur ein interesse: sich profilieren auf kosten des afghanischen Präsidenten. Denn dadurch können sie sich sehen lassen in den Kreisen der Sympathisanten des Terrors und den Diktatoren. Wer weiß, vielleicht erweist denen mal irgend einer dieser Gewaltherrscher, unserer Welt, die GNADE und spricht mit ihnen auf Augenhöhe? Vielleicht warten alle, Sarkosy, Brown und Merkel auf einen Friedensnobelpreis - mit den heutigen Herren und Damen dieses Preise kann man ja nie wissen!

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13. November 2009 09:31

Merkwürdig...

Günter Busse (guenter.b)

das der Verteidigungsminister eines Landes Gespräche mit dem Präsidenten eines anderen Landes führt, und dann nach dem Gespräch die vorgetragenen Themen und Forderungen sofort veröffentlicht.
Kann man sich so einen Umgang zwischen europäischen Staaten oder anderen Staaten vorstellen? Ohne Kanzlerin, ohne Aussenminister?
Respektloser kann man der afghanischen Regierung nicht mitteilen, das sie im
eigenen Land nichts zu sagen hat, das Afghanistan ein besetztes Land ist.
Und das Karsai die "Forderungen" des deutschen Verteidigungsministers nicht
erfüllen kann (selbst wenn er wollte), weiß natürlich auch Guttenberg.
Karsai hat nicht die Macht, um ausserhalb von Kabul irgendetwas zu bestimmen.
.
Die Pressearbeit (mehr ist sein Afghanistan-Besuch nicht) von Guttenberg richtet sich auch nicht an Karsai, sondern an die Bürger in Deutschland. Der Afghanistan-Einsatz soll demnächst verlängert werden, und er soll ausgeweitet werden.
Der Auftritt von Guttenberg dient einzig allein dem Zweck, dafür Zustimmung zu
generieren.

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13. November 2009 07:05

Klar

Patrick Müller (pazi63)

ist das ein frommer Wunsch. Jeder der sich da reinhängt ist zu bekräftigen, nur ich fürchte sehr dass eine fünfzig Cent Münze in eine Parkuhr werfen und mit Dieser zu diskutieren einen nur gering kleineren Erfolg bringen wird. Man bedenke alleine die Agrarpolitik(Schlafmohn soweit das Auge reicht).

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13. November 2009 06:09

Herr zu Guttenberg sollte sich in Sachen Afghanistan beeilen

Dieter Spethmann (dspeth)

und mit ihm der Deutsche Bundestag, bei dem letztlich die Verantwortung für diesen Einsatz der Bundeswehr liegt. Denn die nächste Narretei der EU steht in wenigen Tagen bevor: Die Ernennung eines „Außenbeauftragten“ der EU. Hierzu berichtet die FAZ: „Dem Außenbeauftragten wird außerdem ein diplomatischer Dienst der EU unterstehen, in den auch die militärischen Strukturen der EU überführt werden sollen.“ Ich halte das für grundgesetzwidrig bis zum Gehtnichtmehr. Aber auf meine Rechtsansicht kommt es in Berlin nicht an. Vielmehr geht es um die Frage, hier und jetzt, wie lange der deutsche Verteidigungsminister und der Deutsche Bundestag überhaupt noch frei sind, in Sachen Afghanistan zu entscheiden.

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13. November 2009 05:51

Im Prinzip wäre das nicht unlösbar, doch hat sich Karzai nolens-volens in einer

Lukas Werth (lukaswerth)

Weise arrangiert, die es ihm sehr schwer machen wird, seine Regierung zu sanieren, selbst wenn er das wollen sollte. Seit er an der Macht ist, ist er das von anderer Gnaden. Sein Einfluss ist meist auf Kabul und Umgebung beschränkt gewesen, er musste mit den schlimmsten Warlords und Verbrechern Kompromisse schließen, um seinen Einfluss halten zu können, der immer auch im Verhältnis zu den Amerikanern bestand, die ja selbst die skandalösesten Zugeständnisse machten, um sie zu arrangieren. Die letzten Wahlen waren nur der letzte solcher Skandale. Das man sie in irgendeiner Form hat durchgehen lassen, war ein Fehler, wie es immer falsch war, die Regierung de fakto weniger als halbherzig zu unterstützen. So hat man nicht einmal für den Aufbau einer vernünftigen Polizeitruppe gesorgt, und man hätte die Taliban schon viel länger und mit viel größerem Aufwand aktiv bekämpfen und dabei der Bevölkerung immer wieder demonstrieren müssen, wo für sie der Nutzen liegt, das heißt, man hätte auch in einer wirklichen intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Land die Taliban ideologisch isolieren müssen. Das alles kann immer noch geschehen, und dabei kann und muss man mit Muslimen kooperieren und sich auf die Sprache des Islam einlassen.

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13. November 2009 05:43

Da wird der

heinz peter (pitiplatsch)

Karasai aber beeindruckt sein, und seinem Bruder sofort verbieten mit Opium zu Handeln. Mein Gott wollen die uns vergageiern.

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12. November 2009 23:37

Karzai ist zentrales Element des Problems

Gerhard Rinker (GerdR)

Wie soll ein Herr Karzai das afghanische Problem lösen, wenn er selbst zentraler Bestandteil eben dieses Problems ist?
PS: Die ehrenwerten Vertreter von Rot/Grün haben allen Grund, sich mit Kritik zurückzuhalten, denn sie haben uns dieses Desaster eingebrockt. Schon vergessen?

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12. November 2009 22:17

Ein absolut wichtiger Schritt,

Stefan Vieregg (Kuselianer)

zumal die ganzen Gelder, die nach Afghanistan fließen, angeblich nur zu 70 % da ankommen, wo sie hinsollen. Und das Land braucht jährlich 20 Mrd. EUR , um den Konflikt zu finanzieren, bezahlen kann es nur einen Bruchteil.

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12. November 2009 17:16

Derf der des...

D. Gucker (dippegucker)

...der is doch Verteidichungsminister un net Guido. Ts, ts, ts.

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12. November 2009 17:09

Guttenberg 'fordert', 'schliesst sich an'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die neue Bundesregierung kommt ueber blosse Proklamationen zu Afghanistan nicht hinaus.

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12. November 2009 17:06

Wo soll da Korruption sein, in einem Land mit 200.000 Hektar Schlafmohnanbau ?

Klaus Winkel (Farben)

....

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12. November 2009 16:59

Realsatire

Pascal Jost (CoolP)

Bei der Aufforderung wäre ich gerne dabei gewesen ... da steht der Kopf der Korruptionsstruktur vor einem und man bittet ihn dann eindringlich/mit Nachdruck/ernsthaft darum, aufzuhören. Was hat denn Karzai im Gegenzug gefordert? Dass man in Deutschland mit der Lobbyabhängigkeit Schluss macht?
Ideale sind wirklich schön und nützlich, doch muss man auf dem Weg zu ihnen auch ganz klar die Naivität umschiffen und evtl. sogar das Vorgehen wählen, welches mit "konsequent" beschrieben werden kann. Karzai an der Spitze eines vermeintlich demokratisch gewillten und gerechten Staates haben zu wollen ist ein Widerspruch in sich.

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