Vor dem Abflug: Verteidigungsminister zu Guttenberg in einem CH-53-Hubschrauber

Afghanistan-Reise

Guttenbergs Heimspiel an der Front

Karl-Theodor zu Guttenberg sprach als erster deutscher Verteidigungsminister von „kriegsähnlichen Zuständen“ in Afghanistan. Nun war er selbst dort. Er muss nichts zurücknehmen. Berthold Kohler hat beobachtet, wie der CSU-Politiker seine Talente auch auf gefährlichem Terrain einzusetzen weiß.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. November 2009 21:03

Die Reisen des Baron Haar-Gel...

Harry LeRoy (Cimon)

Meine Güte! Der blaublütige Jungminister wird ja zu einem größeren Medienpopanz aufgeblasen als es die märkische Pfarrerstochter schon jetzt ist! Fehlt nur noch, dass er demnächst auch im Namen des Klimaschutzes und der Entwicklungshilfe im Ausland Hochglanzfotos von sich machen lässt...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 15:18

@Wolfgang Kaiser

Moritz Mantei (moritzmantei)

Dieser Artikel ist für Sie "nicht einmal unkritisch"?! Nun gut, für mich ist Herr zu Guttenberg die männliche Hohlmeier. Er hat wie kaum ein zweiter in den letzten Jahren in der deutschen Politik von familiären und innerparteilichen Seilschaften profitiert. Mich schüttelt es immer noch, wie verlogen wirtschaftliche Erfahrung durch Positionen in Familienunternehmen, bzw. von der Familie massiv beeinflussten Unternehmen suggeriert wurde. Welch ein Lichtblick ist da hingegen Herr Rösler!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 15:10

Andere Moeglichkeiten

Stephan Krieger (ImExil)

...dann springt Afghanistan in die Bresche und hilft uns aus der Patsche.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 11:26

Gibt es keine anderen Möglichkeiten?

Ulrich Schramm (faz-leser-999)

Deutsche Sience Fiction (jede Ähnlichkeit mit dem aktuellen Geschehen ist rein zufällig): Wir schreiben das Jahr 2040. Nach dem politischen Rechtsruck in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen unterstützen nun auch militante Teile der katholischen Kirche die Bestrebungen dieser Länder, sich von Norddeutschland abzuspalten und mit Österreich eine "Alpenrepublik" zu gründen. Im Laufe der zunehmenden religiösen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten entstehen in diesem Gebiet mehrere terroristische Gruppen, die ihre Mitglieder aus militanten katholischen Schulen rekrutieren. Eine dieser terroristischen Gruppen, "mir san mir", übt am 11. September 2043 ein schweres Attentat in den USA aus. Die USA stationiert daraufhin 68.000 gut ausgebildete Soldaten in Norddeutschland, um der regulären Regierung in Berlin zu helfen, die terroristischen Gruppen "aufzulösen". Zwischen den Nordarmeen und den terroristischen Milizen kommt zu schweren Gefechten mit vielen zivilen Opfern. Der daraus entstehende Zorn und Hass in der Zivilbevölkerung treibt den terroristischen Gruppen die Anhänger scharenweise zu. 2050 zieht die USA aufgrund öffentlichen Drucks und aus Geldmangel ihre Soldaten ab. Was bleibt zurück?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 07:32

Nun gut, dann sehen wir einmal, was ausser - zutreffenden - aber bislang netten

Jürgen Rieger (Riegerparis)

Worten geschehen wird. Die Bundeswehr braucht eine Umstrukturierung - weniger Wasserkopf (mit Personal aus "Inlandskarriere") und mehr und erfahrenere Einsatzführung (= verfügbare, einsatzfähige Offiziere und Unteroffiziere) unten. Sie wurde zu einer Kreisklassearmee zusammengepart und "outgesourced" - ob er die negativen Auswüchse davon in den Griff bekommt? Es fehlen wenigstens zwei bis drei Infanterie-/Fallschirmjäger-/Gebirgsjägerbrigaden und sehr viele Spezialisten - doch woher das Geld? Endlich eine Abschaffung von 87b - und einsatzorientierte (und weiter nach sinnvollen Gesetzen orientierte) aber auch "basismilitärisch" geschulte Verwaltung in Uniform; es gibt kaum Streitkräfte, die einen solchen zivilen Apparat unterhalten. Und das Reizthema "militärische Gerichtsbarkeit"...schafft man das, wenigstens Richter zu haben, die Sachkenntnis besitzen und wie ihre A 7-15+ "Kollegen" in Uniform gut 50-80 Stunden/Woche dienen, wenn es sein muss (statt monatelange Prozesse).
Es ist gut und ein Fortschritt, wenn Dinge klar angesprochen werden - aber schauen wir einmal, wo real Verbesserungen eintreten.
Und Afghanistan - schafft er es, die zivile Seite mehr am Aufbau zu interessieren? Militär alleine kann es nicht schaffen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 06:52

Lichtblick Guttenberg

Matthias Hühn (matthiashuehn)

Verteidigungsminister Guttenberg macht alles richtig. Nicht, weil er gut gebrieft und in Szene gesetzt wird, sondern weil er es einfach richtig machen will und offensichtlich auch kann. Guttenberg ist einer von uns, ohne ein kumpelhafter Grosskotz zu sein wie Schroeder. Der Unteroffizier/Verteidigungsminister sitzt beim Essen nicht neben dem Oberst, sondern neben dem Spiess und anderen Mannschaften. Der will die Wahrheit hoeren, weil er wirkliche Probleme und nicht Ministeriumsprobleme loesen will. Die Truppe hat ihn mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht und nun sieht sie hocherfreut, dass er noch besser als die Erwartung ist. Guttenberg wird der Bundeswehr gut tun und sie dorthin zurueckholen, wohin sie gehoert: mitten ins Volk. Das alleine macht ihn zum besten Verteidigungsminister seit Schmidt und wird ihn zum besten Kanzler seit Schmidt machen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 22:19

@Sven Laurien (demokrat030) - Da haben Sie vollkommen RECHT!

Bruno Penetratore (BrPe)

Die ewigen Lügen, Vertuschungsversuche und Ausreden von Vorgänger "Jung" instruiert durch Merkel & Co., waren nicht mehr zu akzeptieren... Guttenberg ist auf dem "richtigen Weg" und scheint vorerst nichts beschönigen zu wollen... seine Feststellung es sind "kriegsähnliche Zustände", wurden ja auch real durch Beschuss seines Transporthubschraubers untermauert...
.
.
Guttenberg und der Krieg
Sven Laurien (demokrat030)
.
Auch eine seriöse Zeitung sollte solch einen Blödsinn wie "kriegsähnliche Zustände" nicht veröffentlichen. Entweder es ist Krieg oder keiner. Man kann ja auch nicht ein bißchen schwanger sein. Jetzt wird der mediengeile Graf als Heilsbringer gefeiert weil er andeutungsweise das sagt was jeder schon lange weiß - Deutschland ist am Hindukusch im Krieg - basta.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 20:48

Nix ist wurscht!

Stephan Krieger (ImExil)

Es ist eben nicht egal wie man's nennt. Wir sind im Krieg. Alles andere verhöhnt den Bürger und vor allem den Soldat. Zurzeit befinde ich mich in England wo das Thema Afghanistan sehr präsent ist. Zurecht. Es scheint in Deutschland nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen zu sein, dass täglich Soldaten ihr Leben für eine äußerst fragliche Sache riskieren. Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass der "Einsatz" schnellst möglich beendet wird. Der Krieg ist nicht zu gewinnen. Das wissen wir schon seit 20 Jahren.<br />In Ruhe lassen und alle paar Monate die Opiumfelder mit Dynamit bewässern. Glaube das wäre ehrlicher und es wäre uns mehr geholfen...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 20:06

Warum immer alles zerreden und mißmachen?

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Der Artikel von Berthold Kohler ist gelungen, sympathisch und dabei nicht einmal unkritisch über einen sympathischen Minister. Für mich DER Lichtblick unserer momentanen Politiker-Kaste.
Ich persönlich freue mich auf und über meinen neuen Dienstherrn!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 19:09

Völlig wurscht, wie man es nennt.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Menschen werden bedroht, genötigt, beschossen, fallen feigen Mordanschlägen zum Opfer und werden gesteinigt. Das darf nicht so bleiben. Daher hat die UN beschlossen, etwas dagegen zu tun. Daß auch Deutsche Hilfe leisten, ist ehrenhaft. Über Art, Maß und Dauer ist zu reden. Alles andere ist Beihilfe zum Mord.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 18:36

Guttenberg und der Krieg

Sven Laurien (demokrat030)

Auch eine seriöse Zeitung sollte solch einen Blödsinn wie "kriegsähnliche Zustände" nicht veröffentlichen. Entweder es ist Krieg oder keiner. Man kann ja auch nicht ein bißchen schwanger sein. Jetzt wird der mediengeile Graf als Heilsbringer gefeiert weil er andeutungsweise das sagt was jeder schon lange weiß - Deutschland ist am Hindukusch im Krieg - basta.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 11 von 11 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche